Inhaltsverzeichnis: Das Jahr 2022 Neujahr, Samstag, 1.1.2022. Heute habe ich von 2 Uhr nachts bis 9 Uhr geschlafen. Gestern an Silvester war ich mit Mama im Wohnzimmer, schaute "Dinner for One" den Eberhofer-Krimi "Dampfnudelblues" auf HR und Mr. Bean auf SuperRTL. Ich trank drei Bier, abgesegnet von meiner Mutter. Ein viertes sei zu viel, meinte sie gestern. Heute morgen meinte sie, sie denke, ein Job sei zunächst mal wichtiger als eine Freundin. Beim Abnehmen könne ich mir auch Zeit lassen. Es wäre aber trotzdem gut, wenn ich etwas abnehmen würde. Sie meinte, 95 kg wäre erst mal gut. Für das weitere Vorgehen vereinbarten wir, so nach dem 10. Januar der Frau von Siemens zu schreiben, dass ich die 15-Stunden-Woche durchgehalten habe. Und um die Zeit ebenfalls nochmal mit dem Arbeitsamt Kontakt aufzunehmen, um einen Beratungstermin zu vereinbaren. Getrunken habe ich gestern wieder den Tag über nur drei Flaschen MezzoMix-Light. Spät am Abend kam dann noch eine vierte hinzu, weil Ausnahme wegen Silvester. Insgesamt müsste ich es aber schaffen, tatsächlich weniger zu trinken. Ich hatte in den letzten Wochen mal über meine USB-Festplatte von 2007, die man noch an den Strom anschließen muss, nachgedacht. Wenn die mal kaputt geht, habe ich meine MP3s und Fotos verloren. Deshalb fragte ich heute Papa, welche Platten man mittlerweile verwendet. Er empfiehlt mir einen USB-Stick. Also wünschte ich mir zum Geburtstag einen Stick mit 512 GB und wünschte mir, dass er mir den besorgt. Möglichst nicht über Amazon, um andere Händler auch zu unterstützen - der Preis liegt zwischen 50 und 100 Euro. Dann hatte ich heute mit meiner Mutter ja über Arbeit geredet. Mir fiel noch Framatome ein, wo ich ja im Jahr 2018 ein Vorstellungsgespräch für einen Werkstudentenjob hatte, noch vom Haus Rafael, woraus aber dann nichts geworden ist. In der folgenden Zeit hatte ich technische Probleme mit der Bewerberplattform, sodass ich mich nicht mehr bewerben konnte. Heute fand ich heraus, dass es eine andere Plattform gibt und meinte zu meiner Mutter, einen Bürojob müssten sie eigentlich immer haben. Mein Vater meinte, er würde mir von Framatome generell abraten, da Atomkraft. Aber ich sagte, mir sei ja schon ein Bürojob (Einscannen etc.) recht, mehr brauche ich für den Anfang gar nicht. Wir kamen letztlich drauf, dass ich denke, ich werde gar nicht umgebracht. Und, dass ich mir mein Leben nicht so versauen lassen dürfe. Mama meint, wenn Heinrich mich umbringen würde, wäre sein Spielzeug weg. Sonntag, 2.1.2022. Gestern morgen im Gespräch mit meiner Mutter ist mir bewusst geworden, dass ich eventuell gar nicht getötet werde. Sonst wäre ich ja als Spielzeug von Heinrich weg, meinte meiner Mutter. Das muss ich jetzt erst mal sacken lassen und darüber nachdenken. Wahrscheinlich wäre es auch durch meine Buch-Aufzeichnungen zu riskant, mich zu töten. Vorhin habe ich mit Mama darüber geredet, ob es irgendwie möglich sei, dass ich in die Forensik komme, weil ich an Weihnachten so ausgerastet bin. Sie meinte, dass sie das nicht glaube und dass dafür ganz andere Dinge passieren müssten. Gestern hatte sie gemeint, dass für Heinrich dann das "Spielzeug" weg sei, wenn ich endgültig in die Forensik käme. Sie meinte, wenn es mich zu sehr beschäftige, in die Forensik zu kommen, müsse ich Dr. Weinland nichts von meinem Ausraster erzählen. Gestern Abend war folgende Situation im Wohnzimmer, nachdem Papa und ich ein Bier getrunken hatten: Papa fragte mich, wann ich denn eigentlich mit Heiner in der Bretagne gewesen sei. Ich sagte mit Blick auf Mama, dass sei doch Mamas Bruder, warum er immer mit Heiner anfange. Und daraufhin sagte ich: "Das habe ich dir doch gerade gesagt". Im selben Moment begriff ich, dass ich das eben nicht gerade gesagt hatte. Ein kleiner Gedächtnisaussetzer. Irritiert schauten mich Mama und Papa an und sagten: "Hast du nicht." Ich lenkte sofort ein und sagte: "Stimmt." Danach ging ich ins Bett. Heute sagte Mama, solche Aussetzer habe sie am Tag an die zwanzig mal. Auch ich fand die Situation heute morgen nicht mehr schlimm, nachdem ich gestern selbst etwas irritiert war. Was ich noch für mich anmerken muss, ist, dass ich mich in den letzten Tagen eben ganz normal ernährt habe, d.h. eben KEINE Eiweiß-Ernährung, bei der ich immer Angst habe, deswegen Gedächtnisaussetzer zu haben. Gerade komme ich von einem kleinen Radausflug mit meinem Vater zurück. Wir haben die Hühner auf dem Weg zur Metro, die Alpakas in Almoshof, die Frösche am Flughafen und die Hühner in Almoshof besucht. Bei den Hühnern sind uns die Ebenteuers begegnet, gerade als Papa mit den Hühnern gesprochen hat. Außerdem sind uns die Schertels begegnet. Auf meine Frage: "Wenn ich nicht mehr glaube, dass ich umgebracht werde, ist dann die Psychose vorbei?" hat meine Mutter gerade zweimal gesagt: Dann ist sie vorbei. Auf dem Spaziergang gerade mit meiner Mutter meinte sie wiederholt, wenn ich nicht mehr glauben würde, ich werde umgebracht, sei die Psychose vorbei. Alle Probleme mit Heinrich würden sich dann auflösen. Er würde seinen Schrecken verlieren. Mein Geburtstag, 3.1.2022. Heute habe ich Geburtstag. Ich bin, nachdem ich gestern nicht so gut einschlafen konnte, um 8.30 Uhr aufgewacht. Dann ging ich in den Aldi und kaufte eine Zucker Coca-Cola, Bier und andere Sachen. Meine Mutter meinte, dass auch meine Zustände verschwinden würden, wenn die Angst davor, umgebracht zu werden, weniger werde. Jetzt ist es 18.45 Uhr. Ich hatte heute Mittag kurz meinen Zustand und bin danach mit meinem Vater mit dem Rad zu Hühnern hinter dem Berufsförderungswerk gefahren. Das Wetter war regnerisch und es waren viel weniger Hühner als an der Metro oder in Almoshof. Zwei Truthähne waren dabei. Hat mir insgesamt weniger gefallen als die Metro- und Almoshof-Hühner. Danach bin ich mit Mama nach Kalchreuth gefahren und kurz herumgelaufen. Anschließend kam meine Schwester, die angerufen hatte, als Mama und ich nicht da waren. Ich hatte sie per Whatsapp eingeladen. Sie setzte sich auf die Terrasse, weil sie Angst hatte, uns anzustecken, da sie etwas krank war. Als sie weg war, vereinbarte ich mit meiner Mutter, nächstes Mal auch Jochen mit einzuladen. Dienstag, 4.1.2022. Gestern habe ich am Abend dreieinhalb Bier getrunken. Ich durfte das, denn es war ja mein Geburtstag. Wir schauten Inspektor Barnaby. Meine Schwester hatte gestern folgenden Satzfetzen gesagt, den ich behalten habe: "Dieses Jahr hat sich das eh erledigt." Das wollte ich nochmal aufschreiben, damit ich das später weiß. Ich fragte meine Mutter, was meine Erkenntnis, dass ich nicht umgebracht werde, für mich für Auswirkungen haben werde. Und sie meinte, das wüsste sie auch noch nicht, sagte aber: "Das wird dein Leben verändern." Für die nächste Zeit hat meine Mutter prophezeit, dass sich ein böser Spieler sein Spielzeug nicht so einfach wegnehmen lässt. Allerdings meint sie, dass die Arbeit in der Caritec mit meiner Erkenntnis, dass mir nichts passiert und die mir dort nichts böses wollen, viel leichter fällt. Gerade war ich mit Mama im Marktkauf. Auf dem Rückweg meinte sie, dass ich nur "auf der Hut" sein müsse, wenn ich herausgefunden habe, dass ich "nur das Spielzeug" bin und mich nicht wieder "einfangen" lassen solle. Gestern meinte meine Mutter noch, dass das Verhalten meiner Schwester bezüglich Corona, dass sie nicht reinkommen wolle weil sie an Silvester drinnen Leute getroffen habe, "komisch" sei. Mittwoch, 5.1.2022. Bin gestern kurz vor 17 Uhr mit dem Bus in die Wohnung zurückgefahren. Heute Nacht nicht so gut geschlafen. Länger im Bett geblieben. So bis 8.30 Uhr. Um 10.45 Uhr Termin im Uniklinikum. Meine Mutter erst relativ spät erreicht. Sie sagte, Hannah hätte sich bei ihr wohl gemeldet, dass sie morgen, am Feiertag 6.1., uns in die Hütt'n einlädt. Zur Klinik bin ich mit dem Bus gefahren, weil ich direkt im Anschluss mit dem Bus nach Hause fahren wollte. In der Klinik erst Blutentnahme und Spritze. Dann Dr. Weinland. Er findet es "toll", dass ich nicht mehr denken würde, umgebracht zu werden. Ich erzählte ihm, dass es nach einem Gespräch mit meiner Mutter bei mir "Klick" gemacht hätte. Sie hätte gemeint, dann sei das "Spielzeug" weg. Ob die Psychose vorbei sei, fragte ich nicht und sagte er auch nicht. Meine Mutter meinte, als ich ihr davon erzählte, dass ich das selber spüren müsse, wann die Psychose vorbei sei. Von meinem Ausraster an Weihnachten habe ich Dr. Weinland nichts erzählt. Ich habe meine Mutter gefragt, für wie wahrscheinlich sie es halte, dass ich irgendwann durch irgendwelche Umstände in die Forensik käme. Sie lachte und meinte, dass das nie passieren würde. Außerdem meinte sie, dass man da auch wieder rauskäme. So wie der Sohn von Regina Stobbe, der wegen Drogen in die Forensik gekommen war. Also scheidet auch dieses Schicksal für mich aus. Jetzt ist es 17 Uhr. Hannah kommt morgen mit Jochen hierher. Und bringt Speisen von der Hütt'n mit. Sie wird im Vereinsheim für 25 Jahre Mitgliedschaft zusammen mit Tobi geehrt. Zum Thema "Spielzeug": Ich fragte meine Mutter, wie sie das meinte, dass sie es sich nicht so einfach "wegnehmen" lassen würde. Sie meinte, man würde versuchen daran festhalten und murmelte dann: "Geht ja nicht anders" (dass man das Spielzeug loslassen muss). Donnerstag, 6.1.2022. Gestern habe ich meine Mutter nochmal nach einer Ungereimtheit bei Andrea Koch gefragt. Die Geschichte mit dem Labor und ihr kann man in meinem buch_4 lesen am 29.Januar 2021. Und zwar habe ich meine Mutter gefragt, wer denn nun wer sei. 2009 hatte sich eine blonde, hübsche Ärztin mir als "Koch" vorgestellt. Seit ein paar Jahren gibt es auf der Labor-Homepage ein Foto unter "Wir stellen uns vor", wo nicht die Frau abgebildet ist, die sich mir - wie ich dachte - als "Koch" vorgestellt hatte, sondern eine relativ alte Frau. Ich wollte von meiner Mutter wissen, wer denn nun die "richtige" Andrea Koch sei, also die blonde, oder die abgebildete. Meine Mutter meinte, die Blonde könnte eine sein, die zufällig auch "Koch" heiße und irgendwie im Labor arbeite. Die, die auf dem Foto der Homepage abgebildet sei, das sei die echte "Andrea Koch". Gerade Gespräch mit meiner Mutter im Wohnzimmer, sie schaut Tennis - Jan-Lennard Struff. Meine Frage war: Was ist wichtiger, dass ich denke, dass ich nicht umgebracht werde, oder, dass ich mich mit meiner Schwester gut verstehe. Sie meint, dass ich denke, ich werde nicht umgebracht, da ich dann ja "normal" bin und mich automatisch mit meiner Schwester verstehen würde. Mein Vater kam vorhin ins Zimmer und fragte mich mit sehr bedrückter Stimme und Miene, ob ich mit Ihnen unten essen würde, oder in meinem Zimmer. Außerdem fragte er mich, ob Dr. Weinland und ich eine Maske getragen hätten. Er möchte uns heute einen Selbsttest machen lassen deswegen. Jetzt ist es 18.45 Uhr. Hannah war mit Jochen da und sie haben Essen aus der Hütt'n mitgebracht. Ich trank mit Mama zusammen zwei Flaschen Bier und hörte den Gesprächen meist nur zu, da es vor allem um Hannah ging. Sie kamen um 13 Uhr und gingen um zehn vor drei, weil Hannah und unser Nachbar Tobi im Vereinsheim für 25 Jahre Mitgliedschaft im Verein ausgezeichnet wurden. Während des Essens viel Geräuspere usw.. Mit Jochen, neben dem ich saß, redete ich kurz. Hannah redete über unseren Wellensittich, der eine Wucherung am Schnabel habe. Papa fuhr mich um vier zurück. Morgen muss ich arbeiten. Gestern habe ich in Facebook nach Hanna Lutz (Hanna Luz) gesucht und neue Fotos gefunden sowie einen Eintrag in einem Schwarzen Brett, in dem Sie und ihr Freund sich nach einer 80qm Wohnung in Berlin Friedrichshagen informieren wollen. Meine Mutter meinte auf meine Nachfrage, dass Michaela Kuenz sicher tot ist. Und auch, dass Hanna Lutz' Vater so gestorben sei, wie sie es mir seinerzeit erzählt hatte. Freitag, 7.1.2022. Heute morgen war auf der Arbeit wenig los. Marianne krank. Ich durfte erst nicht rein, da ich nicht getestet worden war und wurde daraufhin getestet. Negativ. Die Arbeit verlief eigentlich unspektakulär. Sabine hatte das erste mal, seitdem ich mich erinnern kann, auf einen Platz neben mich gesetzt. Sie lachte viel und erzählte, dass sie an Weihnachten nicht daheim gewesen sei und dass sie an Silvester geschlafen habe. Außerdem korrigierte sie mich, dass es nicht "frohes neues Jahr" heiße, sondern "gesundes neues Jahr". Shorty, der jetzt eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger macht, schrieb die Zeiten auf. Auf dem Rückweg von der Arbeit wurde mir komisch. LSD-Gefühl. Zuhause legte ich mich ins Bett, dann erreichte ich Mama, kurz vorm Auflegen veränderte sich meine Stimme. Kurz darauf ging es wieder. Ich nahm den Bus um 13.34 Uhr und kaufte noch zwei Krusties im Pickelmann. Im Bus ein schwarzer Mann und eine blonde Frau. Die Frau hustete ständig äußerst laut. Mir wurde im Bus und später in der Straßenbahn wieder komisch. Schnell lief ich nach Hause und begrüßte meine Mutter mit Fistelstimme. Papa kam von oben herunter und räusperte sich. Relativ schnell verabschiedete ich mich von beiden mit der Bitte, nicht zu stören, ins Bett um mich auszuruhen. Ich hatte in der Nacht auch schlecht geschlafen. Irgendwann ging es dann wieder. Dann rief mich Manuel aufs Handy an. Ich verstand ihn wieder schlecht - er war im Auto. Hatte in letzter Zeit stressige Zeit mit Familie. Wohnt in Frankfurt im Polizeirevier in einer Neubausiedlung im 6. Stock zur Miete. Manuel verabschiedete sich mit "Ciao". Papa trinkt Bier, Mama hat ein Online-Meeting mit der Frauengruppe. Samstag, 8.1.2022. Heute morgen sprach mich meine Mutter darauf an, dass ich ja schon vor Weihnachten auf den Trichter gekommen sei, dass ich nicht umgebracht werde. Ich dachte: Hä? Der Gedanke war mir ziemlich sicher am 1.1. gekommen. Als ich mit ihr zusammen nachlas, war ich mir sicher, dass dieser WICHTIGE kurze Abschnitt verrutscht sein musste. Vom 1.1. auf den 17.12.. Gerade war ich mit meiner Mutter spazieren. Über die alte B4. Am Anfang des Spaziergangs sagte sie, dass es letztlich für mich wurscht sei, was ein Arzt sage, sondern wichtig sei nur, wie ich mich fühle. Dann redeten wir auch darüber, dass meine Mutter es toll fände, wenn ich wieder joggen ginge. Ich habe mir vorgenommen, morgens vor der Arbeit auf den Hometrainer zu gehen. Es gab zum Essen einen überbackenen Auflauf. Mama plant, nächste Woche nach Saarbrücken in die Wohnung von Dorothee zu fahren und zu Heiners Geburtstag am Dienstag zu fahren, da Heiner so schlecht beieinander ist und Mama denkt, dass er vielleicht nicht mehr lange lebt. Meine Mutter meinte auch, dass es der "Clou" sei, dass ich denke, ich werde nicht umgebracht. Sonntag, 9.1.2022. Heute hat Michael Miller Geburtstag, gestern, am 8.1., hatte Heinrich Geburtstag. Ich will noch schreiben, was Sabine am Freitag von sich gegeben hat, damit ich mich später dran erinnere. Sie fragte mich, ob ich am Wochenende nach Hause zu meinen Eltern fahre und, als sie die Metallachsen holte, sagte sie zunächst, das sei ja "schwer wie Gold", dann, wohl "eher silber". Heute habe ich eine Mail an die Behindertenbeauftragte von Siemens verfasst, die ich morgen verschicken werde. Beim Arbeitsamt melde ich mich erst, wenn ich von Siemens Antwort bekomme. Hier die Siemens-Mail: Sehr geehrte Frau Nomigkeit, ich melde mich in Bezug auf Ihren letzten Mail-Wechsel mit meinem Vater, in dem vereinbart wurde, dass wir uns Anfang 2022 wegen einer möglichen Tätigkeit bei der Firma Siemens miteinander in Verbindung setzen. Ich habe in den letzten Monaten meine Belastbarkeit ausgetestet und mich dabei auf 15 Arbeitsstunden pro Woche gesteigert, um meine Chancen in einer passenden Abteilung bei Ihnen eingesetzt zu werden, zu erhöhen. Ich könnte mir für den Einstieg vorstellen, Hilfstätigkeiten im Büro zu leisten, wie z.B. das Einscannen und Archivieren von Dokumenten. Das habe ich bereits 2005 und 2007 gemacht, bei Framatome in Erlangen gemacht. Außerdem könnte ich mir ein einfaches Praktikum, in dem ich meine Fähigkeiten erproben kann, vorstellen oder eine Tätigkeit ähnlich der eines Werkstudenten, also mehrere Stunden die Woche. Im Studium hatte ich einen Schwerpunkt in Operations-Research (Supply Chain Management) und Energiewirtschaft. Der Bereich der Erneuerbaren Energien interessiert mich besonders. Hier könnte ich mir eine Tätigkeit für Siemens Gamesa vorstellen, da ich seit 2007 kontinuierlich Spanisch lerne und mich derzeit auf eine Prüfung für ein Sprachzertifikat des spanischen Staates (DELE A2) im Mai vorbereite. Ich würde mich freuen, bald wieder von Ihnen zu hören und stehe für Rückfragen jederzeit zur Verfügung. Vielen Dank für Ihre Mühe. Mit freundlichen Grüßen Peter Köhler Gerade beim Mittagessen fragte ich Mama nach der Forensik. Da in meiner "Leidenszeit" immer wieder mal davon die Rede war, fragte ich mich, ob meine Angst vor Messern schlimm sei. Mama meinte, dass ich nie und nimmer in die Forensik käme. Sie glaubt auch, dass ich niemanden mit Messer angreifen werde. Jetzt ist die Angst vor dem Tod weg, aber eine andere kommt. Aber ich werde das nicht zulassen. Dienstag, 11.1.2022. Gestern fuhr ich vor der Arbeit 10 Minuten Rad. Auf der Arbeit war Jens da, Tilman und Antje. Sabine saß wieder bei mir und hustete einmal recht laut. Als sich Antje, Jens und Tilman laut unterhielten, übers "Radfahren", bekam ich meinen Zustand. Es war 11.10 Uhr aber ich hielt bis zum Ende durch. Zuhause erreichte ich Mama und hatte meinen Zustand. Der verschwand jedoch, sodass ich noch die restlichen 20 Minuten Rad fuhr und eine Stunde Spanisch-Tests machte. Irgendwann am Nachmittag wollte ich dann Abspülen. Jedoch war der Syfon am Spülbecken kaputt. Das Wasser kam unten raus. Papa hatte am Tag zuvor, als er mich nach Hause gefahren hatte, das Spülbecken verrückt. Sofort bekam ich meinen Zustand. Ich schrieb Mama eine WhatsApp mit "Scheiße. Spühlbecken kaputt". Mama sagte, sie würde versuchen Papa zu erreichen. Als ich dann ebenfalls Papa erreichte, sagte er zunächst, er komme nicht vorbei, für sowas würde er nicht nach Erlangen fahren. Kurz darauf rief Mama an, Papa würde jetzt doch kommen. Ich, mit einem heftigen Zustand versehen sagte so: "Nein". Aber ich legte mich ins Bett. Als Papa das dann mit einer Rohrzange repariert hatte er, dass das so stinken würde. Ich erzählte ihm, dass das vor ein paar Monaten schonmal so war. Wir warfen einiges von unter der Spüle weg. Handtücher warf ich heute weg. Zu Essen gab es gestern um vier nur zwei Mozzarella und französischen Käse Heute morgen dann 20 Min. Hometrainer und Telefonat mit meiner Mutter. Handtücher nicht, wie Papa gesagt hatte, zum Trocknen aufhängen, sondern wegwerfen. Gestank? "Hoffentlich bekommst du kein Ungeziefer". Man muss ja dazu immer sagen, dass ich das nicht rieche. Außerdem fragte ich meine Mutter nach meinem heftigen Zustand, was passieren (Wer geht in den Knast?) würde, wenn ich umgebracht werde. Mama sagte, dass das nicht passieren werde, dass ich nicht umgebracht werde. "Ich hab gedacht, Heinrich wäre passé?" Das habe ich dann auch eingesehen. Um 10 Uhr Termin bei Moritz Renn in der Nägelsbachstr. 49c. Ich musste nur 20 Minuten vorher losfahren, statt wie bei Spardorf 45 Minuten. Viel besser. Mir kam die Therapie mit einem Mann auch besser vor, als mit einer attraktiven Frau. Ich stieg ein mit meinem Fortschritt bei dem Gedanken, eben doch nicht umgebracht zu werden. Er fand das "toll". Er fragte mich, WANN mir dieser Gedanke gekommen war und ich sagte: Am 1.1., als ich noch einen Kater von Silvester hatte und Mama mir das [im Schlafzimmer] mit dem "Spielzeug" gesagt habe. Er sagte zweimal im Laufe des Gesprächs "an Neujahr" wäre mir dieser Gedanke gekommen. Dieser Gedanke müsste in den Jahren, die ich denke, dass ich umgebracht habe, sich aber erst entwickeln und verfestigen, was er auch einsah. Im Weiteren erzählte ich ihm, dass ich endlich die Sachen machen möchte, die ICH WILL, z.B. nicht aus irgendeinem Zwang immer nach Tennenlohe fahren zu müssen, sondern zum Beispiel Spanisch zu machen. Über das Spanisch redeten wir noch, auch das fand er gut, dass ich mir das im Selbststudium seit 2007 angeeignet habe. Dann redeten wir darüber, ob ich an den Wochenenden heimfahren solle oder in meiner Wohnung bleiben solle, worauf ich keine eindeutige Antwort bekam. Eher so ein "Ausprobieren". Im Weiteren erzählte ich ihm noch von meinem Austicken in einem Zustand an Weihnachten und dass ich dann in meine Wohnung gefahren sei. Als letztes sprach ich mein "Trauma" von der Zwangseinweisung an, was er auch als traumatisch empfand. Aber da reichte die Zeit nicht mehr. Wir könnten weiter darüber reden, meinte er. Der nächste Termin in zwei Wochen. Mittwoch, 12.1.2021. Gestern kam dann noch meine Mutter zum Saubermachen. Papa hatte ihr wohl erzählt, dass es unter der Spüle ganz eklig stinken muss. Als Mama kam, roch sie hinein, fand es jedoch etwas übertrieben, was Papa gemeint hatte. Wir tranken Kaffee und putzten den Küchenraum. Heute morgen schlief ich bis ich den Wecker hörte, was selten vorkommt. Normalerweise bin ich früher wach. Dann 10 Minuten Rad. Dann Arbeit. Wenig los. Jens da, Sabine da. Spazierengehen. Um 11 kam Inge auf mich zu. Was denn im Dezember schiefgelaufen sei, ihre Aufzeichnungen hätten ergeben, dass ich eine Woche zuviel Urlaub genommen habe. Als ich meine Mutter nach der Arbeit erreichte, meinte sie, daraufhin müsste ich mich wehren, denn ich war ja vor Weihnachten alles genau mit Marianne durchgegangen. Dann Telefonat mit Inge (ich rief an): Ich verteidigte mich damit, dass Marianne alles abgesegnet hatte. Inge meinte, dass wir halt beim nächsten Mal besser aufpassen müssen. Am Nachmittag fuhr ich noch nach Tennenlohe und kaufte im Edeka Filter. Als ich meine Wohnungstür aufsperren wollte, traf ich meinen Nachbarn, der zu mir sagte: "Bleib g'sund". Dann machte ich eine Stunde Spanisch, aß nur zwei Mozzarella, nahm meine Tablette und lese seitdem "Eine kurze Geschichte der Menschheit", was ein sehr sachliches Buch ist. Donnerstag, 13.1.2022. Heute geschlafen bis so ca. 7.30 Uhr. Dann habe ich eine MezzoMix-Light getrunken und mich überwunden, auf den Hometrainer zu gehen. Telefonat mit meiner Mutter, sie kommt heute und ich soll die "eckligen Ecken" saubermachen. Dann zu Aldi, einkaufen. Danach habe ich gründlich mein Zimmer geputzt, was mindestens 2 Stunden gedauert hat. Hinter dem Fernseher, unter dem Bett, unter dem Sofa und im Regal. Um 13.30 Uhr war ich recht groggy und legte mich hin. Mama wollte um 14.30 Uhr kommen. Als sie dann kam, war sie hocherfreut, dass ich so schön geputzt hatte. Ich sagte ihr, ich könne jetzt nicht mehr weiterputzen, weil ich recht fertig war. Also sortierten wir im Schrank für nochmal eine Stunde Wäsche aus, damit ich Platz für meine aktuelle Wäsche habe. Sie hatte den 512 GB Wansenda-USB-Stick mitgebracht, mein Geburtstagsgeschenk, um meine Festplatte darauf zu sichern. Am Samstag will Mama wiederkommen, um die Bücher in meinem Regal zu sortieren. Sie fahren nicht zu Heiner, jedenfalls nicht übers Wochenende. Eventuell am Dienstag, seinem Geburtstag. Mama meinte, als ich ihr sagte, dass ich keine Angst mehr habe, die Arbeit zu verlieren, und daraufhin dann umgebracht zu werden, wenn das so wäre, könnte man es auch so hindeichseln, dass mir jetzt etwas passiere, da ich ja Nachmittags immer zuhause bin. Freitag, 14.1.2022. Heute morgen Hometrainer: 30 Minuten. Eine MezzoMix-Light am Morgen. Dann Arbeit. Sie fing einfach an, Marianne heute nicht da. Laut Sabine hat sie jetzt freitags immer frei. Antje hatte eine Liste für Pizzaessen am nächsten Dienstag um 12 Uhr ausgehängt. Ich sagte, da müsse ich schauen, ob ich Zeit habe. Sabine fragte mich wieder: Fährst du zu deinen Eltern nach Hause. Dann kam Julia und fragte, wer Kaffee trinke und ich sagte: Ich habe jetzt keine Lust auf Kaffee oder sowas. Mama meinte, beides (Antje und Julia) wäre von mir OK. Weil mich in der Klinik Dirk gefragt hatte, ob ich mit spazieren gehe und Mama das komisch gefunden hätte, wenn ich gesagt hätte, ich würde nicht mitgehen. Als ich zurück fuhr spürte ich schon, wie sich ein Zustand anbahnte. Als ich Mama dann erreichte, die sich mit Pia und Dünzi treffen wollte und einen Besuch von Papa und ihr HEUTE ankündigte, bekam ich wieder voll meinen Zustand. Gleichzeitig war in der Familiengruppe regelrechter Hochbetrieb. Der Zustand dauerte etwas länger. Mama meinte auf meine Befürchtung hin, dass ich sterbe, wenn ich sagen würde: Selbstmord oder sowas und dann über die Luft umgebracht werde: Das geht gar nicht. Sie habe während meiner Schwangerschaft Migräneanfälle gehabt und damals gedacht, da sei was im Kopf. Gegessen habe ich heute einen Scarmorza und zwei Mozzarella. Als der Zustand gegen drei vorbei war, machte ich noch eine Stunde Spanisch. Samstag, 15.1.2022. Heute morgen in meiner Wohnung aufgewacht und zu Aldi gefahren, um fürs Wochenende einzukaufen. Ich kaufte MezzoMix Light, Twix, Gorgonzola, Schokobrötchen und Bier. Dann versuchte ich Mama zu erreichen, die wieder lang schlief. Sie sagte, heute komme niemand vorbei, da sie nach dem Friseur ihre Haare föhnen müsse und direkt von Boxdorf wieder heimfahren würde. Heute Mittag dachte ich daran, mir einen Tagesplaner-Kalender zu kaufen und so fuhr ich spontan in die Stadt zu Thalia. Illie auf der Arbeit hatte mir am Freitag gesagt, dass er seinen Kalender dort für 3,99 Euro gekauft hatte. Meiner kostete 6,95 Euro, mit Gutschein bezahlte ich. Auf dem Rückweg kaufte ich noch im Lidl Hähnchen für den Gorgonzola, da ich nach den Schokobrötchen heute morgen etwas weniger Kohlenhydrate essen wollte. Dann telefonierte ich um 13 Uhr mit meiner Mutter, die sagte, so ein Spiel würde dann enden, wenn einer sagten würde, da mach ich nicht mehr mit. Sie meinte, andererseits würde das Spiel so weitergehen, wie bisher - ohne große Änderungen. Wenn ich in den Zuständen immer Angst haben würde zu sterben, hänge das nicht mit der Psychose zusammen, sondern sei wie Migräne - ein Zustand eben. Meine Psychose sei weg, wenn ich nicht mehr glauben würde, umgebracht zu werden. Sie erzählte noch von ihrem gestrigen Treffen mit Pia Müller. Dünzi war nicht da - zu niedriger Blutdruck - ihm ging es nicht gut. Pia erzählte von ihrem James Bond Besuch und davon, dass sie mal in Erlangen in der Kneipe "Murphys Law" war. Gerade brate ich mir das Hähnchen. Ich habe in meinem neuen Wansenda-USB-Stick die "Gabriel Burns"-Hörspiele entdeckt. Darauhin schaute ich mir, da Gabriel Burns in Kanada spielt, die Kanada 2008-Fotos an. Ich schwälmte in Träumen, dass ich da nochmal hinkönne. Mit Geld, das ich selbst verdient habe. Nachdem ich herausgefunden habe, dass mir nichts passiert, kann ich mir ja längerfristige Pläne erlauben. Vielleicht mit eigenem verdienten Geld. Mama meinte am Telefon, sie würde mir sowas in 3 bis 5 Jahren auch finanzieren. Ich könne auch Geld von Ursula heranziehen. Montag, 17.1.2022. Gestern war ich dann noch den Tag zuhause. Bin um ca. 10 Uhr mit dem Bus hingefahren und wurde um ca. 15 Uhr zurückgefahren. Hannah rief an. Sie will ihren Geburtstag statt mit ihren Freunden mit uns feiern. Papa machte noch am Abfluss rum und ich gab ihm eines meiner zwei Biere mit. Eines trank ich am Abend. Und schaute Willkommen Österreich. Heute morgen stand ich um kurz nach sieben auf und setzte mich auf den Hometrainer. Ich hatte weniger Zeit als sonst, da der Corona-Test um 8.30 Uhr stattfinden würde. Zunächst war wenig los. Um halb zehn kamen dann Jens, Petra und Tilman. Trotzdem blieb der Tag ruhig. Meine Mutter erreichte ich in den letzten Zügen ihrer Reisevorbereitung in die Pfalz. Morgen hat Heiner Geburtstag. Ich erzählte ihr, ich sei heute morgen sogar 30 Minuten auf dem Hometrainer gewesen worauf sie erwiderte: "Langsam wirst du mir unheimlich". Sie fragte mich, ob ich morgen arbeiten würde - ich sagte: Nein. Und ob das in Ordnung sei. Natürlich - so ihre Antwort. Dienstag, 18.1.2022. Ich war heute doch arbeiten. Ich hatte das im letzten Telefonat mit meiner Mutter gestern angekündigt und heute dann so gemacht. Heute hat auch Heiner Geburtstag, meine Eltern sind dazu in der Pfalz und haben bei Traudel übernachtet. Heiner geht es ja aktuell nicht so gut. Er ist zusammen mit seiner Frau Hiltrud im Altersheim und redet immer davon, was für ein "Puff" das ist. Meiner Mutter bereitet seine Entwicklung Sorge. Jedenfalls war ich auf der Arbeit. Viel los im Vergleich zu letzter Zeit. Außerdem gibt es um 12 Uhr ein Pizzaessen zu Antjes Abschied. Um 11.10 Uhr ca. wurde mir erst komisch, dann schlecht. Ich hielt bis zwölf durch, während Tilman, Petra und Jens sich laut unterhielten. Heute hustete Sabine einmal laut. Auf dem Rausweg traf ich Antje und wünschte ihr alles Gute. Sie fragte mich noch, ob ich mittwochs denn da wäre. Ja, meistens, so meine Antwort. Auf dem Nachhauseweg wurde mir richtig schlecht. Zuhause: WhatsApp-Nachricht von Papa: "Alle schlafen noch tief. Das Wetter ist leider nicht so gut." Als ich Mama erreichte, sagte ich ihr, mir sei schlecht. Zuhause machte ich, nachdem es mir relativ schnell wieder besser ging, wieder eine Stunde Spanisch-Tests. Mittwoch, 19.1.2022. Gestern Abend war ich noch im Lidl und als ich zuhause angekommen war, wurde mir wieder komisch. Irgendwann verschwand das jedoch. Heute morgen hatte ich keine Lust auf den Hometrainer, doch ich überwand mich, was mir dann wieder ziemlich gut getan hat. Die Arbeit war heute eher lässig. Zuerst Corona-Test, dann Spaziergang. Als ich Mama heute nach der Arbeit erreichte, kam sie gerade von einer "Tiefenpsychologie". Ich war überrascht und eher abgeneigt der Idee, da man meine Mutter so "von außen" wieder beeinflussen könnte. Es ging in dem Gespräch auch um mich ("paranoide Schizophrenie"). Die Therapeutin meinte, das sei doch "behandelbar". Anschließend machte ich eine Stunde Spanisch. Danach las ich und fuhr nach Tennenlohe. Gegessen habe ich in dieser Woche immer nur zwei Mozzarella am Abend. Donnerstag, 20.1.2022. Es ist morgen vor der Arbeit und ich war auf dem Hometrainer. Gestern habe ich Mama dann erst um 18 Uhr erreicht. Sie hatte eine Stunde mit Lis telefoniert. Ich redete mit Mama über meine Psychose und ob sie vorbei sei. Sie sagte: Ja, wenn ich denke, ich werde nicht umgebracht. Sie fragte mich nochmal nach meinen Zuständen, wo ich etwas empfindlich reagierte. Meine Schwester hatte mich nach unserem letzten Treffen, als wir eigentlich Kaffee trinken wollten, "angeschwärzt" und gesagt, ich hätte mich irgendwie "komisch" verhalten, als wir uns getrennt hätten. Sie meinte meinen Zustand, von dem ich ihr allerdings nichts erzählt hatte. Außerdem hat es nicht gestimmt, dass ich mich komisch verhalten hätteIch sagte darauf: "Dann treffe ich mich mit Hannah halt nicht mehr". Ich sagte auch, dass ich das "komisch" fände, dass sie das gesagt hätte, da ich mich nicht dazu geäußert hätte. Meine Mutter meinte, meine Schwester hätte von meinem Klinikaufenthalt gewusst. Da sagte ich, ja, OK, davon habe ich nichts gewusst. Jetzt ist es 17 Uhr. Ich habe mit Mama gesprochen, ob ich am Sonntag, Hannahs Geburtstag mitgehen sollte - sie hat gesagt, dass sie sich sehr freuen würde. Hannah würde sich wohl auch freuen. Mama meinte, dass ich gestern mein Treffen mit Hannah so negativ gesehen habe, mache nichts. Ich war noch in Tennenlohe und habe 1 ? Stunden Spanisch gemacht. Gegessen habe ich heute auf der Arbeit ein Hörnchen (und Kakao), einen Old Amsterdam Gouda und zwei Mozzarella. Freitag, 21.1.2022. Heute war auf der Arbeit wenig los. Aber Jens war da. Wir hatten nichts zu tun, da der Auftrag eigentlich gestern schon zuende gegangen war und nur noch letzte Reste zu machen waren. Jens stromerte gegen Mttie der Arbeit überall rum. Um ca. 11 Uhr bekam ich meinen Zustand, der relativ heftig war. Ich stolperte draußen über das Ladekabel von Roberts Auto. Es war aber nichts passiert, wie er sagte. Shorty bat mich darum, den Raucherplatz sauberzumachen um 11.30 Uhr. Um 11.45 Uhr hatten wir dann Schluss. Als ich Mama zu Hause erreichte, hatte ich Zwangsgedanken und Fistelstimme. Ich fragte sie: Was denkst du fünf Sekunden vor dem Tod. Ich wollte schon von einer Brücke springen - das darf ich aber keinem erzählen. Jedenfalls holte Mama mich dann ab. Mir war schlecht. Im Auto erzählte sie mir, dass Christian Lang Corona habe, genau wie meine Cousine Utta, die auch positiv getestet worden sei. Ich weiß noch nicht, ob ich am Sonntag mit zu Hannahs Essen gehen soll. Sie hatte bei dem Treffen, wo ich meinen Zustand hatte, übrigens auch meiner Mutter gesagt, dass ich ihr so "Leid" getan hätte. Merkwürdig, denn ich hatte ihr nichts von meinem Zustand erzählt, während ich auch keine Fistelstimme hatte. Als ich mich zum Ausruhen hinlegen wollte, ist meine Hose von C&A gerissen. Samstag, 22.1.2022. Es ist jetzt 8 Uhr und ich bin relativ früh aufgewacht. So um sieben. Keiner außer mir wach. Auf der Wage stand heute 104 kg, ich habe gestern viel mehr als sonst gegessen, aber mich trotzdem insgesamt doch noch beherrscht. Eigentlich müssen wir heute zu C&A gehen, eine neue Hose kaufen. Gestern war Mama mehr als drei Stunden bei Petra Rentsch. Ich habe ihr gestern, als ich meinen Zustand hatte, geschrieben, dass die Zwangsgedanken alles Sachen sind, die "irgendjemand irgendwo mal gesagt hat". Als sie mich mit dem Auto abholte, maß sie dieser Erkenntnis geringe Bedeutung zu. Ich hatte ihr am Telefon gesagt, dass ich gedacht hätte "Mittwoch ist alles vorbei". Später kam als Papa Radio hörte im Radio ein Beitrag, in dem dann von "Aschermittwoch" die Rede war. Auf dem Rückweg von der Arbeit sah ich einen Schwarzen mit Topfhaarschnitt, bei dem ich an die Forensik dachte. Wegen Hannahs Geburtstagsfrühstück weiß ich noch nicht. Ich hatte gestern eine Tafel Schokolade für sie im Aldi gekauft als Geschenk. Mama meint, dass wenn ich meinen Zustand bekomme, das vielleicht besser ist, wenn ich zuhause bleibe. Papa meint, er könne mich dann auch zurückfahren und dass ich das, ob ich mitgehe, auch noch "spontan" entscheiden könne. Was auch eine Frage ist, die mich im Moment beschäftigt, da ich ja an diesem Wochenende zuhause bin, ob ich an Wochenenden nach Hause kommen soll. Ich hatte ja mit dem Psychotherapeuten ausgemacht, dass ich das ausprobieren solle. Dieses Wochenende bin ich eigentlich nur wegen Hannahs Geburtstag da. Allerdings ist gestern auch meine Hose kaputtgegangen und da muss Ersatz her. Im Moment stört mich etwas, dass ich so früh aufgestanden bin und Mama und Papa noch nicht wach sind. Das hätte ich in meiner Wohnung nicht. Außerdem wollte ich mich gestern mit Mama alleine unterhalten aber Papa war die ganze Zeit da. Gestern habe ich meine Mutter noch gefragt, als Papa eben gerade mal rausgegangen war, dass sie wohl denke, dass ich gar nicht in der nächsten Zeit tot bin bzw. ermordet werde, worauf sie sagte, ja genau das denke sie. Mama meint, dass es GAR NICHT SCHLIMM ist, dass ich so komische Sachen denke, wenn ich meinen Zustand habe. Heute morgen fragte ich meine Mutter, ob das denn noch Psychose sei, dass ich denke, man spiele ein Spiel mit mir. Ja, sagte sie. Also entschloss ich mich, das auch noch loszuwerden. Anschließend fuhren wir in die Stadt zu C&A. Papa war diesmal im C&A auch dabei. Wir kauften zwei Hosen zu je 50 Euro und Boxershorts. Auf dem Rückweg von C&A noch zur Norma am Nordring. Zuhause Mittagessen (Gemüsepfanne) und ich fuhr nochmal zu Lidl (Cola light, die es aber in allen Ausführungen zum dritten Mal nicht gab) und Aldi (hier tatsächlich Cola light). Mama meinte, ich könne ja mal ausprobieren, auf die Lebensmittel nicht meinen Namen zu schreiben - wie sich das anfühle. Sonntag, 23.1.2022. Gestern war ich noch mit Papa in der Ikea. Wir wollten einen neuen Duschvorhang kaufen. Als wir uns durch den Kassenbereich der Ikea bewegen wollten, ewig lange Schlangen vor den Kassen - so hatte ich es noch nie erlebt. Die einzelnen Kunden mussten bestimmt eine Stunde warten, bis sie drankamen. Deshalb kauften wir den Duschvorhang, von dem es nur noch eine Sorte gibt, dann letztendlich auch nicht. Am Abend tranken Papa und ich dann noch das 2L Norma-Bier. Mama telefonierte noch mit Eva. Jens hat sich ein Haus gekauft am Haubenhof, auf dessen Grundstück er einen Holzschuppen errichten will. Eva meinte wohl zu ihm, mit 80 kaufe man sich doch kein Haus mehr. Heute hat Hannah Geburtstag. Wir gehen frühstücken. Jetzt ist es 13.20 Uhr. Wir haben heute morgen noch alle einen Corona-Schnelltest gemacht und sind dann um 9.30 Uhr zu Hannah aufgebrochen - mit Geschenken und Zimttorte. Hannah öffnete die Geschenke und wir fuhren zu Café Flora zum Frühstücken. Ich Pancakes mit Zimtapfel, Mama dasselbe mit Beeren, Papa ein Asiatisches Reisgericht und Hannah und Jochen irgendwas, was "Etagere" oder so hieß - Brot mit Käse, Wurst und Früchten. War ganz nett und ich bekam NICHT meinen Zustand. Ursprünglich hatte Hannah gemeint, wir kämen nach Cafe Flora noch zu ihr Kuchenessen, nach dem Café hatten wir aber keine Lust mehr und verschoben das auf Nachmittag - da kommen sie bei uns auf dem Weg nach Regelsbach vorbei. Heute morgen habe ich noch in Mamas Handy geschaut, wann Regina Stobbe das Bild mit ihrem Sohn, der in der Forensik sitzt, geschickt hat. Es war an meinem Geburtstag. Montag, 24.1.2022. Heute morgen Hometrainer und dann Fahrt zur Caritec. Ich hatte den Corona-Test vergessen, also war ich nicht um 8.30 Uhr da, sondern erst 8.45 Uhr. Shorty machte den Test bei mir und sagte: "Erstmal wie war dein Wochenende?" oder so, als ich gehetzt ankam. Die Arbeit verlief dann unspektakulär, allerdings hörte ich heute KEINE MUSIK über den MP3-Player, weil ich das ausprobieren wollte. Ich habe heute auch Cola getrunken, ohne meinen Namen drauf zu schreiben und für den Kaffee normales Leitungswasser benutzt. Mama kam dann vorbei (Duschvorhang) und sagte, Shorty habe sich die Gepflogenheitsformeln irgendwie wohl selber angeeignet. Sie meint, dass ich so gehetzt gewesen sei, sei nicht so schlimm. Ich könne dann auch ruhig sagen: "Vergisst du nicht auch mal was?" Als Mama da war, hatte ich meinen Zustand. Mama meinte wieder, der Zustand habe mit der Psychose nichts zu tun. Meine Psychose loszuwerden, helfe dabei, mich wohl zu fühlen. Sonst zu nichts. Dienstag, 25.2.2022. Gestern hatte ich mit Mama Kaffee getrunken - ich konnte etwas schwer einschlafen. Geschlafen habe ich dann aber gut. Heute morgen wieder Hometrainer. Danach trank ich Kaffee mit Leitungswasser. Ich beschloss, vor der Therapie in der Norma nach zuckerfreien Sirup zu schauen. Gab es nicht - nur mit Zucker. In der Norma kaufte ich Mozzarella und Eilles-Kaffee. Dann die Therapie: Ich fragte nach meinem Ausraster. Gegenfrage: Wie ich das sehen würde. Ich sagte ihm, als das passiert sei, hätte ich noch viel mehr Angst gehabt. Dann fragte ich ihn, ob er mit Sarah Langer telefoniert habe. Er habe sie noch nicht erreicht. Dann erzählte ich ihm von meinen Versuchen, mit der Markierung der Lebensmittel mit meinem Autogramm aufzuhören, und das Leitungswasser zu trinken. Ich erzählte ihm vom Zyankali-Moment im Haus Rafael. Wir tranken ein Glas Wasser aus der Küche, wo eine seltsame Apparatur für das Leitungswasser war. Ich erzählte ihm wieder, dass ich viel weniger Angst habe, umgebracht zu werden, und, dass ich mir dieser Sache ziemlich sicher sei. Am Schluss fragte er mich, ob ich schon mal daran gedacht habe, mir etwas anzutun, was ich verneinte und auf die Problematik eines gefälschten Suizides hinwies. Mama meinte, das müsse er fragen, um sich abzusichern. Er sagte am Ende, dass man da, wo er herkomme, nämlich München, sage, sie hätten das beste Leitungswasser. Wasser aus den Alpen. Worauf ich sagte, dass man das überall [ich meinte damit Nürnberg] sagen würde. Mittwoch, 26.1.2022. Gestern machte ich dann noch eine Stunde Spanisch-Grammatik (Subjuntivo) und las 50 Seiten in "Eine kurze Geschichte der Menschheit". Heute morgen, nachdem ich nicht so gut geschlafen hatte - ich hatte beim Einschlafen so Kopfschmerzen, Hometrainer. Heute dann Kochen. Es gab Spaghetti Bolognese. Erst Corona-Test, dann mit Marianne in die Norma einkaufen. Ich war fürs Anbraten des Hackfleisches zuständig und nicht fürs Schnibbeln (Karotten, Zwiebeln). Auch fürs weitere Kochen der Sauße zeichnete ich verantwortlich und bekam beim Essen Komplimente für das gute Kochen. Nach der Arbeit machte ich Spanisch und ging in Aldi einkaufen, wo ich keine Süßigkeiten kaufte. Als ich Mama dann um halb sechs erreichte, kam sie gerade aus ihrer Sitzung mit ihrer neuen Therapeutin: Sie soll sich mit Papa besser vertragen. Mama meinte, ich solle morgen arbeiten gehen, damit ich Urlaubstage im Sommer habe. Allerdings vermutet sie, dass wir bis Sommer einen Job für mich gefunden haben. Das sind doch gute Zukunftsaussichten. Donnerstag, 27.1.2022. Heute morgen ging es mir nicht so gut wie an den vergangen Tagen, was ich auf die Kohlenhydrate von gestern zurückführte. Ich ging trotzdem auf den Hometrainer und versuchte erst kurz vor meiner Abfahrt, die um 8.45 Uhr ansteht, meine Mutter zu erreichen. Arbeit ging ruhig an. Ich hörte Musik quasi ohne es zu merken. Als Jens etwas von "MP3" erzählte, wurde mir erst bewusst, dass ich mit einem Ohr an meinem MP3-Player hing. Daraufhin nahm ich den Stöpsel so ca. um 10 Uhr aus dem Ohr und arbeitete fortan ohne Musik. Um 11 Uhr wurde es plötzlich ganz ruhig. Dann redete Jens und lachte. Doch ich ließ die Berieselung. Erst als mir um halb zwölf komisch wurde dachte ich daran, zur Not die Musik (Mama: "Schmerzgrenze austesten") wieder auf die Ohren zu nehmen. Schließlich erst beim Anstehen für die Ergebnisse nahm ich die Musik in die Ohren. Schon bei der Rückfahrt aber nahm ich die Stöpsel aus dem Ohr. Ich hatte auch im Hinterkopf, was meine Schwester Hannah gestern in der Familiengruppe geschrieben hatte: "Sorry falsches Fenster :)", was ich zusammen mit der Selbstmord-Aussage des Psychotherapeuten dazu verband, dass ich ja nicht sagen dürfe "Ich springe aus dem Fenster" oder Ähnliches. Zuhause war mir sehr schlecht und ich erreichte Mama und schilderte ihr, dass mir schlecht sei, ich aber durchgehalten habe. Sie fragte mich nach dem Telefonat per WhatsApp, ob ich am Wochenende mit ihr für Papas Geburtstag einkaufen gehen würde. Irgendwann fügte mich Papa zu einer Whatsapp-Gruppe "Hans 75. Geburtstag". Ich blieb zunächst drin. Doch dann rief irgendeine 0173-Nummer mit Videoanruf an, gerade als mir besonders schlecht war und ich verließ die Gruppe. Als ich Mama zum 17 Uhr-Telefonat erreichte, war sie schon einkaufen gewesen und hatte eine weitere Therapeutin kennengelernt, die ihr aber nicht gefiel. Sie meinte, Papa würde wegen seines Geburtstages schon durchdrehen und es sei nicht schlimm, dass ich die Gruppe verlassen habe. Sie meint, ich soll morgen arbeiten gehen, Zustand hin oder her. Samstag, 29.1.2022. Gestern war die Arbeit OK. Marianne freitags ja nicht da. Ich hörte abermals keine Musik während der Arbeit. Morgens hatte ich Mama nicht angerufen, was sie wie sie mir später gleich gemerkt habe. Mittags sagte sie, sie würde mich fürs Wochenende abholen. Sie kam um zwei. Die Zuzuahlungsbefreiung war im Briefkasten und so fuhren wir zunächst nach Tennenlohe, wo die Apotheke allerdings gerade Mittagspause machte. Zuhause ging ich noch in Aldi Süßigkeiten (diesmal Hanuta und Gummibärchen) kaufen. Der Nachmittag verlief unspektakulär. Ich redete mit Mama über Arbeitsamt, Siemens etc.. Mama meint, so wie das jetzt ist im Moment ist es auch OK. Ich meinte, wenn ich einen Job in der Kleiderkammer bekäme, wäre das auch nicht viel besser als jetzt. Ich könne im Arbeitsamt auch einen "Scheiß-Job" bekommen. Zwar hätte ich mehr Geld, aber das sei eben auch nicht mein erlernter Beruf. Mama meinte, es müsse klargestellt sein, dass ich abgesichert sei. Ich sagte, auch als Arbeitsloser würde ich in jedem Fall Arbeitslosengeld bekommen. Sie wiederholte, sie denke, dass ich bis Sommer einen Job habe. Ich war im Lidl und als ich zurückkam fragte ich, nachdem Pia Müller meiner Mutter eine Sprachnachricht geschickt hatte, wo Michael Skowasch jetzt sei, wo der jetzt sei. "Im Himmel" meinte Mama. Außerdem habe ich meine Mutter gefragt, ob sie sich von der Psychotherapeutin, die sie jetzt hat, reinreden lassen würde, ob meine Psychose vorbei sei und sie meinte: "Was? Da geht es um mich." Vorhin beim Mittagessen (Hackfleischbällchen) betete ich offensichtlich und wollte daraufhin ein zweites Mal beten, da ich es vergessen hatte, dass ich gerade schon gebetet hatte. Mama und Papa schauten mich verdutzt an: "Wir haben gerade schon gebetet". Ein kleiner Schockmoment für mich. Daraufhin fragte ich Mama, die wieder meinte, sowas passiere ihr am Tag 20 Mal. Ich fragte sie, da ja im MRT zwar alles vollkommen normal aussah, nur eine kleine Unebenheit bestehe, ob ich Angst vor einer Kopfoperation (so wie z.B. meine Tante Hiltrud) haben müsse, worauf sie sagte: "Vielleicht wenn du 80 bist." An der Ernährung liege mein Aussetzer ja offenbar nicht, da ich mich gestern völlig normal ernährt habe. Gerade fragte ich Mama, ob ich dem Psychiater das mit dem Gedächtnisaussetzer erzählen solle. Da musste sie lachen. Wenn mir das fünf Mal am Tag passieren würde, dann ja. Sonntag, 30.1.2022. Gestern waren Papa und ich nochmal zu den Metro-Hühnern, die nicht da waren. Als ich mit Mama nochmal redete, stellten wir beide erfreut fest, dass meine Zustände wohl seltener geworden seien. Am Abend tranken Papa und ich dann Bier und wir alle zusammen schauten auf hr eine "Wunderschön"-Sendung über Sylt. Schlafen konnte ich, nachdem ich bis 23 Uhr auf war nur schlecht. Ich war um 1.51 Uhr noch wach. Heute bin ich schon etwas K.O.. Ich muss noch etwas anmerken: Nachdem ich am Donnerstag meinen Zustand gehabt hatte, sagte ich zu meiner Mutter, dass wenn mir etwas passiere, dann die "Hölle" los sei. Und ich bin überzeugt, dass das dann so wäre. Papa hatte mich gestern nach meinen Nachbarn im Haus gefragt und ich sagte, dass ich die nur ganz selten sehen würde. Heute, nachdem ich nicht so gut geschlafen habe, dachte ich im Bett kurz an meine Hausbewohner, die ich so gut wie nie sehe, und Papa räusperte sich genau in diesem Augenblick. Vorhin fragte ich meine Mutter, was denn noch fehle, damit meine Psychose tatsächlich vorbei ist. Ich denke ja mittlerweile, dass ich nicht umgebracht werde. Meine Mutter meinte, ich müsse davon loskommen, dass ich denken würde, ein Spiel würde mit mir gespielt. Außerdem müsste ich von Heinrich loskommen. Ich soll doch den Psychiater am Dienstag einfach mal fragen, was noch fehlt, damit die Psychose vorbei ist. Vorhin (15 Uhr) ist das Australian Open Final Nadal vs. Medwedew zu Ende gegangen. Nadal hat gewonnen. Ich gerade zu Papa (und dann auch zu Mama): "Wo ist denn mein Problem, wenn ich nicht mehr denke, dass ich umgebracht werde?". Mama stimmte mir zu. Montag, 31.1.2022. Heute Nacht habe ich wieder schlecht geschlafen und war heute morgen am Überlegen, ob ich zur Arbeit gehen solle oder nicht. Das Radfahren heute morgen half mir dabei, mich etwas wohler zu fühlen und schließlich zur Arbeit zu gehen. Ich musste heute aufgrund Corona-Test früher da sein und rief noch kurz vor meiner Abfahrt im Arbeitsamt an und bat um einen Termin. Es schneite leicht. Arbeit heute wieder komplett ohne Kopfhörer. Petra, Jens und Tilman waren da. Nach der Arbeit war der Schnee in Regen übergegangen. Ich fuhr nach Tennenlohe wegen meiner Spritze und sollte für Mama mit meinen Treuepunkten ein rezeptfreies Schlafmittel namens Seripnol kaufen. Das hatten sie aber nicht vorrätig. Nach der Apotheke noch Edeka: Eier und Filter kaufen. Zuhause machte ich Spanisch und erinnerte mich noch daran, dass ich ja auch die Siemens-Frau Antje Nomigkeit anrufen wollte. Das tat ich (eine Handynummer), erreichte aber niemanden. Also las ich in Don Quijote. Irgendwann kam dann doch noch der Rückruf. Entweder ich höre von ihr oder ich rufe so in einem Monat nochmal an. Kopier- und Scanarbeiten gibt es bei Siemens gar nicht mehr. Alles outgesourced. Praktikum schwierig, weil das vor allem Studenten machen. Ob ich auch Nürnberg könne (Ich: Ja). Und wie es mit meiner Belastbarkeit aussehe. Wenn, dann wird es ein richtiger Job. Sie hat von den einzelnen Abteilungen noch nichts gehört. Mama meinte, das sei doch gut. Auch sie ging davon aus, dass sich die Dame von sich aus nicht gemeldet hätte. Sie wisse jetzt, dass ich ernsthaft interessiert sei. Morgen hat Papa Geburtstag und ich muss zur Spritze in die Kopfklinik. Mittwoch, 2.2.2022. Gestern war ich in der Kopfklinik. Die Busverbindung war schwierig, 285 nach Zollhaus und ich war 15 Minuten zu früh da. Aber ich wollte ja von der Klinik direkt zu Papas Geburtstag nach Nürnberg fahren. Erst Spritze, dann Arztgespräch. Auf Dr. Weinland musste ich 30 Minuten warten. Ich fragte ihn nach dem Natrium (wieder in Ordnung) und erzählte ihm von meinem Ausraster. Er sagte, das sei nicht schlimm gewesen. Hingegen auf meine Frage, wann die Psychose vorbei sei, machte er mir wenig Hoffnung. Zunächst fing er mit der "Drittel"-Regel an: Ein Drittel werde wieder gesund. Allerdings dozierte er dann darüber, dass man ständig Medikamente nehmen müsse. Insgesamt hörte sich das so an: Einmal Psychose, immer Psychose. Am Ende fragte ich ihn noch nach der 500 Euro Spritze, wo er meinte, die sei schon sinnvoller als Tabletten. Als ich aus dem Gespräch rausging, kam beim Warten auf den Bus (geschlagene 40 Minuten) mein Zustand wieder. Allerdings hörte ich diesmal, wie auch auf dem Hinweg schon, keine Musik. Und es ging. Ca. 14 Uhr war ich daheim. Zuhause aßen wir Kuchen, Papa und Mama hatten noch ein Meeting mit den Geburtstagsgratulanten, danach trank ich Bier. Mama meinte, Hannah würde nach der Arbeit um 17 Uhr kommen. Als sie dann um 18 Uhr ca. anrief, entschied ich zusammen mit meinen Eltern, dass ich mit dem Bus nach Hause fahren würde. Heute Nacht schlief ich schlecht. Heute morgen aber trotzdem Hometrainer und Arbeit. Im Fünf-Uhr-Telefonat meinte meine Mutter, die Psychose könne schon weggehen. Es sei letztlich so wie bei meinem Vater, der Krebs gehabt habe, aber nicht mehr krank sei. Darauf könne es bei mir hinauslaufen. Donnerstag, 3.2.2022. Heute morgen Hometrainer. Danach Arbeit. Wie in den letzten Tagen ohne Kopfhörer. Auf dem Weg zur Arbeit begegnete mir ein Krankenwagen mit Blaulicht. Auf der Arbeit müssen wir im Moment blaue "Dinger" etikettieren. Von Pflügen - so nennt man das glaube ich. Meine Mutter hatte heute eine langwierige Zahnbehandlung, doch überraschenderweise erreichte ich sie sofort, als ich in meiner Wohnung war. Danach machte ich eine Stunde spanisch und las in Don Quijote. Samstag, 5.2.2022. Gestern war ich auf Arbeit. Es fing schon damit an, dass von Anfang an Petra und Jens sich am Tisch in meinem Rücken die ganze Zeit unterhielten. Ich hielt jedoch meine Ohrstöpsel aus dem Ohr raus und hielt durch. Es ging nicht darum, worüber sie sich unterhielten, als darum, dass sie sich unterhielten. Ein ständiges Geschnatter. Um kurz vor 11 Uhr wurde mir dann sehr sehr schlecht, sodass ich mich sofort entschied, zu gehen. Der Rückweg auf dem Fahrrad war beschwerlich, ich glaube ich stöhnte die ganze Zeit leise vor Übelkeit. Zuhause erreicht ich Mama, die gerade aber mit Dorothee telefonierte. Als ich Mama dann richtig erreichte, wollte ich zunächst, dass sie mich abholt. Sie hatte gefragt, ob ich heimkommen wolle oder lieber ein ruhiges Wochenende in meiner Wohnung haben wolle. Kurz danach überlegte ich es mir anders und schrieb, sie solle mich erstmal nicht abholen. Dann überlegte ich es mir wieder anders und fragte sie, ob sie mich denn nicht doch - mit Willi - abholen würde. Im Briefkasten: Kennwort vom Arbeitsamt. Auf dem Rückweg, so um halb drei, waren wir noch in Aldi. Keine Süßigkeiten. Papa meinte am Nachmittag pointiert: "Der Schornsteinfeger kommt am 16. Februar." Am Abend stellte ich fest, dass ich meine Medikamente in der Wohnung vergessen hatte. Und ich bekam wieder plötzlich mein Stimmchen. Da muss meine Mutter wieder denken, dass ich sehr sensibel bin, denn sie sagte: Reg dich nicht so auf. Beim Aufstehen wog ich nur 101,8 Kilo. Zwei Kilo weniger als letzte Woche. Heute morgen kurz vor neun sagte Papa zu mir: "Fährst du mit in den Hornbach? Dann können wir auch deine Medikamente holen." Ich entschloss mich, mitzufahren. Am Anfang der Fahrt meinte Papa, ich sei heute so teilnahmslos und passiv. Ich sagte, dass das nicht stimme sondern ich im Gegenteil den Eindruck hätte, nicht so aggressiv zu sein. Was ich auch tatsächlich auch jetzt um halb zwei so empfinde. Wir waren dann im Hornbach. Papa fuhr hin. Nach einer "Wannen"-Bürste für meine Duschwanne suchen. Danach schauten wir nach Holzlatten für ein Regal. Danach nach Schrauben für das Regal. Wir kauften 10 Holzlatten und 50 Schrauben. Insgesamt kostete es ca. 37 Euro. Danach fuhr ich nach Erlangen über den Frankenschnellweg. Ich sollte ein HDMI-Kabel austauschen, während Papa die Duschwanne säuberte. Aus Erlangen fuhr ich dann zurück. Zuhause gab es Weißwürste. Papa meinte beim Essen, als ich ihn danach fragte, dass er so wenig trinke, dass auch im "Obst und Gemüse", das er essen, Wasser enthalten sei. Daraufhin fragte ich Mama nach dem Obst- und Gemüseessen, ob das für mich wichtig sei und sie sagte: Ja, wäre schon nicht schlecht. Ich plane, heute kein Bier zu trinken, um auszuprobieren, wie es mir heute und morgen damit geht. Jens hatte gestern auf der Arbeit gemeint, dass er "kein Bier" trinke. Ich fragte Mama noch, ob Agnes und Michaela Kuenz beide tot seien und dass das im Falle meines Todes bitte überprüft werde. Gerade war ich mit meiner Mutter durchs Dorf und über die Felder spazieren. Wir redeten über Siemens, wo ich "einen Fuß in der Tür habe" wie Mama meinte. Ich solle mich beim Arbeitsamt auch online umsehen, was ich gerade getan habe. Wir redeten darüber, dass für mich der Zug fürs Arbeiten mit 40 wohl abgefahren sei. Aber meine Mutter meinte, ein Job wäre nicht unbedingt gut. Unter anderem auch deshalb, weil ich schon abgesichert sei. Die Caritec könnte mich definitiv NICHT RAUSSCHMEISSEN, das sei geradezu verwerflich, wenn sie das täten. Das Gespräch von Inge und Marianne mit mir sah sie nicht als ein drohendes Rauswerfen, sondern einfach als ein klärendes Gespräch. Ich könne mich für der Arbeit jederzeit krankschreiben lassen. Ich fragte Mama, ob der Zustand jetzt jeden Freitag auftreten würde und Mama meinte: Nein, das war einfach eine ungünstige Konstellation. Mit Jens und Petra, der Anne vom Bernhard-Rüther-Haus und Andreas. Dann redete ich mit Mama über Hannah - Mama meinte, es sei schon wichtig, mich mit ihr zu treffen. Dann bekam Mama ihre Scheißerei. Als ich mit ihr reden wollte, sagte sie zweimal nur "Lass mich in Ruhe!". Sonntag, 6.2.2022. Gestern bin ich dann am frühen Abend noch in den Aldi. Für Mama Milch einkaufen und Eiweiß-Sachen für mich. Bier gekauft und getrunken habe ich gestern nicht. Heute wiege ich 101,4 Kilo, also nochmal leicht abgenommen. Gegessen haben ich gestern Salami, Ofenkäse, Eier und Weißwürste. Vorgestern und gestern habe ich mich nur von Eiweiß ernährt. Das Gefühl war gut. Heute hatte ich dann Lust, mich anders zu ernähren, da Mama auch einen Stollen gebacken hat und ich im Keller Bier sah. Also aß ich vom Stollen etwas. Jetzt ist es zwanzig nach drei. Vorhin Mittagessen: Hähnchen mit Nudeln. Papa räusperte sich während des Essens ein paar mal. Am Ende waren wir etwas ruhig. Und Papa fragte mich: "Was ist denn mit dir los, Peter?" Worauf ich etwas erbost reagierte, was diese provozierende Frage solle, warum er nicht Mama frage und dass ich das komisch finde. Mama schritt ein und sagte, sie fände es von mir komisch, dass ich das komisch finde. Ich ging in den Keller Bier holen und als ich wieder hochkam hatte ich meinen Zustand mit meinem Stimmchen. Papa machte jetzt das Geschirr sauber und sagte kein Wort und Mama versuchte, mich wieder aufzurichten. Ich hatte zwei Bier getrunken und hatte einfach nur meinen Zustand. Montag, 7.2.2022. Gestern sind wir um 16 Uhr zurück nach Erlangen gefahren. Ich habe dann noch Hähnchen gegessen. Und zwei Guinness-Dosen getrunken und Willkommen Österreich angeschaut. Am Abend aß ich noch Kekse und Karamellwaffeln In der Nacht hatte ich Schnupfen und musste die ganze Zeit niesen. Am morgen wog ich 102,3 kg. Heute morgen fühlte ich mich schlapp und krank, sodass ich mich bei der Arbeit entschuldigte. Robert war am Telefon und bat mich, einen Corona-Test zu machen. Ich fuhr dann in den Aldi, um mir drei Corona-Tests zu besorgen. Auf dem Weg hin und zurück: Krankenwagen-Sirenen. Der Test war dann negativ. Danach legte ich mich mehr oder minder den gesamten Vormittag hin, weil ich so schlapp war. Irgendwann kam ich auf die Idee, den Rest meines Buches ausdrucken zu lassen im Copy-Shop. Das machte ich dann auch. Vorher hatte ich in meiner Tennenlohe-Apotheke angerufen, ob das Seripnol noch da ist und die Spritze vorbestellt. Dienstag, 8.2.2022. Ich war dann gestern noch in der Apotheke und holte Spritze und Seripnol ab. Gestern ging es mir noch relativ gut, aber heute Nacht verschlimmerte sich meine Erkältung, sodass man am Morgen deutlich meinen Schnupfen an meiner Stimme hören konnte. Ich ging nicht zur Arbeit da ich heute ja sowieso nicht muss. Ich las in meinem Buch, das ich gestern im Copy Shop für 1,50 Euro teilweise hatte ausdrucken lassen. Das war mal wieder an der Zeit. Ich las nicht alles, sondern überblicksweise, u.a., wie ich letztes Jahr zu rauchen aufgehört habe. Interessant war meine positive Entwicklung, da ich im letzten Jahr immer noch geschrieben habe, was passiert, wenn ich umgebracht werde. Das denke ich jetzt ja nicht mehr. Nach dem Lesen ausruhen und dann lesen von Don Quijote. Später noch in Aldi: Bonbons und weitere Schnelltests kaufen. Mittwoch, 9.2.2022. Heute Nacht fester Schlaf, ich bin noch erkältet. Heute morgen dann Corona-Test (negativ) und Anrufen in der Caritec, dass ich heute nicht komme. Marianne: "Werd gesund!". Heute morgen las ich Don Quijote und hörte Musik. Eigentlich wollte ich so gegen 12 Uhr nach Tennenlohe fahren, überlegte es mir aber anders und kehrte nach kurzer Wegstrecke wieder um. Ich wollte meinen Reifen aufpumpen, jedoch fand ich die Luftpumpe in meinem Keller nicht mehr. Merkwürdig. Mal schauen, was Mama und Papa dazu meinen. Dann googelte ich nach Andrea Bassing und fand ein neues Bild von ihr, mit kürzerem Haarschnitt. Das Bild sah gut aus. Jedoch sollte es mir egal sein, sie hat ein viel einfacheres Leben als ich. Da dann die Sonne schien und blauer Himmel war, fuhr ich doch noch nach Tennenlohe, mal die frische Luft genießen. Gerade mit meiner Mutter telefoniert: Ich soll es vielleicht sein lassen, wenn es mich zu arg runterzieht, nach Andrea Bassing und Hanna Lutz zu googlen. Donnerstag, 10.2.2022. Heute wieder keine Arbeit. Gestern habe ich NICHTS gegessen, um das mal auszuprobieren. Ging ganz gut. Eigentlich wollte ich das heute fortführen, aber ich entschied mich dann kurzerhand anders und aß: Tzatziki, Scamorza-Käse und Irischen Cheddar von Lidl - nachdem ich im Aldi einkaufen gewesen war. Es war ein gechillter Tag mit viel Lesen. Morgen will ich immer noch nicht zur Arbeit, das habe ich mit Mama schon so gut wie abgemacht. Samstag, 12.2.2022. Gestern war ich - wie geschrieben - nicht auf der Arbeit. Um 8 Uhr rief ich an und sagte, dass ich nicht kommen werde. Ich hatte schlecht geschlafen in der Nacht und deshalb schlief ich nochmal bis 9.45 Uhr. Um 13.20 Uhr holte mich Mama ab - sie hatte noch mit meiner Schwester telefoniert. Als meine Mutter mich abholte, bekam ich meinen Zustand. Trotzdem waren wir noch im Aldi einkaufen, ziemlich viele Süßigkeiten. Heute wog ich 102,2 kg. Danach schaute Mama Olympia - eigentlich den ganzen Nachmittag - und ich zog mich etwas zurück. Dann gab es Apfelpfannkuchen. Mama meint, wenn die Psychose vorbei ist, dass das nur dazu gut sei, dass ich mich besser fühle. Mehr nicht. Gegessen habe ich gestern dann Gummibärchen, Hanuta, Pfannkuchen. Heute morgen war ich im Aldi. Danach saß ich mit Mama und Papa in der Küche und redete mit Mama über Papa, als er noch dabei war. Ich steigerte mich etwas rein, was wäre, wenn Papa mich "verraten" hätte und dass er immer das erzählt, was er erzählen soll. Ich bekam mein Stimmchen. Papa ging raus und ich redete mit Mama weiter. Sie meinte, dass das der "Fallstrick" sei, der nach der Hauptsache, nämlich, dass ich nicht mehr denken würde, ich würde umgebracht, ausgebracht worden wäre. Laut Google ist ein Fallstrick: "Hinterhältigkeit, auf die jemand unversehens hereinfallen kann". Mama erklärte mir das Wort "Fallstrick", dass es ein Seil sei, über das man Fallen könne. Papa ging dann in den Garten, nachdem wir ins Wohnzimmer gegangen waren und machte da rum. Dann fuhr er zur IKEA. Ich hatte mein Stimmchen, aber irgendwann wurde es besser. Mama meinte, dass es schrecklich sei, jemanden ins Leben reinzupfuschen. Schlimmer sei es jedoch, jemanden umzubringen. Viel nachgedacht habe ich darüber, ob ich an den Wochenenden weiter heimkommen soll und ob ich mit Mama und Papa nach Sylt fahren soll. Mama meint, man darf nicht klein beigeben, sondern solle sich "konfrontieren". Sonntag, 13.2.2022. Gestern war ich am Nachmittag mit Mama in der Stadt. Wir parkten bei der Polizei und gingen zuerst in "Tolle Wolle", dann in Karstadt, Nanu Nana (Hühner anschauen) und dann noch in die Stadtbücherei. Auf dem Rückweg kam ich auf Jan zu sprechen, ob es dem schlechter ginge als mir. Meine Mutter meinte, mir ginge es schlechter. Was mich in schlechte Laune versetzte. Im Auto fuhr ich beim links abbiegen nach nur flüchtigem Schauen einfach los und Mama sagte, was passiert wäre, wenn jemand reingefahren werde und ich sagte: "Das ist mir egal". Mama sagte: Toll, dir ist egal, wenn jemand reinfährt und ich dann als Beifahrer dran bin. So kam ich auf meine stille Vermutung zu sprechen, dass die Warneckes irgendwie das Haus am Gardasee geschenkt bekommen hätten etc.. Dass sich Jens jetzt einfach so ein Haus gekauft hätte und so viele Autos hat. Mama war von mir ob dieser Vermutung schwer enttäuscht, dass ich jetzt unsere Freunde verdächtige etc. Zuhause angekommen sagte ich um vier Uhr, dass ich jetzt ein Bier brauche und öffnete mir sogleich eines. Papa kam dann. Papa erzählte mir, dass Jens sein Elektroauto zu Schrott gefahren hat, als er damit auf dem Weg nach Voltino war: auf einen LKW aufgefahren meinte mein Vater. Heute morgen lag ich wach und Papa machte wieder irgendein Geräusch nebenan. Danach ging er ins Schlafzimmer und sperrte die Tür ab. Also, um das, wie ich es empfinde auszudrücken: Er sperrte mich aus. Ich habe gerade Whatsapp gelöscht. Und gleich darauf wieder installiert. Mama meinte zum Whatsapp-Löschen: "Was?! Warum?" Meine Mutter meinte gestern noch, dass man andere Leute "in Ruhe" lässt und nicht in ihr Leben reinpfuscht. Auch das findet sie schlimm. Heute morgen geht es mir so lala. Gestern drei Bier getrunken und nicht so gut geschlafen. Gerade mit Mama geredet. Sie meinte, dass da in den Untiefen ja noch die Würmer auftauchen. Was mich etwas positiver gestimmt hat, war, dass sie mir zustimmte, dass, "falls da etwas existiert, ich garantiert nicht der Erste bin, dem so was passiert, dass es da ein Handbuch oder so was gibt." Und dass mich das trösten könne. Gestern habe ich mich mit meiner Mutter über die Arbeit unterhalten und zusammen überlegt, wie es wäre, wenn ich nicht mehr hinginge. Ob das schlimm wäre usw.. Ich sagte, schlimm sei das nicht, da ich ja nicht mehr denken würde, dass ich umgebracht werde. Gerade sitze ich mit meiner Mutter im Wohnzimmer und schaue Olympia, was mir ganz gut gefällt. Die schlechte Laune ist etwas verflogen. Was mich überrascht hatte heute morgen, war, dass Mama sich beim Klacken des Fernsehers, was bei mir in der Wohnung manchmal alle paar Minuten ist, nichts denken würde. Bei einem meiner "Zustände", wo mir auch übel ist, würde sie sich hingegen sehr wohl etwas denken, meinte sie. Zu Sylt sagt meine Mama, dass das schön werden solle und ich mich darauf freuen solle. Sie freue sich darauf. Jetzt ist es 15.20 Uhr und wir haben vorhin draußen in der Sonne Mittag gegessen. Es gab Kichererbsen-Kokosnuss-Curry. Vor dem Mittagessen haben Papa und ich zwei Bier getrunken. Deswegen wird mich Mama zurückfahren. Heute war auch die Bundespräsidenten-Wahl. Montag, 14.2.2022. Heute morgen um 7 Uhr aufgestanden und auf dem Hometrainer gewesen. Danach Arbeit, es war relativ wenig los. Jens war da. Ich musste eintüten. Am Mittwoch gibt es Quarkauflauf mit Kirschen, wofür ich mich eingetragen habe. Auf dem Rückweg von der Arbeit wurde mir wieder leicht komisch. Ich hatte wieder dieses LSD-Gefühl. Das ging kurz weg, kam dann aber wieder und dauerte dann den ganzen Nachmittag, auch während ich den "Don Quijote" las. 50 Seiten. Als ich um zwölf meine Mutter erreichte, meinte sie, dass Papa einen positiven Corona-Test habe und dass sie mich heute morgen vor der Arbeit noch versucht habe zu erreichen, um mir Bescheid zu geben. Papa machte dann einen Test in der Apotheke - wieder positiv. Morgen PCR-Test. So um halb fünf wurde mir dann schlecht. Ich versuchte Mama zu erreichen, was mir bis halb sechs nicht gelang. Dann erreichte ich sie und sagte, dass mir schlecht sei. Sie war auch im Bett gelegen und meinte, dann hätte ich dasselbe wie sie. Gegessen habe ich heute nichts. Morgen Psychotherapie. Dienstag, 15.2.2022. Gestern habe ich nichts gegessen. Heute morgen Hometrainer und Psychotherapie. Auf dem Weg zur Psychotherapie noch im Lidl Flaschen abgeben. Dann Therapie. Ich erzählte ihm vom Wochenende, wo ich mit meiner Mutter in der Stadt war und dann auf der Rückfahrt beim Abbiegen so gemein zu ihr gewesen war. Außerdem redeten wir über die Arbeitsagentur und dann noch über die Warneckes im Allgemeinen. Ich sagte ihm, dass ich noch nicht wisse, ob ich zum Gardasee mitfahren würde, was auch mein gutes Recht wäre, wie er meinte. Am Ende fragte ich ihn nach Sarah Langer. Er habe mit ihr geschrieben und wolle sich mit ihr treffen. Das wurde ich hellhörig. Denn ich dachte, dass sie in Leipzig sei. Er sagte, er wisse nicht, wie oft sie hier sei, er denke nur, dass sie hier sei. Meine Mutter meinte, sie denke schon, dass es stimme, dass sie, wie sie sagte, nach Leipzig gezogen sei. Den nächsten Termin müsse er mit mir telefonisch abmachen, da sich etwas an seinen Arbeitszeiten ändere. Als ich nach der Therapie auf die Toilette ging, bemerkte ich an meinen Augenlidern weißlichen Schleim im Spiegel. Ich machte es weg und ging in den Lidl einkaufen. In meiner Wohnung machte ich dann noch im Bad sauber. Unter der Toilette mit einem Schrubber. Um 14 Uhr war ich für einen Termin mit der Arbeitsagentur verabredet. Mein Telefon klingelte ungefähr 10 Mal, aber es war immer nur eine Melodie dran oder gar nichts. Letztendlich um ca. 14.30 Uhr erreichte mich Herr Sauer vom Arbeitsamt. Er fragte mich nach meiner Situation, die ich ihm schilderte: Ich würde 15 Stunden pro Woche in einer Arbeitstherapie arbeiten. Ich lebe von Grundsicherung. Da hakte er ein und sagte, man müsse meine Bedürftigkeit prüfen. Die Stadt Erlangen habe 2005 entschieden, die Arbeitsagentur von dem "Jobcenter" zu trennen. Agentur für ALG1-Empfänger, Jobcenter für ALG2-Empfänger. Damit endete unser Gespräch dann auch, damit, dass er nicht zuständig sei und dass ich mich an das Jobcenter, das sich im Rathaus befindet, wenden solle. Er verabschiedete sich mit "Wiederhören". Ich erzählte das Mama und wir verabredeten, dass ich mich per Mail ans Jobcenter wenden solle, was ich tat. Ich las noch 50 Seiten in Don Quichote und aß den zweiten Tag in Folge nichts, was Mama ganz toll fand. Morgen gibt es auf der Arbeit Quarkauflauf mit Kirschen. Ich nahm die Olanzapin-Tablette nüchtern. Die weißen Schatten unter meinen Augen sind fast verschwunden. Mittwoch, 16.2.2022. Papas PCR-Test war gestern ebenfalls positiv. Heute morgen auf der Arbeit sagte ich Shorty nach dem Test, dass mein Vater positiv getestet worden sei und ich das letzte Wochenende zuhause verbracht hätte. Er fragte mich, wann mein Vater positiv getestet worden sei und ich sagte: "Vorgestern". Shorty sprach mit Marianne und wollte mir zunächst ein Formular für einen PCR-Test geben, was dann aber irgendwie nicht ging. Wir verblieben so, dass ich mich an meinen Hausarzt wenden solle, um einen PCR-Test zu machen und ihnen dann nochmal Bescheid gebe. Ich wurde also gleich zu Anfang, noch bevor ich die Caritec betreten hatte, zurückgeschickt. Ich hatte gedacht, dass ich das mit dem positiven PCR-Test sagen müsse, da Shorty auch meinte, es würde jetzt dreimal getestet. Zuhause erreichte ich zunächst Papa, der auch meinte, es sei gut, dass ich es der Caritec erzählt habe. Er wies mich darauf hin, dass die PCR-Tests 50-70 Euro kosten und ausgerechnet seit letzter Woche nicht mehr kostenlos seien, es sei denn, man habe einen postiven Antigen-Schnelltest z.B. aus der Apotheke. Ich rief bei meiner Hausärztin Clavery an, die ausgerechnet in dieser Woche im Urlaub ist. Mama sagte, ich solle halt bei der Vertretung anrufen. Das tat ich bei zwei verschiedenen Ärzten, die PCR-Tests auch nur anbieten bei positiven Antigen-Schnelltest aus der Apotheke. Papa schickte mir einen Link auf das Portal Covisa, deren Teststellen für Schnelltests ich mit Mama durchging. Wir kamen auf die Kolibri-Apotheke in der Allee am Röthelheimpark, wo ich direkt für heute 14 Uhr einen Termin buchte. Heute habe ich nach zwei Tagen nichts essen kurz bevor ich die Ärztin anrief einen Old Amsterdam Gouda, zwei Mozzarella und am Nachmittag zwei Eier. Außerdem lutschte ich ein paar Bonbons. Um halb eins rief mich Marianne an: Sie sagte, ich solle einen PCR-Test machen, beharrte aber nicht darauf als ich ihr erklärte, wie die lage mit PCR-Tests sei. Ich sagte ihr, ich werde einen Apo-Test machen. Marianne sagte, ich solle diese Woche zuhause bleiben und am Wochenende nicht heimfahren zu meinem Vater. Um Viertel nach eins fuhr ich los zur Kolibri-Apo, wo ich eine Viertelstunde zu früh ankam. Ich war der erste. Es war gerade Mittagspause, doch dann kam der Tester, der scheinbar Flüchtling war. Er bereitete noch mehrere Minuten alles vor. Und murmelte, nachdem er mein rechtes Nasenloch verwendet hatte: "Stunde". Ich dachte, nach fünfzehn Minuten bekomme man das Ergebnis, wie in der App geschrieben, was ich ihm dann äußerte, worauf er sagte: "20 Minuten, dann ist das Ergebnis da." Ich fuhr heim und hatte um 14.37 Uhr das Ergebnis immer noch nicht. Mama meinte, das wird schon kommen und schwups war es da. Am Nachmittag las ich 50 Seiten Don Quijote, wo ich heute den ersten Band beendet habe. Später war dann Mama, die heute wieder Halsschmerzen hat, auch Corona-positiv im Schnelltest. Donnerstag, 17.2.2022. Heute morgen erst Hometrainer, was heute ein wenig mühsam war, sich aber wegen des guten Gefühls danach gelohnt hat. Irgendwann telefonierte ich mit Mama und ging danach in den Aldi, Cola Light und Eiweiß-Sachen kaufen. Ich traf im Aldi meinen Nachbarn, der an der Kasse an mir vorbeigehen wollte und den ich dann erst erkannte. Er wollte mir die Hand geben, worauf ich sagte: "Lieber nicht, ist im Moment nicht so günstig." Er war deswegen nicht böse. Zuhause las ich dann 50 Seiten Don Quijote. Ich steckte Stecker an meinem Desktop-PC um, da ich auf eine Ubuntu-Festplatte seit einiger Zeit nicht zugreifen kann. Danach funktionierte gar nichts mehr. Ich konnte auch von DVD nicht booten. Am Abend besprach ich das Problem mit meinem Vater und der meinte, dass im Bios etwas nicht stimme. Ich schaute nochmal genau nach, und als ich die Bootreihenfolge änderte, funktionierte Ubuntu wieder. Irgendwann am Nachmittag (so 14 Uhr) packte mich der Lagerkoller und ich fuhr nach Tennenlohe, wo ich Smarties kaufte und Filter und mich danach auf den Friedhof setzte. Dann fuhr ich heim und las nochmal 30 Seiten Don Quijote. Freitag, 18.2.2022. Ich habe dann gestern nochmal 20 Seiten Don Quijote gelesen, also insgesamt 100 Seiten, nachdem ich meinen Zustand hatte. Den Zustand hatte ich nachdem Mama mir erzählt hatte, dass Ben Warnecke und seine ganze Familie Corona haben. Gegessen habe ich gestern nichts. Heute (14.20 Uhr) auch noch nichts gegessen. Morgen wieder. Ich war mittags auf dem Hometrainer, da ich heute morgen keine Lust hatte und war am Vormittag bei Aldi, um Chili Con Carne zu kaufen und Cola light. Samstag, 19.2.2022. Gestern habe ich den ganzen Tag nichts gegessen aber heute auf der Waage genau dasselbe wie gestern: 99,9 kg. Naja. Jedenfalls hatte ich gestern noch meinen Zustand. Als ich Mama anrief und ihr sagte, mir sei so komisch, war sie zunächst schockiert. Als ich sagte, es sei mein Zustand, sagte sie beruhigt: "Ach so." Sie hatte schon befürchtet, dass ich auch Corona habe. Vorhin (7.45 Uhr) erreichte ich Mama, die ja wahrscheinlich Corona hat und ihr ging es gar nicht gut. Ganz raue Reibeisenstimme. Sonntag, 20.2.2022. Gestern früh war ich noch im Aldi und habe Bier gekauft und Quark. Ich aß zum Frühstück Twix, zum Mittagessen gab es Chili Con Carne mit 500g Hackfleisch, wovon ich die Hälfte in den Kühlschrank für heute stellte. Dann las ich ab 12 Uhr bis 16 Uhr im Don Quijote 100 Seiten. Um 16 Uhr begann ich dann, Bier zu trinken. Außerdem aß ich noch Karamellwaffeln. Heute wog ich 101,9 Kilo nach 99,9 Kilo gestern. Ich las im Don Quijote 10 Seiten, bevor ich Mama erreichte, die am Telefon nur meinte, ihr sei ganz und gar nicht gut. Später erreichte ich sie, es geht ihr doch besser, als gestern. Ich habe mich entschlossen, heute nichts zu essen und kein Bier zu trinken. Es wäre noch Weizen da. Ich habe den Rest Chili Con Carne eingefroren und dazu das Gefrierfach freigeräumt von einer Pizza, die bis zu,m 19.5.21 haltbar war. Als ich die Pizza zum Müll bringen wollte, begegnete mir mein Nachbar Gerd Lemberger. Er war - für mich offensichtlich - angetrunken. Er sagte zu mir, ich solle gesund bleiben und fuhr mit seinem Rad weg. Dienstag, 22.2.2022. Gestern früh Hometrainer 30 Minuten ohne Unterbrechung. Ich rief Marianne an, um das Vorgehen zu besprechen, so waren wir verblieben. Ich sagte ihr, dass ich am Wochenende nicht daheim gewesen sei, wie vereinbart. Sie sagte, dann könne ich zur Arbeit kommen. Außerdem wurde ich vom Jobcenter angerufen, die mir sagten, sie seien nicht zuständig. Sie sagten, das Arbeitsamt leite die Leute "gerne" zu Ihnen weiter. Ich bekam eine Nummer von einem anderen Mitarbeiter des Jobcenters. Ich hatte am Sonntag nichts gegessen und ging nüchtern zur Arbeit, die sehr gut lief. Nach der Arbeit rief ich den Mann an, wurde aber wieder weiterverwiesen an eine Infoline, wo ich auch anrief und mir ein Rückruf versprochen wurde. Am Abend aß ich etwas, obwohl ich eigentlich hatte nichts essen wollen. Währenddessen rief mich mein Vater an und erklärte mir, was mir aber nicht weiterhalf, dass ich unter das Bundesteilhabegesetz falle. Mama meinte gestern, ich solle heute nicht arbeiten gehen. Gerade komme ich vom Aldi zurück. Jetzt ist es ca. 16 Uhr nachmittags. Heute morgen rief mich eine Frau vom Jobcenter zurück. Sie meinte, um von der Grundsicherung in Hartz 4 zu wechseln müsse ich mit meinem Arzt sprechen, der mich quasi "gesundschreiben" müsse, dass ich eben nicht mehr erwerbsgemindert bin. Als ich das meiner Mutter erzählte und sie fragte, was ich machen solle, meinte sie, dass sie das nicht machen würde. Ich fragte sie, ob sie glaube, in Deutschland sei ich theoretisch bis zu meinem Rentenalter abgesichert, oder ob eventuell sowas passieren könne wie aktuell in der Ukraine, wo es eben keine Grundsicherung mehr gäbe. Meine Mutter meinte, ich sei abgesichert, auch durch das Erbe von Ihnen und von Ursula und Bernd. Wenn es zu einem krassen Einschnitt in Deutschland käme, beträfe das auch die Arbeitenden und sie traue mir zu, wenn es ums nackte Überleben ginge, dass ich dann immer noch arbeiten könne und auch werde. Ich fuhr noch nach Tennenlohe und machte über eine Stunde Spanisch, erstmals den mündlichen Teil des Tests. Donnerstag, 24.2.2022. Gestern war ich nüchtern auf Arbeit und ich hatte den Eindruck, dass es sehr gut lief. Um 11 Uhr wurde mir aber komisch, nachdem es auf der Arbeit sehr ruhig geworden war. Ich sagte Marianne, dass ich Pause machen würde und sagte Shorty, der Geburtstag hatte, dass ich eventuell einen Spaziergang machen würde. Um 11.30 Uhr kam ich zurück, da sollte es Essen geben, nämlich Currywurst. Mir war komisch, aber ich dachte, es sei besser, mitzuessen. Das Essen war noch nicht fertig, es solle bis 11.45 Uhr dauern sagte Marianne. Ich wartete draußen und drinnen und musste auf Toilette. Kurz vor dem Essen saß Alex draußen und sagte: "Nach der Currywurst habe ich keinen Bock mehr." Ich aß die Currywurst mit Pommes und da war es dann auch schon zwölf und ich fuhr heim. Mit Fistelstimmchen erreichte ich meine Mutter. Nach einer Stunde ging es wieder und ich aß noch Hanuta - die ganze Packung. Später am Abend trank ich zwei Bier und aß noch den Quark, trank die Schokomilch und aß noch die Gummibärchen. Heute bin ich aufgewacht und habe gehört, dass Putin die Ukraine angegriffen hat. Jetzt ist es Viertel vor fünf. Ich war in Tennenlohe. Papa ist immer noch Corona-positiv und Mama hat das Ergebnis ihres PCR-Tests erhalten, der ebenfalls positiv ist. D.h., dass ich am Wochenende wohl nicht heimfahren kann. Ich schaue die ganze Zeit fern über den Ukraine-Krieg. Außerdem habe ich die letzten 30 Seiten im Don Quijote gelesen. Freitag, 25.2.2022. Heute morgen war ich auf Arbeit. Es war nicht so viel los. Ich unterhielt mich mit Sabine, die mich irgendwann fragte, warum ich in Erlangen sei, wenn meine Eltern doch in Nürnberg wohnten. Ich sagte ihr, das hänge mit dem Haus Rafael zusammen. Später fragte ich sie, warum sie denn in Erlangen sei, wenn ihre Eltern doch in Schwaig wohnen würden. Das entgegnete sie mir: "Das sag' ich nicht." Dass das etwas unlogisch oder seltsam war, merkte ich erst im Gespräch mit meiner Mutter, die auch meinte, wenn sie mich frage müsse sie eigentlich auch Auskunft geben. Die weitere Arbeit verlief unspektakulär. Gestern habe ich noch meinem Psychotherapeuten eine SMS geschrieben, der sich bis jetzt nicht bei mir gemeldet hat, wie es denn mit einem Termin nächste Woche aussieht. Als ich zuhause war, schaute ich wieder fern. Ukraine. Und dann fuhr ich zu Aldi. Auf dem Weg dahin zweimal Krankenwagen-Sirenen und die Polizei fuhr an mir vorbei. Auf dem Rückweg merkte ich schon wieder dieses LSD-artige Gefühl. Also verstaute ich kurz das Eingekaufte und legte mich dann hin. Es wurde relativ schnell besser (jetzt ist es allerdings so, dass meine Augen total zusammengekniffen sind). Papa hatte mir geschrieben, dass er jetzt Corona-negativ sei. Als mir wieder besser war, rief mich Papa an und fragte, ob er vorbei kommen soll, um mir die Luftpumpe zu bringen. Ich sagte, dass mir komisch war und: "Besser nicht". Er solle sich die Mühe nicht machen. Er sagte, dass er nicht an meinem Zustand Schuld sein wolle und dass er besser nicht komme. Danach versuchte ich, Mama zu erreichen, weil mich Papas Mitleidston verwirrt zurückgelassen hatte. Ich erreichte sie aber nicht. Ich wollte Mama fragen, ob es schlimm sei, dass ich Papa sozusagen "abgesagt" hatte. Jetzt ist es Viertel vor fünf. Ich habe Mama erreicht, sie klagte über Kreislaufprobleme. Sie sagte, es sei nicht schlimm, dass ich Papa abgesagt hätte. Es war ein kurzes Telefonat. Ich schaute fern, Ukrainekrise. Später stellte ich dann die Waschmaschine an, und in dem Moment, in dem ich sie anstellte, draußen lautes Husten von dem Mann, den ich schon öfter gehört habe. Samstag, 26.2.2022. Heute Nacht nochmal zweimal lautes Husten eines Mannes, den ich so noch nicht gehört hatte, in der Wohnung unter mir. Heute wog ich 98,5 kg. Sehr gut. Ich aß einen Twix-Verschnitt von Aldi. Was mir noch zu gestern eingefallen ist, was Sabine gesagt hat: Ich hatte sie gefragt, ob sie auch von Grundsicherung lebe ("Ja.") und ob sie nochmal arbeiten wollen ("Nein."). Daraufhin fragte ich sie, wie lange sie in der Caritec noch arbeiten wolle, woraufhin sie sagte: "Für immer." Mein Psychotherapeut hat sich nach wie vor nicht bei mir gemeldet. Vorhin war ich bei Aldi. Und habe mit Papa eine halbe Stunde telefoniert über die Ukraine. Und dann noch mit Mama telefoniert. Gegessen habe ich heute morgen Nachmach-Twix, einen Joghurt, Gummibärchen und die Hälfte des Chili Con Carne von letzter Woche, das ich eingefroren hatte. Nach vier Uhr will Papa vorbeischauen wegen der Luftpumpe. Papa ist Corona-negativ, meine Mutter wird sich heute um zwei Uhr in der Apotheke testen lassen. Sonntag, 27.2.2022. Gestern Abend habe ich dann noch mit Papa online Bier getrunken. Heute morgen Morgenmagazin. Dann Telefonat mit meiner Mutter. Ob Jan Warnecke zufriedener ist als ich. Und dass Sabine die Caritec "für immer" machen wolle. Plötzlich im Hintergrund ständig lautes Pfeifen von Papa, der umherwanderte. Ich hatte den Eindruck, dass ich provoziert werden solle. Montag, 28.2.2022. Heute morgen wurde mir komisch, als ich mit meiner Mutter telefonierte. Sie lud mich ein, heimzukommen, nachdem sie beim Zahnarzt gewesen wäre. Ich fragte sie, ob ich die Arbeit verschieben solle und gleich heute Vormittag heimzukommen, wovon sie mir abriet. Das hatte sich aber gleich erledigt, nachdem ich meinen Zustand bekam. Wenn das morgens anfängt, ist das immer ein ganz schlechter Start in den Tag. Mama sagte, ich solle anrufen, dass ich nicht komme. Robert war dran. Ich mit Fistelstimmchen. Ich solle mich testen lassen. "Ciao." Dann wollte ich heimfahren, doch der Bus fuhr bereits in 10 Minuten, sodass es knapp war. Ich sollte ja Mama auch noch Krusties mitbringen. Auf dem Weg zum Bus kehrte ich um, rief Mama an, und entschied, erst am Nachmittag zu kommen. Das ist der Stand jetztum 10.50 Uhr. Gestern wollte ich ursprünglich nichts essen, jedoch sagte meine Mama, ich könne ruhig Bier trinken, da ich ja nicht heimkommen könne, und so alleine sei. Also trank ich zwei Bier so kurz vor Mittag. Im Laufe des Tages schaute ich Ukraine-Krise. Es kam dann bei n-tv die Eilmeldung, Putin habe die Atomstreitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt, was für mich ziemlich beunruhigend klang. Dienstag, 1.3.2022. Gestern war ich nicht auf Arbeit und hatte mich entschuldigt. Am frühen Nachmittag fuhr ich heim, sodass ich um ca. halb zwei zuhause sei, während Mama beim Zahnarzt war. Ich ging zu Pickelmann für zwei Brötchen für Mama und mich und traf vor der Haustür die Frau meines Nachbarn, die mich fragte: "Arbeit?!" worauf ich sagte: "Nein, heute nicht." Ich fuhr mit dem Bus 290 nach Hause. Da dachte ich über allerhand nach. Ich dachte kurz "Das ist gefälscht.", als plötzlich eine Frau gegenüber hustete. Bei der Haltestelle Wegfeld hatte ich schon meinen Zustand, entschied mich dann aber noch in Aldi zwei Flaschen Cola light einzukaufen. Dort traf ich zufällig meine Eltern. Ich hatte schon meinen Zustand. Nach dem Einkauf kam meine Stimme hinzu. Ich legte mich hin. Der Zustand dauerte die ganze Zeit, die ich zuhause war, also so ca. 3 Stunden. Ich legte mich immer wieder hin. Und sagte Mama, dass ich im Bus gedacht habe, das sei "alles simuliert". Eigentlich wollte ich auch noch über die Arbeit reden, ob ich weiter hingehen solle usw.. Dann fuhr Mama mich heim. Es war übrigens ein sehr schöner Tag mit viel Sonnenschein. Später am Abend telefonierte ich noch mit ihr und da sagte sie klipp und klar: Arbeit sei wichtig. Sonst werde man sehr träge und mache irgendwann überhaupt nichts mehr. Jetzt ist es 8.20 Uhr und ich war auf dem Hometrainer. Später noch Psychiater-Termin. Jetzt ist es 13.15 Uhr und ich komme gerade von Dr. Weinland. Heute morgen habe ich drei Flaschen Cola light getrunken, bis 9.15 Uhr, woraufhin mir komisch geworden ist. Mama meinte am Telefon, dass mir nichts passieren würde. Jedoch war mir wie gesagt so 1,5 Stunden komisch, sodass ich sogar kurz befürchtete, nicht zu meinem Termin fahren zu können. Jedoch ging es dann ganz gut. Dort angekommen sah ich Maximilian Schorah und sagte kurz Hallo und Servus. Er auch. Ich hatte eigentlich keine Lust mich mit ihm zu unterhalten, da er für mich eher negativ besetzt ist und ich sein Facebook-Profil seit mehreren Jahren jetzt schon meide. Also sprach ich auch nicht mit ihm, wozu ich eigentlich auch keine Gelegenheit hatte, denn ich wurde schon zur Spritze gerufen, die jetzt doch VOR dem Termin mit Dr. Weinland stattfand. Dann ging ich hoch, es war 11 Uhr. Ich wartete 45 Minuten. Nach 30 Minuten klopfte ich mal kurz an die Türe, um sicherzustellen, dass er mich nicht vergessen hatte. Da schaute er kurz heraus und sagte: "Nur noch einen kleinen Moment. Danke für Ihre Geduld." Als ich dann hereingerufen wurde, fragte er mich, wie es mir ginge und ich sagte gut. Er kam interessanterweise VON SICH AUS auf mein Trinkverhalten zu sprechen. Er meinte dann im Laufe des Gesprächs, dass das zu viel sei, was ich trinken würde. Drei Liter am Morgen wären auch schon zu viel. Ich einigte mich mit ihm auf eine Trinkmenge von 4,5 Litern pro Tag und werde das jetzt versuchen, umzusetzen. Zur Psychotherapie sagte er mir, er würde den Psychologen an meiner Stelle anrufen. Dann hatte ich mir aufgeschrieben, den nächsten Termin etwas vorzuverlegen, wegen der Spritze i.V.m. der Sylt-Reise, die Ende April stattfinden soll. Donnerstag, 3.3.2022. Am Dienstag hat mich dann noch mein Psychotherapeut angerufen und mit mir einen Termin nächsten Mittwoch um 14 Uhr ausgemacht. Der Termin bleibt dann so. Gestern war die Arbeit OK, es gab Schnitzel, wovon ich zwei aß. Marianne ist jetzt für zwei Monate nicht da. Urlaub und Reha. Sie kommt Mitte Mai wieder, hieß es. Dann war ich gestern noch gegen fünf beim CopyShop, ein Dokument für meinen Spanisch-Test ausdrucken sowie den GruSi-Bescheid für den ErlangenPass. Um sechs sollte der CopyShop schließen. 30 Cent für 6 Seiten. Danach bin ich noch bei strahlendem Sonnenschein, auch wenn die Sonne bereits nicht mehr so stark war, zur Sparda-Bank gefahren und habe 1500 Euro abgehoben. Heute war Arbeit auch OK. Danach brachten mir Mama und Papa die Lotte. Kurz vor dem Abschied sagte Papa noch mit einem Grinsen im Gesicht: "Sehr euch an, wie mager der arme Kerl geworden ist." Worin ich ihm nicht zustimmte. Auf meinem Rückweg zum Haus lautes Räuspern aus dem blauen Haus gegenüber. Freitag, 4.3.2022. Gestern habe ich Mama dann über Stunden nicht erreicht und sie hat auch nicht meine Nachrichten gelesen bis kurz vor fünf. Heute dann Arbeit, war wieder einfach. Auch "Anne" war da. Beim Anstehen für die Arbeitsergebnisse unterhielt ich mich kurz mit Sabine. Sie sagte: "Du hast abgenommen, oder?" und ich fragte sie, weil das ja schon einige Zeit her ist und ich mich fragte, ob sie das aktuell so sehen würde: "Seit wann?" Darauf sagte sie "Wie seit wann?". Da erklärte ich kurz, was ich meinte und es war auch OK so. Danach Aldi. Einkauf fürs Wochenende: Gorgonzola, Salami, Mozzarella und Bier. Auf dem Rückweg von Aldi bekam ich das LSD-Gefühl und als ich meine Mutter erreichte, hatte ich schon meinen Zustand. Der ging aber recht schnell weg. Samstag, 5.3.2022. Heute morgen wieder das "Ausnahme-Morgenmagazin". Danach ging ich einkaufen. Ursprünglich hatte ich überlegt, bis zum Lidl zu fahren, doch das war mir zu weit und ich beließ es bei Aldi. Ich kaufte Coca-Cola-Light, nochmal Salami und Hähnchen. Zuhause angekommen fragte ich meine Mutter, ob ich morgen zu Anwar und Anita worauf sie sagte: "Die würden sich freuen". Also rief ich um halb 11 bei Anwar und Anita an, die laut der Aussage meiner Mutter noch im Jetlag seien und vereinbarte für morgen 13 Uhr ein Treffen. Sie erzählten kurz von ihrer Corona-Infektion, wobei ich sie schlecht verstand, da Freisprecheinrichtung. Ich dachte mir, na gut, das Wichtigste werden wir einfach morgen bereden. Später, so gegen halb eins, trank ich ein Weizen. Danach das zweite. Sonntag, 6.3.2022. Gestern habe ich dann noch Bier getrunken. Das führte dazu, dass ich bis 3 Uhr nicht einschlafen konnte und so um 6 Uhr aufgewacht bin. Mama meint am Telefon, ich kann diese "Anne" jederzeit ansprechen. Ich hatte Zweifel, ob sie sich überhaupt mit mir einlassen dürfe, wo meine Mutter aber kein Problem sieht. Allerdings solle ich mir auch nicht zu große Hoffnungen machen. Mama meinte auf meine Frage, ob ich denn einmal eine Freundin haben könne: "Warum denn nicht?". In 20 Minuten fahre ich zu Anwar und Anita. Ich möchte sie nach ihren Handynummern fragen, damit wir über Whatsapp Kontakt haben können. Montag, 7.3.2022. Gestern war ich bei Anwar und Anita. Ich hatte ihnen ein Stiefmütterchen mitgebracht, worauf Anwar mir sagte, ich müsse ihnen nichts mitbringen. Sie hatten mir ein T-Shirt und eine Cappy von der Route 66 mitgebracht. Ich unterhielt mich dann mit den beiden. Diesmal sagte keiner der beiden, dass ich abgenommen habe. Ich trank Cola, Anwar und ich diskutierten über die Ukraine, wir aßen Eier-Omelette und am Schluss erzählte Anwar noch eine Geschichte von Lake Louise. Er tat das so lässig, dass ich nicht wusste, ob ich so was auch kann. Meine Mutter meinte jedoch, dass man das lerne. Am Schluss verabschiedete ich mich und Anwar fragte mich, ob ich mit dem Rucksack in die Ukraine ginge. Am Abend trank ich dann noch das Bier, was im Kühlschrank war. Heute morgen auf der Arbeit versprach es zunächst schwer zu werden. Robert setzte mich an einen Tisch mit Petra. Außerdem waren Tilman und Alex da, die immer sehr laut reden. Petra erzählte von Psychosen und ihren Wewehchen und fragte mich nach meiner Konzentration. Ich fragte Robert nach ca. einer halben Stunde, in der ich mich auch mit Petra über Themen, die mir nicht gut tun geredet habe, ob ich mich irgendwohin setzen könne, wo es ruhiger sei. Robert willigte ein. Und so setzte ich mich in den anderen Raum, zu Agnes und Rosa. Ich musste den blauen "Lemken Smaragd" zusammenbauen. Als ich nach der Arbeit Mama erreichte, war sie sehr froh, dass ich mich einfach weggesetzt hatte - denn das hatten wir mal so besprochen. So um eins ging ich zu Aldi, Cola kaufen und Eiweiß-Zeug. Auf dem Parkplatz sah ich meinen Nachbarn, sprach ihn jedoch nicht an. Als ich mit dem Rad zuhause eintrudelte, war er da und ich quatschte kurz mit ihm. Er sagt immer: "Man schlägt sich so durch." Am Nachmittag las ich dann 50 Seiten in Fernando Aramburus "Reise mit Clara durch Deutschland". Dann telefonierte ich mit Ursula um mich für die 100 Euro zu bedanken. Sie sagt, ich soll das nicht sparen, sondern ausgeben. Daraufhin wusste ich erstmal nichts zu sagen, was ich mir denn kaufen könne. Im Fünf-Uhr-Telefonat mit meiner Mutter sagte ich, ich würde mir vielleicht im Fahrradgeschäft einen Sattel kaufen als Ersatz für meinen derzeitigen kaputten. Ich erzählte ihr auch, dass Petra mich heute nach meiner Konzentration gefragt habe. Meiner Mutter ist nicht aufgefallen, dass ich mich irgendwie schlechter konzentrieren könne und vermutete, dass sie mich das gefragt habe, weil ich mich weggesetzt habe, und dass sie sich für mich interessiere. Allerdings war das vor dem Wegsetzen. Dann dachte ich kurz vor sechs noch an mein Rezept mit Olanzapin und der Spritze und fand es zunächst nicht in meinem Geldbeutel. Anschließend guckte ich in der Schublade, wo ich den Risperidon-Pass hingelegt hatte. Auch da war es nicht. Ich dachte schon, es sei weg, doch mir fiel noch ein weiterer Ort an, nämlich da, wo ich meine wichtigen Papiere aufbewahre. Und da war das Rezept. Erfreut rief ich in der Apotheke an und bestellte die beiden Medikamente vor. Dienstag, 8.3.2022. Mir ist gestern noch etwas bewusst geworden: Das Rezept hat ja mit Risperidon zu tun und Mama hatte mir vor Jahren mal gesagt, ich müsse mich so drauf "konzentrieren", in die Apotheke zu gehen und meine Risperidon-Tabletten zu holen. Außerdem bekam ich zu der Zeit, wenn ich zur Apotheke musste, immer Mails von Xing mit dem Titel: "Haben Sie nicht etwas vergessen, Peter Köhler". Das nur so ein Erinnerungs-Abriss. Heute auf der Arbeit kam wieder Tilman. Petra war nicht da. Aber Stefan war da. Und mir wurde um 11 Uhr komisch, nachdem Stefan einen Lachanfall bekommen hatte. Ich hatte heute keine Musik gehört. Auf dem Rückweg bekam ich mein Stimmchen und als ich Mama erreichte, stammelte ich wieder "Selbstmord nur durch tothungern". Das wurde dann besser, als ich zur Apotheke fuhr, wurde mir wieder komisch. Doch auch das gab sich, und um 16 Uhr rief der Psychotherapeut Moritz Renn an, um das Treffen eine Woche nach hinten zu schieben. Er sei krank geworden. Mittwoch, 9.3.2022. Heute war Arbeit sehr einfach, entgegen dessen, was ich befürchtet hatte. Ich musste nach dem Test um neun 25 Minuten warten, bevor ich reinkonnte. Dann hörte ich mit einem Ohr Musik und saß wieder im großen Raum. Tilman und Petra waren nicht da. Ich machte meine Arbeit mit den Kran-Schaufeln und um halb zwölf gab es essen. Anne war da. Nach der Arbeit war ich erst in der Norma, um Cola light zu kaufen, dort gab es aber keine Schwip-Schwap mehr und so ging ich zu Aldi, wo ich alles bekam. Ich kaufte auch Kekse und einen Krapfen. Am Nachmittag überlegte ich, eventuell zum Fahrradgeschäft zu fahren, ließ es dann aber doch sein. Das verwahre ich mir, denke ich, wie meine Mutter empfohlen hat, bis Sonntag. Ich las 50 Seiten im Aramburu und aß Eiweiß-Sachen. Donnerstag, 10.3.2022. Heute morgen Hometrainer. Papa schrieb mir: Strom funktioniert nicht, Internet funktioniert nicht. Als ich auf Arbeit eintraf, sah ich schon Jens von weitem. Nach allem, was ich auf Arbeit sah, versprach es, eher ein harter Arbeitstag zu werden. Also setzte ich mich von mir aus gleich in den anderen Raum. Dort schaffte ich eine halbe Stunde vor mich hin, bis plötzlich Robert kam und Elena vom Treff ausgerechnet direkt neben mich setzte. Also unterhielt ich mich kurz mit ihr. Sie sagte mir, dass Jens und Alex aufhören. Was sie danach machen würden, fragte ich nicht. Dass Julia und Oliver bereits aufgehört hätten und die Caritec zu einer Tagesstätte umfunktioniert werden sollte. In der ersten Pause redete Stephan mit Jens und sagte, dass ja bald alle Corona-Maßnahmen fallen würden. Mir war das Reden mit Elena etwas anstrengend, sodass ich um 11 Uhr Robert fragte, ob ich eine halbe oder ganze Stunde Pause machen könne, was er bejahte, ich solle das dann beim Aufschreiben angeben. Als ich fünf vor zwölf meine Sachen holte und den Platz desinfizierte fragte Elena mich, wo ich gewesen sei. Ich: Pause machen. Hab Bescheid gesagt und ich darf das. Elena: Das ist also die neue Taktik. Und ich nochmal: Ich darf das. Mama sagte dann am Telefon, als ich sie anrief: "Die blöde Kuh hat dir gar nichts zu sagen." Dann fragte sie mich noch, ob sie vom Treff sei und ob sie Angestellte dort sei, und sagte nochmals, dass sie mir gar nichts zu sagen habe. Ich telefonierte nochmal um 13.30 Uhr mit meiner Mutter und fragte sie, ob ich zu Aldi gehen könne, wenn ich Schiss davor habe, dass z.B. Elena mich beim Bierkaufen "erwischen" würde. Meine Mutter meinte, das sei scheissegal, was die sich dabei denken würde, ich sei ja schließlich kein Alkoholiker, der Kästen von Bier kaufen würde. Das leuchtete mir ein und ich ging einkaufen. Ich sollte da etwas selbstbewusster werden. Kurz vor Aldi bestellte ich bei Aliexpress von Ursulas 100 Euro, die ich ja ausgeben soll anstatt sie zu sparen, einen Wansenda 512 GB USB-Stick (https://de.aliexpress.com/item/32892275198.html?gatewayAdapt=glo2deu&spm=a2g0o.new_account_index.0.0.9bae76c7p8uLZT) für 42 Euro. Auf dem Weg zu Aldi bemerkte ich wie in der vergangenen Zeit schon öfter, dass meine Bremsbacke vorne am Rad abgeschliffen ist bis aufs Metall. Also am Samstagmorgen, wenn ich zum Fahrradgeschäft fahre, auch neue Bremsbacken kaufen. Freitag, 11.3.2022. Heute Nacht schlief ich sehr gut. Gestern hatte ich eingekauft: Extra keine Süßigkeiten. Und habe nichts gegessen. Und auch jetzt - am Morgen - geht es mir gut. Eingeläutet wurde der Tag von einem lauten, hässlichen Husten in der Wohnung unter mir, von dem Typ, der da seit einem Monat solche Geräusche von sich gibt. Ich hoffe, dass der Tag gut wird, und werde später berichten. Jetzt ist es halb zwei und Arbeit war heute sehr gut. Ich hörte aber Musik und saß in dem kleineren Raum bei den Bernhard-Rüther-Häuslern. Stephan war nicht da. Sabine meint, dass Jens zur wabe ginge. Nach der Arbeit noch kurz einkaufen im Aldi. Zuhause las ich von Schröders Moskau-Reise. Mit dem bin ich auch fertig. Hat sich von Putin benutzen lassen. Zu essen gab es Hähnchen, Nougat-Eier, einen Krapfen und ein belegtes Brötchen. Heute morgen war ich wieder nüchtern auf der Arbeit, nachdem ich auch gestern nichts gegessen hatte. Jetzt ist es zwanzig nach fünf und ich habe gerade mit Mama telefoniert. Sie will Papa mit nach Saarbrücken nehmen und ich willigte ein. Ich erzählte ihr, dass Jens zu wabe gewechselt habe, worauf Mama mich fragte: "Und das wäre nichts für dich, oder?" worauf ich wieder etwas gereizt reagierte. Ich möchte da nicht hin. Da verdiene man auch nichts und ich hätte so ein hartes Leben und würde noch nicht mal was verdienen. Meine Mutter besänftigte mich, indem sie sagte: "Du hast doch genug." Was auch stimmt. Ich trinke heute ein paar Bier, aber habe keine Lust, mich zu besaufen, deshalb ist es gleich genug. Morgen Stadtbibliothek und Fahrradladen. Samstag, 12.3.2022. Gestern Abend habe ich dann noch mehrere Bier getrunken. Dann war ich bei Facebook aktiv und habe Susanna Gliniak eine Nachricht geschrieben, ob sie mich als Kontakt hinzufügen möchte. Mama meinte gerade am Telefon auf meine Befürchtung hin, das könnte Stalking sein: "So ein Quatsch". Vollkommen OK meinte sie. Heute morgen war ich im Fahrradgeschäft und habe mir einen Sattel für 47 Euro gekauft, der auch gleich montiert wurde. Dann war ich noch in der Stadtbibliothek und habe meine Mitgliedskarte verlängert und habe für Mama ein Hörbuch ausgeliehen. Dann habe ich zuhause geputzt. Sonntag, 13.3.2022. Heute gut geschlafen. Gestern habe ich mittags drei Bier getrunken und bin dann um 15.45 Uhr zum Bus gelaufen. Auf dem Weg dorthin begegnete ich am Walderlebniszentrum den Bewohnern des Berhard-Rüther-Hauses und Anne. Gerade habe ich mit Papa über meinen Gedankengang gesprochen, dass ich nicht mehr denke, ich werde umgebracht. Papa meinte, ich solle Heinrich vergessen und auch nicht mehr drüber reden. Hm, dachte ich, aber ich habe doch die Diagnose "Psychose". Das sagte ich auch und sagte auch, dass ich ja gerade nicht umsonst zum Psychiater und Psychotherapeuten ginge, da ich ja drüber reden müsse. Mein Vater wich etwas aus und erzählte, dass ja "jeder" eine Psychose habe etc.. Er unterbrach seine Ausführungen mit einem häufigen Räuspern, auch einmal beim Wort "durch". Papa machte eine Bemerkung bezüglich seines Alters, dass man denken würde: "Der stirbt sowieso bald." An Neujahr habe ich herausgefunden, dass ich nicht umgebracht werde. Am 7. Januar oder so rief mich nach ewigen Zeiten Manuel an und erzählte, dass er "im 6. Stock" wohne, direkt in einer Gegend, die das "große Polizeirevier" heißt. In den Wochen danach begannen unsere Vorbereitungen auf die Sylt-Reise im Mai. Mir kam zu Ohren, dass Herr Jekel und Frau Strohmann von unserem Quartier Quisisana Corona hatten, und so "heftigen Husten" hatten. Und wir haben ein Zimmer im 6. Stock reserviert. Also denke ich, seitdem ich an die "Fallstricke" denke, die Mama angesprochen hat, an diese Reise. Nach Saarbrücken will Papa übrigens mitfahren. Mit Mama redete ich gestern über die Bernard-Rüther-Häusler und sie meinte: "Da wolltest du ja nicht hin." Da dachte ich bei mir, vielleicht fände sie es besser, wenn ich dort sei, oder ich komme über irgendwelche Umwege dorthin. Heute meinte sie, auf meine Frage, ob ich dorthin komme: "Nein, auf keinen Fall". Und: "Wieso?". Vorhin hat Mama das mit dem Räuspern angesprochen, da ich ihr gestern Abend erzählt habe, dass mich das bei Papa stört. Sie meint, dass ich Papa das anlaste, könne von dem Trauma der Zwangseinweisung stecken. Dann hat sie angefangen, von ihrer Psychotherapeutin zu reden, die mit ihr ihr schwerstes Trauma, nämlich den Tod ihres Vaters, besprochen habe. Daraufhin sagte ich, dass es mir nicht gefalle, dass sie zu dieser Psychotherapeutin ginge und bekam mein Stimmchen und zusammengekniffene Augen. Dieser Zustand ging aber nicht lang und ich erholte mich schnell. Mama meinte, dass es ihr auch egal wäre, jede Woche zum Psychiater zu gehen. Weiterhin zu Psychiatern meinte sie, dass, falls Lenz nach Prof. Kornhubers Abschied wiederkommt, mein Verhältnis zu ihm ist, wie mein jetziges zu Prof. Kornhuber. Montag, 14.3.2022. Gestern fuhr mich Papa heim. Wir reparierten mindestens eine Stunde an meinem Fahrrad die Bremsen. Papa redete immer von den "Backen". Dann nahm er Lotte mit. Ich trank gestern kein Bier, jedoch aß ich eine dreiviertel Packung Karamellwaffeln, die etwas komisch dick waren. Abends im Bett fing es plötzlich in meinem Gesicht zu kribbeln an, es fühlte sich etwas an wie Kriechen und an den beiden Schläfen "zuckte" es kurz hintereinander. Schlafen tat ich relativ gut. Allerdings wachte ich schon um 6 auf und blieb bis 7.30 Uhr liegen, ohne auf den Hometrainer zu gehen. Ich rief Mama an, sie fragte wie es mir ginge und ich erzählte ihr von dem Kribbeln. Sie sagte, das sei vermutlich eine Allergie und nicht schlimm. Ich fuhr zur Arbeit, machte Corona-Test und musste daraufhin warten. Beim Warten fing es plötzlich wieder im Gesicht zu Kribbeln an, außerdem bekam ich meinen Zustand. Ich wartete noch den Test ab und dann sagte ich Robert, dass ich lieber ginge. Zuhause erreichte ich Mama und erzählte ihr vom erneuten Kribbeln, woraufhin sie wieder sagte: Allergische Reaktion. Sie erriet von selbst meine Verdacht mit den Würmern, sagte aber, dass sie das nicht glaube. Um zwölf würden wir wieder telefonieren. So um 11 Uhr telefonierte ich kurz mit Papa. Er räusperte sich. Dann um zwölf telefonierte ich mit Mama. Sie sagte, auf meine Frage, was wäre wenn das nicht weggeht: Dann Allergietest. Und dass Hannah am Samstag wegführe bzgl. der Vögel, wenn wir in Saarbrücken sind. Ich aß dann einen Mozzarella. Jetzt ist es 17.45 Uhr. Ich habe dann noch einen Mozzarella gegessen, Tofu-Schnitzel, einen Scamorza-Käse sowie Schokobutterkekse. Gelesen habe ich 30 Seiten bisher. Vorhin habe ich mit Mama telefoniert. Ich sagte ihr, dass ich die Karamellwaffeln weggeworfen habe. Sie fragte mich, ob sie vielleicht verfallen waren und ich sagte: Nein, vor zwei Wochen gekauft. Als ich nochmal erwähnte, dass die Waffeln doppelt so dick waren wie sonst, fand sie das "komisch". Dienstag, 15.3.2022. Heute morgen um 6 Uhr aufgewacht und um 7 Uhr aufgestanden. Als ich auf den Hometrainer gehen wollte, bekam ich kurz meinen Zustand. Doch ich wollte heute arbeiten gehen. Auch Mama sagte, dass ich heute hingehen solle. Dort angekommen, saß ich in dem kleineren Raum neben Ute (bei der ich immer an meine Cousine Uta denken muss) und musste ihr zuerst zeigen, wie man den gelben Kran zusammenbaut. Dann gab es um 9.45 Uhr einen langen, halbstündigen Spaziergang mit Andreas vom Treff, auf dem ich mich mit Christian Stauber unterhielt, den ich schon ewig nicht mehr gesehen habe. Er hat auch eine Psychose, drogeninduziert. Er hat auch erzählt, dass Inge immer noch nicht geimpft ist, und Pro-Russland-Propaganda mache und dass die im Treff das nicht gut finden würden. Um 10.30 Uhr saß mir Sonja gegenüber. Sie summte vor sich hin. Gegen 11 Uhr, nach der Pause, begann ich mich unwohl zu fühlen, hielt jedoch, manchmal mit Musik auf den Ohren, manchmal nicht bis 12 Uhr durch. Mein Arm tat etwas weh. Zuhause hatte Mama noch Studium Generale, bevor sie mich anrief. Als ich ihr vom schmerzenden Arm erzähle, sagte sie, den habe ich mir wohl irgendwo gestoßen. Also nicht schlimm. Sie sagte, natürlich solle ich mit nach Saarbrücken fahren. Mittwoch, 16.3.2022. Heute morgen wieder 6 Uhr aufgewacht und zunächst bis 7.20 Uhr nicht auf dem Hometrainer gewesen, dann aber doch. Arbeit war heute einfach. Wieder die gelben Kräne oder Greifzangen. Um halb zwölf gab es Essen. Eine zweite Anne kochte Gulasch. Um 14 Uhr dann Termin bei Moritz Renn. Er sagte, er habe mit Sarah Langer gesprochen. Schöne Grüße, sie sei jetzt doch in Leipzig. Dann kam ich auf den nächsten Termin zu sprechen, den ich lieber an einem Dienstag oder Donnerstag hätte. Nächster Termin: Dienstag, 5. April 8 Uhr. Also in drei Wochen. Eine Woche vorher habe ich Uni-Klinik-Termin bei Dr. Weinland. Er würde gerne mit Dr. Weinland sich austauschen. Evtl. nur einmalig. Danach war ich im Lidl einkaufen. Ein Packen Schwip Schwap. Um ca. 16 Uhr erreichte ich Mama, die mich jetzt für Saarbrücken abholen will mit Willi. Donnerstag, 17.3.2022. Heute Tag der Abreise nach Saarbrücken. Gestern hat mich Mama um halb fünf abgeholt. Wir kamen auf meine Psychotherapie zu sprechen. Sie meinte, dass ich empfindlich auf Geräusche wie Räuspern reagieren würde. Am Abend sprachen wir noch über meine Psychose. Sie meinte, warum könne ich mich nicht in einem Jahr von einem Arzt gesundschreiben lassen. Dennoch war das Gespräch irgendwie unbefriedigend, als es wieder um meine Zustände etc. ging. Später meinte sie: Siehst du, es war nicht gut, darüber zu reden. Freitag, 18.3.2022. Vorgestern, am Mittwochabend, hörte ich Papa einmal laut husten im Wohnzimmer. Gestern morgen, als Mama noch nicht wach war, eröffnete er mir, dass er nicht nach Saarbrücken mitfahren würde. Ich sagte erstmal: OK, ohne nach seinen Beweggründen zu fragen. Er hatte wohl am Vortag gemeint, dass Mama doch mit nach Essen Werden fahren solle. Vor Mama, mit der ich dann sprach, als sie aufgestanden war, hatte er das argumentiert. Mama war allerdings überzeugt davon, dass er sauer sei auf sie, wegen einem Norwegen-Urlaub oder so. Gestern sind Mama und ich zunächst zu Heiner und Hiltrud gefahren. Zuerst fuhr ich ca. 1,5 Stunden, dann Mama. In Landstuhl großes Polizei- und Feuerwehraufgebot, sodass wir Probleme hatten, zum Altersheim zu kommen. Mama war völlig fertig mit den Nerven und ich riet ihr, das Auto stehen zu lassen und zu Fuß zu gehen, was wir dann auch taten. Im Altersheim redete eigentlich nur Hiltrud. Heiner war ganz ruhig. Wir blieben etwa eine Stunde, wir waren übrigens 2 Stunden zu spät. Nach dem Treffen rief meine Mutter den Bruder von Mahmud, Foad an, der nur bis 18 Uhr im Geschäft sei. Er bot uns an, den Wohnungsschlüssel unter den Vorderreifen des Autos in der Garage zu legen. In Saarbrücken angekommen, kauften meine Mutter und ich noch im Edeka ein und bezogen die Wohnung. Wir aßen Pizza und Flammkuchen und schauten die Nachrichten. Außerdem tranken wir jeder ein Bier. Mama ein alkoholfreies. Gerade habe ich mit meiner Mutter, die erst um kurz vor zehn aufgestanden ist, einen Tee getrunken. Ihr Aulendorf-Kontakt, ich glaube sie heißt Karin, hat sich quasi selbst eingeladen, hierher zu kommen, nachdem meine Mutter gestern eigentlich abgesagt hatte. Sie kommt um vier. Und Mama und ich wollen jetzt in die Stadt nach St. Johann fahren. Mama plante ursprünglich den Bus, der aber 2,60 Euro kosten würde. Jetzt planen wir, mit dem Auto zum Edeka zu fahren und von dort 10 Minuten zu Fuß zu laufen. Ich muss auch noch Cola light kaufen, was ich gestern vergessen habe. Jetzt ist es 18.30 Uhr. Heute morgen um 11 Uhr fuhr ich dann mit Mama mit dem Auto zum Edeka und parkte dort in einer Seitenstraße. Von dort gingen wir zu Fuß zum Bahnhof und vom Bahnhof Richtung Fußgängerzone. Dort war gleich zu Anfang ein C&A, in dem ich ein paar Sachen anprobierte. Wir ließen ein paar Sachen zurücklegen, die wir kaufen wollten, damit wir sie nicht die ganze Zeit in der Fußgängerzone mitschleppen mussten. Wir gingen durch die Fußgängerzone zum Stadtteil St. Johann. Dort wollte Mama mit mir Dippelappes essen gehen. Ich stimmte ohne groß zu überlegen zu. Wir kehrten ein in ein in Saarbrücken sehr bekanntes Lokal "La bastille". Neben uns an den Tisch setzten sich drei Männer mittleren und unterhielten sich z.B. über ihre Klassentreffen, wo ein paar bestimmte Leute nicht erschienen waren. Ich trank ein Weizen - was Mama mir "erlaubte" und Mama trank ein alkoholfreies Weizen. Das Gericht schmeckte eigentlich wirklich sehr gut. In etwa rohe Kartoffeln mit Apfelmus. Nach dem Lokal liefen wir noch in St. Johann herum und besuchten noch eine Kirche. Da Mama aufs Klo musste, kehrten wir in ein weiteres Café ein. Und tranken noch einen Kaffee, was sich als Fehler herausstellt, da Mama kurze Zeit später, in der Fußgängerzone, nochmal dringend aufs Klo musste. Vorher aber Aldi: Zwei Schnelltests und zwei Cola light. Danach der Stuhldrang meiner Mutter. Also Ansons: Kein Klo. Kaufhof: Klo im dritten Stock. Ich wartete draußen fast eine Viertelstunde, bevor Mama wieder rauskam. Sie hatte einen Unfall gehabt und alles vollgeschissen, weshalb sie dem Klomann fünf Euro als Entschuldigung gab. Sie meinte, hier kann ich mich nicht mehr blicken lassen. Danach C&A das Zurückgelegte, unter dem sich zwei schöne Pullis befanden, kaufen. Dorothees Wohnung befindet sich übrigens im Stadtteil Rodenhof in der Türkismühlerstr. 28. Auf dem Rückweg zu Dorothees Wohnung gingen wir noch in den Edeka einkaufen. Cola light und Bier, jeder wieder eine Flasche. Um Viertel vor vier waren wir schließlich da, um vier sollte eine Karin kommen. Ich hatte während unseres Stadttrips immer ein Auge auf der Uhr, dass wir doch heimgehen müssten, denn Karin würde ja bald kommen. Meine Mutter meinte immer, "ach, das ist doch noch ne ganze Stunde". Karin ist übrigens eine Bekanntschaft vom Bodensee und kommt aus Völklingen im Saarland. Um fünf nach vier rief sie meine Mutter an, dass sie jetzt da sei. Sie hatte auch Kuchen mitgebracht. Sie redete viel über Tropfen zum Schlafen, ihre Familie, ihren Garten. Auch Mama erzählte vieles. Das Gespräch (sie hatte anfangs irgendeine Bemerkung gemacht, dass es länger dauern könnte) ging dann zweieinhalb Stunden. Irgendwann mittendrin hatte Mama gemeint, ich könne ja an meinen Computer gehen, was ich erstmal nicht machte. Erst, als es so ausschaute, dass das Gespräch gar nicht enden würde, um halb sieben, sagte ich, ich würde an meinen PC gehen. Meine Mutter meinte, dass Karin darüber überhaupt nicht bös sei und dass ich es gut gemacht habe. Dann dauerte es nochmal zwanzig Minuten, und Karin verabschiedete sich. Es war fünf vor sieben. Ich aß noch zwei Stücke Baguette mit Münsterkäse und Bergkäse. Samstag, 19.2.2022. Mama und ich haben gestern noch ein Bier getrunken. Es ist 7:45 Uhr und ich bin seit 4 Uhr wach. Allerdings bin ich auch schon um acht im Bett gewesen. Ich lag wach da und habe nachgedacht. Über meine Zukunft usw.. Jedenfalls denke ich, dass ich mal meine eigene Aussage, dass es nicht immer gut ist, über alles zu reden, vor allem, wenn es konfliktbeladen ist, zu reden. Ich meine z.B. das mit Jan Warnecke, dass es dem besser geht als mir. Aber vielleicht geht es mir ja gar nicht so schlecht, jetzt, da ich überzeugt bin, dass mir nichts passiert. Den Flüchtlingen aus der Ukraine geht es schlecht. Ich sollte eventuell versuchen, mich mit meiner Situation abzufinden. Ich habe Mama gestern, als wir an der Saar waren, gefragt, ob sie Andrea Bassing nochmal treffen würde. Nein, wenn sie ein Kind hat und liiert ist, war die Antwort. Meine Meinung ist: Ich sollte generell nicht mehr nach Andrea Bassing, Hanna Lutz und Heinrich Polke suchen, so wie ich das mit Maximilian Schorah gemacht habe. Heinrich sollte auf alle Fälle für mich so wie Maximilian Schorah werden. Das dürfte nicht allzu schwierig sein. Und vielleicht sollte ich die neue Freiheit, dass ich nicht mehr denke, ich werde umgebracht für andere Sachen nutzen, z.B. um "endlich" nochmal zumindest um 5 Kilo auf 95 Kilo abzunehmen. Das liegt in meiner Hand. Beim Wachliegen dachte ich auch darüber nach, ob ich durch irgendwelche Umstände dazu gezwungen werden könne, ins Bernhard-Rüther-Haus zu müssen, wo Mama lachte und sagte: "Nein, außer, du bringst einen um." Jetzt ist es 17:30 Uhr und wir haben gerade noch Besuch von Helga Huber, die mit ihrer Tochter Jannika und ihrem Freund da ist. Nach ca. einer Stunde draußen auf dem Balkon (Corona) hat meine Mutter mir gesagt, ich könne mich zu meinem Computer zurückziehen. Wir waren gegen 11 Uhr unterwegs zum Uni-Campus außerhalb der Stadt. Wir parkten in der Uni und Mama zeigte mir die Bibliothek und das Audimax. Dann wollten wir in der Mensa eigentlich zu Mittag essen, was aber nicht funktionierte, da die Mensa geschlossen war. Im Audimax (Mama musste wieder auf Toilette) spendierte ich Mama ein Bounty und ich ein Twix und Mama kaufte einen Cappuccino. Mama schlug vor, in den Deutsch-französischen Garten zu gehen, doch wir verfuhren uns auf dem Weg und Google Maps ließ uns mal wieder im Stich, wie schon in Landstuhl. Auf dem Weg zurück kamen wir an einem Aldi vorbei und gingen kurzerhand hinein. Ich sah vor der Kasse, als ich etwas im Stress war, weil wir unseren Einkauf einfach irgendwo in einen Verkaufskorb getan hatten, und plötzliches Gehuste ausbrach, eine sehr attraktive Verkäuferin. Sie lief von der Kasse zurück in den Aldi. Ich stand vor der Kasse unter Stress und wechselte nochmal die Kasse, weil an der anderen weniger los war. Mama kam und war die Ruhe selbst. Ich fragte sie danach, ob sie die Situation im Aldi stressig gefunden habe, was sie verneinte. Erst, als sie ins Schwitzen wegen dem Autoschlüssel kam, ist sie in Stress geraten. Später fragte ich meine Mutter nochmal, ob man denn eine Aldi-Kassiererin anmachen könne, und sie meinte: Eher nicht. Auch das damals mit der attraktiven Verkäuferin in meinem Aldi stand - so meine Mutter - nicht unter einem guten Stern. Jetzt sitzt meine Mutter mit Helga Huber im Wohnzimmer. Ich habe mich zurückgezogen, weil Mama das vorgeschlagen hatte. Jannika ist eine sehr selbstbewusste junge Frau mit Hund. Ich hatte sie kurz gefragt, was sie studiert habe - Antwort: Wirtschaftsrecht. Sie arbeitet an irgendeinem Institut in Kaiserslautern. Kurz darauf verabschiedete sich Jannika zusammen mit ihrem Freund. Helga Hubers Mann wurden beide Beine abgenommen in den letzten drei Jahren. Helga Huber selbst hat Zucker. Mama meint, Helga Hubers Mann (er heißt Egler) sei eine "gescheiterte Existenz" gewesen, den sie durchgefüttert habe. Er war Altenpfleger und als Letztes sei er eine Art Antiquitäten-Restaurateur gewesen. Vergiss Heinrich Polke, vergiss Andrea Bassing, vergiss Hanna Lutz. Auf dass sie alle zur Hölle fahren. Sonntag, 20.3.2022. Mama sagt, ich soll Andrea Bassing davon ausnehmen, dass sie zur Hölle fahren soll, weil die doch in Ordnung war. Helga war dann noch bis 19.30 Uhr da, als sie abgeholt wurde. Vor dem Treffen hatten wir übrigens einen kurzen Stressmoment, als die Corona-App meiner Mutter für den 15.3.2022 eine rote Kachel anzeigte. Da war sie im Studium Generale gewesen. Meine zeigt für den 7.3.2022 eine rote Kachel an. Mama hatte Helga Huber im Auto angerufen und ihr das geschildert. Sie kam trotzdem und so saßen wir zusammen teilweise mit Maske auf dem Balkon. Helga meinte zu Mama, dass ich einen "sehr guten Eindruck" gemacht habe. Als Helga dann weg war, telefonierte Mama noch ewig mit Hiltrud, dass wir heute nicht kommen können, wegen der Corona-App. Ich machte währenddessen Pizza und Spinat-Lachs-Happen im Ofen. Danach tranken wir jeder Bier. Ich habe hier immer Bitburger getrunken. Ich sprach mit Mama darüber, dass es eventuell nicht gut sei, immer über alles zu reden. Ich meinte das Thema mit Jan, als ich mich in der Stadt so darüber aufgeregt hatte. Mama sieht das aber skeptisch und nennt eben Jan als Beispiel dafür, dass Verschwiegenheit wahrscheinlich schädlich ist. Der redet nämlich GAR NICHT über seine Probleme. Ich will noch etwas anderes schreiben. Und zwar habe ich kurz bevor Helga kam Mama erzählt, dass ich Christian Stauber gesagt habe, ich habe mit dem Rauchen aufgehört, weil ich dadurch einen stärkeren Charakter bekomme. Er hatte mich nämlich gefragt, WARUM ich mit dem Rauchen aufgehört habe. Ich fand meine Antwort etwas ungewöhnlich und wollte von Mama wissen, ob sie das auch ungewöhnlich fände. Ja, sagte sie. Normalerweise sagt man ja, aus gesundheitlichen Gründen etc.. Naja vielleicht liegt die ungewöhnliche Antwort daran, dass ich schon lange nicht mehr drüber nachgedacht habe. Aber Fakt ist: Es stimmt. Ich habe aufgehört, weil Leute, die nicht mehr rauchen, nicht umgebracht werden. Das hat Mama immer gesagt. Gerade (9.15 Uhr) schläft Mama noch. Und ich habe darüber nachgedacht, was ich mal gesagt habe: Wenn man immer davon redet, dass man umgebracht wird, dann passiert es gar nicht. Dienstag, 22.3.2022. Um kurz vor 11 Uhr fuhren Mama am Sonntag los, nachdem wir die Wohnung so weit fertig gemacht hatten. Heizungen abgestellt, Rollläden runter, Staubsaugen. Die Fahrt verlief angenehm. Ich fuhr 3 Stunden, Mama eine. Auf der Autobahn bei Nürnberg verfuhr ich mich, sodass wir über die Münchner Straße fahren mussten und dann erst gegen 16.30 Uhr ankamen. Mama wurde unleidlich, weil sie zum Chor um halb sechs wollte. Zuhause erwartete uns Papa auf der Terrasse, wo ich zwei Bier trank. Dann fuhr er mich heim. Gestern morgen: Kein Fernseher, denn der war letzte Woche kaputt gegangen. Also auch kein Hometrainer. Die Arbeit verlief sehr einfach, danach Einkauf im Aldi. Nach der Arbeit langweilte ich mich zuhause so ohne Fernseher. Ich fragte Papa nach seiner vorgeschlagenen Ersatzlösung mit dem Computerbildschirm, doch ihm fehlte ein Kabel. Gegen halb vier fuhr ich dann wie mit Papa verabredet nach Hause um dann um fünf einen neuen Fernseher im Tevi anzuschauen und zu kaufen. Im Tevi-Prospekt hatte es einen Telefunken für 269 Euro gegeben und einen Toshiba für 399 Euro. Im Tevi war der Toshiba sehr groß, größer als unser Samsung, also entschied ich mich für den Telefunken. Danach fuhr Papa mich gleich heim und wir installierten den neuen Fernseher, den alten Sony nahm er mit. Ich schaute noch kurz CNN und dann die ZDF heute Nachrichten. Ich konnte gestern Abend lange nicht einschlafen. Um 0 Uhr war ich immer noch wach. Heute morgen war ich dementsprechend müde und war - wie gestern - wieder nicht auf dem Hometrainer. Bei der Arbeit saß ich wieder in dem anderen Raum, gelbe Kräne basteln. Heute saß mir Shorty gegenüber. Weil ich freundlich sein wollte, fragte ich ihn, ob es stimme, dass er länger krank gewesen sei, worauf er antwortete: Ja, er wäre länger nicht "hier" gewesen. Mehr wollte er offenbar nicht sagen. Spaziergang um den Teich mit ihm. Der restliche Teil der Arbeit verlief einfach. Stephan redete über Betreuer. Im Anschluss ging ich in Aldi einkaufen. Eiweiß-Sachen. Die asiatische Kassiererin hustete, als sie mich abkassierte. Ich erreichte Mama im Zwölf-Uhr-Telefonat nur kurz und nochmal so um drei. Im Fünf-Uhr-Telefonat fragte ich sie nach meiner Ernährung und sie sagte, das einzige, was man verbessern könne, wäre, dass ich öfter Obst essen würde. Gegessen habe ich heute: Leberkäse, Zaziki, Scamorza und zwei Eier. Ich erzählte Mama, dass es mich heute in einer Pause an einer intimen Stelle gejuckt habe und daraufhin die Frau in der Corona-Test-Station des Arztes, der bei der Caritec ist, mehrmals laut gehustet habe. Ich sagte, ich wisse nicht, ob sie mich gesehen habe. Meine Mutter meinte, dass das nichts mit mir zu tun gehabt habe. Dann habe ich noch die Klimmzugstange montiert, die ich mir über Amazon bestellt habe. Mit einem 25 Euro Gutschein, den ich an meinem Geburtstag von meiner Schwester geschenkt bekommen habe. Donnerstag, 24.3.2022. Gestern habe ich vor der Arbeit Kekse gegessen. Die Arbeit war einfach. Shorty saß einige Zeit mir gegenüber. Es gab dann um halb zwölf Essen: Kartoffelsalat und Fleischkäse. Danach ging ich in Aldi, um mir zu Essen zu kaufen. Kohlenhydrate: Schokowaffeln und Fruchtquark. Zuhause angekommen, war der 512 GB USB-Stick von Ursula da. Als ich nach der Arbeit zuhause war, schrieb mir Papa, was er in den vergangenen Tagen schon mal bemerkt hatte, ob ich mit nach München fahren würde. Ich korrespondierte kurz mit Mama und sagte zu. Also fuhr ich mit dem Bus nach Hause. Die Straßenbahn überfuhr zum ersten Mal die Bambergerstr., obwohl ich gedrückt hatte und ich musste Schleswiger Str. aussteigen. Ich hatte zwei Bier dabei. Die trank ich dann auf der Terrasse. Mama musste etwas einscannen und ich half ihr. Als es um ein Formular von Dr. Priller ging, klingelte es an der Tür: Meine Schwester war mit Jochen da und aß auf der Terrasse etwas vom Türken im Marktkauf. Ich hatte meinen Zustand, nachdem Papa etwas von "Brüsten" geredet hatte und sich geräuspert hatte. Ich räusperte mich ebenfalls, hustete und pfiff. Dann fragte mich Mama, was los sei und ich bekam meinen Zustand. Mir war auch schlecht, was Mama dem Bier zuschrieb. Samstag, 26.3.2022. Am Donnerstag sind wir dann nach München gefahren. Vor der Fahrt trank ich ein Bier. Die Fahrt nach München verlief problemlos - es war ein durchgehender Zug. In München gingen wir, da der Rechtaler Hof erst in einer halben Stunde öffnen würde, zum Stachus zu einem Wollgeschäft. Danach machten wir Weißwurstfrühstück im Rechtaler Hof. Ich trank ein Bier, Mama und Papa jeweils ein Radler. Danach gingen wir in den Augustiner Biergarten unweit vom Rechtaler Hof entfernt. Dort holte ich ein Maß Bier. Wir blieben so 1 ? Stunden und entschieden uns für den Zug um 3 Uhr nach Nürnberg. Im Augustiner hatte ich kurz meinen Zustand und am Hauptbahnhof fing er dann richtig an. Er war auch noch im Zug zu spüren und auf dem gesamten Heimweg, was äußerst unangenehm war. Auch zuhause, als es darum ging, wer mich zurück fahren würde, hatte ich den Zustand und stammelte vor Mama: "Selbstmord nur durch Tothungern". Auf der Rückfahrt sagte Papa dann, als ich sagte: "Selbstmord nur durch Tothungern", ich solle nicht "von diesen Themen" reden. Papa holte noch Willi und fuhr danach heim. Dann wurde mein Zustand langsam besser. Die Zugfahrt hin und zurück hat übrigens für uns drei 42 Euro gekostet. Am Freitag morgen versuchte ich, die USB-Sticks zu kopieren, was nicht gelang. Dann ging mein Tower-PC kaputt. Jedenfalls dachte ich das, da er mehrmals nicht mehr einzuschalten war. Ich telefonierte um 8.40 Uhr mit Mama und regte mich so auf, dass ich wieder mein Stimmchen bekam, da sie sich "Sorgen" gemacht habe, wegen meines Zustandes gestern. Ich rief auf Arbeit an und entschuldigte mich. Sie schrieb dann irgendwann eine WhatsApp, ich solle doch heimkommen. Also fuhr ich heim, so gegen 10.30 Uhr. Zuhause fuhr ich dann um 12 Uhr nochmal in meine Wohnung, den Tower PC holen. Als ich zurückkam, war Mama mit dem Rad unterwegs zum Treffen mit Pia Müller in Arnos Sportverein. Sie kam um vier zurück. Wir verbrachten den Nachmittag teils auf der Terrasse, wo ich "Reise mit Clara durch Deutschland" zuende las. War ein nettes Buch. Heute Vormittag saß ich mit meiner Mutter auf der Terrasse und redete über Hannah. Eigentlich wollte ich ursprünglich nicht über sie reden, aber ich dachte, das in mich rein zu fressen wäre vielleicht nicht gut. Ich fragte Mama, ob ich mich mal wieder mit meiner Schwester treffen solle usw.. Irgendwann kam dann Veronika Eiberger und hustete ca. 10 Mal laut. Röschs fragten sie, was los sei und sie sagte: "Die Pollen". Jetzt ist es 17 Uhr und ich war mit Mama in Kalchreuth spazieren. Ich fragte sie, wie alt ich werde, und sagte ihr, dass ich schätzen würde ich werde nur an die 50. Wegen den Würmern. Da sagte sie, das könne sie sich nicht vorstellen. Ich solle eventuell nochmal, wenn ich sagen würde, mein Puls sei so hoch, zum Kardiologen. Sie meinte, Wolfgangs Sache mit der Herzklappe sei schlimmer, als meine Würmer. Außerdem sagte sie, dass ich mich ernähren könne, wie ich wolle. Ich schilderte ihr, dass es mir besser gehe, wenn ich mich von Eiweiss ernähren würde und Mama sagte mir, dass mir NIEMAND vorschreiben könne, wie ich mich ernähre. Danach waren wir noch im Lidl einkaufen und kauften unter anderem Rindenmulch für Papa. Sonntag, 27.3.2022. Heute Nacht war die Zeitumstellung. Mama hat gestern noch einen Kuchen gebacken, weshalb ich länger wach war, um sie zu unterstützen. So bis Viertel nach acht war ich unten. Ich habe meine Mutter gestern noch gefragt, wie es sei, wenn man z.B. eine Wohnung in der Altstadt geschenkt bekäme, so wie sie Philip aus der Arbeit hat, ohne groß etwas dafür tun zu müssen. Mama sagte, das würde sie nicht machen, da das illegitim sei. Und dann habe man die ganze Zeit Angst, dass das einem wieder weggenommen werde. Nochmal zu dem, dass ich essen kann, was ich will: Ich habe Mama gesagt, dass ich gerne trotz der Psychose ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben führen würde. Und das beinhaltet eben auch, dass ich das esse, was ich will und was mir guttut. Mama hat nichts gegen die Eiweiß-Ernährung, das habe ich gestern herausgefunden. Sie hat das bei mir ja in der Vergangenheit auch jahrelang mitgemacht. Was mich etwas verwirrt hat, war, dass Mama in letzter Zeit mal gesagt hat, dass mich "Geräusche" beeinträchtigen würden. Genau diesen Begriff, "Geräusche", hat die Psychotherapeutin seinerzeit mal verwendet. Ich habe gerade mit Mama gesprochen, dass ich heute - an einem Sonntag - kein Bier trinken sollte. Ich habe heute dicke gelbe Schatten unter den Augen. Jetzt ist es 18.30 Uhr, ich bin seit 16 Uhr in meiner Wohnung und habe eine Folge "Willkommen Österreich" geguckt. Wolfgang hat mich um Punkt 15 Uhr angerufen, ich habe ihn aber seitdem nicht mehr erreicht. Ich hatte ihm gestern geschrieben, wie es ihm geht und dass wir demnächst doch mal telefonieren können. Bier getrunken habe ich keines. Und ich bin am Überlegen, ob ich nächstes Wochenende vielleicht hier in meiner Wohnung verbringe. Ich habe den USB-Stick zuhause kopiert. Montag, 28.3.2022. Gestern hab ich kein Bier mehr getrunken. Heute morgen war ich etwas müde wegen der Zeitumstellung, hatte mich dann aber überwunden, auf den Hometrainer zu gehen. Doch als ich losradeln wollte, stellte ich fest, dass der Stecker verbogen war. Also schrieb ich Papa. Während ich schrieb, Husten in der Wohnung unter mir. Ich konnte dann nicht auf den Hometrainer. Aber ich bestellte mir ???-Bücher und CDs. Arbeit soweit OK bis 11.20 Uhr, Jens war auch da. Um zwanzig nach elf kündigte sich ein Zustand an. Shorty und eine Neue, Lea, hatten sich heute irgendwie über Betreuer unterhalten. Shorty kennt Lea "privat" und hat ihr vorgeschlagen, doch mal Probearbeit im Treff zu machen. Ich habe Shorty kurz gefragt, wie sein echter Name ist, den wollte er mir aber nicht verraten. Man nenne ihn seit 20 Jahren Shorty. Ich fragte Shorty dann, ob es OK sei, wenn ich Pause mache (es war OK) und setzte mich kurz draußen hin und entschied mich dann für einen Spaziergang. Währenddessen kam mein Zustand. Ich hatte aber bis 12 Uhr durchgehalten. Shorty fragte mich, ob alles wieder OK sei, was ich bejahte und dann fuhr ich heim. Auf dem Rad war mir wieder schlecht. Als ich Mama erreichte, die gerade beim Akkustiker war, sagte ich nur kurz dass mir schlecht sei und "Selbstmord nur durch Tothungern". Nach dem Telefonat wurde es mir schnell wieder besser. Mama meinte dann, als sie mich nach dem Akkustiker wieder angerufen hatte, dass sie denke, das mit den Zuständen werde demnächst wieder besser, dass sich das so "eingeschlichen" habe. Mir ist noch etwas Wichtiges eingefallen, was Mama gesagt hatte, als wir in Kalchreuth spazieren waren. Sie sagte, dass es mir vollkommen egal sein könne, was in 15 Jahren sei. Also so ungefähr, dass selbst, wenn ich in 15 Jahren nicht mehr leben würde, sie jetzt keinen Gedanken daran verschwenden würde. Inge war heute morgen übrigens mit dem Treff-Bus da und vereinbarte mit mir einen Termin für den HEB-Bogen am nächsten Montag, 9 Uhr im Treff. Dienstag, 29.3.2022. Papa hat eine neue Erklärung für meine Zustände: Bier. Allerdings hatte ich meinen Zustand am Montag und am Sonntag nichts getrunken. Am ganzen Wochenende nur zwei Bier am Samstag. Heute morgen war Arbeit etwas schwieriger. Shorty saß mir gegenüber. Er hustete in der Mitte der Arbeit. Wir gingen spazieren. Neben mir saß Christian Stauber, mit dem ich über die Wohnung seines Vaters redete. Er wohnt da und bekommt Grundsicherung. Das Sozialamt sei froh, dass es nur Grundsicherung und keine Miete übernehmen müsse. Wir machten noch einen Spaziergang. Christian wiegt 110 Kilo und trinkt jeden Abend ein Bier. Insgesamt war heute so viel los wie schon seit 2 Jahren seit Beginn von Corona nicht. Es saß auch ein "Neue" da: Lea. Mama meint aber, dass Corona noch dauert und dass jetzt nicht immer so viel los sein werde. Jetzt ist es fünf und ich habe vorhin mit Mama telefoniert. Ich habe ihr erzählt, dass Christian Stauber auf ein Sportfreunde Stiller Konzert geht. Ich soll fragen, ob ich mitgehen kann. Das Konzert ist im September und kostet 45 Euro. Mittwoch, 30.3.2022. Heute morgen war ich etwas müde und ging abermals nicht auf den Hometrainer. Heute morgen habe ich viel getrunken. Auf der Arbeit war dann Christian Stauber da und ich fragte ihn recht bald, ob ich aufs Sportfreunde Stiller Konzert mitgehen könne. Ja klar, war die Antwort - er freue sich, nicht allein hingehen zu müssen. Dann saß mir gegenüber Linda. "Die schöne Linda", wie Sonja sich äußerte. Sie macht ein Praktikum im Bernhard-Rüther-Haus wegen ihres Studiums. Sie saß so ungefähr 30 Minuten mir schräg gegenüber. In der Pause draußen dachte ich daran, sie vielleicht anzusprechen, weil das kicken würde, und ich tat es dann wirklich, ich ging zur Mitte der Pause rein. Sie war an der Tür zur Küche und nur Christian Stauber konnte uns zuhören. Ich fragte sie, ob sie Lust habe, sich mal zu treffen, worauf sie antwortete, sie lebe derzeit mit ihrer Schwester zusammen und müsse umziehen oder so. Sie sei aber noch eine Weile da. Ich fragte sie nach ihrer Handynummer, die sie mir aber nicht gab. Also eher ein Korb, aber es fühlte sich trotzdem gut an, mich überwunden zu haben. Da fiel es nicht so schwer ins Gewicht, dass ich nicht bei Jens' Abschied mitaß. Zuhause angekommen, war Mama von meinem Ansprechen begeistert. Donnerstag, 31.3.2022. Gestern war ich lange wach. Zunächst war ich nach der 19-Uhr-heute-Sendung eingeschlafen bis 22.30 Uhr, als ich schweißgebadet wach wurde. Dann blieb ich bis 2 Uhr wach, nahm dann noch zwei 5mg-Olanzapin-Tabletten, damit ich endlich wieder einschlafen konnte. Heute morgen wachte ich um 8.20 Uhr auf. Um 9 Uhr oder so kam ein Anruf von Fr. Harrer vom Kopfklinikum, dass Dr. Weinland (Termin 11.30 Uhr) krank sei. Da ich aber dennoch die Spritze brauchen würde, vereinbarte ich, dass ich um 11 Uhr zur Spritze käme. Außerdem rief ich bei meiner Hausärztin an, die ab morgen im Urlaub ist laut Homepage für ein Rezept über Bisohexal. Die Sprechstundenhilfe sagte, ich müsse das Rezept heute abholen, da das Quartal zu Ende geht. Um 10.30 Uhr fuhr ich los und war um 10.50 Uhr beim Kopfklinikum. Ich bekam mein Spritze wie fast immer von Schwester Elke. Dann bekam ich ein neues Rezept und einen neuen Termin Ende April am 28.4. um 13.30 Uhr. Auf dem Rückweg fuhr ich noch in der passenden Rezeptabholzeit, die es bei Dr. Clavery gibt, da vorbei und musste kurz warten. Auf dem Rückweg fuhr ich wieder bei Aldi vorbei, entschied mich aber, nicht reinzugehen, sondern im Pickelmann ein Brötchen und ein Bamberger zu kaufen. Auf den letzten Metern zu meiner Wohnung kam mir mein Nachbar (auch mit Rad) entgegen. Ich sagte "Servus", er auch und fragte mich, obs mir gut gehe, was ich bejahte. Ich war etwas im Stress, weil ich viel erledigt hatte und ich wollte nach Hause, sodass ich mich nicht groß mit ihm unterhielt. Ich rief in der Falken-Apotheke an, um die Spritze und das Bisohexal vorzubestellen. Um 16 Uhr ist beides da. Um 12.20 Uhr erreichte ich Mama, die sagte, dass das natürlich OK sei, auf der Arbeit ein Mädchen nach ihrer Nummer zu fragen. Auch die anderen beiden könnte ich fragen. Ich würde sie ja nicht vergewaltigen. Ich war dann noch bei Aldi, obwohl ich mir eigentlich nichts kaufen wollte dort heute, doch die Verlockung durch die Frühlingsmandeln war zu groß. Dann war ich noch in der Apotheke in Tennenlohe und habe Bisoprolol und die Spritze geholt. Am Nachmittag gab es dann einen kurzen Chat zwischen Hannah und Gudrun in der Familiengruppe. Ich muss noch etwas zu Hannah schreiben, was meine Mutter letztens gemeint hatte. Ich sagte so, ich wäre ihr ein Klotz am Bein, wenn sie für mich nach dem Tod unserer Eltern zuständig sei. Dem widersprach meine Mutter: Warum solle ich denn ein Klotz am Bein sein. Freitag, 1.4.2022. Heute morgen habe ich relativ lange geschlafen, so bis 7.20 Uhr und war deswegen wieder nicht auf dem Hometrainer. Die Arbeit versprach zunächst leicht zu werden. Wenig Leute da, sodass ich mich in den großen Raum setzte und meine Teile aus dem kleineren Raum an meinen Fronttisch ganz hinten auf der Stirnseite räumte. Die vom Bernhard-Rüther-Haus kamen recht spät, so um 9.45 Uhr. Heute mit Julia, die ich zunächst nicht erkannte. Sie hatte jetzt Locken und ich dachte, es wäre die "andere" Anne. Als ich sie als Julia erkannte, war ich etwas perplex. Ich saß da und mir wurde etwas wollüstig. So war es mir auch am Mittwoch ergangen, bevor ich Linda ansprach. Dann kam Shorty und sagte über einen meiner Kräne, da habe sich etwas "verklemmt". Shorty hatte am Mittwoch ganz am Anfang des Tages zu Linda gesagt: "Nimm den Karton zwischen die Beine". Und bevor ich Linda ansprach, spürte ich mehrmals, während sie redete, etwas Wohliges in meinem Penis. Zudem kommt, dass ich gestern auf dem Weg von Aldi zurück jemanden mit einem C&A-KARTON vor mir herfahren sah. Da dachte ich zurück an den C&A-Besuch vor ein paar Wochen mit Mama und Papa, als wir meine Hosen gekauft hatten, und da hatte ich ebenfalls so ein Gefühl in meinen Weichteilen gehabt. So, wie wenn da etwas steif wird. Ich war von meiner plötzlichen Wollust etwas verängstigt, hielt jedoch weiter durch. Um 11.30 Uhr wurde mir aber wieder schlecht, sodass ich Robert fragte, ob ich eine Pause machen könne. Ich lief spazieren und kam erst um Punkt zwölf Uhr wieder an. Ich sagte Robert noch meine Zeit. Er und Shorty: "Ciao, schönes Wochenende." Gestern war der Chat in der Familiengruppe Folgendes: Hannah hatte etwas von "weißen Frühlingsblüten" geschrieben. Und dass sie sich das "Weiß des Schnees" erst nächstes Jahr wieder wünscht. Ich hatte vor ca. einem Jahr bei Spiegel Online eine Überschrift gelesen, die in etwa so ging: "Weiß ist eine böse Farbe". Das hat sich mir eingeprägt. Als ich zuhause war, erreichte ich Mama in meinem Zustand ewig nicht. Sie war heute in der Schule gewesen für die ukrainischen Kinder. Als ich sie erreichte, stammelte ich nur. Sie wollte mich um halb drei abholen. Doch dann war Papa mit dem Auto zu Tevi. Sie holte mich schließlich so um halb vier ab. Wir begegneten (ich zum dritten Mal diese Woche) meinem Nachbarn, der u.a. sagte, ich solle doch ihn mal besuchen kommen. Im Auto bekam ich wieder eine brüchige Stimme, die diesmal aber lauter wurde. Ich fuhr heim. Zuhause musste Mama dann gegen sechs zu Anita. Ich war noch einkaufen. Dann schaute ich mit Papa, der ein Bier trank, fern, und er sagte zum Ton der Werbung, davon bekommst du "Pickel". Ich hatte heute Nachmittag, als ich meinen Zustand hatte, Mama gefragt, was passiere, wenn mir jetzt etwas passiere. Dann ginge es "rund" meinte meine Mutter. Ich hatte gesagt, dass ich gerade gedacht habe: "Die Bullen haben mein Wasser mit LSD vergiftet", worauf Mama antwortete, dass sie das nicht glaube, sonst wäre ich schon "hinüber". Außerdem sagte ich ihr, dass ich gedacht habe, "Heinis, die keine Eier haben", was jemand 2010 bei wiwimaster geschrieben habe und dass ich Angst habe, mir keinen mehr runterholen zu können - worauf Mama meinte, wenn es mir so ginge wie jetzt, wäre Sich-einen-Runterholen auch nicht das Richtige. Samstag, 2.4.2022. Gerade habe ich mit Mama geredet, ob ich eine Freundin haben könne und ob ich noch etwas abnehmen müsste. Sie meint ja, und ich müsse ein bisschen abnehmen. Ich fragte sie, ob es schlimm sei, dass als Linda geredet hat, ich etwas in meinen Weichteilen gespürt habe und sie meinte "Nein, das ist ein gutes Zeichen". Mit Triebtäter, wie ich anbrachte, habe das überhaupt nichts zu tun. Mama meinte gerade, dass diese Linda ja nur Praktikantin sei, also keine Probleme bekäme, wenn sie sich auf mich einließe. Ich: "Was ist wenn es mit Linda nichts wird." Mama: "Ach dann wird's mit ner anderen was." Ich: "Echt, meinst du ich bin schon so weit, dass ich ne Freundin haben könnte?" Mama: "Ja." Sonntag, 3.4.2022. Gestern kam noch kurz Anita vorbei, um das Handy von Mama, das sie am Vortag bei der Frauengruppe bei ihr vergessen hatte, vorbei zu bringen. Dann waren Mama, Papa und ich um 17.30 Uhr im Kino (Cine Citta). Ich fuhr hin und zurück ins Akademieparkhaus. Im Film Belfast waren wir. Der Film war ganz gut und nicht allzu lang: 1 ? Stunden. Zuhause aß ich noch gebratene Nudeln von Papa und dann ging ich ins Bett, konnte aber nicht so gut einschlafen. Mama meinte gestern, sie seien die Sicherheit für mich. Die beiden, Mama und Papa, habe ich immer. Ich könne also versuchen, mir ein eigenes Leben aufzubauen. Das heißt, ich muss nicht jedes Wochenende heimkommen. Corona hat angefangen, als ich angefangen habe, am Wochenende auf die E-Werk-Partys zu gehen. Was ich mir gedacht habe, ist, dass der Überblick über die Corona-Maßnahmen nicht so wichtig ist, da das glaube ich keiner so richtig überblicken kann, da sich da viel ändert. Ich sollte mich nicht so verunsichern lassen, von "Vergesslichkeit" oder so. Frauen ansprechen und Abnehmen dauert noch ein bisschen und klappt nicht von jetzt auf gleich. Papa sagte letztens: "Die Zeit, die du bei uns verbringst, fehlt dir, Leute in deinem Alter kennenzulernen." Vorhin habe ich Mama gefragt, ob ich jetzt gar nicht mehr nach Hause kommen solle - so, wie meine Schwester es praktiziert. Sie meinte, das fände sie NICHT GUT. Sie sagt dann immer: "Vielleicht abwechseln." Jetzt, nachdem ich Mamas Meinung gehört habe, muss ich neu nachdenken. Nächstes Wochenende sind Mama und Papa am Sonntag zu den Eltern von Jochen, den Rühls, eingeladen, am Samstagvormittag ist Mama weg. Mama hat gemeint, ich soll von Wolfgang erfahren, wie er Frauen kennenlernt. Vorhin habe ich ihm deswegen eine SMS geschrieben, ob er in den nächsten Tagen mal Zeit hat, zu telefonieren. Von Jochens Eltern war die Mutter im Pfarramt Sekretärin. Der Vater war Techniker bei der Telekom. Mama meint, dass die Leute auf der Caritec, falls ein Spiel existiert, NICHT WISSEN, wie es läuft. Das würde man nicht machen, weil es den Erfolg der Sache nicht dienlich wäre. Montag, 4.4.2022. Gestern fuhr mich Papa dann heim. Ich zeigte ihm noch den Stecker von meinem Hometrainer, der kaputt gegangen war. Ich trank noch ein Bier von der Tankstelle am Abend. Geschlafen habe ich heute Nacht schlecht. Heute morgen blieb ich bis 7.45 Uhr im Bett liegen. Heute sollte ich dann ja zu Inge in den Treff. Dort angekommen, musste ich mich zuerst auf Corona testen lassen. Dann redete ich mit Inge, die noch allein war. Vielleicht 5-10 Minuten. Sie lobte mich für meine Anwesenheitszeiten. Ich sagte ebenfalls, dass ich stolz darauf sei, dass meine Psychose gut sei. Sie fragte mich nach meiner weiteren beruflichen Zukunft und ich erzählte von meinen negativen Erfahrungen von Siemens und dem Arbeitsamt. Ich wurde gefragt, da in der Caritec derzeit kein Auftrag ist, ob ich am Mittwoch mit zur Sommerrodelbahn fahren wolle. Ich sagte zu, überlegte dann aber und entschied mich dann, lieber in die Caritec zum Putzen zu gehen. Auch beim Mittagessen nahm ich heute nicht teil, weil ich lieber mein eigenes Zeug essen will. Mama meinte dazu, dass ich das machen könne, wie ich wolle, dass das meine eigene Entscheidung sei. Dann fuhren wir noch nach Marloffstein, wo es windig und kalt war, und liefen dort ein bisschen rum. Ich ging dann um zwölf und verblieb mit Inge, dass wir uns nochmal treffen, wenn sie den HEB-Bogen ins Reine geschrieben hat. Auf dem Weg zurück sah ich - denke ich - die Aldi-Kassiererin von letzter Woche, die sich vor Lachen krümmte. Zuhause war Mama zunächst beim Akkustiker und nicht zu erreichen. Ich erreichte Papa, der mir das erzählte. Um 13 Uhr erreichte ich Mama. Ich sagte ihr, Caritec sei mir lieber als der Treff, was sie auch gut fand. Sie sagte zu mir: "Siehst du, du bist schon wieder gelobt worden." Ich telefonierte noch ein paarmal mit Mama. Und las 50 Seiten im Medicus und wusch wäsche, spülte Geschirr. Morgen hat Mama Studium Generale und will in "King Richard" im Cine Citta. Ich könne mit meint sie. Dienstag, 5.4.2022. Gestern konnte ich schwer einschlafen. Bis 2 Uhr war ich wach. Ich stand um 6.50 Uhr auf, da ich Termin bei Moritz Renn hatte. Um 8 Uhr. Er fragte mich, wie die letzte Zeit verlaufen war und ich sagte es ihm. Dass mein Psychiater krank gewesen sei und ich deshalb nicht mit ihm über ein Telefonat zwischen ihm und dem Psychotherapeuten reden konnte. Dann fragte ihn nach meinem Problem, dass ich nicht wüsste, ob es besser sei, zuhause zu sein am Wochenende oder in meiner Wohnung. So kam ich auf Bier zu sprechen und versuchte ihm einen Ratschlag zu entlocken, wieviel Bier ich trinken dürfe, was mir aber nicht gelang. Weder bei drei noch bei fünf Bier wollte er sich festlegen, ob das zuviel sei. Ich erzählte ihm von der Abneigung meiner Mutter gegenüber Alkohol und dass ich nicht genau wüsste, wo diese eigentlich herkommt, da wir keine Alkoholiker in der Familie gehabt hätten. Danach noch einkaufen im Lidl. Schokoeier, Kakao, Zaziki und Käse. Recht hübsche Kassiererin. Nächster Termin in genau zwei Wochen, am 19.4. um 8 Uhr. Mittwoch, 6.4.2022. Es ist 8 Uhr vor der Arbeit. Heute wieder nicht auf dem Hometrainer gewesen, da ich lange geschlafen haben. Ich weiß nicht, ob das gut ist. Ich bin dann noch mit dem Bus nach Hause gefahren und von dort mit dem Auto ins Akademieparkhause. Mir Mama in den Tennisfilm über die Wililams-Schwestern "King Richard" gegangen, der 2 ? Stunden dauerte. Wir waren in Studio 2, was im Imax-Kinokomplex ist. Mama meinte, dass wir ursprünglich allein sein sollten, doch neben uns waren noch vier andere da. Der Film war gut. Will Smith hat ja den Oscar dafür bekommen. Danach fuhr ich mich ans Wegfeld. Auf dem Weg redete ich mit Mama über das was in der Psychotherapie gesagt wurde. Sie meinte, das wäre professionell, mir keine Ratschläge zu geben. Allerdings fand sie auch komisch, dass er bei "fünf Bier" nicht gesagt habe, das sei zuviel. Ich wollte von ihr wissen, WARUM sie so "allergisch" auf Alkohol reagiere, da wir ja eigentlich keinen Alkoholiker in der Familie haben. Sie erzählte mir von einer Situation mit ihrem Vater, den sie einmal besoffen erlebt habe und wie er dann geheult habe, was sie damals als weinerlich wahrgenommen habe. Dann erzählte sie mir von Papa, der, als sie mit mir schwanger war, täglich 2-4 Bier getrunken habe. Die Nachbarn hätten sich damals schon über sie lustig gemacht, als sie die Bierkästen angeschleppt habe. Jetzt ist es kurz nach 13 Uhr und auf der Arbeit gab es heute keine Arbeit. Kein Auftrag da. Wir saßen die ganze Zeit im Sozialraum und ich hörte Musik. Beim Essen aß ich heute nicht mit. Shorty hatte mich gefragt und ich sagte: "Heute nicht". Eine Viertelstunde vor Schluss (wir durften 10 Minuten früher gehen) wurde mir schlecht, aber ich ging dennoch in den Aldi und kaufte meine Eiweiss-Sachen ein. Krankenwagensirenen. Eine Frau schimpfte vor dem Aldi - ich hörte bestimmt 5 Mal: "Setz dich!" Auf dem Rückweg war mir weiterhin schlecht. Zuhause erreichte ich Mama zunächst nicht. Dann erreichte ich sie, als es mir schon besser ging. Sie würde mich in 20 Minuten zurückrufen sie war gerade bei der Massage. Auf der Arbeit hatte ich überlegt, gar keinen Alkohol mehr zu trinken, wie ich es jahrelang gemacht hatte und sagte Mama, dass ich mich entschlossen habe, gar keinen Alkohol mehr zu trinken und mich stattdessen weiterhin so ernähre, wie ich es aktuell mache. Sie sagte, das sei bestimmt gut. Als ich Mama erreichte, war gerade Papa mit in der Küche, der ihr erzählt hatte von dem Film "Come on, come on.", den Mama, wie sie vorschlug, vielleicht am Samstag in den Lammlichtspielen sehen wolle. Jetzt ist es 17 Uhr. Gegessen habe ich zwei gekochte Eier. Vor einer halben Stunde habe ich mit Mama unser 5-Uhr-Telefonat geführt. Sie schlug mir vor, doch nochmal rauszugehen, was ich aufgrund meines LSD-Gefühls aber ablehnte. So bahnt sich nämlich häufig ein Zustand an. Sie sagte, ja, dann wäre es besser nicht rauszugehen. Gelesen habe ich heute 50 Seiten im Medicus. Donnerstag, 7.4.2022. Gestern hat mich dann in meinem Zustand Wolfgang versucht zurückzurufen. Das ging an dem Abend hin und her, dass ich ihn zurückrief und er mich wieder anrief, jedoch ohne Erfolg. Dann sprach ich nochmal mit Mama, sagte ihr mit Fistelstimmchen und in meinem Zustand, dass einige meiner Messer verschwunden seien - ihre Antwort: "Hast du wohl aus Versehen weggeworfen." Dann erzählte ich von der Putzfrau vor meiner Haustür, die gemeint hatte: "Morgen" und von unserer Putzfrau Renata vom Dienstag, die gefragt hatte: "Wo sind deine Eltern" und wo es im Bad so komisch gerochen hatte. "Das hängt nicht miteinander zusammen" meinte Mama. Mama meinte, ich solle morgen zur Arbeit gehen. Heute war ich auf dem Hometrainer, seit drei Wochen mal wieder richtig, also 30 Minuten. Jetzt im 12-Uhr-Telefonat mit meiner Mutter fragte ich sie, wie sie das sehe, dass ich kurz vor meinem zweiten Zustand gestern Abend nicht nach Tennenlohe gefahren sei, weil schönes Wetter war. Ob das heißen könne, dass ich "mich gar nicht mehr raustraue". Sie meinte das ist Quatsch, das wäre eine gute Entscheidung gewesen, nicht rauszugehen, wenn es einem nicht gut gehe. Jetzt ist es 17.15 Uhr und ich habe gerade mit meiner Mutter telefoniert. Sie findet es gut, dass ich bei dem "Sturm" nicht draußen bin, sie hatte mir von dem Besuch der Stadtbücherei abgeraten, um eine von ihr entliehene CD zurückzugeben. Ich redete mit ihr auch über Butscha und fragte sie, wie sie zu diesem Kriegsverbrechen - ob Krieg an sich nicht ein Verbrechen sei. Mama meint, Butscha wäre noch stärker und sei ein Verbrechen. Dann fragte ich sie noch, was ihrer Meinung nach bei meiner Psychose noch zu verbessern und zu tun sei. Sie meinte, wenn ich für meine Zustände die Luft verantwortlich mache, sei das Psychose. Sie versteht nicht, warum es dann nur mich treffen würde und nicht andere um mich herum und glaub meiner Erklärung nicht, dass ich sozusagen "vorgefertigt" werde z.B. Nachts mit einer anderen Chemikalie, die dann ausgelöst wird, wenn ich z.B. auf Arbeit eine andere Chemikalie einatme, die deshalb bei anderen nicht wirkt. Mama hat keine Erklärung für meine Zustände - vielleicht eine "Fehlschaltung im Gehirn". Sie meint aber, da ich ausführlich untersucht worden bin, dass ich nicht am Kopf operiert werden müsse. Samstag, 9.4.2022. Gestern war die Arbeit wieder recht einfach. Mama meinte am Telefon: "Keine Hübsche da?" Nein, gestern nicht. Zuhause putzte ich meine Wohnung und es hat dann gut ausgesehen. Dann Kino. Um 17.15 Uhr holten mich meine Eltern ab. Ich fragte Papa, von dem ich in den letzten Tagen fast nichts gehört hatte, warum wir nicht telefoniert hatten. Er meinte, er hätte den Eindruck gehabt, dass es mir "lästig" sei. Als wir geparkt hatten, liefen Mama und ich zur Stadtbibliothek um eine CD zurückzugeben und ein Buch von Christian Kracht auszuleihen, das aber entgegen der Recherche nicht da war. Geschlafen habe ich gut. Heute war ich im Rewe-Getränkemarkt, wo ein junger Flüchtling-Kassierer mich darauf aufmerksam machte, dass die Filter, die ich kaufte, ungesund seien, da Rauchen ungesund sei. Danach Aldi, wo wieder diese "Assi"-Kassiererin an der Kasse saß. Ich kaufte mein Eiweiss-Zeug (heute mal Chicken Nuggets) und Cola light. Jetzt ist es kurz nach zwölf. Mama trifft sich mit Ex-Arbeitskollegen auf einen Kaffee. Vorhin hat Wolfgang mich zurückgerufen. Meine Frage an ihn war ja, wie er Frauen kennenlernt, da er zu mir mal gesagt hatte, er hätte mehrmals im Jahr eine und die wären alle total nett. Heute sagte er mir: "Tinder", woraufhin ich ihm sagte, dass ich das auch ausprobiert habe, es bei mir nicht funktioniert habe. Er sagte daraufhin, "im Freundeskreis". Im E-Werk alleine fände er schwierig, es sei aber nicht ausgeschlossen, es gebe da keine Kochrezepte. Ich sagte ihm, dass ich das mit dem Nummer-Holen bei einer auf der Arbeit probiert habe, sie mir die Nummer aber dann nach kurzem Zögern doch nicht gegeben habe. Daraufhin meinte Wolfgang, dass doch Stefan Lang der richtige Ansprechpartner bei sowas sei. Er habe im Moment EINE Frau und nicht mehrere, so wie er es scheinbar schon etwas länger als ein Jahr hat. Er findet es generell gut, auf Kaffeetrinken zu gehen oder ins E-Werk zu gehen. Das war im großen und ganzen unser Gespräch. Sonntag, 10.4.2022. So gegen Viertel vor eins habe ich mir Chicken Nuggets mit Ketchup gemacht. Dann erreichte ich Mama, die gerade im Zeitungscafé war und die sagte, es sei letztlich meine Sache, aber sie fände es besser, wenn ich am Wochenende heimkäme. Ich fuhr dann mit dem 290er heim. Zuhause hatten wir einen neuen Kühlschrank bekommen und mussten die Sachen einräumen. Ich erzählte Mama von Wolfgang und Mama meinte, dass er eben keine feste Beziehung wolle und dass es offensichtlich sei, dass Wolfi nicht die ganze Zeit Frauen abgeschleppt habe. Mama und ich gingen nochmal zu Aldi, kauften Blumen für die Rühls. Am Abend gab es dann Halloumi und Ofenkäse. Heute morgen wog ich 102,2 kg. Mama findet es sehr gut, wenn ich kein Bier mehr trinke, meint aber, auf Sylt könnte ich eine Ausnahme machen, das sei Urlaub. Aber sie fände es auch gut, wenn ich dort auch nichts trinken würde. Ich hatte Mama gefragt, was sie von der Regierung halte. Sie findet sie sehr gut. Das überraschte mich etwas, da ich - wenn ich mit Papa rede - den Eindruck bekomme, dass sie sich schwer tut. Z.B. am Anfang mit den Russlandsanktionen. Mama meint, die Inflation werde nicht überhand nehmen und unsere Wirtschaft nicht den Bach runtergehen. Robert Habeck, den sie sehr toll findet, sei der nächste Kanzler, meint Mama. Auf dem Rückweg von Aldi fragte ich Mama nochmal, ob sie es besser fände wenn ich heimkäme und äußerte meine Vermutung, etwas zu ändern, wenn es gerade so gut läuft, wäre vermutlich nicht so gut. Mama bestätigte das und sagte, das wäre zu radikal. Vorhin habe ich Papa erzählt, dass das Internet nicht funktioniert. Er kam dreimal in mein Zimmer und erzählte mir etwas übers Wlan, was ich nicht verstand. Beim dritten Mal sagte ich ihm, da ich gerade über etwas nachdachte, dass er bitte anklopfen soll. Das ärgerte ihn. Mama sagte auch, als ich ihr das erzählte: "Das hat ihn geärgert." Als ich daraufhin sagte, dass ich vielleicht nicht mehr heimkomme, weil ich Stress zuhause habe, meinte Mama, dass dieser kleine Disput kein Problem sei. Ich solle weiterhin heimkommen. Ich bekam kurz mein Stimmchen, was dann aber wieder weg war. Mama meinte nochmal, Stress habe man immer, auch wenn das kein Stress sei, und wenn ich nicht vor der Arbeit mit Papa telefonieren wolle, sei das mein gutes Recht. Als ich meine Urlaubstage ansprach, redete ich mit ihr noch kurz über die "längere Reise", die sie mir aufgrund meines Rauchen-Aufhörens versprochen habe, meinte aber, in Kanada wolle sie nach Vancouver, was mich nicht so interessiert. Sie wolle nicht so lange mit der Reise warten, weil sie ja immer älter wäre und nicht mehr so mobil beim Laufen. Spanien oder Irland wäre auch gut. Ich hatte sie gefragt, was wichtiger sei: Mich so zu ernähren, wie ich mich gerade ernähre oder kein Bier zu trinken. Da sagte sie, kein Bier zu trinken sei wichtiger. Gleich um zehn vor zwölf fahren Mama und Papa zu den Rühls nach Regelsbach. Zu der Zeit werde ich mich auch aufmachen nach Erlangen. Mama und ich redeten über die Reise und wir überlegten, nach Nordirland zu fahren, weil ich da noch nicht gewesen bin. Papa würde mitfahren. Wir schwelgten ein bisschen in den Reiseplänen, aber überlegten mit meinem Urlaub, ob das passen würde. Da meinte Papa: "Dann musst du eben mehr arbeiten." Da dachte ich an die Aussage von Elena, die ich ja überhaupt nicht ausstehen kann, dass die Caritec eventuell zu einer Tagesstätte ausgebaut wird. Aus Angst vor diesem Gedanken, dass ich dann eventuell auch Nachmittags arbeiten müsste, ohne etwas zu verdienen, fragte ich Mama, ob sie denke, dass ich irgendwann mehr arbeiten müsse, woraufhin sie sagte: "Nein." und dass ich das dann eben nicht machen würde. Jetzt ist es 17 Uhr. Vorhin hatte ich während ich heimfuhr für ca. 1 ? Stunden meinen Zustand. Ich machte mir u.a. Sorgen wegen der Caritec. Gerade mit Mama telefoniert, die von Jochens Eltern gekommen ist. Sie meint, dass ich mir keine Sorgen machen muss. Dass das ein Fallstrick wäre. Ich sagte ihr, dass ich hoffe, ich denke durch die Caritec-Sorgen nicht wieder daran, umgebracht zu werden. Mama meinte, dass ich von der Caritec ja nicht abhängig sei. Das sei reiner Zeitvertreib. Montag, 11.4.2022. Heute morgen ging es mir sehr gut. Ich war nicht auf dem Hometrainer. Auf der Arbeit war heute sehr wenig los. Auch da ging es mir gut. Shorty meinte, wir kriegen wieder viel Arbeit, nur heute sei wenig los, weil eine Presse fehle. Danach war ich im Aldi, wollte Sachen für Chili Con Carne kaufen, aber Kidneybohnen waren aus. Ich kaufte Chicken Nuggets und etwas Käse. Zuhause WhatsApp von meiner Mutter, sie sei bei Dr. Priller, es könne noch eine Stunde dauern, bis sie sich melde. Ich aß die Nuggets. Husten draußen von dem "Huster". Dann setzte ich mich hin, um diesen Absatz zu schreiben, da meldete sich Mama: Priller sah gut aus und habe die Praxis verkauft - sei jetzt angestellt, habe keinen geeigneten Nachfolger gefunden. Um mich sei es nicht gegangen, nur um sie und ihre Psychotherapie. Dienstag, 12.4.2022. Heute morgen ging es mir wieder sehr gut und ich war auf dem Hometrainer. Heute in der Arbeit musste ich mich in den großen Raum setzen, da Annette auf meinem gestrigen Platz saß. Beim Spaziergang musste ich mich mit Shorty unterhalten. Ich fragte ihn, wo er herkomme und er sagte, er sei nahe Schwerin geboren, seine Eltern wären aber 1991 nach Erlangen gezogen. Er sei u.a. auch in Österreich gewesen. Er erzählte von seiner Freundin und deren ihrer zwei Kids. Dann fragte ich ihn nach der Arbeit, und er erzählte von seiner jetzigen Stelle als Praktikant. Dann fragte ich ihn, ob er vorher schon was gearbeitet habe. Er räusperte sich arg. Dann quatschte Sabine dazwischen: "In Österreich, oder?" Daraufhin erzählte er von seiner Schreinerlehre. Mama meinte nachher, dass sie bei meiner Frage, ob er gearbeitet habe, kein Problem sehe, auch wenn ich das zweimal gefragt haben sollte. Auf der Arbeit habe ich mich für das morgige Essen, Zwiebelkuchen, eingetragen. Nach der Arbeit kaufte ich im Aldi Frühlingsmandeln, Quark und Kakao. Als ich Mama erreichte, erzählte ich ihr von Shorty. Sie sagte, ich könne doch auch so ein Praktikum zum Heilerziehungspfleger machen. Ich sagte ihr, dass es vielleicht nicht gut sei, alles von den Leuten zu wissen und sie sagte: Wieso? Naja, Shorty ist mir nicht so ganz sympathisch. Jetzt ist es 17.45 Uhr. Mama hatte am Nachmittag gesagt, ich solle doch nach Tennenlohe bei dem schönen Wetter. Sie saß gerade auf der Terrasse. Ich sagte: "Nicht der komische Friedhof". Worauf sie sagte: "Dann such dir ein anderes Plätzchen. Oder geh in den Schlossgarten." Worauf ich erst ablehnend reagierte, es mir aber doch anders überlegte und in den Schlossgarten fuhr, in der Norma ein Eis kaufte und auf die hübschen Mädchen wartete und 20 Seiten im Medicus las. Ich saß so 40 Minuten auf einer Bank. Außerdem war ich der Stadtbibliothek und lieh für Mama das beim letzten Mal nicht vorhandene Buch "Eurotrash" von Christian Kracht aus. Im 17-Uhr-Telefonat meinte Mama: "Du bist auf einem guten Weg." Ich müsse nicht immer in die Stadt, könne das auch mit Tennenlohe abwechseln. Sie würde länger als 30 Minuten dort bleiben. So 45 Minuten oder eine Stunde. Mittwoch, 13.4.2022. Puh, heute Nacht schlecht geschlafen und heute morgen auch ziemlich fertig gewesen. War zu viel Zucker gestern. Heute morgen Telefonat mit Mama: Die Irlandreise ist gebucht. Arbeit heute OK bis einfach. Lenkräder montieren. Ich saß allein im großen Raum. Dann gab es noch etwas zu Essen, worum sich die rustikale Anne gekümmert hatte: Zwiebelkuchen. Zuhause lag ich so bis drei Uhr immer wieder im Bett, um mich von der vergangenen Nacht zu regenerieren. Dann las ich den Medicus. Mama ist im Moment im Ü50-Kinofilm mit Ursel. Papa hat mir geschrieben, dass Hannah zusammen mit Jochen am Montag zu einem Brunch kommt, ob ich einen speziellen Wunsch dafür habe. Ich fragte zurück, ob ich daran teilnehmen müsse, worauf Papa antwortete, dass ich mich zurückziehen könne. Donnerstag, 14.4.2022. Mama war gestern mit Ursel im Kino und als ich sie erst um 18.45 Uhr erreichte war sie mit Ursel in einem Kaufhaus gewesen, da sie sich nicht alleine in Kaufhäuser traut. Heute morgen war ich auf dem Hometrainer, obwohl erst 7.20 Uhr aufgestanden. 7.30 Uhr startete ich und radelte ununterbrochen 30 Minuten. Auf der Arbeit sagte mir Shorty, dass sie nicht mit mir gerechnet hätten, worauf ich erwiderte, dass ich mit Marianne abgemacht habe, dass ich auch "spontan" kommen dürfe. Dem setzte er nichts entgegen. Auf der Arbeit überlegte ich, wie ich das am Montag mit meiner Schwester mache. Am Brunch teilnehmen oder nicht. Dann, so zur Halbzeit der Arbeit hatte ich plötzlich einen Gedanken: "Selbstmord nur durch Tothungern" und es fühlte ich so an, als wolle ich das laut rufen. Dann lief Anna herum und Stephan setzte sich an meine Tischinsel. Die restliche Arbeit verlief ohne weitere störende Gedanken. Stephan fing irgendwann zu lachen an, und tat das noch öfters. Sabine fing an rumzulaufen. Ich überlegte, ob ich meiner Mutter von diesem Gedanken erzählen solle oder nicht. Doch irgendwann war die Arbeit dann einfach vorbei. Ich hatte Joskin-Wannen etikettiert. Mein Mutter meinte im 12-Uhr-Telefonat zu meinem Gedanken, das sei überhaupt nicht schlimm. Sowas habe man, wenn einem langweilig sei. Jetzt ist es ca. 18.30 Uhr. Mama holte mich ab und ich fuhr. Zunächst zum Recyclinghof Großgründlach, der aber zu hatte, was Papa versäumt hatte. Dann zur Apotheke am Marktkauf. Auf dem Weg dorthin bekam ich schon einen leichten Zustand, der aber schnell wieder verschwand. In der Apotheke ließen Mama und ich uns ein 10-Euro-Offline-Impfzertifikat ausstellen. Auf dem Rückweg waren wir noch im Aldi und von Aldi zurück bekam ich einen Zustand, der heftig wurde, als wir zuhause ankamen. Als ich rumstammelte und mich staksig bewegte, sagte Mama: "Jetzt reichts aber." oder so was Ähnliches. Dann legte ich mich hin, und bald wurde es besser. Später redete ich noch mit Papa, der meinen USB-Stick ausprobieren wollte. Ich wollte mich aber hinlegen und hatte wieder den Eindruck, dass er sauer auf mich ist, denn als ich ihm den Stick zum Ausprobieren geben wollte, sagte er "Lass mich." Mama meinte aber, dass Papa nicht sauer auf mich sei oder keinen Grund dazu habe. Wir redeten heute auch etwas über unsere Irland-Reise im Juni. Ich war dann nochmal für Mama einkaufen im Aldi und als ich zurückkam, saßen Mama und Papa auf der Terrasse. Just in dem Moment, wo ich ankam, bekam mein Vater ein Telefonat von Uwe. Sie gehen zum Theo Bier trinken, wo ich erst mal nicht mitgehe. Freitag, 15.4.2022. Gestern kam Papa vom Theo zurück, als ich schon im Bett lag. Er setzte sich bald in das Zimmer neben mich und fing leise aber hörbar an zu Summen oder Singen. Das tat er eine ganze Zeit lang und das ließ mich nicht schlafen. Dann ging er runter. Ich ging ebenfalls runter und fragte Mama, ob ich wenn so etwas sei, Papa bitten könne, aufzuhören zu Summen. Sie meinte, das könne ich jederzeit tun. Ich: "Warum versucht man den Druck auf jemanden zu erhöhen?" Mama: "Weil der nicht so funktioniert, wie man will." Ich: "Warum würde man das in meinem Fall machen? Um mich wieder auf den Weg zu bringen, dass ich denke, dass ich umgebracht werde?" Mama: "Genau das wäre das, was ich unter einem Fallstrick verstehe." Gerade und die ganze Zeit vorhin und gestern schon hatte ich den Gedanken, dass manchmal beim Denken und Tun "es auch mal gut sein muss." Vorhin war ich mit Papa bei den Hühnern an der Metro und in Almoshof. Ich fragte Mama, ob ich Heinrich eventuell anzeigen solle, was sie verneinte. Das hatte ich schon so vermutet, da man ihm nichts nachweisen kann. Rainer hatte mir gestern Abend geschrieben, dass er in Nürnberg sei. Ob ich mich treffen möchte. Ich machte mit ihm aus, dass wir zusammen um 17.30 Uhr zum Theo gehen. Samstag, 16.4.2022. Ich habe mich gestern Abend um 18 Uhr dann noch mit Rainer getroffen. Wir sind zum Theo gegangen. Er meinte, er sei dort zuletzt vor 25 Jahren gewesen. Er trank ein Weizen und ich ein Radler. Er erzählte von seiner Familie und ich erzählte von meiner Arbeit. Er ist in Elternzeit, seine Freundin arbeitet. Ich kann ihn in Wien besuchen kommen, oder er schlug vor, dass Manuel, Er, Wolfgang und ich einmal ein Wanderwochenende machen. Er war letztens auch bei Manuel. Er sagte, er habe den Eindruck, mir gehe es gut. Es war etwas kalt draußen und wir waren auf der Terrasse die einzigen Gäste. Er trank sein Weizen sehr langsam. Als wir nach ca. 1 ? Stunden gingen, lud er mich mit Geld von seinem Vater ein. Interessant am gestrigen Treffen mit Rainer fand ich, dass ich um seine Kinder gar nicht eifersüchtig war, als wir uns unterhielten. Da kann es sein, dass sich bei mir etwas getan hat. Das war die Episode von gestern mit Rainer. Gestern habe ich, um einen Gedankengang den ich in den vergangen Tagen hatte zu überprüfen, Mama gefragt, ob ich Heinrich anzeigen solle. Heiner hatte das vor ein paar Jahren mal zu mir gemeint, ich solle ihn doch "mal anzeigen". Mama antwortete, wie ich schon vermutet hatte, dass sie das nicht machen würde. Ich sagte: "Weil man ihm nichts nachweisen kann, oder?", was sie bejahte. Ich habe Mama gerade gefragt, ob ich heute Bier trinken soll. Sie meinte: "Nein! Wir wollen das mit den Zuständen überprüfen." Vorhin saß ich mit Mama und Papa im Wohnzimmer, als ich Mama fragte, ob sie es besser fände, wenn ich beim Brunch dabei wäre oder nicht. Sie sagte, es sei besser wenn ich dabei sei. Also sagte ich, ich würde mit brunchen. Kurze Zeit darauf sagte meine Mutter: "Was ist Schatzi. Du bist so bedrückt". Was nicht stimmte. Ich sagte, das stimme nicht und regte mich etwas auf, da ich gestern ja ein Radler getrunken hatte, und ich den Eindruck hatte, meine Mutter wolle mich vielleicht testen. Ich bekam dann sofort meinen Zustand und fing an, mit Mama über Hannah zu diskutieren. Im ersten Stock fing Papa an zu staubsaugen. Der Zustand verschwand dann wieder und ich ging zu Aldi. Im Aldi fiel mir ein Glas Joghurt hin und ich holte einen Mitarbeiter, der das wegmachte. Als ich mit dem Auto zurückkam war Erhard an der Garage, den ich fragte, was er an Ostern mache, worauf er antwortete: "Essen und Trinken." Ich wünschte ihm frohe Ostern. Als ich zurück war, kam mein Zustand wieder und ich legte mich hin. Kurzzeitig war ich unten bei Mama, die mir erzählte, dass Papa sich mit Christiane Hennig unterhalten habe. Gestern war sie auch am Zaun beim Vereinsheim, als Rainer und ich dort drinnen saßen. Jetzt ist es knapp 15.45 Uhr. Ich habe dann vorhin mit Mama zu Mittag gegessen, wonach mir wieder sehr komisch wurde. Als ich fast keine Stimme mehr hatte, stand plötzlich Hannah in der Tür, um sich im Garten zu sonnen. Ich ging hoch in mein Zimmer und hatte fast zwei Stunden meinen Zustand und blieb in meinem Zimmer. Jetzt ist er seit ca. 30 Minuten vorbei und ich war kurz unten auf der Terrasse mit Hannah und Papa. Jetzt ist es 16.30 Uhr und ich saß noch ein bisschen mit Mama, Papa und Hannah auf der Terrasse. Hannah ist dann relativ bald gegangen. Mama erzählte von der Schule und von ihrer neuen - inkompetenten - Chefin. Gerade habe ich Mama nochmal gefragt: "Wenn mir was passiert, ist die Kacke am Dampfen." Mama: "Ja." und "Dir passiert aber nix." Jetzt ist es 19.30 Uhr. Ich war nochmal im Aldi, Süßigkeiten kaufen für die kommenden Tage. Dann habe ich Ursula und Bernd und Anwar und Anita frohe Ostern gewünscht. Sonntag, 17.4.2022. Gerade denke ich wieder, dass Kinder zu haben nicht wichtig ist. Außerdem denke ich daran, was Mama gestern gesagt hat: Es gibt immer was, was man rausfinden kann. Gerade denke ich über meine Ernährung nach. Wenn Mama meint, dass ich noch lange leben werde, ist es vielleicht nicht notwendig, auf Eiweiß umzustellen. Gerade hat Papa im Nebenzimmer laut zu Summen angefangen. Und gerade ist der Typ mit dem Hund vorbeigelaufen. Mama meint, dass bei meiner Zwangseinweisung 2011 meine Eiweiß-Ernährung ÜBERHAUPT keine Rolle gespielt habe und dass ich mich ernähren kann, wie ich will. Mama sagt nur, ich solle ab und zu Vitamine zu mir nehmen. Ich: "Meinst du, wir schaffen es, nur einmal am Tag zu Telefonieren? 17 Uhr?" Mama: "Das schaffen wir." und "Ausprobieren." Mama: "Ein bisschen weniger Kontakt ist bestimmt nicht schlecht. Steigert die Selbstständigkeit. Nur nicht zu radikal. " Ich: "Ist einmal am Tag zu wenig?" Mama: "Wir probieren's aus." Außerdem sagte sie, dass viele Psychose-Kranke allein zurecht kommen. Jetzt ist es 15 Uhr. Ich habe mit meiner Mutter heute darüber geredet, ob ein "Spieler", der so ein Spiel mit mir spielen würde, damit rechnen müsse, dass mir anderweitig etwas passiert. Z.b. Unfall oder so. Meine Mutter meinte, nein, damit müsse niemand rechnen, genauso wenig, wie man damit rechnet, dass man beim Autofahren oder so einen Unfall hat. Später beredete ich mit ihr, ob man durch hohe Töne Gedanken beeinflussen könne, was bei mir auf der Arbeit für mich ein Problem darstellt, da immer soviel los ist. Z.b. würde ich an Sabine denken und die würde dann rumlaufen. Auch beredete ich mit ihr, ob die Leute auf Arbeit anderweitig Geld bekommen. Mama meint, die würden nach einem Jahr Caritec dann Bye Bye sagen. Insgesamt denke ich, dass ich daran noch arbeiten muss. Eine große Erleichterung war mir, als ich mit Mama einen Zwangsgedanken abhaken konnte, nämlich das Schreiben in großen roten Lettern von "Selbstmord nur durch Tothungern" auf meine Homepage, wovor ich in letzter Zeit etwas Angst hatte. Mama meinte, was da manche Leute im Suff schreiben würden, wäre viel schlimmer und ich könnte es ja jederzeit auch wieder löschen. Und dann meinte sie, wenn ich wirklich eine Freundin bräuchte, hätte ich wohl schon eine. Aus dieser Einschätzung nehme ich mit, dass ich durchaus eine Freundin haben könnte. Mama meinte, dass Heinrich zu mir ein Konkurrenz-Denken habe, d.h. beispielsweise, wer intelligenter ist. Nicht wie von mir vermutet, Homosexualität. Jetzt ist es 19.30 Uhr und ich war vorhin noch mit Papa bei den Hühnern. Ich habe Mama von den Geräuschen erzählt, z.B. vom Bohren in der Wand und vom Husten. Mama wäre das egal, sie würde es nicht auf sich beziehen. Was sie dann aber komisch fand, war, dass wenn man abends um den Block geht, fast überall die Lichter aus sind. Montag, 18.4.2022. Heute morgen: Valentina ist scheinbar schwanger und Jessica Hertlein hat mich zu einem Klassentreffen eingeladen. Heute kommt Hannah. Papa kam gerade in mein Zimmer und fragte mich, ob ich die Vögel schon besucht habe. Dann sagte er, er gehe schon wieder und dass es mir immer so "peinlich" sei, wenn er reinkomme. Jetzt ist es 10.30 Uhr und meine Schwester und Jochen müssten jederzeit eintreffen. Mir ist vor einer Dreiviertelstunde wieder komisch geworden - mit Fistelstimmchen, sodass ich ernsthaft überlegte, mich nach Erlangen fahren zu lassen. Mama meinte, DAS SEI DIE AUFREGUNG. Dass ich mich nach Erlangen fahren lassen würde, kam dann erst mal auch so. Ich saß schon mit Papa im Auto, aber am Wendehammer überlegte ich mich anders. Mama freute sich richtig und war froh, dass ich dableiben wollte. Auf dem Weg vom Auto nach Hause begegnete mir Frau Achatz, zu der ich mit Fistelstimme "Hallo" sagte. Mama meinte, das sei nicht schlimm und Papa pflichtete dem bei. Dann saß ich mit Mama und Papa in der Küche, die beiden werkelten rum und mir wurde im Magen schlecht. Mama sagte, das sei die Aufregung. Dann kam Hannah mit Jochen. Wir aßen, tranken Bier (Papa, Mama, ich) und unterhielten uns, wobei ich fast gar nichts sagte, weil ich mit den Themen nicht so viel anfangen konnte. Hannah schaute ernst, räusperte sich und machte oft mit der Zunge. Jetzt ist es 12 Uhr, es wird Kuchen und Kaffee serviert, und ich fragte Mama, ob es in Ordnung sei, wenn ich mich jetzt zurückziehe. Sie sagte: "Kein Problem." Ich schaute dann noch Willkommen Österreich zu Ende. Jetzt wo meine Schwester zu Hause ist, die sich ja sehr sehr selten blicken lässt, frage ich mich, ob ich das genauso machen soll. Darüber werde ich in der nächsten Zeit nachdenken, das ist das nächste große Thema nach dem "Nichtmehr-umgebracht-werden". Mama meint, ich soll mal in die Fahrradwerkstatt im E-Werk gehen. Mir fiel gerade auf im Gespräch mit Mama, da ich sie fragte, was ich erzählen solle, wenn es um den Job gehen würde, dass ich "EINEN SCHRITT ZU WEIT" denke, denn die Frage kommt ja GROSSER SCHRITT ZURÜCK wäre, was meine Selbstständigkeit anbelangt. Das Resultat wäre noch mehr Unselbstständigkeit. Vorhin saß ich mit Papa auf der Terrasse da meinte er plötzlich: "Also Peter, es stimmt nicht, dass ich mit Heinrich unter einer Decke stecke." Ich sagte: "Das habe ich auch nie behauptet." Dienstag, 19.4.2022. Ich schlief in der Nacht sehr schlecht. Ich schlief erst um eins ein und wachte schon um 5 Uhr auf. Psychotherapie-Termin heute 8 Uhr. Ich fuhr mit dem Rad hin. Zuerst fragte er mich, wie meine letzten zwei Wochen gelaufen seien. Ich sagte ganz gut. Dann fing ich an, darüber zu reden, was ich mit meiner Mutter an Ostern besprochen hatte. Gedanken und hohe Töne. Und Husten. Ich erzählte ihm, das Husten wäre öfter als noch vor zehn Jahren und habe unterschiedliche Qualitäten. Z.B. gibt es ein richtig ekliges Husten, bei dem ich denke, ich habe z.B. heute auf der Arbeit etwas falsch gemacht. Bei den hohen Tönen, die NACH MEINEM GEFÜHL z.B. auf der Arbeit Zwangsgedanken beeinflussen könnten, erzählte ich ihm, da gebe es zwei Varianten: Einmal Konditionierung und auf der anderen Seite, "Einflüstern" von Gedanken. Ich redete fast die ganze Zeit und er konnte mir auch nicht so viel weiterhelfen. Ich kam selber auf den Dreh, dass mich das eigentlich nicht so beschäftigen müsste, denn ich werde ja nicht umgebracht. Also hat das ganze keine negativen Konsequenzen für mich, außer, dass ich mich unwohl fühle. Einen Auftrag habe ich in der Therapie bekommen, nämlich, Dr. Weinland nach einer Telefonnummer zu fragen und den Anruf meines Therapeuten ankündigen. Nach der Therapie war ich im Lidl und da war wieder die eine hübsche Verkäuferin. Sie rieb sich die Nase. Die Frau vor mir, ließ mich mit meinem Einkauf (nur Eier) vor, doch ich traute mich nicht, Kassiererin anzusprechen. Ich hatte aber auch das Gefühl, einen Korb zu bekommen. Mama meint, dass das Ansprechen von Kassiererinnen nicht so günstig ist, weil das ja ihre Arbeit ist und sie sonst vielleicht Ärger mit dem Chef riskieren. Mittwoch, 20.4.2022. Gestern habe ich 50 Seiten im Medicus gelesen und danach noch einen Ausflug in die Stadt unternommen. Ich bin durch den Schlossgarten spaziert, wo mir am Ende komisch wurde (LSD-Gefühl). Dann bin ich noch kurz in die Stadtbibliothek gegangen, wo ich den Ordner fragte, ob und wann der Lesesaal wieder auf mache. Er wusste es aber nicht. Gegessen habe ich zwei gekochte Eier, Scamorza und Grillkäse. Heute morgen ging ich nicht auf den Hometrainer. Um kurz nach acht rief Inge an, der HEB-Bogen sei fertig, ich solle in den Treff kommen um zu unterschreiben. Ich las den HEB-Bogen und hatte den Eindruck, dass er sehr positiv war. Ich durfte dort bleiben, es war relativ wenig los, Andreas und Elena im Osterurlaub. Ich saß in der Sonne draußen vor dem Treff und machte bei der Kreativgruppe mit, wo wir ein Spiel spielten. 6 nimmt oder so hieß das. Mir wurden die Regeln erklärt und dann spielten wir ca. 1 Stunde. Nach dem Treff wurde mir auf dem Rad komisch und ich ging dennoch in den Aldi einkaufen, für Cola light und ein paar Eiweiß-Sachen. Zuhause erreichte ich Mama und stammelte vor mich hin, dass mir schlecht sei usw.. Sie sagte: "Ruh dich aus." Nach einer halben Stunde ging es besser, ich rief Mama an, um ihr die frohe Kunde mitzuteilen. Sie sagte: "Merkwürdig, dass das jetzt immer auf der Heimfahrt passiert." Dann schrieb ich diese Zeilen. Donnerstag, 21.4.2022. Gestern aß ich den ganzen Tag nichts. Während den heute-Nachrichten hatte ich meinen Zustand. Geschlafen habe ich heute Nacht dann nicht so gut, fühlte mich aber dennoch fit. Ich ging auf den Hometrainer. Mama hatte gestern gemeint, dass ich morgen zur Arbeit gehe oder "eben nicht". Ich dachte, es sei mal gut, wieder auszuprobieren, wie es ist, am Donnerstag nicht zu arbeiten. Ich legte mich kurz hin, konnte jedoch nicht schlafen, also entschied ich mich, in den Schlossgarten zu fahren. Ich nahm meine Getränkeflaschen zunächst nicht mit, drehte dann aber nochmal um. Auf dem Weg dachte ich, sie im Lidl oder in der Norma am Marktplatz zurückzugeben. Doch dann dachte ich spontan, wegen der größeren Auswahl Grilltalern und Eiweiß-Sachen einfach in den Kaufland zu fahren. Dabei dachte ich auch an das Getränkesirup, das ich in Karlsruhe immer im Kaufland gekauft hatte. Und tatsächlich: Es war da! Ich kaufte fünf Stück. Vorher: zweimal Husten. Außerdem kaufte ich Grilltaler. Danach ging ich in den Schlossgarten und mich schaute so ein relativ hübsches Gothic-Mädchen, dass gerade rauchte, an. Ich erwiderte den Blick, der von ihr relativ offensiv war, aber ging dann weiter. Meine Mutter meinte, ich hätte sie ansprechen können, wie: "Schöner Tag hier. Was machst du hier im Schlossgarten?" Das ist meine Aufgabe fürs nächste Mal. Ich muss offensiver werden. Meine Mutter meinte: "Gelegenheit macht Diebe." Das würde nicht zu hundert Prozent auf meine Situation zutreffen. Sie meinte auch, dass viele Probleme damit haben, Frauen anzusprechen, als ich sie fragte, ob ich nicht zu zurückgezogen sei, um Frauen anzusprechen. Jetzt ist es knapp 18 Uhr. Vorhin habe ich noch 50 Seiten "Medicus" gelesen. Dann war ich auf Spiegel Online und las etwas von Jack Nicholson, worauf ich auf den Film "Einer flog übers Kuckucksnest" wieder aufmerksam wurde. Ich ging in den Keller, um dort nach der DVD zu suchen. Ich fand: einen Film über meine O-Phase 2007 und legte ihn in den DVD-Player ein. Zufällig kam Heinrich ins Bild, als ich gerade meine Mutter erreichte, die mich dann auch fragte, ob er darauf zu sehen sei. Heute habe ich den zweiten Tag in Folge nichts gegessen und meine Tablette schon genommen. Freitag, 22.4.2022. Heute ging es in den dritten Tag nichts essen, ich wollte ausprobieren, ob das mit der Arbeit dann klappt. Gleich am Anfang kam Tilmann, sodass ich dachte, es wird ein harter Arbeitstag. Wurde es dann aber nicht. Es war nur Robert da, Shorty war krank. Während der Arbeit dachte ich darüber nach, wann ich mein Fasten brechen sollte und ich kam immer mehr zu dem Schluss, es heute zu brechen, da ich ja nach getaner Arbeit alles erreicht habe. Zu dem Kalkulieren kam dazu, dass mich morgen mein Vater besuchen will. Und, dass ich versuchen will, wieder kein Bier zu trinken am Wochenende. Also entschied ich mich, im Aldi einige Süßigkeiten (Hanuta, Schokolade, Quark) einzukaufen, was ich dann auch machte. Zuhause erreichte ich Mama, die auf ein Chorwochenende nach Heilsbronn fährt. Sie war froh, dass mal wieder alles geklappt hat. Und sie empfiehlt mir: Kein Bier. Ich schlief etwas. Dann las ich 10 Seiten Medicus und kam nochmal auf den O-Phasen-Film von 2007 von meiner O-Phase in Karlsruhe, und schaute ihn an. Die Tutoren waren so selbstbewusst, dass ich dachte, sowas könne ich nicht. Mama sagt: "Oft nicht viel dahinter." Und dass sie das auch nicht gekonnt habe. Dass man sowas nicht könne, sei aber nicht schlimm. Samstag, 23.4.2022. Heute, nachdem ich gestern viel gegessen habe, ein kleiner Schock auf der Waage: 102 Kilo, also zwei Kilo zugenommen. Ich trinke jetzt immer mehr Cola mit Wasser aus der Leitung, ich denke, dass das gut ist. Ich plane ja heute, ins E-Werk zu gehen. Da ich auf Papa, mit dem ich um halb zwölf verabredet bin, noch warten muss, habe ich das Putzen angefangen. Heute hat auch Moni Geburtstag und in der Familiengruppe kommen dauernd Glückwünsche. Auch ich habe gratuliert. Als ich mittendrin war, die Wohnung zu putzen, schrieb Hannah. Später schrieb sie nochmal "Ooh wooow". Dann rief mich Papa an, um mir vorzuschlagen, doch statt dem Pegnitzgrund einen alternativen Weg in die Innenstadt zu suchen. Sprich: Heute ziemlich viel auf einmal, wo ich drauf und dran bin, zu versuchen, Frauen kennenzulernen. Vorhin habe ich geschrieben: "Ziemlich viel auf einmal." Vielleicht passt dazu, was dann passiert ist. Papa holte mich um halb zwölf ab und fuhr mit mir eine neue Route in die Stadt, an der Bahnlinie entlang auf der anderen Seite. Auf dem Weg sah ich Silke, die nicht mehr im Treff ist. Papa schlug vor, doch in der Stadt einen Kaffee zu trinken. Zuerst wollte er aber "Gigantes"-Bohnen kaufen im Türkenladen. Das machte er dann auch und "überredete" mich, einen Sesamkringel für uns zu kaufen. Danach Kaffeetrinken im "fuchs" in der Einkaufsstraße. Wo ich ein Schokohörnchen aus und er eine Mohnschnecke. Er erzählte mir vom Gartentisch etc. und ich bekam plötzlich meinen Zustand und machte mit ihm dann aus, jetzt nach Hause zu fahren. Er wollte mir noch auf der Erlangen-Karte zeigen, ließ sich dabei aber sehr viel Zeit, sodass ich sagen (musste), dass ich das jetzt nicht könne. Auf dem Rückweg (über die mir gewohnte Strecke) war mir dann richtig schlecht. Ich schrieb Mama, dass mir so schlecht sei. Zuhause drückte mir Papa noch den Sesamkringel in die Hand und verabschiedete sich von mir. Ich erreichte Mama, die sagte, wenn es mir heute Abend so schlecht ginge, würde sie nicht ins E-Werk gehen, aber ich solle abwarten. Sie würde sich von so einem Zustand auch nicht klein kriegen lassen. Und wenn ich so ein Stimmchen bekäme, wenn ich eine Frau anquatschen würde, wäre das auch nicht weiter schlimm. Jetzt ist es 18.45 Uhr. Ich wollte vorhin bei der Packstation meine Lidl-Sendung mit den zwei SodaStream-Flaschen abholen, doch es ging nicht, Abholcode war nur 4 statt 10-stellig. Ich kaufte kein Bier im Aldi, obwohl ich heute plante, ins E-Werk zu gehen. Zuhause erreichte ich Mama, die sagte, naja ein Bier könne ich schon trinken. Ich fuhr nochmal zum Rewe-Getränkemarkt und kaufte mir zwei Bier, die ich jetzt trinken werde. Sonntag, 24.4.2022. Jetzt ist es 9.30 Uhr und ich war gestern noch im E-Werk, nachdem ich Bier getrunken hatte. Ich fuhr gegen 22 Uhr mit dem Fahrrad los und war gegen 22.15 Uhr da. Ich zahlte meine drei Euro Eintritt und ging in den Saal. Es war relativ viel los. Ich stellte mich in eine Ecke und genoss die Musik. Es war eine 90er vs. 2000Er Party. Ich trank einen Cuba-Libre für 7 Euro und draußen nochmal ein Bier. Kurz bevor ich so um halb zwölf ging, sprach ich das Mädchen an, dass die ganze Zeit vor mir gestanden hatte. Ich fragte sie nach ihrer Nummer, doch sie gab mir einen Korb. Sie sagte: "Nä!" Während des E-Werks hatte ich Kontakt zu Mama, die sich Sorgen machte, aber sich trotzdem freute, dass ich im E-Werk war. Ich schrieb ihr, als ich nach Hause fuhr und als ich dort angekommen war. Heute telefonierte ich mit Mama und sie meinte, dass ich keinen Zustand am Montag bekomme, weil ich am Samstag zuviel Alkohol getrunken habe. "Das ist dann alles weg." Jetzt ist es 15.30 Uhr. Ich hatte überlegt, zu Papa nach Hause zu fahren, habe es dann aber gelassen. Mama kam dann gegen halb zwei zurück und meinte, es lohne sich für mich nicht mehr, heute nach Hause zu kommen. Ich schaute den Presseclub mit einer hübschen Journalistin Anna Sauerbrey. Sie hat scheinbar einen Sohn hat sie erzählt. Jetzt ist es 16.45 Uhr und ich habe gerade kurz mit Papa telefoniert. Papa: "Wie waren die Frauen?" ich: "Ganz OK." Papa: "Na dann ist der Anfang ja schon gemacht." Montag, 25.4.2022. Heute war die Arbeit recht schwer. Tilman hustete relativ am Anfang, als ich dachte, "Selbstmord nur durch Tothungern.". Dann ging es relativ schwierig weiter. Ich war etwas nervös vor dem Sylt-Urlaub, wo wir ja Stunden im Zug sitzen und dann im 6. Stock wohnen werden: "Meine Schwester hat geheiratet und ich bin mit dem Kopf in die Torte gefallen." Um halb zwölf begann dann mein Zustand und ich fragte, ob ich Pause machen könne, was in Ordnung war. Beim Aufschreiben stand dann nur Sabine vor mir: Die Frau mit den Zwangsgedanken. Ich fuhr nach Hause und erreichte Mama, die von meinem Zustand erschrocken war. Ihr "gestand" ich, gestern zwei Bier getrunken, worauf sie meinte, dass dann Bier wohl doch nicht so gut sei. In einem späteren Telefonat erwähnte ich dann, dass ich aber vor dem Zustand, den ich am Samstag hatte, kein Bier getrunken hatte. Dienstag, 26.4.2022. Ich war gestern noch im Aldi, habe die letzten 20 Seiten Medicus gelesen und noch eine Stunde Spanisch gemacht. Jetzt ist es 12.45 Uhr, Mama war noch im Studium Generale und ich warte auf ihren Anruf. Ich war in der Arbeit. Tilman war da. Ich hatte heute zwei Cola aus Leitungswasser getrunken. Ich machte dasselbe wie gestern am selben Platz. Ich musste relativ häufig aufs Klo. Sonst ging die Arbeit heute gut vorbei. Um zwei Uhr kam Mama, um mit ihrem Handy die Packstation zu öffnen. Papa hatte ihr gesagt, dass das so nicht funktioniere, aber wir probierten es und hatten Erfolg. Jetzt darf ich zwei SodaStream-Flaschen mein eigen nennen. Wir waren noch im Aldi einkaufen und im Aldi bekam Mama die Scheißerei. Ich fuhr schnell zurück zu mir, wo sie aufs Klo gehen konnte. Dann las ich noch ??? "Im Wald der Gefahren". Mama meint, Sylt wird schön. Ich habe versucht, Heiner oder Hiltrud zu erreichen, weil Uta gemeint hatte, die beiden seien in Corona-Quarantäne und Heiner sei wieder mal ausgerastet. Jedoch ohne Erfolg. Mittwoch, 27.4.2022. Heute morgen war ich auf dem Hometrainer, und es ging gut. Dann hatte ich zunächst Bedenken vor der Arbeit, dass es heute hart werden könnte, doch das Gegenteil war der Fall. Zu Essen gab es Reisauflauf, der ganz gut schmeckte. Danach ging ich in die Norma und kaufte Smarties, KitKat, Scamorza und Grillkäse. Smarties und KitKat aß ich gleich und hielt dann ca. eine Stunde Mittagsschlaf. Dann rief mich Mama an und meinte, ich könne das mit dem Sozialamt auch heute regeln, was ich dann auch machte. Ich machte die PDFs fertig und fuhr zum CopyShop, druckte alles aus und fuhr dann gleich zum Rathaus und warf den Brief dort ein. Zuhause angekommen, pausierte ich nochmal eine Stunde und war dann kurz unschlüssig, ob ich Spanisch machen solle. Erst fing ich an und ließ es dann bleiben, was ich dann aber irgendwie blöd fand und deshalb raffte ich mich auf und machte nochmal ne Stunde. Dann erreichte ich Mama. Sie wird morgen Eva treffen. Donnerstag, 28.4.2022. Heute war ein ereignisreicher Tag, obwohl ich nicht auf Arbeit war. Um ca. 11 Uhr versuchte mich Dr. Weinland zu erreichen, was ich aber erst nicht mitbekam. Er sprach mir auf die Mailbox, ich solle ihn doch wegen unseres heutigen Termins zurückrufen. Als ich die Nachricht hörte, rief ich zurück, erreichte ihn erst aber nicht. Ca. 15 Minuten später rief er mich dann zurück. Ihm sei etwas dazwischengekommen. Man hörte hinten sowas wie auf einer Konferenz. Dann wollte er mit mir einen neuen Termin ausmachen, wenn ich aus dem Urlaub zurück bin. Ich sagte, ab 9. wäre ich wieder da. Dann sagte ich, dass ich aber genauso gut auch erst in einem Monat kommen könne, wenn die Spritze ansteht. Er sagte, das sei kein Problem, wenn ich so stabil sei wie jetzt. Ich erinnerte mich noch während des Telefonats aber noch daran, dass ich ja auch ein Rezept für die nächste Spritze brauche. Das sagte ich ihm und er sagte, dass ich einfach bei ihm klopfen solle, dann gebe er mir das Rezept. Kurze Zeit später fuhr ich mit dem Fahrrad los und da war mir schon komisch. Ich kam etwa um 13.20 Uhr im Klinikum an und da noch Zeit bis 13.30 Uhr war, entschied ich mich, vor der Spritze gleich zu Dr. Weinland hoch zu schauen. Ich klopfte, er machte auf und fragte mich, ob ich mich schon unten angemeldet hätte, das müsse ich nämlich machen, bevor er das Rezept ausstellen könne. Ich: Nein. Also ging ich runter und meldete mich an. Die Schwester Rauh druckte das Rezept und sagte, damit könne ich jetzt hochgehen zum Unterschreiben. Spritze dauere noch. Also ging ich hoch, Dr. Weinland unterschrieb und verabschiedete sich von mir: "Ciao." Also ging ich wieder runter: Spritze dauert noch, sie habe gerade noch jemanden drin. Ich wartete noch ca. zwanzig Minuten, fragte nochmal nach, und dann bekam ich die Spritze endlich. Dann wollte ich noch auf Toilette, aber in der Ambulanz wurde gerade neu gebaut, Toilette zu. Also ging ich am Eingang auf Toilette. Dann holte ich mein Fahrrad. Auf dem Rad waren meine Beine so schwer. Und mir war weiterhin, wie auch in der Klinik, schlecht. Ich fuhr heim, ohne Mama nochmal erreicht zu haben - sie wusste bisher nur, dass mich Dr. Weinland versucht hatte, zu erreichen. Zuhause erreichte ich sie und erzählte ihr mit meiner Fistelstimme, was passiert war. Sie findet das von Dr. Weinland blöd und meint, der wolle wohl eher Karriere machen, als mich zu behandeln. Mir war noch den ganzen Nachmittag immer mal wieder schlecht, bis ich jetzt diese Zeilen schreibe. Eigentlich wollte ich meinen Koffer packen, aber das werde ich wohl erst morgen machen. Meine Wäsche muss auch noch bis morgen trocknen. Freitag, 29.4.2022. Heute morgen war ich im CopyShop. Das Buch ausdrucken, damit ich es in Sylt lesen kann. In der Arbeit war ich nicht. Um 12.15 Uhr holte mich dann Papa mit Willi und Gepäck ab, wir waren noch auf dem Recyclinghof. Mama kam dann auch relativ bald. Wir aßen zu Mittag in der Küche etwas vom Türken. Währenddessen räusperte sich Papa immer wieder, vor allem, wenn ich etwas sagte. Mama ist das - ohne dass ich sie gefragt habe - nicht aufgefallen. Am Nachmittag baute ich mit Papa den neuen Gartentisch auf. Mama legte sich hin. Papa legte sich draußen in die Sonne. Als ich neben Papa etwas sagte, Husten von den Franks. Wahrscheinlich Herr Frank. Jetzt warte ich noch darauf, zu Hannah zu fahren und die Vögel abzugeben. Mama meinte auf meine Frage, ob ich noch ein Problem habe, wenn ich schon nicht mehr denken würde, ich werde umgebracht, dass meine Zustände noch ein Problem seien. Sie meinte, dass es vielen so gehe und sie keine Freundin hätten. Heinrich sei doch egal, ob er eine Freundin habe oder nicht und ich solle ihn vergessen. Außerdem meinte Mama dann später, dass ich lernen müsse, allein zurecht zu kommen, denn irgendwann sei sie nicht mehr da. Sie meint auch, dass ich ins E-Werk gehen kann/soll, auch wenn sei sich Sorgen mache. Ich fragte Mama, wie oft sie von meiner Schwester Hannah was höre und sie sagte manchmal zwei Wochen nicht. Sie meinte, ich könne in Erlangen genauso gut selbstständig werden, wie in Karlsruhe. Samstag, 30.4.2022. Bin heute früh aufgewacht, so um 6.15 Uhr. Papa war da auch schon wach. Dann machte ich mir Gedanken über das Handy und Whatsapp. Ich habe ja schon letztens zusammen mit Mama überlegt, nur noch einmal täglich zu telefonieren. Ich weiß nämlich nicht, ob es nicht vielleicht besser ist, wenn sie meine Zustände nicht mitbekommt. Sonntag, 1.5.2022. Jetzt bin ich mit meinen Eltern auf Sylt. Die Fahrt verlief gut, aber diesmal kam sie mir schon lang vor, vor allem der Zug von Altona nach Sylt. In Altona waren wir noch im MediaMarkt, weil mein MP3-Player einen Kopfhörer-Wackelkontakt hatte. Als wir ankamen, gingen wir noch sofort einkaufen in den nahkauf. In der Wohnung musste meine Mama gleich aufs Klo. Sie meinte, sie hätte lieber meine Zustände, als dieses "Scheißproblem". Papa fing an zu Pfeifen und ich bekam meinen Zustand. Der ging dann wieder weg, auch wenn Papa noch ein bisschen weiter pfiff. Ich trank ein Bier. Mama trank auch ein Bier und Papa trank Wein. Dann gingen wir nochmal ans Meer. Zur Muschel, wo heute der Shanty-Chor singt, wo Mama hin will. Angeblich hat heute Aldi geöffnet. Gestern habe ich mal versucht, länger wachzubleiben. Bis 22 Uhr blieb ich wach und unterhielt mich mit meinen Eltern. Um 7 Uhr wurde ich wach und bin derzeit der Einzige, der wach ist. Wir sind im sechsten Stock, so wie Manuels Wohnung. Jetzt ist es 18.30 Uhr. Heute morgen um halb elf sind wir drei losgegangen zur Strandmuschel. Mama wollte die Shantys sehen. Mama setzte sich vorne hin. Es war verabredet, dass Papa und ich zu Aldi gehen würden, der laut Internet heute am Sonntag offen haben sollte. Papa und ich stellten uns hinten hin. Nach einer Viertelstunde sagte ich, wir könnten jetzt ja loslaufen, also gingen wir durch die Friedrichsstraße in Richtung Aldi. Dort angekommen, hatte er zu. Wir liefen weiter zum Lidl. Ebenfalls zu. Nur in der Saison öffnen die Läden am Sonntag. Also liefen Papa und ich heim. Wir waren insgesamt so 1 ? Stunden unterwegs und trafen ziemlich genau Mama, die den Schlüssel hatte, an unserer Wohnung. Dann machten wir Mittagspause. Um drei Uhr oder so sagte Mama, sie würde gerne nochmal einen Strandspaziergang bei strahlender Sonne zur Seenot machen. Dort kehrten wir dann ein. Mama trank ein Getränk des Hauses, das gar nicht schmeckte. Ich ein Weizen und Papa ein Bier. Dann liefen wir am Strand entlang zur Friedrichstraße, da Mama gerne noch ein Eis essen wollte. In der Friedrichstraße kauften Mama und ich ein Eis. Vorher noch zwei Lachsforellen-Brötchen und danach Pommes bei McDonalds. Danach gingen wir wieder heim. Montag, 2.5.2022. Gestern saßen wir dann noch etwas rum und ich ging um ca. halb acht schlafen und schlief tief und fest. Heute morgen stand ich um halb acht auf. Papa war heute schon so gegen acht wach. Um ca. Viertel nach zehn machten wir uns auf zum Fahrradverleih. Von dort fuhren Papa und ich mit unseren geliehenen Rädern zu Aldi, während Mn Interessenkonflikt im Bereich Medizin/Gesundheit bedeuten könnte?. Deshalb hätten sich Wimmer und der Sender ?einvernehmlich entschieden, die Zusammenarbeit im Bereich Medizin/Gesundheit zu beenama ohne Rad noch einige Erledigungen machte. Im Aldi kauften wir Milch, Rosinenstuten, Brot, ein paar Süßigkeiten, Bier und Wein. Voll bepackt fuhren wir heim. Mama war noch nicht da. Als Mama dann kam, überlegten wir, nicht in die Sylt-Kantine zu gehen, sondern zu Gosch nach Wenningstedt. Mamas Antrittsausflug. Ich war am Überlegen, mitzugehen oder zuhause zu bleiben, da Mama meinte, hin ca. 1 Stunde und zurück nochmal so lang. Trotzdem ging ich letztlich mit, hin am Strand. Dort trank ich ein Weizen, Mama ein alkoholfreies Weizen und Papa einen Kaffee. Papa kaufte für Mama und mich noch ein Fischbrötchen. Dann gingen Mama und ich noch auf Toilette. Als wir wiederkamen, grinste Papa uns an und sagte, dass der russische Außenminister Lawrow wieder etwas losgetreten habe. Die ukrainische Führung sei jüdisch und sie würden gegen ihre eigene Bevölkerung vorgehen. Oder so ähnlich. Relativ schnell bekam ich meinen Zustand und hatte ihn fast den ganzen Rückweg über. Als wir im Fahrstuhl in den sechsten Stock standen, sagte Mama, dass ich das Weizen vielleicht nicht hätte trinken sollen. Zuhause wurde es aber schnell wieder besser. Jetzt ist es 19.15 Uhr. Ich habe während Mama und Papa weg waren Spanisch gemacht. So 45 Minuten. Danach habe ich Käsespätzle gekocht. Als Mama dann zurückkam, habe ich sie gefragt, ob wenn man denken würde, abgehört zu werden, man alles von sich erzählen solle. Mama sagte erst, dass ich nicht abgehört werde, es aber in einem solchen Fall unklug wäre. Ich sagte, dass ich mir diese Antwort eigentlich selber gegeben haben könne. Trotzdem fragte ich nach, warum das so wäre. Mama sagte zunächst, dass ich mir auch diese Antwort selber geben könne. Ich fragte sie aber nochmal, warum. Da antwortete sie mir, dass man sich dann "angreifbar" machen würde. Als wir gegessen hatten, tranken ich und Papa ein Bier und wir schauten die heute-Nachrichten. Dienstag, 3.5.2022. Gerade habe ich den letzten Absatz gelesen. Dass man nicht alles erzählen sollte, ist scheinbar wichtig. Das heißt logischerweise auch, dass ich nicht alles, was ich so denke aufschreiben sollte, sodass es jeder lesen kann. Ich bin eigentlich immer ein ziemlich offener Mensch gewesen - vielleicht ist mir das zum Verhängnis geworden. Heute morgen war ich bei Frau Strohmann und Herrn Jekel im Büro, um meinen Ausdruck des Versandetiketts abzuholen. Wir machten die Rücksendung meines MP3-Players, der einen Wackelkontakt hatte, fertig. Mama hatte gestern einen Umschlag gekauft. Nach dem Frühstück liehen wir für Mama ein Fahrrad aus. Dann fuhren wir erst zu einem Lotto-Toto-Geschäft, um mein Päckchen aufzugeben. Anschließend machten wir uns auf den Weg zur Kupferkanne. Wir fuhren knapp 1 ? Stunden und verfuhren uns in Kampen ein bisschen. In der Kupferkanne waren wir an Tisch 10 und aßen jeder ein Stück Kuchen und tranken Kaffee. Anschließend führte mich Mama in dem ehemaligen Bunker etwas herum. Es war sehr eindrucksvoll gestaltet. Auf dem Rückweg wollten wir noch zu Aldi in Tinnum, was einen kleinen Umweg darstellte. Ich fragte Papa, der meinte: "Ein bisschen Abnehmen ist sicherlich nicht schlecht." Außerdem fragte ich Mama, ob ich bei meinem "harten Alltag" abnehmen könne, woraufhin sie mich auf etwas hinwies: "Das hast du doch schon mal gemacht." Also ist es möglich. Zuhause angekommen, nach unserem Aldi-Einkauf (Cola) machte ich noch eine halbe Stunde Spanisch. Papa war noch unterwegs. Mittwoch, 4.5.2022. Ich war gestern noch bis halb acht wach, ging dann schlafen. Heute Nacht habe ich weniger geschlafen. Ich wurde um halb zwei wach, schaute dann auf meinem USB-Stick Filmausschnitte und konnte danach nicht mehr richtig einschlafen. Jetzt ist es 11.45 Uhr. Papa ist zu einem einstündigen Marsch zur Seenot und zurück aufgebrochen. Eva hat Mama geschrieben, dass Jens das Haus in Voltino verkaufen will. Ich fragte Mama, was mir seit ein paar Tagen unter den Nägeln gebrannt hat, ob ich mein Handy zuhause lassen solle. Mama sagte zunächst, ich solle das ausprobieren. Bei weiteren Nachfragen hörte ich allerdings heraus, dass sie das nicht gut fände. Das sei zu extrem. Auch, wie es meine Schwester mache, fände sie nicht gut, ebenfalls zu extrem. Jetzt ist es 16.45 Uhr. Wir waren ab ca. 12 Uhr in der Sylt-Kantine, wo ich kurzzeitig meinen Zustand hatte. Papa hatte vorgeschlagen, direkt nach Keitum weiterzufahren. Wir waren dann noch im Aldi Cola einkaufen und ich fuhr dann doch nach Keitum mit. Dort waren Mama und ich im Sylt-Museum. Papa machte einen Mittagsschlaf im Strandkorb. Im Museum war eine Sonderausstellung zum Schimmelreiter von Theodor Storm. Nach dem Museum fragte ich Mama, was wichtiger sei: Dass andere Kinder bekämen oder dass es mir besser gehe und ich nicht mehr denke, ich werde umgebracht. Ich erkannte selbst, dass ich mir die Antwort auch selber geben könne. Das sei ebenfalls "ein wichtiger Schritt zur Selbstständigkeit", so Mama. Nach dem Museumsbesuch waren wir noch in St. Severin, der Kirche von Keitum und auf dem Rückweg kauften wir im Aldi noch Kuchen. Donnerstag, 5.5.2022. Gestern haben wir dann noch Kirschkuchen gegessen. Dann habe ich ein Bier getrunken und bin nach den Nachrichten ins Bett gegangen. Heute habe ich lange geschlafen. Bis Viertel vor acht. An meinem PC funktionierte das Internet nicht. Als ich auf mein Handy schaute, stand da: Neue Nachricht von Susanna Gliniak. Ich verband mich über das Mobilnetz. Sie schrieb auf meine Nachricht, ich wäre mit ihr vor langer Zeit auf Jugendfreizeit gewesen: "Ja cool" und "Geht dir gut?" Mama zeigte sich sehr positiv auf diese Nachricht. Sie meint, dass ich so dick sei, sei "Quatsch". Ich solle ihr in ein paar Tagen zurückschreiben. Jetzt ist es 15.30 Uhr. Papa war am Vormittag weg und kurz bevor Mama ebenfalls ging sagte ich ihr, dass mir beim Urlaub zu dritt zu viel los sei, und dass ich denken würde, vielleicht nicht mit nach Irland, was ja in einem Monat schon ist, zu fahren. Mama sagte, gut zu wissen, dass mir ein Dreier-Urlaub zu viel sei und dass sie das teilweise nachvollziehen könnte. Ich sagte, es liege an Papa und sie meinte, dass er immer so hektisch sei. Vorhin war mir wieder sehr schlecht, bevor ich zu Aldi fuhr. Ich sagte Mama, "ich wollte schon von ner Brücke springen, aber das darf ich keinem erzählen." Meine Mutter meinte lächelnd, dass ich das doch nicht vorhabe, von einer Brücke zu springen. Außerdem meinte sie, dass wenn mir jetzt was passiere, die Hölle los sei. Papa meinte kurz bevor ich los fuhr: "Soll ich mitkommen", was ich ablehnte. Ich fuhr zu Aldi und mir war weiterhin schlecht, jedoch habe ich alles gekauft, was ich aufgeschrieben hatte. Auf dem Rückweg waren viele Radfahrer vor mir. Mir war weiterhin schlecht. Als ich zurückkam, saßen Mama und Papa im Sessel. Ich sagte zwei mal, "ich wollte schon von ner Brücke springen, das darf ich aber keinem erzählen." Als Mama sagte, wo ist denn hier ne Brücke, deutete ich auf das Balkongeländer. Mama machte dann noch Pfannkuchen. Nachdem ich meinen gegessen hatte, stöhnte ich und machte so komisch mit der linken Hand, die ich hin und her bewegte unter stöhnendem "mir ist schlecht". Nachdem mir nach einer Stunde wieder besser war, sagte ich Mama, dass ich vielleicht doch mit nach Irland fliegen wolle. Freitag, 6.5.2022. Ich habe gestern dann noch mit Mama "Notruf Hafenkante" angeschaut und bin anschließend mit den beiden draußen spazieren gewesen. Ich wurde etwas unleidlich, als es um mein geringes Gehalt ging, als es darum ging, die beiden einzuladen, was mich einen halben Monatslohn kosten würde. Es ist jetzt 10 Uhr. Mama ist mittlerweile aufgestanden. Vorhin hatte sie noch geschlafen. Ich hatte mein Buch gelesen von 2020 und mir ist aufgefallen, dass ich damals noch große Probleme mit Hannah hatte. Das ist durch meine Annäherung schon viel besser geworden. Ich fragte Mama, ob ich mich mal wieder mit ihr treffen solle und Mama meinte, dass das für sie "als Mutter" sehr gut wäre. Ich sagte, so was sei immer anstrengend für mich, worauf Mama meinte, je öfter man es mache, desto leichter würde es fallen. Gerade, als ich auf mein Handy schaute, um nach einer eventuellen Nachricht von Hannah zu schauen, räusperte sich mein Vater sehr laut. Auf meine Frage, ob - falls ein Spiel existiere - es männlich sei, so was mit mir zu machen, sagte Mama zunächst, dass sie nicht glaube, dass überhaupt ein Spiel existiere. Dann sagte sie aber, dass sei "feige" und keinesfalls "männlich". Um 13.10 Uhr bin ich mit Papa von der Uwe-Düne und Aldi zurückgekommen. Mama hatte ihr Rad gestern schon zurückgegeben. Wir waren zwei Stunden unterwegs. Gleich will Mama mit uns ins Café Wien. Jetzt ist es 17 Uhr und ich war mit Mama und Papa im Café Wien. Ich und Mama aßen ein Stück Torte, Papa nicht. Papa und ich tranken Kaffee, Mama einen Wintertee. Ich fragte Mama, ob ihr aufgefallen sei, dass letztens, als Anita ihr Handy zu uns brachte, sie mich etwas nachgeäfft habe. Mama war nichts aufgefallen und sie würde das auch nicht so empfinden. Interessant für mich mal wieder. Vom Café Wien bin ich dann mit Papa zurückgelaufen. Auch er findet, dass der Urlaub zu dritt stressiger ist, als zu zweit. Jetzt ist es 19.50 Uhr und wir sind am Saubermachen und Packen. Vorhin war ich mit Mama am Strand spazieren. Sie meint, ich soll Heinrich vergessen. Immer nicht an ihn denken. Wenn ich mal bei Facebook einen Fehlgriff mache sei das nicht so schlimm. Er sei ein "Feigling". Danach haben wir Bier getrunken und Pizza und Haferflocken gegessen. Samstag, 7.5.2022. Jetzt ist es 8.15 Uhr. Heute ist der Tag der Rückreise. Bin gespannt, wie es läuft. Heinrich ist ein Feigling. Das hat meine Mutter gestern gesagt und das habe ich für mich ebenfalls herausgefunden. Mama meint, ich muss versuchen, nicht mehr an ihn zu denken. Da hilft es, dass er eben ein Feigling ist. Nicht ein richtiger Mann, sondern ein kleines Bonzensöhnchen. Sonntag, 8.5.2022. Gestern sind wir um 10.15 Uhr von der Wohnung weggegangen zum Bahnhof. Der IC war total überfüllt, sodass unsere Sitzplatzreservierungen nicht mehr galten. Mama beschwerte sich über die Bahn - wir fanden aber noch Plätze. Ich saß neben Mama. Papa kurz hinter uns. Er zeigte Mama eine Todesanzeige von seinem Chorkollegen Heinz Galster, der an Prostatakrebs gestorben ist. In Hamburg angekommen, kauften wir uns Franzbrötchen. Jeder ein eigenes. Im ICE war Mama auf Toilette und Papa sagte über die Franzbrötchen: "Waren die süß." Mir war etwas komisch und so steckte ich den Ohrstöpsel ins Ohr, woraufhin Papa bös auf mich war und sagte, dass sich das nicht gehöre. Ich entschuldigte mich, dass mir komisch gewesen sei. Später schrieb ich noch Hannah, dass wir uns am Mittwoch bei mir treffen können. Es sind keine blauen Häkchen mehr zu sehen, wenn ich ihr Nachrichten schicke. Mama findet es "sehr gut" dass wir uns treffen und auf meine Frage, ob das vielleicht nicht so wichtig sei, sagte sie, dass das "sehr wichtig" sei. Die Zugfahrt von Hamburg verlief problemlos, hat aber lang gedauert, u.a. wegen eines Notarzteinsatzes am Gleis. Ich setzte mich nicht an den 4er-Tisch meiner Eltern, sondern an einen Sitz dahinter, der Zug war nicht so voll. In Nürnberg ging ich dann noch in den Lidl und wir fuhren mit den Öffentlichen (U-Bahn, Straßenbahn) heim. Insgesamt ist die Woche in Sylt sehr schnell vorbeigegangen. Und ich habe, dadurch, dass ich selten gefrühstückt habe, nicht viel zugenommen: ca. 103,5 Kilo wiege ich. Das Credo des Sylt-Urlaubs: Heinrich ist ein ganz feiger Hund. Dienstag, 10.5.2022. Gestern war ich auf Arbeit, was schon etwas schwierig war, mich aufzuraffen. Aber es war gut. Nur um ca. halb zwölf wurde mir komisch und ich fragte Shorty, ob ich eine kurze Pause machen könne. Kein Problem. Ich saß so zehn Minuten draußen. Bevor mir komisch wurde, dachte ich aufgrund des schönen Wetters darüber nach, direkt nach der Arbeit in den Schlossgarten zu fahren. Nach der zehnminütigen Pause ging ich wieder rein, aus Vorsicht fuhr ich aber nicht in den Schlossgarten sondern zunächst nach Hause, wo mein Handy lag. Ich erreichte Mama aber zunächst nicht. Es war eigentlich auch vereinbart, dass wir erst um 17 Uhr telefonieren. Mama war unterwegs mit Margit Wittkowski und Karin Hauser. Nach einer Ruhepause fuhr ich dann doch zunächst zum Copy-Shop für das PayPal-Dokument, was das Sozialamt haben will. Auf dem Wisch stand mein Name nicht drauf. Ich hoffe, dass das so funktioniert - sie wollen nur den Kontostand von PayPal wissen. Mir war komisch. Im Copy-Shop war auch viel los. Ich fuhr dann zum Rathaus und warf den vorbereiteten Umschlag mit Dokument ein. Danach fuhr ich noch in den Schlossgarten und lief einmal durch. Mir begegneten Grüppchen von Mädchen. Anschließend fuhr ich heim. Und mir war weiterhin schlecht. Um fünf erreichte ich Mama, die das Gespräch aber auf sechs verlegte, da Margit und Karin noch Blumen kaufen wollten. Während all dieser Zeit trank ich Leitungswasser, was mich noch etwas verunsichert hat. Gegessen: 2 Eier. Heute morgen dann Termin bei Moritz Renn. Ich redete mit ihm über den Sylt-Urlaub, den ich als sehr positiv, aber anstrengend einordnete. Ich solle ruhig mit nach Irland fahren. Weitere Themen: Weinland - ok er ruft ihn an. Metakognitives Training eventuell bald. Verlängerung der Therapie. Noch ein weiteres Thema: Frauen. Mir würde es schon helfen, wenn es einmal klappen würde. Er meint, dem Erfolg steht nichts im Weg. Es gebe allerdings kein "Patentrezept" (mein Wort). Ich solle mich nicht davon abbringen lassen, dass ich "so dick" bin. Nach der Therapie fuhr ich in den Schlossgarten, da ich ja schon relativ nah an der Stadt war. Ich lief einmal durch und war noch im Lidl. Auf dem Weg hin zum Schloga und zurück: Husten. Beim Lidl sah ich ihn, war aber etwas zu perplex, um ihn zu grüßen, da er ohne Maske da war. Gerade (12 Uhr) habe ich mit Mama außer der Reihe telefoniert. Sie meint, ich soll statt zur Arbeit in den Schlossgarten gehen. Dass ihr das lieber wäre, sei gar keine Frage. Sie will ein Foto von mir. Und sie sagt, ich solle das Handy mitnehmen. Sie hat heute mit Papa gestritten über irgendwelche Computersachen. Jetzt ist es halb drei und ich war im Schlossgarten und habe eine Stunde Spanisch gemacht. Ich fragte ein Mädchen danach, ob ich mich neben sie setzen dürfe, was sie bejahte. Sie telefonierte kurz in einer Sprache, die ich nicht kenne. Ich sprach sie aber NICHT an. Sie grinste die ganze Zeit. Mama meint, sie hätte darauf gewartet, dass ich sie endlich anspreche. Mama war erfreut über meinen Fortschritt, sie zu fragen, ob ich mich hinsetzen dürfe. Sie meint auch, dass der Schlossgarten besser ist als Tennenlohe. Ich sagte: Schon unter Leute kommen sei gut. Dann hatte ich noch eine Frage an Mama, die mir unter den Nägeln brannte seit ein paar Tagen. Vollrath hatte gemeint, Andrea Koch sei eine erwachsene Frau und hätte sich gemeldet, wenn sie Interesse gehabt hätte. Ich fragte Mama, ob das so eine Selbstverständlichkeit sei, was sie verneinte. Nur, wenn sie sehr emanzipiert wäre. Jetzt ist es 16.40 Uhr und ich habe vorhin zwei gekochte Eier gegessen. Ich wäre eigentlich gespannt gewesen, wie das Mädchen heute reagiert hätte. Mama meinte, sie sei vielleicht Ukrainerin gewesen. Mein Nachbar hat mich vor der Hinfahrt in die Stadt angesprochen, dass ich ihn doch mal besuchen kommen soll. Jetzt weiß ich nicht, was ich machen soll. Mittwoch, 11.5.2022. Mama meinte gestern noch, dass es so viele Möglichkeiten gäbe, jemanden anzusprechen. Das stimmt mich positiv. Heute Nacht habe ich nicht so gut geschlafen, weil ich einmal wach geworden bin und dann den Fehler gemacht habe, aufzustehen und Musik zu hören. Die Arbeit heute fing irgendwie schwierig an. Shorty saß mir die ganze Zeit gegenüber. Ich sagte Robert, dass ich heute nicht mitessen wolle, da ich abnehmen wolle, worauf er meinte, der Reis sei doch nichts, was dick macht. Während der Arbeit erkundigte ich mich nach den "Annes" und der Praktikantin Linda aus dem Bernhard-Rüther-Haus. Linda, die die ich angesprochen habe, ist noch bis Juni oder Juli da. Als es dann Essen gab, fragte ich Sabine, ob sie auch wieder nichts esse und erzählte ihr, dass ich auch nichts essen würde heute, da ich abnehmen wolle, worauf sie meinte, "Haha, ein bisschen abnehmen" und ich sei doch gar nicht so dick. Jetzt warte ich drauf, in den Schlossgarten zu gehen. Ich lag die ganze Zeit müde im Bett und konnte nicht schlafen. Mittlerweile ist es 16.45 Uhr und ich komme gerade aus dem Schlossgarten zurück. Ich bin einmal durchgelaufen und habe mich dann ganz hinten links hingesetzt. Auf der Bank neben mir vermutete ich ein relativ hübsches Mädchen und als sie kurze Zeit später gehen wollte dachte ich, dass ich mein Glück versuche. Ich ging hin und fragte sie: "Sitzt es sich hier schön?" Worauf sie wenig begeistert antwortete "Passt schon" oder sowas ähnliches. Dann ging sie und ließ mich kommentarlos zurück. Das interpretiere ich als Korb. Kurze Zeit später telefonierte ich mit Mama, die meinte, dass die Situation (sie bricht gerade auf) ungünstig war. Ich beschloss, da ich schon extra hierher gefahren war, noch eine Stunde Spanisch zu machen, was gut funktionierte. Auf dem Rückweg war ich noch bei Aldi und gleich kommt noch Hannah (zwischen 18 und 18.30 Uhr). Jetzt ist es 17.30 Uhr. Hannah hat vorhin geschrieben, dass sie losfährt. Gerade mit Mama telefoniert, nochmal zur Situation im Schlossgarten. Ich hatte eine weitere Frage an sie, nämlich letztes Jahr, als ich in der Kopfklinik war, war eine hübsche Krankenschwester da, die ich während der Morgenaktivierung angeschaut hatte. Nach der Aktivierung machte sie irgendeine Geste mit dem Gesicht, die ich so deutete, dass es sie genervt habe, dass ich sie angeschaut habe, sagte aber nichts. Mama fragte mich, wie viele wir gewesen seien bei der Aktivierung. So sieben Leute. Mama wäre das als Mann nicht aufgefallen und sie meint, das sei doch schon so lang her. Donnerstag, 12.5.2022. Gestern war Hannah da und hat mir ein Radler mitgebracht, dass ich dann auch getrunken habe. Wir liefen unseren Weg, ich sprach das Erbe an, worauf sie mehrmals meinte, dass Mama und Papa noch lange leben würden. Ich solle mir aber über das Erbe keine Gedanken machen. Sie sprach meine Arbeit an und erzählte etwas von ihrer Freundin Alice, wie die Arbeit gefunden habe. Ich sagte ihr aber, dass ich das Thema "Arbeit" erstmal abgehakt habe für mich. Ich fragte sie, warum sie nicht häufiger heimkomme oder sich melde, Mama hätte das gerne so, worauf sie etwas gereizt reagierte. Im Telefonat mit meiner Mutter erfuhr ich, dass es letzten Sonntag, dem Muttertag, etwas Streit zwischen ihr und Hannah gegeben habe, da Hannah sich nicht gemeldet habe. Wir waren gut 45 Minuten unterwegs, dann kam Jochen, um Hannah abzuholen. Er will beim nächsten Mal mit dem Rad mitkommen. Hannah hatte noch gemeint, sie und Jochen würden Pizza holen gehen, ich könne mitkommen, was ich aufgrund meiner derzeitigen Diät aber nicht gemacht habe. Stattdessen habe ich mir noch Radler geholt. Jetzt ist es zwei Uhr am Nachmittag. Heute morgen wurde es etwas kompliziert wegen einer CD, die Mama von ihrem Orthopäden in der Nägelsbachstraße benötigt. Sie braucht auch noch ein Rezept, dass dann aber erst morgen fertig ist, die CD sollte ich aber schon heute holen. Auch bei der Falken-Apotheke habe ich meine Spritze vorbestellt. Ich redete mit Mama über die Frau, die ich gestern angesprochen habe, die mir einen Korb gegeben habe. Mama meinte, dass sie sich vielleicht gefragt habe, was quatscht der mich so an oder so. Manche Frauen seien so. Anderseits müsse man jemanden ansprechen, denn anders Ginge das Kennenlernen nicht. Sie meinte, ich solle vom Schlossgarten mal eine Pause machen. Freitag, 13.5.2022. Gestern war ich dann noch in Tennenlohe die Spritze holen. In der Apotheke hatte ich heftig Husten, weil es im Hals so kitzelte. Bei Mamas Arzt habe ich versucht anzurufen, aber niemanden erreicht. Jetzt ist es 13.45 Uhr. Ich hatte heute morgen überlegt, vielleicht Urlaub zu nehmen, was Mama aber nicht so gut gefunden hätte, also ging ich zur Arbeit. Auf der Arbeit überlegte ich, ob ich heimfahren solle am Wochenende, oder nicht. Zum Schluss gab es noch Bananen, von denen ich mir zwei mitnahm. Ich ging noch in die Norma, weil ich heute Käsetaler essen wollte, und packte noch Smarties, KitKat und Pepsi Light dazu. Der Verkäufer verabschiedete sich mit "Ciao". Auf dem Heimweg wurde mir komisch. Zuhause aß ich die Bananen, Smarties und machte mir die Käsetaler. Ich erreichte Mama zunächst nicht, doch als ich sie erreichte, feuerte ich gleich alles raus: "Ich wollte schon von einer Brücke springen", "Die Bullen haben mein Wasser mit LSD vergiftet", "So leicht stirbt sich's nicht" und "Ich wollte schon aus dem Fenster springen". Immer unterbrochen von "Em Em Em Em Em Em". Mama sagte am Telefon: "Warum hast du wieder deinen Zustand?" Sie versuchte mich zu beruhigen und sagte, sie werde sich um halb drei nochmal bei mir melden, ich solle mich ausruhen. Kurz nach dem Telefonat war der Zustand vorbei. Was ich noch anfügen möchte, wegen der Fenster-Geschichte, ist, dass Immanuel Lisson 2011 im BKH sagte, dass er im Fenster gestanden habe, überall Smilies gesehen habe und die Bullen unten standen. Um halb drei meldete sich wie vereinbart Mama. Sie meinte ich muss keine Bananen essen auf Arbeit. Sie fragte, ob ich wirklich heimkommen wolle, was ich bejahte. Sie meinte auch wieder, wenn mir was passiere, gehe es "rund". Vorhin habe ich die Whatsapp-Sprachnachricht von Papa mit Lotte angehört und in der Wohnung unter mir lautes Husten. Samstag, 14.5.2022. Gestern hatte ich ja nach der Arbeit noch meinen Zustand. Dann kam Mama, um mich abzuholen. Wir fuhren zu dem Arzt wegen dem MRT-Bild, der aber geschlossen hatte, währenddessen war ich im Lidl einkaufen. Dann fuhren wir heim. Mama sagte mir, dass Papa ihr eröffnet habe, dass er nach Irland womöglich nicht mitfahren wolle, weil es in Sylt so "Spannungen" gegeben habe. Ich sagte ihr, dass ich das anders empfände und sagte, dass er mitfahren solle. Zuhause redete ich mit Mama über meinen Zustand. Papa rannte immer umher. Um halb sechs ging Mama dann los zur Frauengruppe. Jetzt ist es 9.30 Uhr und ich habe gerade mit Mama geredet. Erst hat sie über ihren Frauengruppen-Abend gestern erzählt. Anita tat dies, Lis jenes, Eva das. Dann fragte ich Mama, was sei, wenn man jemandes Gedanken ins Negative bringen wolle. Da sagte Mama, das würde sie nicht zulassen. Die letzten Tage waren nämlich eher negativ. Ich fragte Mama, ob ich wieder nach Erlangen fahren solle und sie so: Warum?!. Später meinte sie, ich könne durchaus auch heute zurückfahren und heute Abend ins E-Werk gehen. Außerdem fragte ich sie, ob sie glaube, dass meine Psychose vielleicht wieder schlimmer werden könne, worauf sie sagte, dass sie das nicht glaube. Jetzt ist es 15.15 Uhr und ich habe vor einiger Zeit mit Mama geredet, ob ich vielleicht am Wochenende nicht mehr heimkommen solle, um in Erlangen Leute kennenzulernen. Das findet sie zu extrem. Sie meint, ich hätte auch so genug Zeit, dort Leute kennenzulernen und solle an den Wochenenden weiter heimkommen. Jetzt ist es 17.45 Uhr. Ich habe gerade Mama etwas gefragt. Und zwar war ich auf Arbeit und Matthias fragte mich am Ende - ich mit Ohrstöpseln im Ohr - etwas, dass sich folgendermaßen anhörte: "Kurz mal pinkeln gehen?" Das Klo war gerade "Besetzt" und ich sagte etwas irritiert: "Ja klar. Was?! Kurz mal pinkeln gehen?" worauf er sagte, "Nein. Praha Drinking Team", was auf meinem T-Shirt stand. Darauf kam breit lachend Stephan aus der Toilette. Mama meinte, das sei überhaupt nicht schlimm gewesen und so etwas passiere ihr ständig. Jetzt ist es ca. 20.15 Uhr. Vorhin war ich mit Mama noch spazieren zu den Hühnern in Almoshof. Ich fragte sie, ob sie glaube, dass die Masche bei einer Frau ziehen würde, man würde ihr z.B. eine Million Euro bieten und dafür müsse sie mit jemandem ins Bett gehen. Meine Mutter meinte, dass das bei den meisten nicht ziehen würde, weil sie dächten, dass man sie hereinlege. Nur bei manchen würde das ziehen., z.B. bei Nutten. Danach waren wir noch im Aldi. Als wir Nachrichten schauten, war die erste Meldung über den Nato-Beitritt Finnlands, den die Türkei blockieren wolle, worauf meine Mutter meinte, "die seien doch gekauft worden". Anschließend unterhielt ich mich bei Bier (Mama war gerade nicht da, weil Traudel anrief) mit Papa, der mir empfahl, immer in den Schlossgarten zu fahren. Er erzählte mir, dass Frauen dort nicht unbedingt angequatscht werden wollten. "Was quatscht der mich wieder an", meinte Papa. Dann hustete er. Er meinte etwas mit einer "Kommunikationsbank". Sonntag, 15.5.2022. Heute Nacht habe ich schlecht geschlafen. Gestern hat Papa noch gemeint, dass ich doch schon morgen Nachmittag in die Stadt fahren solle. Darüber dachte ich heute Nacht nach. Und heute morgen fragte ich Papa, ob er mich heute früher nach Erlangen fahren könne. Er meinte: Schon vor dem Mittag. Mama meinte, jetzt sei ich ein Getriebener. Und Hannah schrieb heute in der Familiengruppe: "Sind die mutig." Mama hatte gestern noch zu meiner Selbstständigkeit gesagt, dass ich ja "alleine ins E-Werk" gehe. Und sie bestätigte mir, dass hier "bei den Alten" eben nicht so Action sei, wie in der Stadt. Jetzt ist es 14 Uhr. Ich hatte vorhin einen Zustand, als es ums Mittagessen ging. Ich wollte heute eigentlich nur zwei Eier am Abend essen, Papa machte aber eine Paradiescreme. Jedenfalls bekam ich dann aus Stress, dass ich mich nicht so ernähren darf wie ich will, einen Zustand. Mama beruhigte mich, dass ich mich absolut so ernähren dürfe, wie ich wolle - ich sei ja schließlich zuhause. Dann ließ der Zustand schnell nach und Mama kochte mir zwei Eier ab. Montag, 16.5.2022. Ich habe dann gestern, nachdem ich den Text geschrieben hatte, noch einen heftigen Zustand bekommen, wo ich mir mit der flachen Hand an die Backe schlug. Mama versuchte mich zu beruhigen und sagte, ich könne mich ernähren wie ich wolle. Sie fand den Zustand aber merkwürdig und beunruhigend. Papa fuhr mich dann heim und ich aß noch alle möglichen Sachen. Käsetaler, Tsatiski, Eier, Kekse und kaufte noch Bier. Dann war die NRW-Wahl, wo die CDU gewann. Heute morgen war ich dann sehr müde und entschied mich, erstmal nicht zur Arbeit zu gehen. Ich erreichte Mama aber nicht und so entschied ich das eigenmächtig. Mir war das etwas suspekt, dass heute Marianne wieder da ist. Als ich Mama erreichte, fand sie das nicht so gut. Jetzt ist es ca. vier Uhr. Vorhin mit Mama telefoniert und ihr erzählt, dass ich ihre MRT-CD und das Rezept von Dr. Kuhr geholt habe. Wir redeten über meinen Ausraster von gestern, den sie nicht nachvollziehen konnte. Wir kamen darauf, dass der Druck der Auslöser war. Den Druck auf mich hat man über die letzte Zeit merklich erhöht. Das sei das, was Mama mir immer prognostiziert habe, als ich am Jahresanfang herausfand, dass ich gar nicht umgebracht werde. Meine Psychose werde auch trotz des Ausrasters immer besser, so die Prognose meiner Mutter. Ich soll mit Dr. Weinland nächste Woche drüber reden. Gerade im fünf-Uhr-Telefonat mit meiner Mama sagte sie, dass ich mich von Marianne nicht davon abbringen lassen solle, arbeiten zu gehen. Außerdem sagte sie, dass ich mein Handy behalten solle (sehr deutlich) und an den Wochenenden weiter heimkommen solle (etwas weniger deutlich). Außerdem soll ich weiter in den Schlossgarten gehen, auch wenn ich dort keine Frauen ansprechen muss (und eventuell auch gar nicht soll). Dienstag, 17.5.2022. Heute Nacht gut geschlafen und heute morgen dann auf Arbeit gegangen. Marianne war wieder da, und es ließ sich etwas schwerer an als sonst. Ich fragte sie: "Wie war's?" worauf sie mir den kurzen Tagesalltag schilderte. Dann zeigte mir Matthias die Vollmontage. Um 9.45 Uhr hieß es dann: Spaziergang. Vor dem Spaziergang richtete Ute mir aus, dass Christian fragen wollte, ob wir vor den Sportfreunden Stiller einen Döner essen würden. Er komme jetzt gar nicht mehr in die Caritec, nur noch Treff. Auf dem Spaziergang fragte uns Marianne, ob wir gerne ins Schwimmbad gingen, worauf ich antwortete: "Nicht so gern, bin so dick." Nach dem Spaziergang hatten wir dann Pause und kurz darauf wieder Pause. Schon in der ersten Pause war mir etwas komisch. In der zweiten wurde ich dann so müde, weswegen ich Marianne nach der Pause fragte, ob ich Pause machen dürfe. Sie sagte: "Freilich" - und ich setzte mich eine Stunde draußen hin. Ich saß da und hörte die Züge fahren, immer mal wieder einer. Das war jetzt zwei oder drei Jahre nicht so gewesen. Kurz vor zwölf, so fünf vor zwölf, kam Shorty, um nach mir zu sehen und fragte mich, wie es mir ginge, worauf ich antwortete: "Ganz gut." Dann ging ich rein zum Aufschreiben, wo Marianne mich fragte: "Was haste denn gehabt?". Darauf sagte ich, dass mir nicht so gut gewesen sei. Auf dem Rückweg fing dann mein Zustand an. Mir war schlecht, und als ich Mama, die zu ihrem Hochzeitstag in Effeltrich waren, erreichte - mit Fistelstimmchen: "Mir ist so schlecht". Mama sagte, sie würde sich in einer Stunde melden. Nach dieser Stunde ging es mir wieder gut. Mama fragte, ob sie vorbeikommen sollten, um die CD und das Rezept abzuholen. Ich sagte: Ja ok. Mama würde sich nochmal melden. Als Mama sich dann meldete schrieb sie: "Lieber Peter, wir fahren gleich nach Nürnberg. Du brauchst nicht auf uns zu warten. LG Mama". Ich rief sie an und sie sagte, Papa sei so müde und wolle ins Bett, sie hätten ein Schnitzel und Bratwürste gegessen. Ich könne ja nach Tennenlohe oder in den Schlossgarten. Mittwoch, 18.5.2022. Heute morgen fing die Arbeit zunächst schwierig an, wurde dann aber immer leichter. Die "schöne Linda" war da. Ich habe sie ohne Maske gesehen. Sie ist gar nicht so schön. Die Arbeit ging dann gut rum und danach überlegte ich die ganze Zeit, in den Schlossgarten zu gehen oder nicht. Mama sagte, ich müsse nicht, ich solle mich nicht "zwingen" müssen. Donnerstag, 19.5.2022. Gestern erreichte ich Mama um fünf nicht und machte mir Sorgen. Das ging bis ungefähr sieben Uhr. Sie war aber nur im Garten und sagte, wir hätten schon oft telefoniert. Sie sagte, ich müsse mir überhaupt keine Sorgen machen. Gegessen habe ich gestern Gemüselasagne, Smarties, Kekse und Gazi-Pfannenkäse. Gerade komme ich von Aldi zurück und erreiche Mama wieder nicht morgens. Ich bin heute nicht zur Arbeit und möchte bei sehr schönem Wetter vielleicht in den Schlossgarten. Wichtig ist noch zu schreiben, dass Mama nie und nimmer vermutet, dass ich in die Forensik oder ins geschlossene Heim komme. Sie sagte auch, der Ausraster vom Wochenende sei schon wieder "vergessen". Jetzt ist es 16 Uhr. Heute morgen ging ich nicht auf Arbeit. Ich blieb noch relativ lang im Bett liegen. Dann fuhr ich zu Aldi, kaufte Tzaziki und Cola light. So gegen halb elf fuhr ich, nachdem Mama das gesagt hatte, Richtung Schlossgarten. Ich ging vorher noch zum Kaufland (Sirup! und ein Bier) und Thalia. Im Schlossgarten lief ich einmal durch, trank dann das Bier und las einen Artikel in der Spanisch-Zeitung. Ich blieb zwischen einer halben und einer Stunde dort. Mama sagte, ich solle doch noch zu C&A schauen, was ich machte. Dort kaufte ich mir eine kurze Hose für 25 Euro. Danach fuhr ich heim und las James Joyce 50 Seiten. Jetzt mache ich Spanisch. Gerade (18 Uhr) mit Mama telefoniert. Ich: "Ein Fallstrick wäre, dass ich wieder denke, dass ich umgebracht werde?" Mama: "Ja, oder einer, der dich behindert und weiter nachdenken lässt." Mamas Rezept: "Darauf gehst du nicht ein." Und "Immer weiter rausgehen." Freitag, 20.5.2022. Heute morgen Arbeit. Tilman war da, also setzte ich mich woanders hin und fragte Shorty, ob ich die Rädchen machen könne. Das könne ich machen. Ich war eine Dreiviertelstunde allein mit Shorty im kleineren Raum, dann kamen die Bernhard-Rüther-Häusler. Agnes saß mir gegenüber. Sie erzählte, dass sie Marianne eigentlich nicht möge, dass es ihr nicht gut gehe und dass sie schonmal aus dem zweiten Stock gesprungen sei und dann vier Monate im Krankenhaus war. Stefan stromerte die ganze Zeit herum. Nach zwölf Uhr wurde mir dann wieder schlecht auf der Heimfahrt. Ich erreichte Mama so ca. 1 ? Stunden nicht - als ich sie erreichte, war mir längst wieder besser. Ich sagte ihr, ich müsse für die Spanisch-Prüfung morgen noch etwas zu essen kaufen. Sie sagte, dann könne ich ja noch in Aldi gehen. .Ich wartete bis ca. 14 Uhr, dann ging ich in Aldi. Gekauft habe ich Brötchen, Cola light, Bier, Käse und Hanuta. Im Aldi selbst wurde mir wieder komisch. Der Zustand dauerte bis zuhause. Ich versuchte Mama zu erreichen und erreichte sie auch gleich. Ich schilderte ihr von meiner Angst, Willi etwas anzutun oder mir wieder mit der flachen Hand ins Gesicht zu schlagen. Außerdem erzählte ich ihr von meinem wehtuenden Kiefer, der schon seit ein paar Tagen wehtut. Sie sagte, ich habe wohl falsch gebissen. Und zu meiner Hand-Sache meinte sie: Dann hörst du halt gleicht wieder auf. Zu Agnes' Geschichte über das aus dem zweiten Stock Springen meinte sie, dass man dem Beispiel halt nicht folgen dürfe. Jetzt ist es 17.45 Uhr, mein Zustand ist weg und ich habe mich beruhigt. Mama sagte im 17-Uhr-Telefonat, wenn mir jetzt was passieren würde, wäre die Hölle los. Das glaube ich auch. Samstag, 21.05.2022. Heute war DELE-Prüfung. Jetzt ist es 15.30 Uhr und ich bin vor ca. einer Stunde zurückgekommen. Um 7 Uhr bin ich aufgestanden. Um zehn vor 8 Uhr bin ich losgefahren. Und um 8.20 Uhr angekommen. Außer mir noch ca. 10 andere für alle Niveaus. Ich war allein bei A2, die meisten waren B1. A2 braucht man, um die spanische Staatsbürgerschaft zu erhalten. Die Prüfung fing an und die Prüfungssituation war für mich nach all den Jahren etwas ungewohnt, es gab sich aber dann. Die Prüfung war anspruchsvoll, aber machbar, und den schriftlichen Teil müsste ich ziemlich sicher bestanden haben. Erst waren Checkboxen für schriftliches und Hör-Verstehen. Dann kurze Pause (Viertelstunde ungefähr) und danach schriftliche Prüfung. Dann 1 ? Stunden Pause bis zur mündlichen Prüfung. Die war das ungewohnteste, weil ich das in der Vorbereitung nicht geübt hatte. Ich wusste den Begriff für Bier nicht. Ich sagte "biera" statt "cerveza". Als ich Papa erreichte (er und Mama waren in der Stadt und Mama hatte ihr Handy vergessen) fragte er mich, wann es Ergebnisse geben würde. Danach hatte ich gar nicht gefragt. Sonntag, 22.05.2022. Ich bin dann gestern, nachdem ich Bier getrunken hatte, noch heimgefahren. Meine Mutter war hocherfreut über meine Spanisch-Prüfung: Dass ich sowas überhaupt machen würde. Sie meinte, das mit "bierra" statt "cerveza" sei nicht schlimm. Die Prüferin hatte mich, als ich etwas von "vino" erzählte gefragt: "tinto?" - also Rotwein, wo ich sagte "Si". Verabschiedet hat sie sich von mir mit "Hasta la proxima!", also "Bis zum nächsten Mal". Zuhause tranken wir dann noch Sekt. Ich kam wieder darauf zu sprechen, dass ich vielleicht gerne studieren würde satt Caritec. Beim Thema studieren war Mama etwas zurückhaltend. Gaststudium statt Caritec aber OK. Papa schaute dann noch für die Irland-Reise nach Hotels. Ich war um 10.30 Uhr mit Mama bei Hannahs Tennis, die gegen Buch spielten. Hannah verlor ihr Match. Dann kam noch Papa. Ich ging dann mit Papa heim, kurze Zeit kam auch Mama. Papa hatte mich kurz vor dem Tennisspiel gebeten, ihm beim Abdecken der Erdbeeren zu helfen. Jetzt ist es 14 Uhr. Ich habe mit Mama und Papa draußen gegessen, als die Franks auch auf der Terrasse waren. Ich möchte mich nicht mehr davon abhalten lassen, wenn sie draußen auf der Terrasse sitzen. Ich fragte Mama, ob ich mehr Selbstbewusstsein bräuchte. Sie bejahte das und sagte, dass ich allen Grund habe, selbstbewusst zu sein, da ich es aufgrund meiner Erkrankung und dem ganzen Drum und Dran nicht einfach habe, aber das sehr gut handlen würde. Gerade habe ich Mama gefragt, ob ich in mein Buch schreiben könne, dass Heinrich keine Eier habe. Das kannst du natürlich machen, sagte sie. Also hier mal zum Mitlesen: Heinrich Polke hat keine Eier. Jetzt ist es 18.30 Uhr. Ich bin vorhin mit dem Bus heimgefahren in die Heinrich-Hertz-Straße, da ich ja Willi heute nicht dabei hatte. Wenn ich so nachdenke, komme ich zu dem Schluss, dass es Heinrich sicher ärgern würde, wenn ich sage, dass er keine Eier hat. Deswegen wiederhole ich es nochmal: Heinrich Polke hat keine Eier. Montag, 23.05.2022. Heute morgen fiel es mir etwas schwer, zur Arbeit zu gehen. Mir saß dann Agnes gegenüber, die am Freitag gemeint hatte, sie hätte "so Angst vor Montag". Heute fragte sie mich, wie ich geschlafen habe. Und sie sagte, ich sähe so müde aus. Ich musste dann Obst einkaufen gehen. Ich machte Rädchen. Marianne fragte mich dann noch, ob ich nicht einen Tag mehr arbeiten wolle, worauf ich antwortete, dass ich das eher nicht wolle. Marianne sagte, dass sei bloß eine Frage. Vorher hatte sie gesagt, dass sie sehr zufrieden mit meiner Anwesenheit sei. Und sie fragte, woran das liege, worauf ich keine Antwort hatte. Mama sagte im 12-Uhr-Telefonat, dass sie nicht mehr arbeiten würde, da ich davon nichts hätte. Morgen habe ich Termin bei Dr. Weinland, der zweimal ausgefallen ist. Ich fragte Mama noch, ob es Heinrich gefallen würde, wenn ich schreiben würde, dass er keine Eier habe. Natürlich nicht, meinte sie, wem würde das schon gefallen. Jetzt (ca. 18 Uhr) ist gerade das verspätete 5-Uhr-Telefonat mit Mama gelaufen. Verspätet, weil ein Fenstermensch da war, der die Fenster vermaß. Ich fragte Mama, was man denn bei mir "behindern" wolle. Sie sagte, dass man wolle, dass ich mich immer weiter zurückziehe und zum Beispiel nicht mehr rausgehe, also zum Beispiel Schlossgarten. Oder auch eine eventuelle Freundin. Abnehmen meinte sie, sei hingegen schwer zu behindern. Sie glaubt nicht, dass ich jemals wieder denken würde, dass ich umgebracht werde. Ich sagte dazu: "Der Groschen ist gefallen", woraufhin sie zustimmte. Dienstag, 24.5.2022. Seit Sonntag, dem Tag, an dem ich erstmals geschrieben habe, dass Heinrich Polke keine Eier hat, hustet unter mir ein junger Kerl ziemlich nervend - in den Abendstunden und morgens. Wenn Heinrich Eier hätte, dann würde das Spiel anders aussehen: Er wäre genauso krank wie ich und wir würden uns messen wie echte Männer. Er macht das Ganze aber hinterhältig und hinterfotzig - wie ein Weib. Jetzt ist es 8.40 Uhr. Ich habe gerade mit Mama telefoniert. Sie meint, ich kann so oft schreiben wie ich will, das Heinrich Polke keine Eier hat. Seitenweise, wenn es mir gefällt, sagt sie. Sie meint, es sei toll, dass ich heute nur noch 99,7 kg wiege. Sie sagte auf meine Frage, ob ich Dr. Weinland von meinem Ausraster berichten solle, ja. Jetzt ist es 16 Uhr und ich war vorhin in der Uniklinik. Ich habe meine Spritze bekommen und anschließend Termin bei Dr. Weinland gehabt. Ich habe ihm erzählt, dass es mir ganz gut ginge und ich zufrieden sei. Dann fragte ich ihn, ob mein Therapeut angerufen habe - Nein. Ich solle dem Therapeuten seine E-Mail-Adresse geben, damit sie einen TelefonTERMIN ausmachen könnten, da er sonst nicht ans Telefon ginge. Dann habe ich ihm von meinem Ausraster von vor zwei Wochen erzählt, und dass ich den auf Stress zurückführe. Er meinte, das sei nicht schlimm, jeder habe Stress. Nur, wenn das öfter passiere, müsste man vielleicht was machen. Dann habe ich ihm erzählt, dass ich jetzt Leitungswasser trinken würde, was er sehr gut fand. Danach noch Rezept für Olanzapin und Spritze. Auf dem Heimweg wurde mir komisch und zuhause stellte ich fest, dass Papa mir nach zwei Wochen, wo ich nichts von ihm gehört habe, zwei Whatsapp-Nachrichten geschickt und mich angerufen hatte, wegen einer Satteltasche, die er in der Norma entdeckt hatte. Zuerst schrieb ich zurück, dass ich eigentlich keine Satteltasche brauche. Mama sagte dann aber im Telefonat, dass sie die nehmen würde. Ich dachte, als ich die Nachrichten von Papa las an einen Kommentar von Prof. Kornhuber in den Nürnberger Nachrichten, die mit dem letzten Satz ungefähr so endete: "Eine Nachricht, die mich wieder auf 180 bringt". In dem Interview war es darum gegangen, wie man besser schlafen kann, und dass man Nachts nicht auf sein Handy schauen solle. Vielleicht kam ich darauf, da sich Papa in der letzten Zeit sehr rar gemacht hat, und sich plötzlich wieder gemeldet hat, als ich meinen Zustand hatte. Um 17 Uhr telefonierte ich nochmal mit Mama. Ich fing an, die ganze Zeit "Ähm, ähm, ähm, ähm" zu sagen und sagte dann: "Ich wollte schon von einer Brücke springen, aber das darf ich keinem erzählen." (Oliver Mosebach) Dann lange ähm ähm, vielleicht eine halbe Minute. Dann: "Ich wollte schon aus dem Fenster springen, aber das darf ich keinem erzählen". Das hatte Agnes von der Arbeit gesagt. Und ich glaube, das mit LSD war auch dabei. Immer Ähm ähm ähm. Mehrere Minuten, bis Mama sagte, sie glaube, dass mich das zu sehr anstrenge, ich solle mich ausruhen. Nach einer halben Stunde ging es dann wieder und ich rief Mama nochmal an, um ihr die frohe Kunde mitzuteilen. Sie meinte weiterhin, wenn mir jetzt was passiere, sei "was los". Sie sagt auch, ich soll morgen arbeiten gehen. Mittwoch, 25.5.2022. Habe heute Nacht nicht so gut geschlafen, da ich um 2 Uhr aufgewacht bin und dann nicht mehr eingeschlafen bin. Der jugendliche Huster war wieder da und hat mehrere Minuten ununterbrochen gehustet. Er ist aufgetaucht, nachdem ich geschrieben habe, dass Heinrich Polke keine Eier hat. Jetzt ist es kurz vor vier. Ich war heute morgen wieder etwas widerwillig in der Arbeit, wegen meines Zustandes gestern. Es fing an, als werde ein relativ schwerer Tag werden, jedoch stellte es sich dann anders heraus. Marianne kam auf mich zu, ich solle selber einschätzen, in welcher Lohngruppe ich denn sein müsste (A-D). Ich kreuzte fast überall "B" an, was die zweithöchste Lohngruppe ist, in der ich mich auch aktuell befinde. Marianne löste die Aufgabe auf, indem sie die geknickte Seite aufschlug. Sie hatte es auch ausgefüllt - und fast überall "A" angekreuzt. Also komme ich jetzt in Lohngruppe A. Sie hatte aber zwei Bitten für mich: Ich solle doch versuchen, die Pause nicht mehr allein zu verbringen und bei Freizeitausflügen mitmachen. Von Freizeitausflügen war bisher eigentlich in der Caritec nie die Rede gewesen, aber anscheinend sind sie künftig dann auch während der Arbeit. Es gab dann noch Käsespätzle und auf dem Rückweg war ich in der Norma noch Smarties und KitKat kaufen. Heinrich Polke hat keine Eier. Donnerstag, 26.5.2022. Jetzt ist es 9 Uhr. Gestern wollte ich kein Bier trinken. Ich ging trotzdem nochmal Vogelfutter kaufen und kaufte zwei Weizen für heute, da ja heute Vatertag ist. Mama wies mich noch darauf hin, dass man den Reisepass für unsere Nordirland-Reise benötigt. Ich habe meinen Reisepass gefunden, der aber nur bis 2012 gültig ist. Es gibt einen Express-Reisepass. Heinrich Polke hat keine Eier. Jetzt ist es 16.30 Uhr. Heute morgen habe ich mit Mama nochmal meinen eventuell nötigen Reisepass diskutiert, mit ihr im Internet gestöbert und letztlich eine Mail an den nordirischen Tourismusverband geschickt. Die sagen, dass bei Einreise über Irland, nur eine ID (also Personalausweis) nötig ist. Gegen Mittag war ich im Schlossgarten, wo heute aufgrund des recht kühlen und trüben Wetters sehr wenig los war. Dann habe ich noch im Café Mengin für 5 Euro ein Weizen getrunken. Danach heimgefahren und James Joyces Ulysses gelesen und Julia Chatterley bei CNN geschaut. Um vier habe ich zwei Eier gegessen. Freitag, 27.5.2022. Gestern dann noch ein Weizen zuhause getrunken. Heute etwas lustlos zur Arbeit gegangen. Als ich ankam, stand Mariannes Auto da, die freitags eigentlich nicht mehr arbeitet. Roberts Auto stand hingegen nicht da, er hat jetzt eine Woche Urlaub. Die Bernhard-Rüther-Häusler hatten heute Brückentag. Die Arbeit fing schwerer an als sonst, ich saß im großen Raum, hatte aber dafür einfache Arbeit. In den Pausen war ich nur kurz draußen. Um 11 Uhr erzählte Annette etwas von der diesjährigen Freizeit und ich hatte den Eindruck, dass ich wieder unter Druck gesetzt werden solle. Denn Marianne hatte mir ja abgerungen, bei Ausflügen mitzumachen. Im Anschluss unterhielt ich mich mit André Brenn, der ebenfalls studiert hat, wie ich mit Überraschung feststellte. Er hat ein Doktorandenstudium gemacht. Ich bekam dann auf der Heimfahrt meinen Zustand, als ich mit Mama telefonierte: Piepsstimme, sie war gerade am ZOB, um mit Papa nach Leipzig zu fahren. Danach ruhte ich mich aus, und als es wieder ging, rief ich Mama nochmal an und erzählte ihr von meinem heutigen Tag. Zur Freizeit meinte sie, dass ich da nicht mitfahren müsse, aber sie denke, dass sie halt den Leuten Sozialkompetenz beibringen wollen. Und: Nein, von den Leuten auf der Arbeit würde keiner Geld bekommen. Außerdem: Wenn mir jetzt was passiere, werde eine ganze Maschinerie in Gang gesetzt. Ich soll doch Lotte morgen besuchen, sie zahlt mir auch die Busfahrt. Heinrich Polke hat keine Eier. Jetzt ist es ca. 19.30 Uhr. Ich war vorhin noch im Aldi einkaufen: Scamorza Käse, Cola light und Bier. Auf dem Rückweg hatte ich wieder meine LSD-Gefühle. Zuhause erreichte ich Mama nicht und auch um 17 Uhr erreichte ich sie bis 18 Uhr nicht. Dann schrieb sie, sie seien im Konzert. Als ich keine Musik mehr hörte, war wieder diese Jugendliche in einer Wohnung unter mir und hustete sich die Seele aus dem Leib. Um 18.30 Uhr etwa wurde es wieder besser und ich sah noch die heute-Nachrichten. Ich bin am Überlegen, ob ich morgen Lotte besuche UND ins E-Werk gehe. Samstag, 28.05.2022. Gestern nochmal meinen Zustand gehabt. Nur zwei Eier gegessen an einem Freitag und keinen Alkohol getrunken. Mama hatte mich überredet, am heutigen Samstag nach Hause zu Lotte zu fahren, sie würde mir auch die Fahrt bezahlen. Ich hatte gestern Bier eingekauft in meiner Wohnung, aber eben nicht getrunken, sondern es war gedacht für heute, falls ich ins E-Werk ginge. Zuhause ging ich noch in Aldi einkaufen (16 Euro!!) und überlegte, ob ich noch heute mit dem Bus zurückfahren solle. Jedoch im Telefonat mit meiner Mutter meinte sie, ins E-Werk zu gehen oder nicht habe nichts mit "behindern" zu tun. Sie sagte, ich habe noch genug Zeit, wann anders ins E-Werk zu gehen und ich habe mich nun mal entschieden, in Nürnberg zu bleiben. Ich fuhr dann noch zu den Hühnern. Aktuell trinke ich ein Radler. Sonntag, 29.05.2022. Ich bin weiterhin zuhause bei meinen Eltern, die am Wochenende in Leipzig zu einer Chorveranstaltung sind. Gestern war ich dann noch zweimal bei Aldi. Erst hatte ich die Käsetaler nicht mitgenommen, dann doch. Außerdem habe ich noch weitere Radler getrunken. Ich habe mich gegen das E-Werk entschieden, da Mama meinte, dass ich ja immer noch in das E-Werk gehen würde und die Entscheidung, dass ich nicht gehe, nichts mit "Behinderung" zu tun hätte. Heinrich Polke hat keine Eier, denn das, was er gegen mich unternimmt ist feige und hinterfotzig. Montag, 30.5.2022. Gestern fuhr ich um 13.07 Uhr mit der Straßenbahn von Nürnberg weg. In Erlangen angekommen, las ich 50 Seiten im James Joyce. Dann schaute ich Willkommen Österreich und trank währenddessen Bier. In der letzten Folge war der Geiger David Garret zu Gast, der dann erzählte, er habe eine Wohnung in New York, eine in Berlin und ein Haus auf Mallorca. Bei dem "Haus auf Mallorca" musste ich sofort an Stefan Lang denken, der das bei dem ersten Spaziergang 2013, den ich mit ihm und dem Hund Arno unternahm, erzählt hatte, dass sein großer Traum sei, ein "Haus auf Mallorca" zu haben. Beim Einschlafen dachte ich daran und da ich weiter nicht einschlafen konnte, "gingen die Gedanken spazieren" und landeten schließlich bei Manuel Dietrich, den ich letztens mal gegoogelt hatte. Ich dachte darüber nach, da er ja Familie und einen guten Job hat, ob er vielleicht doch gekauft sei. Das waren nur so ein paar negative Grübelgedanken, als ich nicht einschlafen konnte. Heute morgen schaute ich dann Morgenmagazin und da war eine Journalistin der Frankfurter Allgemeinen zu Gast (Manuel wohnt in Frankfurt) und kurz bevor ich zur Arbeit losging, kam Hannes Jaennicke, der einem Schwein das Leben gerettet hatte (Manuel isst kein Schweinefleisch). Auf dem Weg zur Arbeit heute ungewöhnlich viele Autos und ich sah ein Auto mit Kennzeichen "AD", so wie Arno Dietrichs Auto das Kennzeichen hat. Jedenfalls dachte ich, als ich vor der Arbeit nach dem Corona-Test saß: Verdammt, irgendwie habe ich gestern die ganze Zeit negativ an Manuel gedacht, und jetzt wird mir das vorgespiegelt. Ich dachte noch etwas weiter nach und dachte, ob es für die Gedanken an Manuel vielleicht irgendeinen Auslöser (statt "hohe Töne") gegeben habe und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Es war dieser Negativ-Gedanke an das "Haus auf Mallorca" gewesen. Also nichts mit Tönen. Auf der Arbeit beobachtete ich heute nach dieser Erkenntnis alles ganz genau und versuchte, meine Gedankengänge zu analysieren. Die Leute schwirrten herum wie immer. Und da war meine Erkenntnis: Kein Töne im Spiel, sondern meine Gedanken kommen dann, wenn jemand gerade aufsteht, an mir vorbei geht oder jemand hustet oder sonstige Sachen macht. Also ist die Erkenntnis des heutigen Tages: Gedanken durch hohe Töne - das geht nicht. Als ich Mama versuchte zu erreichen, rief mich Papa zurück. Mama hat sich heute einen Muskelfaserriss beim Bettenmachen zugezogen und könne erstmal nicht telefonieren. Sie seien bei Nick und später müsse ein Arzt entscheiden, wie es mit Mama weitergehe. Später rief mich Mama dann an, der ich freudig und froh über meine Erkenntnis erzählte. Sie meint, Gedanken könne man nur beeinflussen, wenn jemand etwas erzählt oder so und dann: "Wieder ein großer Schritt vorwärts". Dienstag, 31.5.2022. Heute Nacht vielleicht auch wegen des Bieres gestern schlecht geschlafen. Heute morgen um 7.40 Uhr dann Abfahrt zur Psychotherapie. Papa rief mich um 8 Uhr an, wie es mir gehe, da war der Therapeut noch nicht da. Ich erzählte ihm von meinen Gedanken zu "hohen Tönen", die ich gestern hatte. Er fand das positiv. Außerdem sagte er, dass er das noch nicht gehört habe, dass so etwas gehe. Ich gab ihm die E-Mail von Dr. Weinland und unterschrieb eine Schweigepflichtsentbindung. Außerdem musste ich noch ein Befindlichkeits-Formular ausfüllen, wie es mir in den letzten sieben Tagen gegangen sei und ein Formular für die Krankenkasse, dass ich neue Stunden bewilligt bekomme. Zuhause erreichte ich Mama, die aber Studium Generale hatte. Ich legte mich etwas hin und fuhr dann um halb zwölf nach Tennenlohe, die Medikamente abholen, die ich gestern bestellt hatte. Um halb eins habe ich mit Mama gesprochen und ich fragte sie, warum sie denn meinen würde: "Immer raus!" Sie sagte, zuhause komme man so ins Grübeln und möglichst oft rauszugehen sei eine gute Methode, um das zu verhindern. Jetzt ist es 15 Uhr und ich war im Schlossgarten und habe 10 Seiten Ulysses gelesen. Hin bin ich den Weg über die Michael-Vogel-Str. gefahren, der aber länger dauert als über die Bunsenstraße. Heinrich Polke hat keine Eier. Mittwoch, 1.6.2022. Heute morgen stand ich um 7 Uhr auf und es ging mir sehr gut. Ich hatte vom Atomkrieg mit Russland geträumt. Illie sprach heute von Russland und Ukraine, da fühlte ich mich an meinen Traum etwas erinnert. In der Arbeit saß ich am selben Platz wie Montag. Mir war etwas komisch, was ich auf das Trinken von Cola light heute morgen schob, obwohl ich eigentlich nicht mehr als sonst getrunken hatte. Dieses Gefühl dauerte bis zur Halbzeit Heute unterhielt ich mich viel mit Illie, den man aber so gut wie gar nicht versteht. Dann gab es um 11.25 Uhr Essen, für das ich mich eingetragen hatte: Gulasch. Kurz danach, ich aß heute nur einen Teller, wurde mir wieder schlecht. Da wir Pause bis 12 machen durften, setzte ich mich nach draußen. Da war heute viel los: Vermieter kam, Andreas vom Treff kam. Als dann Schluss war, schrieb Philip auf. Zuhause erreichte ich Mama zunächst nicht. Also legte ich mich hin. Mir war schlecht und ich sah vor meinem inneren Auge Sachen wie Laser und Neonlichter. Mama sagt, alles niederzuschreiben was ich denke, verschaffe "Klarheit im Denken". Auch wenn jemand das mitlesen könne, was sie aber sowieso nicht denkt. Heinrich Polke ist feige und hat keine Eier. Noch eine Bemerkung zu heute: Anna aus dem Bernhard-Rüther-Haus war heute sehr präsent. Sie lief häufig rum und saß als einzige mit mir im großen Raum nach dem Essen. Ich habe in meinem Buch von 2020 (buch_3) nachgelesen, dass ich einmal gedacht und dann aufgeschrieben habe: "Anna, ich komme!" Wenn ich so nachdenke, komme ich immer mehr auf den Gedanken, dass alles, was ich denke, auch in den Zuständen, die ich habe, meine eigenen Gedanken sind. So wird es sein. Donnerstag, 2.6.2022. Heute Nacht habe ich nicht so gut geschlafen und erst um 8 Uhr aufgestanden. Ich hatte mir gestern vorgenommen, heute das 9-Euro-Ticket zu kaufen. Zuerst machte ich bis ca. 11 Uhr sauber, der Zeit, in der Mama einen Termin beim Dr. Priller hat. Dann fuhr ich los. Ich löste noch schnell bei Lidl die Flaschen ein und fuhr zum Bahnhof, wo ich das Ticket kaufte. Anschließend noch im Lotto Toto Filter für Irland. Dann fuhr ich noch in den Schlossgarten, machte ein Foto von mir mit 9 Euro-Ticket und fuhr anschließend heim, wo ich noch im Lidl Cola Light kaufte. Zuhause angekommen, erreichte ich Mama nicht, die bei Dr. Priller gewesen war. Ich entschied kurzerhand, das 9-Euro-Ticket zu testen und mit dem 290er heimzufahren. Während der Fahrt rief mich Mama an - sie hatte das Handy vergessen und war jetzt zuhause. Papa hatte sie hingefahren. Ich ging noch in Aldi einkaufen, dann redete ich mit Mama über Dr. Priller. Um mich sei es quasi gar nicht gegangen, er habe heute Plauderlaune gehabt und etwas von einem alten Ehepaar erzählt, wo einer Suizid begehen wollte und die Frau gemeint hatte: Ja klar, mach doch. Zuhause aß ich zu Mittag, wo Papa einen sehr reservierten Eindruck machte. Als ich mich mit Mama alleine unterhielt, fragte ich sie auch, ob ich Brüste bekommen habe, was sie verneinte. Ich bekam mein Stimmchen und entschied mich, wieder zurückzufahren, da es sonst zu spät würde. Ich nahm die Straßenbahn um 16.10 Uhr und hatte im Bus auch noch meinen Zustand. In der Heinrich-Hertz-Str, packte ich dann mit Erfolg meinen Koffer. Das hätte ich nicht gedacht, dass ich das hinbekomme, so wie meine Eltern, da ich da ja nicht geübt drin bin. Heinrich Polke hat keine Eier. Samstag, 4.6.2022. Habe ganz vergessen, gestern was zu schreiben. Ich war auf der Arbeit, die diesmal gar nicht hart war. Nur Philipp da, Shorty nicht und Marianne auch nicht. Papa holte mich um 13 Uhr ab. Zuhause quatschte ich noch mit Mama und wir schauten Tennis, und ich las den Ulysses zuende, der mir sehr gut gefallen hat. Sie wurde dann von Ursel Dirksen abgeholt, die mich fragte ob ich sie noch kenne. Ich sagte: "Nee" und Mama sagte so lustig: "Das ist doch die Ursel!" Ich schaute noch interessehalber etwas Zverev als Mama weg war, der sich plötzlich schwer verletzte. Umgeknickt. Alle waren total betreten auch sein Bruder Mischa Zverev. Am Abend ging ich noch zu Aldi, Cola light holen und trank mit Papa Guinness, das er gekauft hatte. Wir gingen dabei den Irland-Urlaub durch. Jetzt ist es 8.30 Uhr. Ich bin schon am Reisefieber und am Rumpacken, hab Zahnpasta raus, weil mehr als 100 ml. Laptop in Koffer gepackt vom Rucksack. Frage: Eine oder zwei Hosen mitnehmen? Mein Plan für Irland ist eigentlich, weiter abzunehmen, da ich jetzt schon ganz gut dabei bin. Heute stellte ich mich hier zuhause auf die Waage: 98 Kilo. Gestern nur zwei Eier, etwas Käse und das Guinness getrunken. Heinrich Polke hat keine Eier. Es existiert kein Spiel gegen mich. Jetzt ist es 11.45 Uhr. Ich aß vorhin zum Frühstück Kekse und brach damit mit meiner Diät, die heißt: Sehr wenig essen, auch in Irland. Ich dachte mir, dass das vielleicht etwas zuviel des Guten ist, im Urlaub so Disziplin zu halten. Dann telefonierte Mama mit Hannah. Bis 11 Uhr sei Hannah da. Mama hatte die Vögel noch fliegen lassen und ich versuchte Lotte einzufangen, was etwas schwierig war. Ich hatte Angst, ich könnte Lotte etwas getan haben. Da das ja der Vogel meiner Mutter ist, hatte ich Angst davor, was für Konsequenzen das für mich haben könnte. Wir, Papa und ich, brachten Lotte und Willi dann zu Hannah, mit der wir kurz redeten über Masken etc.. Jochen war nicht da, er sei leicht erkältet, weshalb wir nicht reinkommen sollten. Als wir wieder zuhause waren erzählte ich Mama meiner Sorge vor Lotte. Sie sagte erst: "Was?" und wie sie sich verhalten habe auf der Fahrt. Ich sagte, völlig normal. Im weiteren Dialog bekam ich dann mein Stimmchen und Mama beruhigte mich: Die hat sich nichts getan. Hannah meinte gerade im Telefonat mit meiner Mutter, dass Lotte "einen ganz normalen Eindruck" mache. Später meinte Mama noch, dass nach meiner Schwester Lotte so traurig gekuckt hätte. Gegen Mittag fragte ich meine Mutter, inwiefern man mich behindern wolle. Meine Mutter meinte, dass das gar nicht der Fall wäre, dass sie es auch nicht wisse. Vielleicht, so könne sie sich vorstellen, wolle "man", dass ich zu ihnen (meinen Eltern) nicht mehr so ein gutes Verhältnis hätte. Das wäre das einzige, was sie sich vorstellen könne. Zum Job meinte sie, den brauche ich ja gar nicht, wäre nicht auf ihn angewiesen. Freundin könne noch kommen. Dann gab es Mittagessen - ich hatte gekocht: Kartoffel-Spinat-Gorgonzola-Auflauf. Als Papa runterkam, nieste er und sagte so etwas wie: "Der lebt noch ewig". Jetzt ist es 17.15 Uhr. Vorhin habe ich Mama noch gefragt, ob ich zurückhaltender sein solle, alles, was mich betrifft zu erzählen und mehr mit mir selbst ausmachen sollte. Wie sie z.B. mit der Klinik in Aulendorf. Das sollte ich eher nicht machen, meinte Mama. Dann erzählte ich ihr von dem Artikel, den ich in der NN gelesen hatte über (arme) Leute, die mit der Inflation nicht zurechtkommen. Ich sagte Mama, dass ich dieses Problem nicht habe. Mama meinte, das käme daher, dass ich so anspruchslos sei. Das sei eine gute Eigenschaft. Dann wollte ich nochmal zu Aldi und Hannah rief an um zu fragen, ob wir mit ins Meteora gehen würden. Nein, geht nicht, war die Antwort, wir müssten morgen früh raus. Mama meinte gerade, dass die Hauptsache meiner Psychose weg sei, nämlich, dass ich denken würde ich würde umgebracht werden. Mir ginge es ja auch schon viel besser seitdem ich das herausgefunden habe. Montag, 6.6.2022. Gestern sind wir um vier Uhr aufgestanden, um mit Straßenbahn und U-Bahn zum Flughafen zu fahren. Ich hatte wenig geschlafen (von 20 bis 0 Uhr). Ich hatte von uns Dreien am schlechtesten geschlafen. Wir fuhren über Plärrer. Am Flughafen dann die Sicherheitskontrolle - lief alles problemlos, auch unser Gepäck funktionierte. Papa hätte fast seine Brieftasche verloren. Dann noch etwas warten und dann war schon das Boarding. Der Flug war pünktlich um 7 Uhr und kam mir mit 2 ? Stunden recht lang vor und lief problemlos. Mir tat mein Po weh. Auf dem Flug erzählte ich Papa von meiner Arbeitskollegin Agnes, die aus dem zweiten Stock gesprungen war und dann vier Monate im Krankenhaus verbracht hatte. Ich fragte Papa, ob man einen Sturz aus dem zweiten Stock überleben würde, was er mit ziemlich großer Sicherheit verneinte. Dann Dublin Flughafen: Wir setzten uns in ein Café und ich lud Mama und Papa zu einem Tee, bzw. Kaffee, bzw. Cola ight ein. Wir mussten nochmal zwei Stunden warten. Dann Bus nach Belfast. Vielleicht 10 Minuten warten. Dann drängelte ich uns vor, und erzählte dem Busfahrer, wir seien aus Germany und hätten diese Tickets hier. So kamen wir auf den Bus. Ich war von uns der erste im Bus und lief ganz hinten hin. Papa sagte, Mama solle sich dort hinsetzen und brachte unsere Koffer ganz nach hinten. Ich saß mit Papa ganz hinten. Ebenfalls knapp zwei Stunden dauerte die Fahrt, die angenehmer war, als der Flug. In Belfast nahmen wir dann einen Zug (eine Station) zu unserem Quartier. Ich redete kurz mit einem Zugmitarbeiter, der uns fragte, ob wir aus Deutschland seien, er habe das an unserem Akzent erkannt. Er kenne ein paar Leute in Berlin. Danach liefen wir zu unserem Quartier in der Donnegal Road 300. Das ist ein kleines Häuschen. Mama wollte dann Tennis schauen - mit meinem Laptop machte sie das, während Papa und ich zum Eurospar gingen und etwas einkauften. Wir wollten eigentlich vor allem Bier kaufen, was es aber nicht gab. Nur im Liquor Store, wie ich zwei Mitarbeiter fragte, die bei der Wegangabe in zwei unterschiedliche Richtungen zeigten. Wir gingen erstmal zurück, weil ich Papa sagte, mir seien die Ortsangaben zu vage. Später dann gingen wir mit Mama nochmal auf einen ca. 1-stündigen Ortserkundungstrip in Richtung Innenstadt. Unter anderem gingen wir in einen Pub und fanden tatsächlich einen Tesco Express, wo es Bier gab, das wir kauften. Dann liefen wir zurück. Nochmal Eurospar, Pizza kaufen, die wir aber nicht aßen und ich ging relativ früh ins Bett. Dienstag, 7.6.2022. Gestern morgen hatte ich meinen Zustand. Ich machte Papa Vorwürfe, dass er Angst habe, vergiftet zu werden und sich deshalb so und so äußerer, dass er übers Handy Handlungsanweisungen bekäme etc.. Doch ich beruhigte mich relativ schnell. Wir hatten zwar die Führung durch Belfast gecancelt, wegen meinem Zustand, in dem ich sagte, mir sei alles relativ viel, gingen dann aber doch los. Wir warteten auf den Bus, der nicht kam und liefen dann in die Stadt. Wir gingen zum Tourist Center vorbei an dem Primark, der gebrannt hatte. Dort kauften wir Tagestickets. Dann machte ich den Vorschlag, doch das Titanic Museum zu besuchen. Auf dem Weg dorthin war ein Lidl und wir tranken einen Kaffee. Dann liefen wir über den Fluss zum Titanic Museum. Dort war viel los. Papa machte den Vorschlag, dass er und ich uns doch in einen Pub setzen könnten. Doch ich entschied mich anders und machte mit Mama (45 Minuten Wartezeit) den Rundgang durchs Museum. Das war recht eindrucksvoll und unterhaltsam. Was ich nicht gewusst hatte, war, dass die Werft H&W (Harland&Wolff) die Titanic in Belfast gebaut hatte. Man sah, wie hoch die Titanic-Arbeit arbeiteten und wir fuhren durch eine Art "Geisterbahn." Papa ging heim, um sich in einen Pub zu setzen. Nach dem Museum fuhren Mama und ich mit dem Bus schwarz in die Innenstadt. Dann rief Papa an und verschob das Treffen von dem Pub bei uns in die Innenstadt. Eigentlich wollten wir in the Crown doch das war voll deshalb gingen wir dann ins Brennans. Mama und ich aßen Fish and Chips und Papa und ich tranken zwei Bier, Mama eins. Danach liefen wir heim. Heute Nacht habe ich nicht so gut geschlafen, war bis eins wach. Jetzt ist es 18.15 Uhr. Wir sind heute morgen hier im Village-Viertel etwas herumgelaufen und dann mit einem 9er-Bus in die Stadt gefahren. Von dort sind wir mit der 11 zur Shankville-Road gefahren, wo lauter Protestanten beerdigt sind, die im Konflikt mit der IRA getötet worden sind. Dort blieben wir ein wenig, machten Fotos und dann gingen wir zur Peacewall. Von da aus liefen wir 17 Minuten zur Falls Road, wo es nichts zu sehen gab. Von dort fuhren wir mit dem Glider-Bus in die Stadt, um nochmal im Lidl einkaufen zu gehen. Dort kaufte ich Brownies (Scones waren leider aus) und Cola light. Anschließend lud ich meine Eltern in einen Pub ein, um ein Bier (Lager) zu trinken. Mittwoch, 8.6.2022. Gestern haben wir dann noch Guinness und Bier vom Lidl getrunken und eine Aufbackpizza gegessen, die nicht geschmeckt hat. Dann klagte ich über mein hartes Leben. Über die Arbeit, in der ich nichts verdiene, dass ich keinen Job habe, dass ich keine Freundin habe, dass ich keine Familie habe. Dass ich auch Würmer habe. Mama verstand das nicht richtig: Du hast doch uns, sagte sie. Heute werden wir um 10 Uhr nach Portrush aufbrechen. Heinrich Polke hat keine Eier. Jetzt ist es ca. 18.30 Uhr und wir sind in Portrush. Wir mussten das Haus um 10 Uhr verlassen und trafen auch gleich die Putzfrau, die das Haus saubermachen sollte. Vom Bahnhof, wo wir eine Stunde warten mussten gingen Mama und ich nach Sandy Row in den Candy-Store um noch ein paar Andenken für Jochen und Hannah zu kaufen. Dann kam der Zug und wir kauften dann im Zug, der ca. 1 ? Stunden zu einem Zwischenstopp (Coleraine) brauchte, die Tickets. Vom Zwischenstopp fuhren wir dann gleich mit dem Bus weiter nach Portrush, wo wir so um ziemlich genau 13 Uhr ankamen. Wir machten eine Stunde Siesta, dann verabschiedete Mama sich zur Mittagsruhe und Papa und ich gingen in den Lidl, der nur fünf Minuten zu Fuß entfernt ist. Als wir zurückkamen, bekam ich meinen Zustand, der erst mit LSD-Gefühl startete und dann ein Em-Em-Em-Zustand wurde. Eins der ersten Sachen, die ich Mama sagte, war: "Ich wollte schon von ner Brücke springen, aber das darf ich keinem erzählen". Während des Zustands aß ich Scones und Shortbread. Der Zustand dauerte relativ lange, jetzt ist er aber vorbei. Zu dem Zustand mit dem Em-Em-Em meint Mama, was soll denn schon passieren dann. Das bisschen Stottern. Kein Problem, sagt sie. Donnerstag, 9.6.2022. Gestern sind wir dann noch so um 19 Uhr nach Portrush reingegangen. Erst konnten wir die Tür nicht abschließen und gingen schließlich durch die Hintertür hinaus. In Portrush war ein Laden für Fish and Chips, wo wir für 9,75 Pfund eine Portion für uns alle kauften, die aber nur Mama und ich aßen. Danach gingen wir zum Bed & Breakfast, wo Mama und Papa früher mal übernachtet hatten und liefen von da aus zum Hafen. Dann liefen wir zurück und ich ging schlafen, konnte aber wegen meinem vollen Magen sehr schlecht einschlafen. Eine interessante Beobachtung: Hier trinke ich wesentlich weniger als zuhause, das geht aber auch. Heinrich Polke hat keine Eier und Michael Miller sollte sich was schämen. Jetzt ist es 11.15 Uhr und ich war gerade alleine im Lidl hier einkaufen. Papa trinkt heute kein Bier, deswegen kaufte ich nur: Scones, Shortbread und Cola light. In einer halben Stunde wollen wir los, eine Bustour machen. Mittlerweile ist es 17.15 Uhr und wir sind seit ca. einer Stunde wieder hier. Wir sind gegen zwölf mit dem Bus nach Ballycastle gefahren mit Day-Tickets für je 8 Euro. Der Busfahrer fuhr wie eine gesenkte Sau. "Treibauf" nannte ihn meine Mutter. Die Busfahrt war als Sightseeing-Tour gedacht, um den schönen Streckenabschnitt am Meer zu sehen. In Ballycastle gingen wir in ein Café, wo Mama und Papa ein Stück Kuchen aßen und wir Kaffee tranken. Ich probierte nach anfänglichem Zögern die Kuchen. Mama hatte Minzkuchen und Papa irgendwas mit Karamell. Dann fuhren wir mit dem Bus um 14.35 Uhr nach Coleraine. Dieser Busfahrer war noch schlimmer als der erste, was das Rasen betrifft. In Coleraine stiegen wir dann in einen Bus nach Portrush um. Dieser Bus war ein Doppelstöcker mit mehreren Schulkindern an Bord. Gegessen habe ich heute die paar Stückchen Kuchen, einen Cranberry-Scone mit Clotted Cream und zweieinhalb Scheiben Käse. Freitag, 10.6.2022. Gegessen habe ich gestern dann nach dem Scone nichts mehr, auch kein Bier getrunken. Heute Nacht habe ich sehr gut geschlafen, nachdem ich so gegen halb acht ins Bett bin. Mama meinte gestern, so wie ich mich hier ernähre, nehme ich wahrscheinlich ab. Zunehmen würde ich auf keinen Fall. Jetzt ist es gleich 12 Uhr. Mama sagte mir heute morgen, sie habe mein Buch gelesen und hatte zwei bis drei Fragen dazu. Ich habe ganz schön oft meinen Zustand - sie bekomme das wohl nicht immer mit. Das zweite war das mit Marianne, dass sie mich in die A-Gruppe einordnen würde. Und das dritte war die positive Entwicklung mit den hohen Tönen. Als Mama über Marianne redete, wurde ich kurz unleidlich. Als es dann um meine Zustände ging, bekam ich wieder meinen Zustand. Mama meinte, das mit meinen Zuständen sei doch gar nicht so schlimm. Nur eine Feststellung. Sie habe nicht mit Dr. Priller geredet - dazu habe sie gar keine Zeit. Danach war ich mit Papa bei Lidl. Da hat es angefangen zu nieseln. Jetzt warten wir darauf, loszugehen. Papa und Mama haben sich gestritten um eine Wheetabix, das Papa gegessen hat. Jetzt ist Papa zum Bahnhof. Jetzt ist es 17.45 Uhr. Heute Mittag wollten wir zu einem Castle gehen. Papa hatte gesagt, er wolle nicht am Strand entlang gehen, was wir befolgten und was sich dann als Fehler herausstellte. Wir liefen die ganze Zeit an einer vielbefahren Straße entlang und gelangten schließlich nicht ans Castle. Mama sagte, das sei die schlimmste Wanderung ihres Lebens gewesen. Auf dem Rückweg nahmen wir den Bus und hatten denselben Busfahrer wie gestern. Wir stiegen in Portrush aus und liefen dann in der Stadt herum. Dann setzten wir uns in ein Strandlokal. Papa hatte ein Café gefunden, indem es "English breakfast" geben sollte und ich schlug vor, gleich dorthin zu gehen. Ich wollte zunächst wegen meiner Diät kein Breakfast essen, entschied mich dann aber anders und aß eine kleine Portion. Mama aß eine große Portion und Papa "scrambled eggs". Anschließend gingen wir noch in das Strandlokal von vorhin und tranken ein Bier, Mama ein kleines, ich ein großes. Auf dem Rückweg redete Papa etwas über die Engländer und wie sie heizen würden. Ich kam auf den Engländer von Andrea Bassing und ob das damals tatsächlich so gewesen sei, wie ich es eben damals gedacht habe, also, ob es den Engländer von Andrea Bassing gegeben habe etc.. Das erzählte ich Mama. Mama meinte, dass das alles sicher so gewesen sei, und daran zu zweifeln Zeitverschwendung. Dann machten wir auf Papas Wunsch einen Umweg über die Strandpromenade und ich bekam meinen Zustand. Dann legte ich mich zuhause hin und schnell wurde es besser. Samstag, 11.6.2022. Mama und ich waren gestern noch im Lidl: Orangenmarmelade einkaufen. Jetzt ist es 15.30 Uhr. Heute morgen sind wir gegen 11 oder so von unserem Haus mit gepackten Koffern zur Zughaltestelle gelaufen und dann nach Coleraine gefahren, wo unser Zug 40 Minuten Aufenthalt hatte. Dann ging die Fahrt eine Dreiviertelstunde weiter bis nach Londonderry ("Derry"), wo uns unser Herbergsbesitzer Deee (für Damien) abholte. Auf der Fahrt zu unserem Appartment erzählte er uns über die Geschichte Nordirlands, der britischen "Invasion", und dass der Brexit zur Wiedervereinigung Irlands führen werde - in 7 Jahren. Jetzt ist es 17 Uhr. Mama erzählte mir vorhin, dass in 7 Jahren ein Referendum stattfinden würde, das im Good Friday Agreement festgeschrieben worden ist. Vorhin war ich mit Papa Lebensmittel kaufen. Wir wollen noch etwas warten, bevor wir uns auf machen in die Stadt. Um in die Stadt zu gelangen, müssen wir den Fluss überqueren. Sonntag, 12.6.2022. Gestern sind wir mit dem Bus nach Derry reingefahren. Um kurz nach 18 Uhr war das. Dann suchten wir Mamas und Papas Pub, in dem sie gewesen waren. Damals hieß es "The Castle". Der Pub war aber umgebaut worden und hieß jetzt irgendwas mit Fiona. Auf der Suche bekam ich meinen Zustand mir war schlecht. Mama sagte: Trink ein Bier, dann geht es besser. Wir liefen noch etwas durch die Pubs und gingen schließlich zu dem Fiona Pub zurück. Dort war es sehr laut. Wir setzten uns in eine Ecke und tranken Bier. Mama ein kleines, Papa und ich ein großes. Dann setzten sich dicke Frauen neben uns, 4-5 Stück. Papa und ich tranken zwei weitere Pints, danach schlug Mama vor, so gegen halb neun, zu gehen, was wir dann auch taten. Wir gingen zur Bushaltestelle, jedoch würde der nächste Bus erst in einer Dreiviertelstunde fahren. Also nahmen wir für sieben Pfund ein Taxi. Zuhause ging ich dann ins Bett. Jetzt ist es 10.45 Uhr. Heute ist Sonntag, und wir wollen nach Derry rein und eventuell zum Lidl - wir müssen noch warten, weil Mama sich die Haare gewaschen hat. Jetzt ist es 19 Uhr. Wir sind heute Morgen nach Downtown Derry gelaufen über die Brücke. Dann musste Mama aufs Klo und so landeten wir im Einkaufszentrum. Dort tranken wir einen Kaffee und Mama und Papa aßen einen Scone. Anschließend waren wir auf der Stadtmauer. Als es zu regnen begann, gingen wir in die Guild Hall (umsonst). Danach waren wir im Visitors Centre, wo wir eine Liste mit Pubs und Live-Musik bekamen. Danach gingen wir auf der Stadtmauer weiter. Dann gingen wir nochmal ins Einkaufszentrum und saßen dort im McDonalds für einen Kaffee und Pommes (meine erste Mahlzeit heute). Danach gingen wir einkaufen im Iceland (Cola light). Danach - es war schon nach vier Uhr - wollten wir Live Music hören im Rosy Pub. Doch da war nichts, also gingen wir weiter in Rocket Chair, wo auch nichts war. Jedoch tranken wir dort ein Pint Bier. Danach fuhren wir um fünf Uhr mit dem Bus zurück. Zuhause angekommen gingen Papa und ich noch in den Eurospar. Dort kauften wir ein Bier. Dienstag, 14.6.2022. Gestern blieben wir bis fünf vor zwölf in der Wohnung. Danach fuhren wir mit dem Bus in die Stadt. Wir planten, um halb drei die Führung in der Bogside mitzumachen. Als erstes gingen wir in einen 1-Pfund-Laden und kauften ein paar Kleinigkeiten (Mama ein Lineal, ich Prinzenrolle). Danach gingen wir zum Craft-Laden von Mama, wo sie sich einen Ring kaufte, während Papa und ich im Cottage-Café einen Kaffee tranken. Papa aß noch einen Scone und später, als Mama dazukam, trank sie noch einen Tee. Danach machten wir uns zum Visitor-Center auf, wo die Tour stattfinden sollte. Wir zahlen 7,50 Pfund each und dann begann die Tour. Unser Führer war Terry aus Derry und erzählte uns, wie 1972 am Bloody Sunday Demonstranten in die Enge getrieben wurden und dann scharf geschossen wurde. Nach der Tour, die wirklich sehr gut war und 1 ? Stunden dauerte gingen wir noch in einen Pub und zwar in die Thirsty Goat. Ich trank ein Red Ale, Mama ein kleines und Papa ein Guinness. Danach tranken Papa und ich noch ein Guinness. Mittwoch, 15.6.2022. Gestern blieben wir noch bis kurz vor zwölf in der Wohnung, ehe wir uns mit gepackten Koffern auf nach Derry Town machten. Wir setzten uns wieder ins Café "The Cottage". Mama aß einen Crepe und ich dann auch. Um ca. halb drei machten wir uns zum Busbahnhof auf. Der Bus sollte um 15 Uhr fahren. Im Bus selbst von Derry nach Dublin wenig los. Unsere Karten hatten 10 Pfund each gekostet. Die Fahrt dauerte 3 Stunden und 40 Minuten und wir kamen genau pünktlich am Terminal 2 in Dublin an, wie Mama bemerkte. Im Terminal selbst war ein Spar-Supermarkt, wo ich zweimal eine Cola light kaufte. Wir saßen zunächst im zweiten Stock, dann entdeckte Papa Ledersessel im ersten Stock, wo wir uns dann schlafen legten. Ich hatte zwar die ganze Zeit die Augen zu, schlief aber nur wenig. Um 5 Uhr oder so wurden wir von einer Kaffee-Dame geweckt, dass hier nicht geschlafen werde. Wir waren bei Weitem nicht die einzigen, die das gemacht hatten. Um 5.30 Uhr machten wir uns auf ins Terminal 1, wo unser Flug nach Nürnberg um 8.40 Uhr gehen sollte. Es war sehr sehr viel los. Bei der Sicherheitskontrolle wurde Papas Schweizer Offiziersmesser konfisziert, das auf dem Hinweg noch mitgegangen war. Außerdem die beiden Gläser Orangenmarmelade. Dann warteten wir noch ein bis zwei Stunden am Gate auf den Flug. Der Flug verlief problemlos und wir bekamen sogar noch den 30er Bus zum Wegfeld. Dann fuhren wir mit der Straßenbahn. Zuhause das Trauerspiel mit der Waage: Immer noch 99 Kilo. Das kann aber nicht stimmen. Vögel holen erst um 19 Uhr bei Hannah, da sie Tennis spielt. Freitag, 17.6.2022. Gestern bin ich um ca. 17 Uhr heimgefahren. Es war ja Feiertag gewesen, weshalb ich nichts einkaufen konnte. Heute war die Arbeit dann eher einfach, Marianne war nicht da und ich musste nur die gelben Federn machen. Jedoch bekam ich gegen Arbeitsende meinen Zustand, der auch noch bis nach Hause reichte. Dann hörte er auf, als ich meine Mutter erreichte. Als ich dann um 13.54 Uhr in den Bus einstieg, war der Zustand wieder ziemlich stark. Als ich zuhause ankam, hörte ich bei den Gutermuts laut so etwas wie: "Ihr macht das, wenn ich im Urlaub bin." Als ich dann mit meiner Mutter redete sagte ich immer: Em Em Em. Und: Ich wollte schon von ner Brücke springen, aber das darf ich keinem erzählen, sowie den Satz von den Gutermuts und "Was denkst du fünf Sekunden vor dem Tod?". Mama sagte, dass von den Gutermuts sei nicht schlimm und habe mit mir nichts zu tun. Als es mir wieder besser ging, überlegte ich wegen der Karlsruhe-Reise bzw. der Sylt-Reise, kam aber noch nicht zu einem Ergebnis. In Karlsruhe gibt es wohl nur Mehrbettzimmer und die Sylt-Reise wäre von Würzburg aus mit dem ICE viel günstiger. Mama meinte heute wegen meinen Zuständen, dass es "viel Schlimmeres" gebe. Am Nachmittag fragte ich sie dann, ob ich Heinrich vergessen solle, worauf sie meinte, den solle ich begraben. Desweiteren fragte ich sie, was wäre, wenn die Zustände nicht weniger würde. Darauf meinte sie, dass wisse sie auch nicht, fügte aber hinzu, dass sie die Zustände nicht für gefährlich halte. Samstag, 18.6.2022. Heute morgen ging Mama, da es heute sehr heiß werden sollte, schon so um halb zehn zur Straßenbahn, um zu Optik Schlemmer am Weißen Turm zu fahren, da sie eine neue Brille brauchte. Sie fragte Papa und mich, ob wir sie begleiten würden zum Aussuchen der Brille. Ich war zurückhaltend, Papa auch, sodass Mama kurzerhand alleine losfuhr. Ich redete mit Papa über Sylt - er will mir am Nachmittag Bescheid geben, ob er mitfährt. Dann fuhr Papa doch los mit dem Rad in die Stadt. Ich entschloss mich kurz nachdem er weg war, auch in die Stadt zu fahren. Ich fuhr bis Hallertor und orientierte mich dann mit Google Maps. Als ich ankam, war die Entscheidung schon fast gefallen. Das Ganze dauerte nochmal 15 Minuten. Dann fuhr Papa heim und Mama und ich gingen noch in C&A. Mama: Lange Hose, ich: Socken, Boxershorts, T-Shirt, Kurze Hose. Dann fuhren wir mit der 4 heim und gingen noch in Aldi, Mama wollte für Papa Sekt kaufen. Jetzt ist es kurz vor vier. Um drei hat Papa mir mitgeteilt, dass er mit nach Sylt fährt. Das gefällt mir. Sonntag, 19.6.2022. Gestern bin ich dann noch mit dem Bus nach Erlangen gefahren. Das Ziel: E-Werk, wo eine Comic-Veranstaltung mit Party stattfinden sollte. Jedoch war ich in Erlangen dann so müde, dass ich es bleiben ließ. Ich wollte erst wieder mit dem Bus zurück nach Nürnberg fahren, jedoch war ich auch dazu zu müde. Heute morgen bin ich dann mit dem Bus nach Nürnberg zurückgefahren. Papa war mit Jens in der Stadt unterwegs, als ich ankam. Ich legte mich in die Sonne. Zum Mittagessen mit Mama bekam ich dann meinen Zustand. Ich versuchte ihr zu erklären, warum mich die Trigger-Wörter "weiß" und "machen" so verwirren. Sie sagte, dass ich den größten Teil meiner Psychose mit dem Umgebrachtwerden schon bewältigt habe. Das sei der "dickste Brocken" gewesen. Das würden die meisten, denen es so geht wie mir, gar nicht schaffen. Jetzt versuche man nur noch mich dabei zu halten. Sie stelle sich das vor, so wie bei einer Sekte. Wenn jemand aussteigen wolle, versuche man es mit seinen Schwächen. Dann redeten wir noch über Sabine, die sich ja gar nicht raus wage. Was für Eltern sie habe, fragte meine Mutter. Ich sagte: Vater Techniker und Mutter eine kleine Angestellte. Nach diesem klärenden Gespräch geht es mir wieder deutlich besser. Montag, 20.6.2022. Gestern fuhr mich Papa dann noch heim und ich schaute Willkommen Österreich. Heute morgen kam ich etwas schwer aus dem Bett. Ich stellte den Wecker um 8 Uhr, stand aber um 7.45 Uhr auf. Die Arbeit ließ sich heute etwas schwer an. Tilman war da, Petra war da. Es ging dann aber. Auf dem Rückweg war ich noch in der Norma Eier kaufen und bekam auf dem Weg meinen Zustand. Als ich Mama erreichte, ging es wieder. Später am Nachmittag kam dann noch LSD-Gefühl dazu. Ich war heute nicht mehr draußen, da das Wetter zu schlecht ist. Ich las im Marquez "Hundert Jahre Einsamkeit" die ersten 50 Seiten und schaute nochmal Willkommen Österreich. Dienstag, 21.6.2022. Gestern ging ich erst so um 22 Uhr ins Bett, da ich mich noch fit fühlte. Heute morgen stand ich etwas schwer um 7 Uhr mit dem Wecker auf. Die Psychotherapie startete wieder damit, wie es mir ergangen sei und ich erzählte ihm von meinem Nordirland-Urlaub, der gut aber auch etwas anstrengend gewesen sei. Dann erzählte ich ihm, dass ich schon wieder in Urlaub nach Sylt fahre und dass Hannah dabei sei. Ich fragte ihn ein paar Sachen zu Hannah, was er davon halte und über meine Beziehung zu ihr. Er musste zweimal Husten bei dem Thema. Dann erzählte ich ihm noch, dass ich mich manchmal im Alltag angespannt fühle, z.B. an der Kasse beim Einkaufen. Da würde ich immer "schnell schnell" machen. Er sagte dazu, man müsse an einer für alle stressigen Supermarktkasse einen Mittelweg finden zwischen "schnell" und "langsam", da ja auch noch andere in der Schlange stünden, die drankommen wollten. Dann fragte er mich am Ende noch nach den hohen Tönen, wie ich das sehe und ich sagte, ich sehe das nach wie vor so, dass das nicht funktioniere und werde auf dieser Erkenntnis aufbauen. Mit Dr. Weinland hatte er noch nicht telefoniert. Nach der Therapie wollte ich zuerst in die Stadt. Jedoch war da eine Baustelle, sodass ich erst in Lidl ging und dann heim, wo ich Mama vor ihrem Studium Generale erreichte. Ich machte dann Pause und fuhr dann gegen 11 Uhr in die Stadt, um ein Buch von Peter Sloterdijk zu holen für Mama und Orangensirup. Außerdem wollte ich in den Schlossgarten doch der war geschlossen wegen des Schlossgartenfestes. Mittwoch, 22.6.2022. Heute morgen aufgestanden. Ich hatte gut geschlafen. Tief und fest. Dann erreichte ich Mama um 8.15 Uhr, sie erzählte mir etwas von ihrem gestrigen Literaturtreffen mit Stefan von Frackstein. Sie habe ein altes Foto gesehen. Plötzlich bekam ich mein Stimmchen. Im weiteren kam dann das Ehm ehm ehm hinzu. Sodass ich dann entschied, mich von der Arbeit zu entschuldigen. Robert war dran. Der Tag verlief dann sehr ruhig. Ich aß Backcamembert und Zaziki. Um 16 Uhr ging ich in den Aldi einkaufen. Donnerstag, 23.6.2022. Heute morgen nach dem Aufstehen um ca. 8.30 Uhr auf meinem Handy ein Anruf vom Kopfklinikum. Dr. Weinland sei erkrankt. Endergebnis: Ich gehe dennoch hin, um meine Spritze zu erhalten. Ich fuhr mit dem Bus hin. An der Bushaltestelle traf ich Petra Matinke, die mich aber nicht erkannte. Ausstieg beim Maximiliansplatz. Dann Anmeldung und danach alle Untersuchungen (EKG, Blutentnahme und Spritze). Danach wollte ich zu Endlas-Keller, aber auf dem Weg fiel mir ein, dass ich das Rezept vergessen hatte. Auf dem Rückweg: Stromausfall im gesamten Klinikum. Ich bekam das Rezept aber noch - unterschrieben von einem Arzt Armin Marsch. Danach lief ich zur Stadtbibliothek, in der ich mir zeigen lassen musste, wo die Bücher mit der Signatur "Ak" stehen. Ein Roman von Thomas Mann. Danach lief ich zum Hauptbahnhof. 290Er stand gar nicht auf der Liste, also entschied ich mich, eine Station zu laufen. Danach lief ich ganz heim. Auf dem Weg hatte ich meinen Zustand, der bis zum meinem Eintreffen zuhause nach 1 Std. 15 Minuten angehalten hatte. Dann erreichte ich Mama, die meinte, ich könne ja auch noch später zu Entlas-Keller fahren. Das machte ich dann, jedoch wurde mir auf dem Weg dahin komisch, sodass ich auf Höhe des Lidl umdrehte und dort Bier und Cola light kaufte. Danach fuhr ich heim und hatte wieder den Zustand. Zuhause wurde es aber schnell besser. Samstag, 25.6.2022. Gestern ging ich etwas unmotiviert zur Arbeit, aber sie ging. Tilman war da, setzte sich aber woanders hin. Dann kam noch Stefan, der einmal laut hustete. Irgendwann rastete er auf der Toilette aus und schrie herum. Ich sagte, dass ich nächste Woche im Urlaub bin. Außerdem erfuhr ich, dass Marianne nächste Woche im Urlaub ist. Zuhause packte ich meinen Koffer und wartete recht lang, bis drei Uhr, bis Papa mich abholte. Mit Willi. Ich ging noch in Aldi einkaufen. Jetzt ist es 10.20 Uhr und ich habe vorhin mal nach langer Zeit nach Andrea Bassing gegoogelt und in Facebook geschaut. Sie hat nach fünf Jahren Facebook-Abstinenz mehrere Sachen gepostet, u.a. mit Bildern ihrer Kinder. Das habe ich Mama erzählt, die ich fragte, ob es gut sei, dass ich nach Andrea Bassing geschaut habe. Sie fragte mich, wie ich mich dabei fühle worauf ich sagte: Ganz OK. Meine Internetseite zeigt die Fehlermeldung 502 (Bad Gateway). So um 11.15 Uhr habe ich mit meiner Mutter geredet. Ob Heinrich in den Knast ginge, wenn mir etwas passiere. Sie sagte: "Ja, aber du weißt schon, dass man in Deutschland auch wieder aus dem Knast rauskommt." Ich fragte sie noch, ob es rund ginge, wenn ich irgendwie zu Tode gekommen sei, woraufhin sie sagte: "Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass du bald tot bist." Und zweimal zu dem, dass es rund ginge: "Natürlich" und "Ja klar." Dann hat sie von Eva Warnecke eine Whatsapp-Nachricht erhalten, dass Jens einen schweren Fahrradunfall hatte und im Gesicht operiert werden muss. Als Mama die Nachricht erhielt war sie sehr schockiert: "Ouh!" rief sie laut aus und war danach eine zeitlang vor Schreck wie erstarrt. Dann erzählte sie mir, was sie gerade gelesen hatte. Danach fuhr sie ohne mich - ich wollte nicht - in die Stadt, um ihre Brille abzuholen. Sie wird Papa treffen und dann - evtl. allein - zum Graffelmarkt nach Fürth fahren. Montag, 27.6.2022. Gestern war ich dann mit Papa und Mama zum Bahnhof gefahren mit den Öffentlichen, um Mama zum Zug zu bringen. Meine Internetseite funktioniert wieder. Am Nachmittag war ich mit Papa noch beim Theo Radler trinken. Um ca. halb fünf fuhr ich mit dem Bus nach Erlangen. Heute morgen ging ich dann frohen Mutes zur Arbeit, denn es sollte der letzte Arbeitstag vor dem Urlaub sein. Ich dachte, dass Marianne nicht da sei, weil Andreas vom Treff gemeint hatte, sie sei nächste Woche in Urlaub, aber sie war da. Außerdem war Tilman da und Petra. Jedoch ging die Arbeit herum. In meiner Wohnung machte ich dann noch sauber. Ich nahm den Bus nach Hause um 13.34 Uhr. Zuhause war Papa. Ich ging nochmal in den Aldi - Süßes kaufen. Um fünf brachten wir die Vögel zu Renate. Morgen 6.15 Uhr aufstehen und dann mit Straßenbahn und U-Bahn zum Hauptbahnhof und dann nach Sylt. Ich kenne einen Mann, der keine Eier hat. Wie heißt er? Heinrich Polke heißt er. Heinrich Polke hat keine Eier. Mittwoch, 29.6.2022. Gestern war die große Fahrt nach Sylt. Papa und ich standen um 6.15 Uhr auf. Dann fuhren wir mit den Öffentlichen zum Bahnhof. Dann Fahrt im RE nach Würzburg mit 9 Euro-Ticket: Im recht vollen Zug bekamen wir noch einen Platz. In Würzburg dann Einstieg in den leeren ICE nach HH Altona. In Altona dann noch schneller Einstieg in den RE nach Sylt, der nicht überfüllt war, dass man stehen musste. Mama traf uns am Bahnhof und Papa und ich liefen zur Ferienwohnung, während Mama mit dem Bus zu den Shanty-Singern ging. Papa und ich tranken Bier und gingen dann zur Hannah, die im Nebengebäude ist. Heinrich Polke ist ein kleines Bonzensöhnchen, das keine Eier hat. Donnerstag, 30.6.2022. Gestern fuhren wir um 12 Uhr mit dem Bus nach List. Dort liefen wir dann etwas herum. Dann fuhren wir wieder zurück. Am Abend waren wir mit Hannah und Jochen Pinsa essen. Ursula hatte mir zum Namenstag gratuliert und ich hatte geantwortet. Heinrich Polke hat keine Eier. Jetzt ist es 17 Uhr und ich war heute Morgen mit Papa in der Nordsee schwimmen. Mama war davon absolut begeistert. Dann ging ich mit Mama zum Hausfrauenmarkt, der mich aber dann doch nicht interessierte. Um ca. 13,30 Uhr ging ich mit Papa los zum Bus nach Hörnum. Mama wollte nicht mit weil ihr zu heiß war und Hannah und Jochen fuhren mit dem Rad zur Kupferkanne. In Hörnum liefen Papa und ich etwas auf und ab und tranken ein Bier. Dann fuhren wir zurück. Freitag, 1.7.2022. Gestern war dann noch Sundown-Drink am Strand mit Hannah und Jochen. Ich bin ein bisschen früher gegangen, weil ich um neun doch recht müde war. Am Nachmittag war ich noch im Aldi einkaufen gewesen - Jochen hatte mir zuvor den Fahrradschlüssel gegeben. Samstag, 2.7.2022. Mama ist gestern morgen aufs Festland gefahren: Nolde-Museum. Um 14 Uhr erst machten Papa und ich uns auf nach Morsum. Papa hatte das vorgeschlagen. Dort gingen wir an dem bekannten Morsumer Kliff entlang. Zurück fuhren wir wieder mit dem Bus und stiegen beim Aldi aus, wo wir ein paar Sachen kauften. Auf dem Rückweg bekam ich meinen Zustand. Hannah wollte zum Tennisschauen vorbeikommen, tat das aber dann doch nicht. Heute morgen wollte Mama mit mir zu einer Führung über Westerland, ich wollte dann aber doch nicht. Heinrich Polke ist ein feiger Versager, der keine Eier hat. Sonntag, 3.7.2022. Gestern war Mama dann recht eingeschnappt. Sie will nurmehr nur allein in Urlaub fahren. Um 18 Uhr trafen wir uns mit Hannah und Jochen am Strand. Jochen hatte Pizza geholt. Sie wollten ursprünglich nur bis 20 Uhr bleiben, woraus dann aber 20.30 Uhr wurde. Ich trank ca. nur ein Bier. Dann gingen wir heim. Jetzt ist es kurz nach 16 Uhr. Hannah kam heute morgen nochmal vorbei und brachte Nutella und Öl vorbei. Dann fuhren die beiden um ca. 11 Uhr zurück. Ebenfalls kurz vor elf machten wir uns auf zum Ringreitkampf auf Pferden in Keitum. Mit dem Bus. Als wir dort ankamen: Zuerst Pause bis 14 Uhr. Also gingen wir nach Keitum hinein zur Kirche St. Severin. Dort schauten wir uns um und fanden auf dem Friedhof das Grab von Rudolf Augstein. Dann gingen wir wieder zum Ringreitkampf und wurden Zeuge des neuen "Prinzen". Der "König" solle erst heute um 18 Uhr gekrönt werden. Dann gingen wir zum Bus. Im Bus selber wurde mir wieder schlecht. Als wir zurück zur Wohnung liefen war es noch etwas schlimmer. In der Wohnung: Em Em Em. Dann legte ich mich hin und es war schnell wieder vorbei. Am Abend brachte ich dann noch Mamas Fahrrad zurück. Montag, 4.7.2022. Jetzt ist es 16.50 Uhr. Heute morgen stand Mama etwas früher auf. Wir wollten zum Morsumer Kliff gehen. Wir fuhren mit der Linie 4 um 11 Uhr dort hin. Als wir das Kliff zur Hälfte umrundet hatten, setzte plötzlich Regen ein und wir wurden pitsche patsche nass. Ich hatte noch nicht mal eine Jacke dabei. Also machten wir uns nach kurzer Unterstell-Pause auf den Heimweg. Dort kamen wir so 13.30 Uhr an. Wir zogen unsere Sachen aus. Papa kochte Reis mit Gorgonzola. So gegen halb vier wollte Mama mit mir Schuhe kaufen, jedoch bekam ich meinen Zustand und Mama bot mir an, ich könne auch zuhause bleiben. Jetzt ist es 18 Uhr. Mama ist zurück. Sie sagte wir hätten prima Schuhe kaufen können. Sie sagte auch, auf die Zustände würde sie nicht mehr so acht geben. Mittwoch, 6.7.2022. Gestern war die Heimfahrt von Sylt. Papa und ich standen um 7 Uhr auf. Um 8.15 Uhr begaben wir uns zum Bahnhof Westerland. Von dort unproblematische Fahrt mit dem Regionalexpress nach Hamburg Altona. In Altona hatten wir etwas Aufenthalt und Papa wollte mit mir den Lidl suchen. Als wir draußen entlangliefen, rief eine Punk-Bettlerin mir nach: "Schönster Mann der Welt". Ich begriff, dass ich angesprochen war, drehte mich um, sah das blonde, hübsche Mädchen aus dem Augenwinkel, das mir mit ihrer Freundin zuwinkte und erwiderte: "Schönste Frau der Welt". Wir gingen weiter und setzten uns in ein Café, wo wir Kaffee und Franzbrötchen aßen. Papa sagte auf meine Frage hin, was ich mir denken solle bei dem wie ich von der Punk-Bettlerin angesprochen wurde, "nichts" und "die wollte nur dein Geld". Außerdem sagte er, mit so einer würde ich mich doch nicht abgeben wollen. Als wir etwas später mit dem ICE Richtung Würzburg losfuhren, summte Papa. Mama meinte später, dass es sich dabei tatsächlich um eine Anmache gehandelt habe. Im ICE trank ich eine Dose Flens-Bier. Als wir in Würzburg zu früh ankamen, schlug Papa vor, uns doch ein Bier zu kaufen. Wir tranken zusammen eine Dose Becks. Im Zug nach Nürnberg bekam ich dann meinen Zustand, der für mich etwas qualvoll war. Papa hatte im ICE etwas gesagt über "Zustände, die die Welt noch nicht gesehen hat" - bezogen auf einen Gasstopp Russlands. Heute morgen fragte ich Mama, ob sie glaube, dass die Zustände schlimmer würden. Sie sagte, dass sie das nicht glaube. Sie würden eher besser und kürzer. Heute morgen auf der Waage zuhause 98,9. Also nicht zugenommen in Sylt. Jetzt ist es 19.30 Uhr. Am Nachmittag habe ich im Deichmann für 20 Euro Schuhe gekauft und war im Schlossgarten. Um 17 Uhr habe ich mit Mama telefoniert. Donnerstag, 7.7.2022, Heute morgen stand ich etwas widerwillig auf. Ich verzichtete darauf, Mama vor der Arbeit anzurufen. Die Arbeit war einfach. Shorty und Robert mussten zu Bruder fahren, nur die eine Anne war da um uns zu beaufsichtigen. Auch um 12 Uhr rief ich Mama nicht an, jedoch in der Apotheke in Tennenlohe, wo ich meine Spritze vorbestellte. Gestern Abend bin ich dann noch auf die Idee gekommen, da die JH Karlsruhe keine Einzelzimmer mehr anbietet, nach einem Campingplatz zu schauen. In Durlach gibt es einen. Jedoch fand ich ein billiges Hotel ibis budget, ebenfalls in Durlach für 69 Euro die Nacht. Um 17 Uhr habe ich das heute einzige Mal mit Mama telefoniert. Sie meinte, öfter zu telefonieren mache ihr auch nichts aus. Außerdem erzählte sie, was heute so vorgefallen war. Freitag, 8.7.2022. Arbeit war heute OK, gegen Ende etwas stressig. Ich ging noch in Aldi und bekam auf dem Rückweg meinen Zustand. Ich rief Mama an (Ehm Ehm), die mich beruhigte. Später fuhr ich nach Tennenlohe, um die gestern bestellte Spritze abzuholen. Ich war noch im Edeka einkaufen. Um 15.30 rief ich Mama an unser 17 Uhr Telefonat. Montag, 11.7.2022. Am Samstag machte ich mir Käsespaghetti und trank Bier. Ursprünglich wollte ich ins E-Werk gehen, aber ich schlief ein und ging dann letztlich nicht mehr ins E-Werk. Am Sonntag stattete ich dem Scheßlitzer Weg einen Kurzbesuch ab. Danach fuhr ich mit dem 290er zur Schwabachanlage und lief dort etwas herum. Und fand den Biergarten "Steinbach-Bräu". Die Rückfahrt zur Röntgenstraße war etwas komplizierter. Heute ging ich etwas widerwillig zur Arbeit. Ich hatte sogar angerufen, wann die Nachmittagsarbeit ist, entschied mich dann aber um. Die Arbeit ging dann gut vorbei. Heinrich Polke hat keine Eier, da er sich mir nicht Mann gegen Mann stellt. Mittwoch, 13.7.2022. Gestern nahm ich mir meinen freien Tag und war im Schlossgarten. Ein Mädchen schaute mich an. Abends Treffen mit Mama und Papa beim Griechen in Tennenlohe mit Fistelstimmchen. Heute Arbeit OK, Linda da, sie würde sich im Oktober mit mir treffen. Eine andere Szene auf der Arbeit: Christian will mir das viele Laufen ersparen. Mama meinte, das sei nur nett gemeint gewesen. Telefon heute nur um 17 Uhr. Mama hat sich mit Eva Warnecke getroffen. Jens hat sich beide Vorderzähne ausgeschlagen. Donnerstag, 14.7.2022. Heute um 10 Uhr sollte die Fahrt nach Großhabersdorf ins Schwimmbad stattfinden. Es ging erst 10.20 Uhr los und sollte bis 14.30 Uhr dauern. Mit dabei: Thomas, Christian, Holger, Andreas und meine Wenigkeit. Also: Nur Männer. Daniela aus dem Treff ist schwanger von Alex. Sie wirkt nicht glücklich damit und ist von ihm getrennt. Das Schwimmbad war OK, ich war auch im Wasser. Ein kleines Schwimmbad. Wenig los. Wir aßen Pommes und ich trank eine Cola. Eine Fahrt dauerte 40 Minuten. Um 14.45 Uhr waren wir wieder da. Auf dem Rückweg vom Treff ging ich mit meinem Rest Bargeld noch in Aldi einkaufen: Cola und Schokolade. Ich zu Mama: Ich brauche dringend eine Freundin. Mama: Das denke ich auch. Freitag, 15.7.2022. Heute begann die Arbeit etwas stressiger. Ich hatte wieder morgens nicht mit Mama telefoniert. Shorty und Philip saßen bei mir im Raum. Gegen halb zwölf wurde mir komisch und ich bat um eine Pause, die ich bekam. Auf dem Rückweg war mir dann weiterhin nicht gut, jedoch wartete ich, bevor ich Mama anrief. Als ich sie anrief, war mir schon wieder etwas besser. Doch ich äußerte einen Gedanken, den ich hatte: "Der traut sich gar nicht mehr raus". Mama war ganz entspannt und sagte, dass wir das im Fall der Fälle "auch wieder wegbekämen". Danach war mir gut und ich entschied mich dagegen, abgeholt zu werden. Sonntag, 17.7.2022. Gestern brachte mir Mama Lotte vorbei. Ich blieb in Erlangen. Ich war noch im Schlossgarten und brachte Bücher zur Stadtbibliothek zurück. Am Nachmittag war ich noch in Tennenlohe. Gegen 17 Uhr trank ich Bier, entschied mich jedoch dagegen, ins E-Werk zu gehen, was erst um 22 Uhr angefangen hätte. Dienstag, 19.7.2022. Am Sonntag war ich kurz im Schlossgarten zu einem Chorkonzert, ging aber bald wieder. Am Nachmittag fuhr ich noch nach Tennenlohe. Gegessen habe ich Käsespaghetti und morgens Kekse. Gestern war dann wieder Arbeit. Ich sollte heute "Sitze" machen, was nicht so schön war. Um 11 Uhr bekam ich meinen Zustand, arbeitete aber trotzdem durch. Der Zustand dauerte bis zuhause. Ich rief Mama nicht an, sondern wartete, bis der Zustand vorbei war. Irgendwann gegen 15 Uhr rief ich sie dann an. Mama ist im Urlaub mit Papa und den Warneckes am Chiemsee und das Netz dort ist sehr schlecht. Whatsapp funktioniert nicht. Jetzt ist es 9.20 Uhr und ich habe einen Psychiater-Termin in der Uni-Klinik. Heute soll es sehr heiß werden - bis zu 40 Grad. Jetzt ist es 16 Uhr. Ich war heute morgen in der Kopfklinik, bekam die Spritze und wurde gebeten, 30 Minuten auf Dr. Weinland zu warten. Ich wartete draußen im Schatten. Er kam dann und erzählte mir, er müsse mir etwas mitteilen: Er werde das Klinikum verlassen, in den nächsten Wochen, um zu habilitieren. Wir redeten noch über Organisatorisches und den Konsiliarbericht, den wir bzw. er ausfüllten. Mama meinte, dass das Uniklinikum eben scheinbar ein Karriere-Sprungbrett sei. Um 14 Uhr wollte ich nach Tennenlohe fahren, kehrte aber gleich wieder um. Es ist einfach zu heiß. Jetzt ist es 18.30 Uhr. Ich war in Tennenlohe und habe mit Mama telefoniert. Ihr erzählte ich, dass ich mich bei Dr. Weinland etwas eingeschüchtert gefühlt habe. Das sei überhaupt kein Problem, meinte Mama, das ginge ihr auch oft so bei bestimmten Menschen. Donnerstag, 21.7.2022. Gestern war die Arbeit OK, es gab als Essen türkische Pizza. Der Tag war noch heißer als heute, dennoch machte ich mich gegen 16.30 Uhr in der Gluthitze mit dem Bus auf nach Hause, wo ich den Garten gießen sollte. Das machte ich und übernachtete zuhause. Ich hörte das ???-Hörspiel "Angriff der Computer-Viren", das auf dem USB-Stick war. Ich aß noch einiges Zuhause. Heute morgen machte ich mich um kurz nach neun auf nach Erlangen. Auf der Homepage von der Hausärztin fand ich die Abholzeiten für die Rezepte und es passte, wenn ich in einer halben Stunde losfahren würde. Das Rezept hatte ich per Kontaktformular vorbestellt. Als ich dort war, sehr viele Leute vor der Praxis. Doch ich bekam schnell mein Rezept und löste es gleich in der Bärenapotheke ein. Freitag, 22.07.2022. Heute morgen war Anne Kotzur auf der Arbeit, die ich schon ein paar Monate dort nicht gesehen habe. Meiner Ansicht nach hatte sie etwas zugenommen. Rosa sagte, es seien heute so viele Leute. Am Anfang hatte ich nichts zu tun, da der BIG-Auftrag zuende gegangen war. Dann machte ich mich an die gelben Greifer. Shorty war oft in meiner Nähe, auf dem Klo war der Wasserhahn kaputt, sodass man seine Hände bei den Mitarbeitern waschen musste. Um 11.10 Uhr wurde mir komisch, jedoch arbeitete ich durch. Zuhause ging es dann zunächst, bis ich Hannah und Mama schrieb, dass ich heute und morgen die Blumen gießen könne. Der Zustand war ziemlich heftig. Mir war sehr schlecht. Mama und Papa befanden sich gerade im Zug. Montag, 25.7.2022. Am Samstag habe ich Wolfgang vor dem E-Werk getroffen. Er sagte, er sei bzgl. der Familienplanung "unentschlossen". Ich war dann noch selber im E-Werk. Heute Arbeit normal. Einfach. Als Mama und Papa zurück aus dem Urlaub kamen, stand die Terrassentür offen. Ich bin mir eigentlich sehr sicher, sie gestern zugemacht zu haben. Papa und Mama haben erstmal alles überprüft, scheinbar fehlt nichts. Mittwoch, 27.7.2022. Gestern ist hat mein Psychotherapeut die Psychotherapie verschlafen, sodass ich umsonst hingefahren bin. Auf der Arbeit war Marianne wieder da. Es war kein Auftrag da, sodass wir die ganze Zeit Pause machten. Linda war da. Ihr letzter Tag, sie kochte Spaghetti Bolognese. Es gab Gebäck, das Marianne mitgebracht hatte. Es war der letzte Tag vor Karlsruhe. Ich habe viel gegessen mit Eis, da es der Abschied von Linda als Praktikantin war. Bis Oktober ist sie weg. Zuhause habe ich am Abend Bier getrunken. Um 18 Uhr hat mich Manuel angerufen. Er sagte häufig "cool" und erzählte, er habe sich den Fuß umgeknackst im Odenwald. Er will in Zukunft öfter telefonieren. Donnerstag, 28.7.2022. Um 7 Uhr aufgestanden. Fahrt um 9.32 Uhr mit der 290 zum Hauptbahnhof. Am Gleis nach Nürnberg treffe ich Elena, die jemanden abholt. Der Zug ist sehr voll und zu spät. In Nürnberg Umstieg in RE nach Stuttgart. Erst saß ich im Fahrradabteil, dann nachdem Fahrräder eingeladen wurden, im normalen Abteil. In Stuttgart Umstieg in RE nach Karlsruhe. Es setzte sich jemand neben mich. Beide Züge (Stuttgart, Karlsruhe) erträglich voll, was auch daran liegt, dass sie sehr lang waren. Ausstieg dann in Karlsruhe Durlach und mit dem Bus zur Ottostraße, wo das IBIS Hotel ist, klappte problemlos. Aldi direkt neben der Tür. Am früher Abend: Kurzer Spaziergang durch das Viertel. Freitag, 29.7.2022. Aufgestanden nach kurzer Nacht. (0 Uhr im Bett, schon um 6.30 Uhr Lärm auf dem Flur. Gestern ein paar Bier getrunken und überlegt, noch zum Schloss Gottesaue zu fahren. James Bond würde um 21.30 Uhr aufgeführt werden. Das war mir aber dann zu spät, da der Film annähernd 3 Stunden dauert. Außerdem kannte ich ihn ja schon. Mama riet mir davon schließlich ab. Heute morgen Frühstück kaufen beim Aldi. An der Rezeption zahlen für die 2te Nacht. Dann bis 10.40 Uhr geschlummert. Danach mit dem Bus 42 zum Schloss Gottesaue gefahren. Dort habe ich ein Bier aufgemacht. Von Gottesaue mit der Straßenbahn 2 zur Uni-Bib, wovon ich dann zur Uni-Bib, zum RZ und den Wiwi-Bauten und BVerfG gelaufen bin. Zu meiner Überraschung fuhr die Straßenbahn jetzt unterirdisch. Von der Haltestelle Marktplatz (Pyramide) mit der 2 zum ZKM. Überall habe ich Fotos gemacht. Dann mit der 2 zum Schloss Gottesaue. Von dort mit der 42 zurück. Ich sah ein hübsches schwarzhaariges Mädchen. Sie hustete, trank Bier und rauchte. Als ich zurückkam, war mein Zimmer geputzt worden. Ich ging nochmal in den Aldi, kaufte Wraps und machte dann Siesta. Mama meinte, das Mädchen anzusprechen sei schwer. Samstag, 30.7.2022.Heute morgen um halb 8 Uhr aufgestanden Aldi: Franzbrötchen. Dann Checkout, warten auf den Bus, der aber nicht kam. Dann zu Fuß zum Bahnhof Durlach. In Durlach war der Zug voll. Dann Umstieg in Stuttgart. In Cannstadt stieg ein hübsches Mädchen ein. Ich fragte sie: "Willst du dich da hinsetzen". Sie sagte aber dass sie sich nicht hinsetzen wolle. Mama meinte, das sei aber lieb von mir gewesen. Diese Möglichkeit zu nutzen, um nach der Nummer zu fragen, meinte Mama: Eher nein. Das Mädchen stand die ganze Zeit am Sitz neben mir und machte mit dem Handy rum. Kurz vor Ende der Zugfahrt setze sich eine andere Frau auf den Sitz vor mir und schüttelte immer den Kopf. Dann wurde im Abteil viel gehustet. In Nürnberg angekommen: Menschenmassen auf dem Bahnsteig. Ich ging runter zur U-Bahn nach Friedrich-Ebert-Platz. Mama hatte mich gebeten, mit den Öffentlichen heimzufahren. In der Straba Richtung Schleswiger Str. wurde mir komisch. Ich traf Margit Biener: "Dir scheints ja gut zu gehen." Dann saß ich mit Mama unten. Ich fragte sie nach den Hortensien und sie meinte, dass sei nicht schlimm, dass sie so vertrocknet seien. Papa hatte die Köpfe der Blumen abgeschnitten. Kurze Zeit später fragte mich Mama: "Geht's dir gut?" Sie sagte, sie hätte genauso gut fragen können: "Langweilst du dich?". Sonntag, 31.7.2022. Heute morgen bin ich nach Hause gefahren. Zuhause war es OK. Auf meine Frage, wann man sich angreifbarer mache, ob wenn man selbstständig sei oder man nicht selbstständig sei, meinte Mama ganz klar, wenn man nicht so selbstständig sei. Papa fuhr mich nach dem Essen so um halb drei heim. Montag, 1.8.2022. Heute morgen entschied ich mich spontan, einen Urlaubstag zu nehmen. Ich rief zunächst Mama an, die mir davon abriet, da ich die Urlaubstage noch irgendwann brauche. Jedoch entschied ich mich während des Telefonats mit Mama das genau so zu machen. Mal ausprobieren, wie es ohne Caritec ist. Ich rief an, Marianne ging dran und wünschte mir einen schönen Urlaubstag. Um 9.10 Uhr war ich im Aldi. Dienstag, 2.8.2022. Ich habe gestern Mittag mit Mama geredet über meine Pläne, eventuell eine Caritec-Pause zu machen, wenn das denn geht, oder die Caritec ganz dranzugeben. Mama war dagegen. Sie redete von der "Tagesstruktur", die ich bräuchte. Papa war in Regensburg, wodurch ich wieder Konsequenzen durch Dr. Priller fürchtete. Ich habe dann noch meinen Zustand bekommen. Mama versuchte, mich zu beruhigen. Ich sagte, ich würde gleich aus dem Fenster springen und Mama meinte: "Was soll denn dann der Willi von dir denken." Heute Nacht gut geschlafen. Heute morgen Therapie. Diesmal war er da. Ich fragte ihn, was denn letzte Woche losgewesen sei und ob das öfter passiere, was er verneinte. Er entschuldigte sich. Dann gab ich ihm den Konsiliarbericht. Zu meinen Plänen, die ich gestern hatte, eventuell eine Pause bei der Caritec einzulegen hatte er keine klare Meinung. Ich erzählte ihm, wie gut es mir ginge und dass ich gar nicht mehr denken würde, umgebracht zu werden. Mittwoch, 3.8.2022. Gestern war Mama am Telefon noch schockiert davon, dass ich eventuell kündigen wolle. Ich versuchte sie etwas zu beruhigen. Sie sagte aber, ich solle mal nach einer Auszeit fragen. Ich besprach mit ihr meine Pläne, nur noch einmal am Tag zu telefonieren, was sie glaube ich zuerst noch nicht so gut fand. Heute morgen vor der Arbeit legte ich vorsichtshalber das Handy in den Keller. Heute morgen dann Arbeit: Grillfest. Keine Arbeit. Das ganze war locker, OK. Wir saßen unsere Zeit ab und um 11.30 Uhr gab es dann Schweinesteaks und Bratwürste und Salate. Inge fragte mich, ob ich nächste Woche Mittwoch wieder mit ins Schwimmbad gehen wolle. Nach der Arbeit ließ ich erst mein Handy im Keller, nach so 45 Minuten dann entschied ich mich anders. Ich konnte Mama aber über ca. 1 ? Stunden nicht erreichen, sodass ich es wieder in den Keller legte. Irgendwann machte ich mich dann auf bei 34 ?C in den Schlossgarten, kaufte in der Norma noch Eis und Smarties. Im Schlossgarten las ich zehn Seiten aus Mamas georgischen Buch. Donnerstag, 4.8.2022. Heute morgen wollte ich zur Arbeit. Als ich ankam, saß nur Christian da und alles war leer. Marianne war noch da und sagte, dass sie mich eigentlich auch verständigen hätte sollen. Sie hat eine Blasenentzündung, deshalb hat die Caritec zu. Also fuhr ich wieder heim. Ich war dann um ca. 12 Uhr in Tennenlohe und bin um 15.15 Uhr noch in die Stadt in den Schlossgarten gefahren. Auf dem Rückweg habe ich wieder das LSD-Gefühl bekommen. Im Moment warte ich auf 17 Uhr, das Telefonat mit Mama. Freitag, 5.8.2022. Heute morgen rief ich auf der Arbeit an, dreimal, nach 8 Uhr und niemand ging ran. Also ging ich davon aus, dass die Caritec noch geschlossen hatte. Dann war ich im Aldi einkaufen und sah Ralf Stallwitz. Ich überlegte darüber nach, was Elena aus dem Bernhard-Rüther-Haus erzählt hatte, nämlich, dass das Bernhard-Rüther-Haus ins Haus Rafael umziehen würde. Ich erzählte es Mama, die meinte, nie im Leben käme ich da wieder hin, wenn ich das nicht selber wolle. Ich bat Mama, mich abzuholen, damit ich mit in die Pfalz fahren kann. Jetzt ist es 14.30 Uhr und ich warte auf sie. Sonntag, 7.8.2022. Am Freitag war ja keine Arbeit und ich ließ mich, da mir etwas langweilig war, von Mama abholen. Ich wollte ursprünglich mit in die Pfalz fahren, überlegte es mir dann jedoch anders. Ich fuhr gegen zwei Uhr mit dem 290er wieder nach Hause zurück. Heute sind meine Eltern weg und ich fahre gleich nach Hause, um Babysitting bei den Wellensittichen zu machen. Montag, 8.8.2022. Gestern war ich so drei Stunden zu Hause und trank noch das Bier, das Papa mir dagelassen hatte. Dann fuhr ich mit dem 290er zurück. Heute morgen rief ich auf der Arbeit an: Marianne war wieder da. Sie sagte, sie sei immer noch krank. Auf der Arbeit zeigte mir Christian dann, wie man den neuen Auftrag montiert. Gegen halb zwölf wurde mir komisch und ich fragte nach einer Pause, die ich machen durfte ("Klar.") Ich machte einen Spaziergang um den Weiher. Zuhause rief ich nicht als erstes Mama an, sondern versuchte, mit meinem Zustand alleine klar zu kommen. Er ließ relativ schnell nach, sodass ich noch in den Aldi fuhr. Dort kam er wieder, hielt bis zu Hause, ließ dann aber wieder nach. Jetzt lese ich Nino Haratischwili: "Das Achte Leben". Dienstag, 9.8.2022. Heute morgen stand ich sehr früh auf (6.30 Uhr) und ging nicht zur Arbeit. Ich rief Mama an, die mir heute Willi bringen sollte. Zu Hause war alles in Ordnung gewesen, diesmal keine Tür offengestanden. Hannah wäre noch da gewesen. Mama kam erst gegen 14.15 Uhr, sie hatte noch einen Friseurtermin bei Ibu. Sie konnte mich beruhigen mit dem Kündigen, dass das gar nicht passieren würde, dass mir sowas rausrutsche und wenn dann wäre das auch nicht schlimm. Anna hat jetzt Corona und war im Heim bei Heiner und Hiltrud, das macht Mama etwas Kummer, dass sich die beiden vielleicht angesteckt haben könnten. Dann fragte ich noch nach Heinrich, was sei, wenn der jetzt Familie hätte. Ich äußerte die Vermutung, dass mich das auch nicht umhauen würde, worin ich mit Mama übereinstimmte. Sie meinte noch, was der mich denn überhaupt noch kümmere. Heinrich Polke hat keine Eier. Mittwoch, 10.8.2022. Heute morgen stand ich so um 7 Uhr auf, nachdem ich gestern etwas länger wach war. Ich trank nur zwei Cola light bis 10 Uhr, wo ich zum Treff losmusste. In der längeren Zeit fing ich an, Matrix Resurrections anzuschauen. Im Treff war heute wenig los. Um 10.30 Uhr ging es los. Mit dabei: Inge, Holger und eine Petra, die ich noch nicht kannte. Das Schwimmbad war ganz schön, ich war zweimal schwimmen und aß Pommes und eine Breze. Als wir um 15.15 Uhr zurückkamen, wollte ich im Lidl noch Waschmittel kaufen, das gab es aber nicht mehr. Auch gab es nur Schwip Schwap als Light-Produkt. Um 16 Uhr rief ich Mama an. Sie sagte, ich könne morgen arbeiten gehen. Donnerstag, 11.8.2022. Heute morgen fühlte ich mich, vielleicht auch nach dem ganzen Essen gestern, ziemlich fertig, sodass ich nicht zur Arbeit ging. Gegen eins war ich nochmal in Tennenlohe. Ich telefonierte wieder nicht mit Mama, erst um 17 Uhr. Auf diesem Weg erfuhr ich von einem Unfall, den Papa beim Joggen hatte. Er sei angefahren worden. In der Spielstraße. Der, der ihn angefahren habe, hätte laut Papas Aussage seinen Führerschein abgenommen bekommen, wenn Papa die Polizei gerufen hätte. Samstag, 13.8.2022. Gestern wollte ich zur Arbeit, da kam mir Ulla entgegen: Heute keine Arbeit. Ich traf noch Shorty, der sagte, er dürfe alleine die Caritec nicht aufmachen. Er erinnerte mich nochmal daran, dass am Montag Feiertag sei. Danach ging ich noch in den Aldi einkaufen. Zuhause las ich 100 Seiten in "Das Achte Leben" von Nino Haratischwili. Bin jetzt auf Seite 400. Um 17 Uhr telefonierte ich mit Mama, die bei Dr. Priller gewesen war. Ich könne doch einen Tag heimkommen an meinem langen Wochenende. Sonntag, 14.8.2022. Gestern morgen aß ich Nutella-Kekse und Gummibärchen. Dann holte ich gegen halb zehn das Handy aus dem Keller und rief Mama an. Wir redeten über Dr. Priller. Er habe mit ihr hauptsächlich über Heiner gesprochen - sie soll da nicht so viel machen. Dann habe er sie gefragt, ob sie denn auch noch eine Freude im Leben habe, worauf sie sagte, dass ich ihre große Freude sei. Im Telefonat vereinbarte ich mit Mama, dass ich nach Hause komme. Als ich zuhause ankam: Husten bei den Dietrichs. Arno war das wohl. Im Laufe des Nachmittags kam dann Manuel vorbei, der seine Kinder abholen musste. Wir saßen ewig auf unserer Terrasse, so zwei Stunden. Er sagte nicht, dass ich abgenommen habe, aber dass ich mir engere T-Shirts kaufen könne. Die Kinder kamen immer, so zehnmal, und störten Manuel. Wir redeten über die Sopranos, Bücher, Fargo. Am Abend saß ich dann mit Mama im Wohnzimmer und fragte sie, ob ich jetzt heimfahren solle. Sie sagte immer: "Das musst du wissen." Ich entschied mich dann dagegen heimzufahren, ging zu Aldi und dann klingelte auch schon Wolfgang an der Tür und wir saßen bei uns auf der Terrasse. Er geht seit seiner Herzerkrankung gar nicht mehr weg und trinkt keinen Alkohol. Montag, 15.8.2022. Heute ist der katholische Feiertag Mariä Himmelfahrt. Ich war bisher nur in Tennenlohe und habe etwas nachgedacht über meine Situation. Dann habe ich versucht, die Ergebnisse von meinem Spanisch-Test zu bekommen, woran ich bisher gescheitert bin. Dienstag, 16.8.2022. Gestern bekam ich gegen 16.30 Uhr das LSD-Gefühl. Als ich mit Mama telefonierte, veränderte sich meine Stimme. Sie fragte mich, wie lange ich das schon habe ich sagte seit 40 Minuten. Nach dem kurzen Telefonat wurde mir dann schlecht. Aber nach ca. 1 Stunde hatte sich das dann gegeben. Ich habe gestern überlegt, vielleicht wieder keinen Alkohol zu trinken, weil Wolfgang das so machen muss nach seiner Operation. Jetzt ist es 15.20 Uhr. Ich war heute morgen in der Psychotherapie und erzählte dem Therapeuten, den ich heute das erste Mal ganz ohne Maske sah, von meinen Handy-Versuchen. Er sagte, das sei gut. Wie ich mich dabei fühle etc. Zu Alkohol-Abstinenz hatte er keine klare Meinung. Nach der Therapie fuhr ich gleich in die Uni-Klinik, wo ich ca. 9.20 Uhr eintraf. Es war viel los und ich fragte, ob ich die Spritze jetzt schon haben könne, da ich gerade in der Gegend gewesen sei. Ja, aber ich solle Geduld haben. Ich bekam noch das neue Rezept, aber den nächsten Termin solle ich ausmachen, wenn ich bei Dr. Marsch sei. Sein Termin am 8.9. ist zu früh, um mir die Spritze dann schon im vierwöchigen Rhythmus zu geben. Ich fuhr noch in den Lidl. Zuhause las ich in "Das Achte Leben" von Nino Haratischwili. Und fuhr nach Tennenlohe. Aktuell warte ich auf das Telefonat mit meiner Mutter. Zitat Mama: "Was kümmert dich der Heinrich noch?" Mittwoch, 17.8.2022. Heute morgen Arbeit OK. Marianne nicht da. Es gab Wienerle zu essen. Nach der Arbeit dann erst mal Pause. Um 16 Uhr fing ich an "Das Achte Leben" zu lesen. Um 17 Uhr rief ich Mama an, der ich zunächst erzählte, dass ich den Spanisch-Test bestanden habe. Danach erzählte sie mir, dass sie sich heute den Arm gebrochen habe, als sie mit dem Fahrrad hingefallen sei. Der Arm ist jetzt eingegipst, es hätte aber auch schlimmer kommen können. Papa meinte, wir könnten nicht nach Essen fahren und ich stimmte dem zu, obwohl Mama meinte, wir könnten ruhig fahren. Donnerstag, 18.8.2022. Heute morgen ging ich nicht zur Arbeit. Ich war ziemlich früh in Tennenlohe um meine Spritze abzuholen und Schwip Schwap zu kaufen. Um 12 Uhr telefonierte ich wie gestern mit ihr abgemacht, mit Mama. Sie sagte, dass Papa den Campingplatz gecancelt habe, ebenso wie sie ihr Hotel. Dann las ich in "Das Achte Leben". Im Moment (18.15 Uhr) habe ich heute 90 Seiten gelesen. Um 17 Uhr telefonierte ich nochmal mit Mama und sagte, dass ich am Wochenende einen Tag heimkommen würde. Samstag, 20.8.2022. Gestern war ich auf Arbeit und gegen 10.45 Uhr ist mir so schlecht geworden, dass ich ging. Dann holte ich sofort mein Handy aus dem Keller und rief Mama an, dass mir wieder so schlecht sei. Das ging dann so weiter, mir war immer weiter schlecht und ich rief immer wieder Mama an. Um kurz vor 17 Uhr legte ich das Handy dann in den Keller und dann wurde es wieder gut. Heute bin ich früh, um 8.14 Uhr mit dem 290er-Bus Richtung Nürnberg aufgebrochen. Dort angekommen, erzählte ich Mama, dass ich beschlossen habe, Heinrich zu vergessen, dass ich mich nicht mehr um ihn kümmern wolle. Das fand Mama ganz toll. Dann ging ich in Aldi und kaufte mir für heute Kekse etc.. Dann fuhr ich mit Papa in den Hornbach. Am Nachmittag machte ich mit Mama einen Spaziergang zu den Hühnern in Almoshof. Dort sagte sie mir, dass Selbstständigkeit sehr gut sei. Und dass man sich dadurch viel weniger angreifbar mache. Auf meine Frage hin, ob das Thema "Struktur" von ihr oder von irgendwelchen Ärzten komme, sagte sie, das käme von ihr. Man brauche so etwas. Mit meiner Selbstständigkeit könne ich mich unabhängig machen davon, was andere über das Bernhard-Rüther-Haus reden würden. Zu meinem Thema: "illegaler Download" in der letzten Zeit, aber geschützt mit Vpn-Tunnel, meinte ich, dass ich, falls ich erwischt werden sollte, damit auch fertig werden würde. Das meinte Mama auch und sagte, es gebe viel Schlimmere Dinge. Allerdings sei das nun was wirklich illegales, während Heinrich quasi nur ein Hirngespinst sei. Sie sagte auch, ich hätte sie nicht deshalb anrufen müssen, weil ich die Arbeit nicht geschafft hätte, so wie ich es am Freitag gemacht habe. Dienstag, 23.8.2022. Am Sonntag war ich noch bis 15 Uhr zuhause und bin dann mit dem Bus nach Hause gefahren. Gestern war die Arbeit OK. Allerdings kamen dann Tilman und Petra. Ich bin zur Arbeit gegangen, obwohl ich eigentlich Ferien habe. Am Ende meinte Shorty zu mir, wir müssten mit der Arbeit am letzten Freitag "mal schauen", da der Bezirk das so nicht akzeptieren würde, wenn ich nur zwei Stunden dagewesen wäre. Ich las noch 100 Seiten "Das Achte Leben" und telefonierte um 17 Uhr mit meiner Mutter, die sagte, ich könne doch ins Röthelheimbad gehen morgen. Das werde ich wohl gleich machen. JDienstag, 23.8.2022. Am Sonntag war ich noch bis 15 Uhr zuhause und bin dann mit dem Bus nach Hause gefahren. Gestern war die Arbeit OK. Allerdings kamen dann Tilman und Petra. Ich bin zur Arbeit gegangen, obwohl ich eigentlich Ferien habe. Am Ende meinte Shorty zu mir, wir müssten mit der Arbeit am letzten Freitag "mal schauen", da der Bezirk das so nicht akzeptieren würde, wenn ich nur zwei Stunden dagewesen wäre. Ich las noch 100 Seiten "Das Achte Leben" und telefonierte um 17 Uhr mit meiner Mutter, die sagte, ich könne doch ins Röthelheimbad gehen morgen. Das werde ich wohl gleich machen. Jetzt ist es 18.30 Uhr und ich war im Röthelheimbad. Kurz - so 45 Minuten. Ich las 10 Seiten im Haratischwili. 80 Cent Eintritt mit Erlangen Pass. Anschließend war ich noch im Aldi in der Henkestraße. Um ca. 13.30 Uhr war ich noch in Tennenlohe und kaufte Filter. Um 15 Uhr telefonierte ich mit Mama. Danach las ich den Rest "Das Achte Leben". Mittwoch, 24.8.2022. Heute morgen war Arbeit OK. Es gab Nudelauflauf zu Essen, von dem ich relativ viel aß. Nach der Arbeit kurz Norma und dann nach Hause. Von zuhause fuhr ich in die Stadt, um meine Uhr rDienstag, 23.8.2022. Am Sonntag war ich noch bis 15 Uhr zuhause und bin dann mit dem Bus nach Hause gefahren. Gestern war die Arbeit OK. Allerdings kamen dann Tilman und Petra. Ich bin zur Arbeit gegangen, obwohl ich eigentlich Ferien habe. Am Ende meinte Shorty zu mir, wir müssten mit der Arbeit am letzten Freitag "mal schauen", da der Bezirk das so nicht akzeptieren würde, wenn ich nur zwei Stunden dagewesen wäre. Ich las noch 100 Seiten "Das Achte Leben" und telefonierte um 17 Uhr mit meiner Mutter, die sagte, ich könne doch ins Röthelheimbad gehen morgen. Das werde ich wohl gleich machen. Jeparieren zu lassen. Der Uhrmacher hatte Urlaub. Also Juwelier Christ in den Arcaden. Die Frau meinte aber, sie könne das leider nicht reparieren. Also fuhr ich heim. Zuhause las ich in "Das Achte Leben". Um 17 Uhr Telefonat mit meiner Mutter. Währenddessen rief Dr. Priller an. Ich fragte Mama, ob das Treffen mit Hannah gut klappen würde. Sie sagte, dass wir uns treffen würden, würde ihr als Mutter das Herz aufgehen lassen. Donnerstag, 25.8.2022. Heute morgen traf ich Mama bei ihrem Orthopäden, damit sie mir die Uhr, die sie rausgesucht hatten, geben konnte. Mit der Uhr bin ich dann in die Stadt gefahren, zu einem Uhrmacher. Dort wechselte die Frau für 11 Euro die Batterie. Zu meiner schwarzen Esprit-Uhr sagte sie, sie müsse nachsehen, ob man das "Schloss" reparieren könne. Dazu solle ich in einer halben Stunde wiederkommen. In dieser halben Stunde ging ich in den Kaufhof und kaufte mir für 20 Euro eine Casio-Uhr. Anschließend ging ich noch für eine Viertelstunde in den Schlossgarten, wo mir bewusst wurde, dass ja jetzt das Poetenfest ist. Dann wurde mir schlecht. Ich holte meine Uhr ab und fuhr heim. Dort war mir noch eine Weile weiter schlecht. Am Nachmittag ging ich noch zu Aldi und kaufte u.a. Cola light. Um 17 Uhr holte ich mein Handy. Mama hatte geschrieben, dass der Orthopäde gemeint hatte, man müsse eventuell doch operieren. Entsprechend aufgelöst war sie dann, als ich mit ihr telefonierte. Sie meinte, dass sie mein Buch gelesen habe und dass es gut sei. Wegen morgen meinte sie, ich könne mir ja überlegen, ob ich arbeiten ginge und die Hannah treffe, oder ob ich das Treffen auf September verschieben würde. Samstag, 27.8.2022. Gestern war ich auf Arbeit. War OK. Dann telefonierte ich mit Mama. Papa meinte am Telefon, ich solle heimkommen, um ihm beim Tragen der Tür für die Toilette zu helfen. Ich sagte zu. Als ich zuhause ankam, war alles schon geschehen, Hr. Kabizki hatte geholfen. Ich blieb etwa eine Stunde zuhause, dann musste ich zum Treffen mit Hannah. Ich fuhr mit Straßenbahn und U-Bahn. Wir wollten uns - mit Jochen - im Espresso Lab treffen. Vorher holte ich noch das Buch "Der Mann ohne Eigenschaften" von Mamas Buchhandlung ab. Dann fing es an zu gewittern. Am Espresso Lab angekommen hatte Hannah mich angerufen. Ich solle in die Wilderstraße 18 kommen. Dort trank ich dann mit Hannah und Jochen eine Stunde Kaffee. Danach ging ich und fuhr vom Kaulbachplatz zurück nach Erlangen mit dem 20er nach Tennenlohe. Zuhause trank ich noch Bier und ging dann schlafen. Jetzt ist es 17 Uhr. Ich war heute morgen im Aldi und heute Mittag mit dem Bus in der Stadt beim Poetenfest und C&A. Um halb 4 habe ich noch mit Mama telefoniert. Sonntag, 28.8.2022. Gestern war ich noch im Aldi - hauptsächlich, um Gorgonzola zu kaufen. Heute morgen bin ich dann um 10.27 Uhr mit dem Bus zum Martin-Luther-Platz gefahren. Dort wollte ich Mama und Papa treffen zur Veranstaltung der Streifenhörnchen im Rahmen des Poetenfestes. Das ging eine Stunde, danach setzten Mama und Papa noch in ein Straßenrestaurant, tranken Bier und aßen Döner. Danach nochmal Schlossgarten. "Gil" von einer Fatma soundso. Danach fuhren Papa und Mama mich nach Hause. Mama hat morgen einen Termin beim Orthopäden. Es geht um eine eventuelle Operation. Dienstag, 30.8.2022. Gestern war ich nicht auf Arbeit und habe einen Tag Urlaub genommen. Ich war im Aldi einkaufen. Mama hatte um 11.10 Uhr einen Arzttermin in Erlangen bei Dr. Kuhr, wegen ihres Arms und eines MRTs. Als ich sie gegen 12.45 Uhr die frohe Kunde: Es muss nicht operiert werden. Wir telefonierten nochmal um 16 Uhr, wo Mama meinte, dass ich heute, an einem Urlaubstag und schönem Wetter eigentlich gut ins Röthelheimbad hätte gehen können. Das machte ich dann heute. Zuerst Termin bei Moritz Renn, der mich heute nach meinen Zuständen fragte und dann direkt von dort zum Röthelheimbad. Wieder 80 Cent Eintritt, dann Umziehen. Ich war so 3-4 mal im Wasser und las 100 Seiten im Haratischwili. Meine Sachen sperrte ich diesmal ein. Ich war von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr im Bad, gegen Ende kamen dann recht viele Familien mit ihren Kindern. Auf den letzten Seiten Haratischwili wurde mir komisch und ich fuhr vom Röthelheimbad nach Hause. Zuhause kurze Pause, dann fuhr ich noch in den Aldi Cola light kaufen. Jetzt ist es 18.45 Uhr. Ich war noch in Tennenlohe und habe um 17 Uhr mit Mama telefoniert. Im Telefonat mit Mama habe ich festgestellt, dass ich in diesem Sommer "ganz viel draußen" war: Vor allem im Schlossgarten. Mittwoch, 31.8.2022. Heute war ich in der Arbeit. Marianne war wieder da, ließ sich aber ganz selten blicken. Die Arbeit war OK. Es gab Semmelknödel zu essen. Danach Norma: Lebkuchen (jetzt schon!!!) und Smarties. Um 17 Uhr telefonierte ich dann noch mit Mama. Ich soll bei anständigem Wetter ins Röthelheimbad gehen, weil das nicht mehr lange möglich sein wird. Eventuell nicht mehr täglich telefonieren. Mama sagte dazu, sie würde etwas vermissen, aber letztlich sei es meine Entscheidung. Donnerstag, 1.9.2022. Heute morgen war ich im Röthelheimbad. Ich habe das komplette Buch "Das rätselhafte Archiv" vom Kosmos-Verlag gelesen. Danach noch Aldi. Und dann habe ich zuhause das Buch von Christiane Hennig angefangen. Um 17 Uhr Telefonat mit meiner Mutter. Freitag, 2.9.2022. Heute morgen war die Arbeit OK. Anne war da. Auf dem Rückweg traf ich meinen Nachbarn, den ich später noch ein zweites Mal traf. Ich war dann noch im Aldi. Jetzt warte ich auf das 17-Uhr-Telefonat mit Mama. Jetzt ist es 17.30 Uhr. Ich habe vorhin mit Mama telefoniert. Hannah hat sich für Pizza-Essen wegen Jochens Geburtstag angekündigt, ob ich nicht auch kommen wolle. Ich sagte Nein. Weiter habe ich mit Mama über meine Wohnung gesprochen, ob ich eventuell näher in die Stadt ziehen sollte, was sie diesmal verneinte. Sie hatte mal gemeint, dass ich in fünf Jahren immer noch hier wohnen würde, "wenn ich das wolle". Sie meint, ein Balkon wäre nicht schlecht. Aber sie sagt, meine Wohnung sei sehr gut, und die Nachbarn wären auch in Ordnung. Sonntag, 4.9.2022. Gestern rief ich gegen halb acht Papa an, ob er mich nach Hause holen könne, er sagte ja und wir verabredeten uns für neun Uhr. Zuhause redete ich dann viel mit Mama. Als wir einmal zu den Hühnern spazieren gehen wollten, mussten wir wegen ihrer Scheißerei wieder umkehren. Das holten wir dann am Nachmittag nach. Einkaufen im Aldi war ich gestern auch öfters, einmal traf ich Margit. Am Abend trank ich 2,5 Bier. Zum Thema "Heimkommen am Wochenende" meinte Mama, ich komme doch schon oft gar nicht mehr heim am Wochenende. Sie sagte, als sie jung war, war es für sie immer eine lästige Pflicht, nach Hause zu fahren. Und zu meinen Eltern selbst meinte Mama: "Immer bei den Alten rumhocken...". Gestern auf dem Spaziergang nach Almoshof bei den Hühnern meinte sie zu meiner jetzigen Situation mit der Grundsicherung und der Caritec, dass das ruhig auch auf ewig so bleiben könne. Sie meint, das ist OK so. Nach dem Almoshof-Spaziergang waren wir noch in der Forum-Apotheke für eine Creme für Mama und im Marktkauf. Ich hatte Mama gesagt, dass Wolfgang gesagt habe, seine Herzklappe "klappere" immer so. Das fand Mama auch komisch. Sie googelte dann aber und fand heraus, dass das mit metallernen Klappen durchaus sein kann. Dienstag, 6.9.2022. Gestern sah ich am Morgen die Wettervorhersage für die nächsten Tage. In den nächsten Tagen solle es nur regnen. Auch Google zeigte für Erlangen ab Dienstag nur Regen. Deshalb entschied ich, statt heute arbeiten zu gehen, erst morgen und stattdessen ins Röthelheimbad zu gehen. Das machte ich dann auch so, sagte Robert Bescheid, dass ich erst morgen komme. Ich war dann im Röthelheimbad. Danach war ich in meinem Aldi Cola light kaufen. Ich telefonierte nicht mit Mama an diesem Tag. Das erste Mal seit Jahren, an denen ich nicht mit meiner Mama telefoniert habe. Am Abend schaute ich das Wetter, plötzlich zeigte es für Erlangen nicht mehr Regen an, sondern nur leichte Bewölkung. Jetzt ist es 16.30 Uhr. Ich war heute morgen arbeiten. Ging ganz gut, heute Spaziergang mit Marianne. Nach der Arbeit Aldi und dann habe ich das Sylt-Buch von Christiane Hennig "Aber bitte mit Reet" fertig gelesen. Mittwoch, 7.9.2022. Heute morgen Arbeit. Es ging gut, bis mir dann um 11.15 Uhr schlecht wurde, sodass ich einen Spaziergang gemacht habe. Marianne hatte das gesagt, dass ich das machen solle. Am Essen nahm ich deshalb nicht teil. Zuhause wurde mir relativ schnell besser. Während der Arbeit hatte ich überlegt, ob ich Mama heute nicht, wie vereinbart, anrufen solle, sondern erst am Sonntag. Zuhause überlegte ich es mir gegen 15 Uhr anders und rief sie an. Sie war sehr erfreut von mir zu hören und meinte, drei Tage sei "zu lang". Sie sagte, sie würde gerne täglich mit mir telefonieren. Donnerstag, 8.9.2022. Heute morgen Termin bei Dr. Marsch im Uniklinikum. Um 11 Uhr. Ich fuhr so 9.25 Uhr los und war um zehn vor da. Ich machte an der Anmeldung einen Termin für die Spritze aus und ging dann zu Dr. Marsch, wo ich um 10.55 Uhr klopfte. Er kam kurz raus und sagte, es sei ja noch nicht elf. Er machte einen sympathischen Eindruck auf mich und bat mich, kurz meine Krankengeschichte zu erläutern. Dann machten wir einen neuen Termin aus und er verschrieb mir Spritze und Olanzapin. Zuhause rief ich meine Mutter an, die beim Orthopäden gewesen war. Dann las ich 50 Seiten im "Mann ohne Eigenschaften" und rief um 17 Uhr nochmal Mama an. Wir telefonieren erst am Sonntag, haben wir ausgemacht. Freitag, 9.9.2022. Heute morgen Arbeit. War ganz einfach heute. Julia war da und ich fragte sie, ob sie mal was mit mir unternehmen wolle, doch sie sagte: "Wie meinst du das? Im Rahmen des Treff gerne." Darauf sagte ich dann Ok oder so was, ich wertete das als Abfuhr. Als ich dann zuhause war, schaute ich Fernsehen. Queen Elizabeth ist gestern gestorben. Dann las ich im "Mann ohne Eigenschaften" bis jetzt (16.20 Uhr) vierzig Seiten. Samstag, 10.9.2022. Ich habe gestern noch meinen Zustand bekommen und um 17 Uhr mit Mama telefoniert, wo ich meine Em Em Geschichte hatte und krächzende Stimme. Es wurde dann aber bald besser, währenddessen las ich noch 10 Seiten in "Mann ohne Eigenschaften". Heute morgen war ich einkaufen im Aldi. Heute morgen wog ich so wenig wie nie seit 10 Jahren: 89.8 kg. Sonntag, 11.9.2022. Gestern las ich erst 50 Seiten im "Mann ohne Eigenschaften". Um ca. 13.30 Uhr machte ich mich auf zum C&A, um eine passende Hose zu kaufen. Dort fand ich eine passende mit der Größe 36-30. Eine zweite fand ich auch. Außerdem kaufte ich einen Gürtel und Boxershorts. Ich zahlte letztlich 65 Euro. Nach diesem Erfolg fuhr ich ins E-Werk, wo ein Tag der offenen Tür stattfinden sollte. Dort war allerdings nichts los, sodass ich kurz darauf wieder ging. Zuhause trank ich dann Bier und entschied mich kurzerhand, nach Hause zu fahren. Dort ging ich noch in Aldi und schaute anschließend am Abend mit Mama und Papa eine Quizshow mit Johannes B. Kerner. Heute wollen wir etwas zu Essen vom Picknick Pide holen. Montag, 12.9.2022. Gestern aßen wir dann noch unser Essen von Picknick Pide. Um 15.47 Uhr fuhr ich mit den Öffentlichen heim. Arbeit war heute sehr einfach, Marianne hatte Urlaub - nur Robert war da. Zuhause las ich bis jetzt (17.30 Uhr) 50 Seiten im Musil. Telefoniert habe ich heute nicht mit Mama. Ich hatte gesagt, dass ich mich vielleicht erst am Mittwoch melden würde. Morgen Psychotherapie und danach Spritze im Uniklinikum. Dienstag, 13.9.2022. Heute morgen Psychotherapie. Er sagte zu meinem Telefonieren, dass es Leute gebe, die gar nicht mehr mit ihren Eltern telefonierten, oder nur einmal im Vierteljahr. Er stimmte mir zu, dass, wäre ich 2010 und 2011 in Karlsruhe gewesen, es wahrscheinlich keine Zwangseinweisung gegeben hätte. Ich soll ausprobieren, wie es mir am besten gefällt mit Telefonieren und Heimfahren. Danach sollte die Spritze im Uniklinikum sein (9.30 Uhr ), aber auf dem Weg dorthin fiel mir ein, dass ich den Ausweis für die Spritze vergessen hatte. Ich überlegte, was ich jetzt machen solle, denn wenn ich zurückfahren würde, würde ich definitiv zu spät kommen. Erst wollte ich doch hinfahren, dann dachte ich aber, dass das ein Kuddelmuddel mit dem Ausweis werden würde, und ich lieber zu spät komme. Ich bekam dann die Spritze und die Schwester sagte, kein Problem. Auf dem Rückweg noch Lidl Cola light. Am Nachmittag war ich noch in der Apotheke, die gestern bestellte Spritze abholen. Mittwoch, 14.9.2022. Heute morgen Arbeit. Ging relativ einfach von der Hand. Ab 11.15 Uhr hatte ich meinen Zustand. Es gab Wienerle mit Brötchen zu Essen. Auf dem Rückweg war mir immer noch schlecht. Ich schrieb Mama, dass wir erst am Sonntag telefonieren sollten, worauf ich von ihr ein OK als Antwort bekam. Dann fuhr ich noch in den Aldi, Cola light kaufen und Süßigkeiten. Jetzt ist es 18 Uhr und ich habe noch 50 Seiten im "Mann ohne Eigenschaften" gelesen. Donnerstag, 15.9.2022. Heute nicht auf Arbeit gegangen, es ist ja mein freier Tag, und auch nicht mit Mama telefoniert. Im Aldi gewesen. Und 60 Seiten im "Mann ohne Eigenschaften" gelesen. Etwas über meine Situation nachgedacht. Zwei Eier gegessen. Das war's. Freitag, 16.9.2022. Heute war die Arbeit wieder einfach. Ich saß bei Christian. Zuhause putzte ich für 1 ? Stunden die Wohnung, anschließend las ich im "Mann ohne Eigenschaften". Irgendwann ging ich in den Keller und sah auf meinem Handy, dass Papa mir geschrieben hatte, dass Mama einen Muskelfaserriss im Oberschenkel habe. Sonntag, 18.9.2022. Gestern war ich einkaufen im Aldi (morgens) und in der Norma (abends) und zuhause. Ich ging nicht ins E-Werk. Heute morgen um 10 Uhr telefonierte ich mit Mama. Sie erzählte mir von ihrem Muskelfaserriss. Ich erzählte ihr von der Psychotherapie letzte Woche und fragte sie, ob Spanisch und das Konzert der Sporties für mich ein Problem werden würde, was sie verneinte. Sie lobte meine Fortschritte. Sie wäre auch nicht ins E-Werk gegangen gestern. Dienstag, 20.9.2022. Gestern war ich nicht auf der Arbeit. Ich hatte Schmerzen im rechten Arm bekommen. Ich rief Marianne an und sie sagte: "Willst du nicht zum Arzt gehen deshalb" und "Ciao." Was ich verneinte. Ich rief dann - außerplanmäßig - gestern Mama an. Sie würde heute am Dienstag nicht arbeiten gehen, da das ein Krankheitstag sei. Ich hatte ihr erzählt, dass ich am Sonntag eine Flasche Glühwein getrunken hatte, was sie auch nicht gut fand. Sie sagte, nur einmal die Woche zu telefonieren sei zu radikal. Sie hatte sich sehr gefreut über meinen Anruf, was sie gleich zweimal sagte. Sie meinte, "selbstständig" könne ich auch mit Telefonieren werden. Ich bekam dann am Nachmittag einen relativ heftigen Zustand, nachdem ich mein Handy zunächst in den Keller gelegt hatte und dann wieder geholt hatte. Auf dem Nach-oben-Weg begegnete mir meine Nachbarin, die etwas mit Geburtstag und 65 murmelte. Mittwoch, 21.9.2022. Heute früh wachte ich früh auf und überlegte, noch unter dem Eindruck des heftigen Zustands gestern, nicht zur Arbeit zu gehen. Ich rief Mama an, die mir davon abriet. Also ging ich hin. Es lief gut. Als Essen gab es Gemüseeintopf. Danach rief ich zuhause Mama nochmal an. Sie sagte, dass das toll sei. Und ich könne bei dem schönen Wetter doch nach Tennenlohe fahren. Das machte ich auch und war dort nochmal kurz einkaufen. Anschließend las ich 60 Seiten im "Mann ohne Eigenschaften". Ich telefonierte nochmal mit Mama, die morgen einen Orthopäden-Besuch wegen ihrer Schiene am Arm hat, die vielleicht abgenommen wird. Eventuell treffen wir uns zum Kaffee? Freitag, 23.9.2022. Gestern hatte Mama einen Termin bei Dr. Kuhr in Erlangen wegen ihres Arms und ihrer Schwellung an der Hüfte. Wir trafen uns so um 13.15 Uhr beim Beck bei der Lis. Wir tranken Kaffee und aßen Schokobrötchen, jedoch mussten die beiden schon gleich wieder gehen, da Papa einen Termin bei Dr. Blaul hatte. Samstag, 24.9.2022. Gestern Arbeit. Ließ sich etwas schwerer an, da Tilmann auch da war. Um 11.30 Uhr aß ich eine Breze, die Andreas mitgebracht hatte und mir wurde etwas komisch. Als ich ging, hatte ich etwas meinen Zustand. Zuhause erreichte ich Mama mit meinem Fistelstimmchen. Wir beließen es bei 14 Uhr, dass Papa mich abholt. Dann putzte ich. Beim Badputzen schoss es plötzlich an der Stelle, an der ich immer die Spritze bekomme. Ich dachte instinktiv, dass das ein Hexenschuss sei. Ich legte mich hin. Papa holte mich ab und es war etwas besser. Zuhause wurde es dann noch besser. Ich war noch im Aldi und ging nach den Nachrichten schlafen. Um 1 Uhr wurde ich wach und ging runter, wo Mama das letzte Match von Roger Federer ansah. Sonntag, 25.9.2022. Gestern war ich mit Papa bei den Hühnern und zweimal im Aldi einkaufen. Außerdem habe ich mich mit Mama darüber unterhalten, ob ich weiter heimkommen solle. Sie meint, dass sie das gut fände, besser, als nicht mehr heimkommen. Sie meint, ich habe, obwohl ich keine Familie habe, immer noch ein gutes Leben. Andere wären froh, wenn sie so ein Leben hätten. Ich habe Mama das mit dem "Froh-Sein" gerade nochmal gefragt und sie sagte, dass sie "überzeugt" davon wäre, dass andere gerne so ein Leben wie ich hätten. Jetzt ist es 16.30 Uhr und Papa hat mich heimgefahren. Vorhin habe ich Mama meine heutigen Gedankengänge mitgeteilt, nämlich, dass ich befürchte, falls ich gar nicht mehr heimkommen würde und meine Arbeit verlöre und dann in meiner Wohnung versacken werde, dass ich dann eventuell umgebracht werde. Mama konnte mich beruhigen: Sie kann sich einen derartigen Absturz gar nicht vorstellen. Montag, 26.9.2022. Heute morgen hatte ich auf Arbeit mein Handy dabei, da ich Christian anrufen wollte. Er rief mich von sich aus an auf das Telefon der Caritec. Wir treffen uns am Mittwoch um 18.30 Uhr. Um 10.45 Uhr wurde mir schlecht und ich rief Mama an: Em Em Em. Auch zuhause war mir noch schlecht. Irgendwann wurde es besser und ich rief Mama nochmal an. Dann legte ich das Handy in den Keller. Dann las ich etwas im Mann ohne Eigenschaften. Dann wurde mir schon wieder komisch, sodass ich das Handy aus dem Keller holte. Auf dem Hochweg begegnete mir die Nachbarin aus dem Erdgeschoss. Sie fragte mich: "Alles klar". Worauf ich ein "Jo" erwiderte. Jetzt geht es wieder. Morgen Psychotherapie und am Abend Spanisch. Dienstag, 27.9.2022. Heute morgen Psychotherapie. Ich sagte ihm, dass ich es ausprobiere, heimzufahren oder nicht, dass ich am Wochenende zuhause war. Ich erzählte ihm von meinem Nachbarn, der jetzt zum dritten Mal innerhalb zwei Wochen laute Monologe in der Wohnung über mir führe. Er fand das: "Komisch". Ich soll nochmal warten mit dem Klingeln und Zur-Rede-Stellen bei ihm, aber es dann auch tun. Er fand es gut, dass ich jetzt in einen vhs-Kurs gehe. Wir redeten nochmal über die Zustände. Der nächste Termin ist erst in knapp einem Monat, da er nicht da ist. Nach der Therapie ging ich in Lidl Cola light und Käse einkaufen. Zuhause legte ich mich hin, da ich heute Nacht sehr wenig geschlafen hatte wegen meines Nachbarn. Dann las ich den "Mann ohne Eigenschaften" und muss in 1 ? Stunden zum Spanisch Kurs "No me digas" in der vhs. Mittwoch, 28.9.2022. Gestern war ich im Spanisch-Kurs. Ganz gut, aber die anderen können so gut sprechen und sind z.T. sogar vom Niveau C1. Mama meinte danach, dass der VHS-Kurs "ein bisschen Leben" sei. Heute morgen eröffnete Mama mir, dass sie jetzt am langen Wochenende mit dem Feiertag am Montag eventuell mit Papa in Richtung Pfalz fahren würde, um u.a. Heiner und Dorothee zu besuchen. Papa hatte heute gesagt, er wolle fahren, da er Mama das Zugfahren mit ihrem Arm nicht zutraue. Dass ich dann eventuell am Wochenende nicht heimfahren kann, brachte mich etwas aus dem Konzept. Im Telefonat mit meiner Mutter beklagte ich mich über mein hartes Leben und die Arbeit und über das heutige Konzert zusammen mit Christian Stauber. Mama meinte dazu, man müsse mein Leben etwas entzerren, zwei Sachen auf einmal, gestern Spanisch und heute Konzert, seien eventuell zu viel. Sie meinte, ich solle nicht in meiner Wohnung bleiben und Bier trinken, sondern heimkommen. Meine Schwester habe viele Außenkontakte und ich nicht, deshalb wäre eine enge familiäre Bindung ratsam. Zu Wolfgangs Herz-OP meinte sie, dass sie tatsächlich so stattgefunden habe und man könne Wolfgang tatsächlich fragen, die Narbe zu zeigen. Donnerstag, 29.9.2022. Ich habe mich gestern dann um 18.30 Uhr mit Ute und Christian beim Kapadokya getroffen. Wir aßen dort Pommes mit Mayo und gingen dann so zehn vor sieben zum E-Werk. Dort lange Schlange, doch nach ca. 10 Minuten ging es sehr schnell beim Reingehen. Christian und ich kauften ein Bier und setzten uns zu Ute auf die Tribüne. Es war sehr sehr voll, 1200 Leute und es gab unten kein Durchkommen. Um 20 Uhr kam die Vorband, die eine halbe Stunde spielte. Dann nochmal 30 Minuten Pause. Dann kamen die Sportfreunde. Ich ging nochmal für Christian und mich Bier kaufen, oben, wo man noch durchkam. Ich fragte Christian nach seiner Handynummer, falls wir mal gemeinsam ins E-Werk gehen wollen. Ziemlich bald sagte er, er gehe mal eine rauchen und komme dann nicht mehr wieder, sondern stelle sich an den Rand. Ich blieb noch etwas allein zurück, nachdem ich mit Mama gewhatsappt hatte, ging ich dann auch. Heute morgen war wieder Lärm in der Wohnung über mir, aber zum Glück nicht mitten in der Nacht. Ich klingelte, aber niemand öffnete. Das machte ich am Nachmittag nochmal, ebenfalls erfolglos, sodass ich einen Zettel vor die Tür legte. Um 9 Uhr fuhr ich zum Rossmann in der Neumühle, um Deo zu kaufen, der sich dem Ende neigt. Dann ging ich noch in Lidl. Zuhause telefonierte ich mit Mama. Sie sagte, einmal die Woche telefonieren ist zu wenig. Einmal am Tag aber OK. Dann las ich den "Mann ohne Eigenschaften" zu Ende. Sonntag, 2.10.2022. Ich schreibe dies erst am Sonntag, habe es am Freitag und gestern vergessen. Am Freitag war Arbeit, die sich etwas schwer anließ. Petra war da und saß nahe bei mir. Als Aufsehperson war Robert da und Anne. Um 11 Uhr wurde mir komisch und ich fragte Robert, ob ich Pause machen könne, was er bejahte. So hielt ich bis 12 Uhr durch und fuhr nach Hause, wo mir noch etwas weiter komisch war. Um 17 Uhr holte ich das Handy aus dem Keller und rief Mama an, von der ich aber schon wusste, dass sie sich mit Dürr-Richardson und Petra Rentsch treffen würde. Ich rief ab 18 Uhr, wo "Schluss" sein sollte, immer wieder mal an, erreichte sie aber bis 20.15 Uhr nicht. Am Samstag ging ich in den Aldi einkaufen. Und aß das, was ich gekauft hatte, auch. Um 14 Uhr holte mich Papa ab, während Mama beim Friseur in Boxdorf war. Wir blieben noch etwas in meiner Wohnung und fuhren dann los. Beim Friseur traf ich Mama mit ihrem Friseur namens Ibu. Ich begrüßte ihn und sagte, ich hätte schon viel von ihm gehört. Auf dem Rückweg gingen wir noch einkaufen und kauften u.a. ein Hähnchen. Am Abend tranken Papa und ich Bier (Efes, Lidl-Bier und Aldi-Bier). Heute morgen stand ich um ca. 7 Uhr auf. Papa schlief etwas länger, so bis 8 Uhr. Was ich noch schreiben sollte, ist, dass Mama mir gestern geschrieben hat: "Planänderung." Sie würden doch nicht nach Dahn und Saarbrücken fahren, weil Papa ihr gesagt habe, mit ihrem Arm usw. sei das "zuviel". Auch Eva Warnecke redete, nachdem sie zuerst mit Papa telefoniert hatte, auf Mama ein. Sie solle Papa nicht so "unter Druck setzen". Heute jammert Mama die ganze Zeit rum: "Meine lieben Dorothee..." Sie sagte dann zu mir: "Aber ich habe ja noch dich." Mittwoch, 5.10.2022. Am Montag trank ich noch vier Bier und aß zwei Eier. Es war ein langweiliger Tag gewesen. Am Dienstag hätte ich am Abend den vhs-Kurs gehabt, bekam aber schon früh am Nachmittag meinen Zustand, sodass Mama sagte, dass ich nicht hingehen müsse. Mamas E-Mail-Konto wurde am Morgen geknackt und sie bekam lauter Anrufe von Bekannten, was los sei. Mein Zustand gestern war heftig. Ich sagte Mama, dass ich gestern vier Bier getrunken habe, aber auch sie meinte, dass es daran nicht liege, dass Bier aber generell nicht gesund sei. Heute morgen bekam ich mein Stimmchen und rief auf der Arbeit an, dass mir nicht gut sei. Papa meinte gestern, ob ich mit wandern gehen wolle heute. Donnerstag, 6.10.2022. Heute morgen Kaffeetrinken mit Mama und Papa, nachdem sie einen Termin bei Dr. Kuhr in Erlangen hatte. Das Kaffeetrinken war noch ganz OK, jedoch zerrte Papa immer wieder das Gespräch an sich. Mama meinte, ich solle eventuell mich vom Spanisch-Kurs abmelden, da die anderen so fortgeschritten seien. Und klar könne ich am Samstag ins E-Werk gehen.Dann sagte Mama, sie wolle jetzt bald gehen und ich sagte, ich ginge noch kurz auf Toilette. Als ich wieder kam, fragte ich, ob wir jetzt gingen und plötzlich wollte Mama doch noch bleiben. Ich war auf einmal stark verunsichert und sagte, aber ich würde jetzt gehen. Papa sprang auf und zerrte an meiner Kapuze herum. Als ich mir dann noch eine Breze gekauft hatte und ging, stand Papa breit gewinnerhaft grinsend draußen. Ich telefonierte heute noch mehrmals mit Mama, die meine Unsicherheit bemerkt hatte. Für mich steht fest: Das mache ich nicht mehr wieder. Samstag, 8.10.2022. Gestern war auf der Arbeit - obwohl Freitag - Marianne da. Die Arbeit ging aber. Ich hatte bei meinem ersten Corona-Test einen leichten Strich, sodass ich einen zweiten machen musste, der dann aber negativ war. Am Nachmittag brachte ich ein Paket für momox zur Post, das mir immerhin 27 Euro bringen soll. Heute um 12 Uhr will Papa vorbeikommen, um mir meine reparierte Uhr zu bringen und die Kette zu fetten. Jetzt ist es 14.30 Uhr. Papa hatte heute Verspätung und ich bekam meinen Zustand, als er da war und ich bat ihn, zu gehen, was er dann auch tat. Sonntag, 9.10.2022. Heute sollte der Ausflug mit dem Treff nach Honings sein. Jedoch rief mich um 11 Uhr Elena aus dem Treff an, Inge sei heute krank. Also kein Ausflug, was mir doch etwas entgegen kam. Um Mittag herum begann ich, mich auch krank zu fühlen, sodass ich mich hinlegte. Ich fuhr dann bei strahlendem Sonnenschein gegen halb drei nach Tennenlohe. Danach war ich wieder in meiner Wohnung, telefonierte mit Mama, die meinte, es sei besser, nach Hause zu kommen, als auf mich allein gestellt zu sein. Dann wurde mir immer so kalt, sodass ich einen weiteren Pullover anzog. Montag, 10.10.2022. Heute morgen entschuldigte ich mich auf Arbeit bei Marianne. Geschlafen hatte ich nicht so gut, sodass mich der Wecker um 7.30 Uhr erst weckte. Nach dem Telefonat mit Marianne schlief ich weiter. Telefonierte noch ab und an mit Mama. Um kurz vor 12 Uhr ging ich in den Aldi. Am Nachmittag fragte ich Mama, was es über mich heißen würde, wenn ich aus dem Fenster gesprungen sei. Mama meinte, das würde dann alles genau untersucht und wenn z.B. auf der Arbeit was wäre, dass die irgendwie Geld bekommen, würde das rauskommen. Dienstag, 11.10.2022. Gestern ging ich noch in den Keller, um mein Handy dort zu deponieren. Auf dem Rückweg traf ich meinen Nachbarn. Heute morgen gegen halb elf holte ich das Handy wieder: Mama hatte mich angerufen und sich nach meinem Befinden geäußert. Es war nicht besser als gestern, meine Stimme klang nasal. Mittwoch, 12.10.2022. Heute morgen Corona-Test: positiv. Ich rief Mama an, die mir riet, die Caritec anzurufen und den Termin am Freitag im Uniklinikum abzusagen. Das machte ich beides. Marianne sagte: O Gott. Im Uniklinikum bekomme ich am Freitag einen Telefontermin und Spritze dann nächste Woche, wenn ich negativ bin. In meinem gerade stattgefundenen Gespräch mit Mama fragte ich sie, was wäre, wenn ich selber aktiv werden würde, um Heinrich seiner gerechten Strafe zuzuführen. Sie meinte, dass wäre schön dumm, da ich ja noch ein ganz gutes Leben habe, lesen könne, einkaufen könne, Spanisch machen könne. Heinrich würde später seine Strafe bekommen. Jetzt ist es 17 Uhr und ich habe vorhin nochmal mit Mama telefoniert. Ich erzählte ihr vom aus dem Fenster springen und Saschas Satz, dass er bei seiner Schwester, die geheiratet hat, mit dem Kopf in die Torte gefallen ist. Sie meinte, das solle ich vergessen. Außerdem meinte sie, dass Sascha eher nicht dran zu bekommen sei, oder sie sagte "weiß ich nicht". Bei Heinrich sei das schon eher der Fall. Sie sagte, es sei gut, drüber zu sprechen, dass auch die letzten Hirngespinste weggingen. Donnerstag, 13.10.2022. Heute morgen Telefonat mit Mama: Sie ist auch krank, hat Fieber. Also machte Papa für mich Besorgungen und kam dann kurz vorbei und stellte Cola light und Essen vor meine Tür. Ich las Felix Krull von Thomas Mann. Im Nachmittagstelefonat mit Mama meinte sie, wenn ich tot sei, sei was los. Ich telefonierte um 17 Uhr nochmal mit Mama und las dann die restlichen der heutigen 100 Seiten im Felix Krull. Freitag, 14.10.2022. Heute morgen rief mich dann der Psychiater Dr. Marsch an. Ich solle nächsten Donnerstag zur Spritze kommen, 10.30 Uhr. Dort solle ich dann einen nächsten Termin mit ihm ausmachen und das Rezept für die nächste Spritze erhalten. Er meinte, dass dieser kleine Aussetzer beim Risperidon nichts ausmache, da ich ja noch das Olanzapin nehme. Anschließend rief ich Mama an, die zufrieden war mit dem was ich ihr mitteilte. Heute morgen wog ich so wenig wie seit 9 Jahren nicht mehr: 87,9 kg. Samstag, 15.10.2022. Heute morgen auf der Waage: 87,4 kg. Jetzt ist es 18 Uhr. Heute morgen war ich in der Norma einkaufen: Spezi light, 2 Packen. Vorhin habe ich Mama angerufen und sie gefragt, ob man Heinrich drankriegen würde, wenn ich Selbstmord beginge. Sie sagte: Sehr schwer. Interessant. Sonntag, 16.10.2022. Heute redete ich nochmal mit Mama über das Aus-dem-Fenster-springen. Sie meint, es sei gut darüber zu reden, da es Klarheit verschaffe. Ich meinte, ansonsten würde man sich denken, wenn ich tot da unten liege: Der hat Selbstmord begangen. Und Mama meinte: Du kommst deswegen nicht in die Psychiatrie. Wie viele müssten deshalb sonst in die Psychiatrie?! Montag, 17.10.2022. Heute morgen rief ich auf der Arbeit an und meldete mich weiterhin krank. Ein Corona-Test ergab schwach positiv. Ich war im Aldi einkaufen. Gerade telefonierte ich mit Mama und fragte sie, ob sie einen gefakten Selbstmord, mit Gift, das man nicht nachweisen kann, glauben würde. Sie sagte nein und sie würde da alle Hebel in Bewegung setzen. Dienstag, 18.10.2022. Heute morgen im Telefonat sagte Mama, dass Hannah völlig überraschend gekommen sei. Jochen habe irgendwie Corona und Hannah habe sich mit ihm gestritten. Mama würde gegen 14 Uhr bei mir vorbeischauen für einen Spaziergang. Sie würde aber auch hochkommen, um Willi zu sehen. Nach dem Telefonat blieb ich zunächst daheim, bevor ich mich dann so gegen 11 Uhr nach Tennenlohe aufmachte, um Filter zu kaufen. Nach dem Edeka-Besuch wurde mir schlecht und zuhause rief ich Mama an, mir sei so schlecht. Sie sagte, dass sie sich nach der Fußpflege nochmal melden würde. Das tat sie auch und kam mich besuchen, während es regnete und wir so nicht spazieren gingen. Während sie da war, war mir sehr schlecht. Sie fragte mich, was los sei und ich sagte, ich wisse es nicht. Sie war ca. 45 Minuten da. Sie hatte meine Uhr mitgebracht. Jetzt ist es 18.30 Uhr und mir geht es wieder gut. Donnerstag, 20.10.2022. Gestern ging ich wie mit Mama verabredet nicht zur Arbeit. Ich machte mir Gedanken darüber, ob ich am Wochenende heimfahren solle, da ich davon ausging, dass Hannah eventuell da wäre. Ich entschied mich dennoch dafür, nach Hause zu fahren. Als ich am Mittag mit Mama telefonierte, sagte sie, dass Hannah einen leicht positiven Corona-Test habe und deshalb wieder zu sich nach Hause fahren würde. Jetzt ist es erst 8.30 Uhr und ich habe gleich einen Termin in der Uniklinik. Freitag, 21.10.2022. Gestern habe ich die Spritze bekommen und eine Stunde auf das Rezept gewartet. Um 16 Uhr war ich in der Apotheke und schon auf dem Hinweg ist mir so schlecht geworden. Danach rief ich Mama an, mir sei so schlecht. Sie sagte, dass ich mich ruhig hinlegen solle, dann werde es schon besser. Das tat ich dann auch. Samstag, 22.10.2022. Gestern rief ich in der Arbeit an, dass ich mich von Covid noch etwas erholen müsse und erst Montag komme. Robert war dran und fragte, ob mein Corona-Test negativ sei, was ich bejahte. Mama holte mich um 11 Uhr ab. Zuhause war Papa und wir tranken am Abend zwei Bier. Vorher machte ich mit Mama Vorbereitungen für den Quitten-Gelee. Wir zerschnitten die Quitten, wobei ich mir etwas in den Finger schnitt. Ich machte nach einer kurzen Pause aber weiter. Dann kochten die Quitten in einem Topf, der genau voll war, zwei Stunden Heute machten wir den Quittengelee, indem wir mit einem Handtuch den Fruchtsaft rauspressten. Ich war zwei Mal bei Aldi. Heute fragte ich Mama, ob der Geheimdienst mein Leben behindern wolle und z.B. verhindern wolle, dass ich eine Freundin bekomme, oder mich richtig fertig machen wolle. Ich hatte eine Vermutung, nämlich zweiteres. Dies bestätigte sie mir auf meine Frage, die ich mit "Die Antwort kann ich mir eigentlich selbst geben, aber..." eingeleitet hatte. Weiterhin fragte ich sie dann, dass das Spiel gegen mich wohl nicht so gut laufe. Jetzt ist es 17.45 Uhr und ich war mit Mama spazieren und im Aldi. Ich habe mit ihr über das Fenster-Problem gesprochen und sie meinte, dass ich da nicht rausspringen würde und dass ich das ganz entspannt angehen solle. Irgendwann, als wir gerade im Hallstädter Weg kurz vor Aldi waren, bzw. als wir gerade am Burger King entlanggingen kam mir der klare Gedanke: Ich fragte Mama, ob das Fenster-Problem eventuell Psychose sei. Und sie sagte: Ja. Das hat mir die Augen geöffnet. Sie sagte, das sei der Fallstrick, damit ich weiter Angst habe. Das heißt für mich, dass mir gar nichts passiert. Sonntag, 23.10.2022. Ich war gestern noch im Aldi, zwei Bier kaufen, um meine Einsicht, dass mir nichts passiert, zu feiern. Heute Nacht wurde ich um 3.30 Uhr wach und konnte nicht mehr einschlafen. Aufgestanden bin ich dann um 7.15 Uhr. Zum Mittagessen gab es Gulasch, das Mama und ich kochten. Dann gab es noch Käsekuchen von Mama. Papa erzählte, dass die Eltern der Frau von Manuel ein Haus in Spanien hätten, wo Manuel jetzt war. Manuel sei heute Nacht gekommen und sei auf dem Weg nach Japan. Montag, 24.10.2022. Heute Nacht habe ich schlecht geschlafen, war bis 0 Uhr wach und wachte um 5 Uhr schon wieder auf. Heute morgen schaute ich die "Willkommen Österreich"-Folge, die ich eigentlich gestern Abend schauen wollte, aber aufgrund eines Zustande nicht konnte. Arbeit ließ sich heute erst schwer an, da Tilman und Petra da waren, dann ging es aber ganz gut. Um 11.30 Uhr fragte ich Marianne, ob ich eine Pause bis 12 machen könne. Ja, war die Antwort. Ich machte einen Spaziergang. Währenddessen wurde mir komisch. Ich fuhr dann nach 12 Uhr heim und hatte meinen Zustand, den ich aber überwinden konnte. Dann schaute ich eine weitere Folge "Willkommen Österreich" (mit Gast Til Schweiger). Dann las ich 50 Seiten im "Lederstrumpf". Angerufen habe ich Mama heute nicht. Mal kurz aufs Handy geschaut, aber nicht telefoniert. Dienstag, 25.10.2022. Heute Nacht schlief ich ganz gut bis ca. 5 Uhr. Da fing der Typ über mir wieder zu reden an. Ich hörte Musik und war müde, stand dann um 6.30 Uhr auf. Die Psychotherapie war heute ganz gut. Ich redete vor allem darüber, dass ich mit so wenig zufrieden sei und vielleicht "mehr wollen sollte". Ich sagte damit, dass mir eine Freundin vorschwebe. Wir redeten darüber, ob man für eine Anmache unbedingt ein Handy brauche, was er eigentlich verneinte. Auch ein Block würde gehen, auf dem man eine Nummer aufschreibt. Er fragte mich, wie die Leute das früher, als es Handys noch nicht gab, gemacht hätten. Ich sagte, dass mein Handy ab und an im Keller liegt, und dass ich über das Handy eigentlich im Wesentlichen nur Kontakt mit meiner Mutter habe. Ich wolle weniger Kontakt und mal schauen, was MIR eigentlich wichtig ist. Er lobte mich dafür, dass ich in meinem Zustand gestern mal nicht meine Mutter angerufen habe, als "mutig". Als ich dann ging, traf ich unten Jens Meisner, der offensichtlich in dem Komplex auch einen Termin hatte. Ich sagte nur "Hallo" und ging dann weiter. Anschließend noch Einkaufen im Lidl. Ich muss noch etwas schreiben: Am Wochenende meinte meine Mutter zu mir, wenn Jan Warnecke eine Freundin fände, findest du zehnmal eine. Mittwoch, 26.10.2022. Heute morgen schaute ich "Willkommen Österreich". Um 8 Uhr bekam ich mein Stimmchen und entschuldigte mich auf der Arbeit. Ich soll das morgen nachholen. Ich lag den Vormittag da und überlegte, was ich morgen machen solle, da ich ja auch ein Rezept holen muss beim Allgemein-Arzt. Gegen 11 Uhr entschied ich mich, Mama anzurufen. Sie sagte, sie würde morgen da hingehen, da ich schon so lange gefehlt habe. Sie meint, ich soll mich nicht unterkriegen lassen. Nach dem Telefonat legte ich das Handy zurück in den Keller. Meine Eltern fahren erst morgen in die Pfalz und kommen am Samstag wieder. Auf meine Befürchtung, zu vereinsamen, wenn wir nicht so oft telefonieren, meinte meine Mutter, dass wir doch gar nicht so oft telefonieren würden. Und darauf, dass ich es nicht bis Sonntag durchgehalten habe, sondern schon am Mittwoch telefoniert habe, meinte meine Mutter, bis Mittwoch wäre auch nicht schlecht. Donnerstag, 27.10.2022. Gestern bekam ich dann noch einen heftigen Zustand und dachte etwas von Geiselnahme. Meine Mutter beruhigte mich. Sie fragte auch, ob sie mich holen solle, dann ging es aber wieder. Jetzt ist es 14.45 Uhr und ich war heute auf Arbeit. Morgens schaute ich noch "Willkommen Österreich", u.a. zu Gast Sportfreunde Stiller. Die Arbeit war gut, ließ sich aber zunächst schwer an. Tilman war da und Petra auch. Es gab dann noch Essen um 11.30 Uhr, Chili Con Carne, das es eigentlich gestern hätte geben sollen. Nach der Arbeit ging ich in Aldi und kaufte Cola light und Bier fürs Wochenende. Zuhause las ich den Lederstrumpf. Um kurz vor 16 Uhr fuhr ich zu Dr. Clavery, das Rezept abholen. In der Apotheke mussten sie das Medikament bestellen, es liegt morgen ab 9 Uhr bereit. Freitag, 28.10.2022. Heute Nacht war ich um 2 Uhr wach, und blieb das leider auch bis ca. 5 Uhr, sodass ich letztlich erst um 7.10 Uhr aufwachte. Auch deshalb schaute ich heute kein "Willkommen Österreich". Die Arbeit ließ sich heute besser an, obwohl Petra da war. Gegen Halbzeit setzte sich dann Anna an den Platz neben mir. Nach einiger Zeit fragte ich sie, ob sie vielleicht Lust habe, mal mit mir was zu unternehmen. Sie fragte kurz "Was?" und schüttelte dann verschüchtert ihren Kopf. Die Arbeit ging dann weiter, heute war Robert ganz allein da. Nach der Arbeit fuhr ich heim. Ich hatte das mit der Apotheke vergessen. Deshalb fuhr ich von zuhause nochmal los zur Apo. Dort bekam ich mein Medikament und auf dem Rückweg ging ich im Rewe noch Filter kaufen. Dann las ich mehr als 50 Seiten im Lederstrumpf. Samstag, 29.10.2022. Ich habe gestern dann noch weitere 30 Seiten im Lederstrumpf gelesen. Heute morgen schaute ich - nach Einkauf in der Norma - im Keller auf mein Handy: Mama und Papa kommen erst am Sonntag wieder wegen eines Spiels FCK-FCN und Mama bat mich, nach Lotte zu sehen. Das machte ich dann auch, fuhr heim und fütterte sie. Dienstag, 1.11.2022. Am Sonntag war ich in meiner Wohnung und gestern bin ich heimgefahren zu meinen Eltern. Im Bus, der 7 Minuten zu spät kam, saß ein hübsches Mädchen, das laut hustete. Zuhause fragte ich dann meine Mutter, ob man alle Frauen nach ihrer Nummer fragen könnte. Meine Mutter meinte daraufhin, dass man sich da "sehr viele Absagen" einhandelt. Auf der Fahrt wurde mir dann komisch und das hielt auch auf dem Spaziergang vom Wegfeld nach Hause an. Zuhause wurde es dann richtig schlimm. Und es dauerte bis kurz bevor ich schlafen ging. Heute morgen dann Spaziergang mit Papa zu den Hühnern. Eine ganze Stunde waren wir unterwegs. Um 12 Uhr fuhren Mama und ich mit dem Auto zurück. Im Auto fragte ich sie, ob sie einen Selbstmord akzeptieren würde und ob es sein könne, dass ich in den nächsten beiden Jahren tot sein könnte. Sie würde das niemals akzeptieren und ich bin in den nächsten beiden Jahren auch nicht tot, nicht mal, wenn ich die Arbeit verliere, sagte sie. Mittwoch, 2.11.2022. Heute morgen hatte ich viel Zeit, bevor es in den Treff ging. Dort lief ich kurz vor dem Abreisetermin um 10.30 Uhr ein, ich hatte noch einen Packen Cola light im Netto gekauft, den ich dort abstellte. Wir warteten noch 20 Minuten auf Marianne. Dann ging es los, auch Sonja und Christian waren dabei. Und Elena. Ziel: Fürther Mare. Im Schwimmbad probierte ich die meisten Becken aus, und hatte dann mein Lieblingsbecken gefunden, wo ich dann fast die ganze Zeit über verweilte. Wir trafen uns nach 2 Stunden wieder unten in der Halle. Dann fuhren wir zurück. Sauna war leider nicht dabei gewesen. Um 14 Uhr trafen wir wieder ein. Zuhause rief ich Mama, die durchaus wissen wollte, wie es war. Donnerstag, 3.11.2022. Heute morgen gegen 5 Uhr redete der über mir wieder, sodass ich nicht mehr schlafen konnte. Ich nahm dann Ohropax, worauf er aufhörte zu reden. Dann ging ich auf die Arbeit, hatte kurz vorher mein Stimmchen. Auf der Arbeit wurde es dann nochmal so, dass ich mich komisch fühlte, worauf Marianne von sich aus meinte: "Dir geht es nicht so gut, mach eine Pause." Die Pause half nichts worauf ich dann ging. Ich hatte mir vor der Arbeit Gedanken darüber gemacht, was Christian Stauber gestern erzählt hatte. Er fahre nur alle 3-4 Wochen nach Hause. Telefonieren tut er aber täglich mit seiner Mutter. Darüber machte ich mir so meine Gedanken, da ich befürchtete, dass mir vielleicht doch etwas passieren könnte. Das beredete ich, als sie kam, mit Mama. Sie meint, dass ich nicht tot sein werde, weder jetzt, noch in zwei Jahren, noch in fünf Jahren. Außerdem meinte sie, dass es unwahrscheinlich sei, dass ich gar nicht mehr heimkomme. Gar nicht mehr telefonieren wäre problematisch. Ferner meinte sie, dass die Caritec nie schließen werde, wie das Haus Rafael. Dann war ich mit Mama im Pickelmann. Wir redeten über Priller. Sie meinte, da könne ich mal mitgehen, wenn ich wolle. Dann redeten wir über meine Zustände, Mama meint, ich solle das dem Arzt erzählen. Sie meint, meine Zustände wären jetzt anders als vor 1 ? Jahren und vielleicht wüsste der Arzt etwas dagegen. Zum Abschied sagte ich zu Mama: "Jetzt wo ich weiß, dass ich nicht umgebracht werde, brauchen wir auch nicht mehr so häufig telefonieren". Mama erwiderte: "Gut merken!". Danach war ich noch im Aldi einkaufen. Freitag, 4.11.2022. Heute Nacht schlief ich schlecht und war heute morgen schon um 6 Uhr auf den Beinen. Ich bekam mein Stimmchen, das hielt an bis ich dann Mama erreichte. Ich sagte ihr, dass ich gerne bei ihrem nächsten Termin mit zu Dr. Priller wolle. Ich rief dann auf Arbeit an und entschuldigte mich. Robert ging ran und fragte: Krank oder Urlaub. Er hustete. Ich fragte, ob ich mir das nochmal überlegen könne und er sagte ja. Mama meinte dann, als ich ihr das erzählte: "Krank natürlich". Später schrieb mir Papa von meinem Schwerbehindertenausweis und ob er mir in Erlangen "helfen" könne. Ich rief ihn an und sagte Nein, was er damit meine. Er sagte "Ooch, geht es dir nicht so gut?!" Ich sagte, ich würde damit allein zurecht kommen. Samstag, 5.11.2022. Gestern holte mich Mama um 12.30 Uhr ab. Im Auto rastete ich mit meinem Zustand etwas aus und hatte immer mein Stimmchen. Ich sagte unter anderem, dass Thilo vielleicht gar nicht tot ist. Und dass ich ein hartes Leben, kein einfaches Leben habe, und dass die Arbeit mich sehr stresse und die anderen teils Monate nicht da seien. Mama musste kurz nach unserer Ankunft zu Thilos Beerdigung und wurde von Karin Hauser abgeholt. Zuhause war ich zunächst allein und dann kam Papa aus der Stadt zurück. Mama hatte noch gemeint, auf meine Frage, ob ich vielleicht von meinen Freunden verraten worden sei, dass das nicht der Fall sei. "Sowas macht man doch nicht". Als Mama aufgewacht war, redete ich mit ihr über Dr. Priller und meinen Arzt. Ich sagte ihr, ich wolle Dr. Priller von meinen Zuständen berichten, aber Mama meinte, er kenne mich ja gar nicht mehr und könne da nicht allzu viel machen. Ich soll lieber meinem Arzt schreiben, dass ich in der letzten Zeit häufiger Zustände gehabt habe und um einen früheren Termin als Januar bitten. Dann redete ich mit Mama über Frauenkennenlernen. Ich fragte sie, ob man, auch wenn man nicht einfach so nach der Nummer fragen kann, im Schlossgarten oder im E-Werk eine ansprechen kann. Sie meinte: Warum denn nicht? Sie meinte aber, sie verstehe nicht, warum ich die einfachste Möglichkeit, nämlich online, nicht mache. Daraufhin meldete ich mich für 250 Euro für ein Jahresabo bei parship an. Jetzt ist es 18.20 Uhr und Mama empfängt gerade ihre Frauen. Am Nachmittag war ich noch mit ihr im Marktkauf einkaufen. Ich durfte mir ein Bier aussuchen: "Grüner" aus Fürth. Eine Cola mit Zucker kaufte ich nicht. Sonntag, 6.11.2022. Gestern habe ich abends ein Bier getrunken (Grüner Fürth). Bin früh ins Bett gegangen, weil die Mama mit ihren Frauen unten war. Heute habe ich beim Mittagessen meinen Zustand bekommen. Mama meint nach wie vor, dass die Zustände harmlos sind und dass ich deswegen nicht nochmal in die Klinik muss. Sie sagt, unsere Erfahrung mit "weniger telefonieren" sei ja schon mal gut gewesen, da ich es gut finde, morgens vor der Arbeit nicht mehr zu telefonieren. Also schon mal ein Ergebnis, meint Mama. Eine Freundin könne ich irgendwann bekommen, und man würde verhindern wollen, dass ich eine bekomme, da ich mir das wohl insgeheim wünschen würde. Dienstag, 8.11.2022. Gestern bekam ich auf der Arbeit schon gleich zu Anfang einen relativ starken Zustand. Mir war schlecht. Ich sagte Marianne Bescheid die zu mir sagte: Komm mal mit. Dann unterhielten wir uns. Sie sagte, sie habe mich am Donnerstag mit dem Fahrrad gesehen, dass es mir ja nicht so schlecht ging. Sie wollte wissen was los sei im Moment, worauf ich sagte, ich wüsste es nicht. Dann kam in den Raum wo wir saßen Robert mit Tilman rein. Marianne fragte mich, wie lang so ein Zustand dauere, worauf ich antwortete, etwa 2 Stunden und dass ich mich dann hinlegen müsse. Sie sagte: Gut, dann kannst du ja heute Nachmittag kommen. Ich sagte Marianne, dass wir unser Gespräch verschieben müssten, wenn es mir wieder besser geht und ging nach Hause. Zuhause erreichte ich Mama, die meinte, ich müsse meinem Arzt schreiben, dass ich dringend so bald wie möglich einen Termin bräuchte. Mama und Papa würden gestern nach Portugal verreisen. Darüber dachte ich auf meiner Heimfahrt von der Caritec nach, dass ich vielleicht deswegen verunsichert sei. Aber eigentlich dachte ich das nicht wirklich. Der Zustand kam dann um vier Uhr nochmal, auch relativ heftig. Der Arzt hat mir gestern einen Termin am 20.12. eingetragen. Auf meine "Dringend"-Mail hat er noch nicht geantwortet. Gleich Psychotherapie. Auf die Frage, ob mich die Caritec rauswerfe, weil ich so oft fehle, sagte Mama, dass sie das nicht glaube und wenn dann würden wir was anderes finden. Jetzt ist es 10.30 Uhr und ich war in der Psychotherapie und habe gerade mit Mama (erster Tag Madeira) telefoniert. Mit dem Therapeuten besprach ich das mit dem Mann über mir, der heute Nacht um 5 Uhr wieder geredet hat und über die Arbeit. Ich sagte ihm, dass mir die Arbeit mir z.Zt. Stress macht und schilderte die Sachen so wie sie liegen. Dass sie mir generell nicht gefalle. Er meinte, was ich sonst machen wolle und ich sagte: Am liebsten nichts. Mama meinte am Telefon, dass sie mit Marianne das mit Petra und Tilman besprechen würde und dass sie sagen würde, wenn man Druck auf mich aufbaue, könne ich nicht mehr. Die Arbeit kündigen oder das sagen würde sie nicht. Erst müssten wir was anderes finden. Eher würde sie sich krankschreiben lassen. Außerdem sagte ich, dass sich der Arzt noch nicht gemeldet hat. Mittwoch, 9.11.2022. Jetzt ist es 6.30 Uhr und ich bin schon wach. Gestern habe ich noch über eine Stunde Spanisch gemacht und 6 Lektionen des Buches eingescannt. Und 50 Seiten in Delia Owens "Der Gesang der Flusskrebse" gelesen. Dann hat mir der Arzt noch um halb sechs geschrieben. Gerade musste ich daran denken, was Mama mir am letzten Wochenende gesagt hat: Einen Freund zu verraten, auch wenn es nur darum geht, mit ihm ein böses Spiel zu spielen, nicht um ihn zu töten: So was macht man doch nicht. Jetzt ist es 12.30 Uhr und ich war in der Arbeit. Habe durchgehalten. Und heute Morgen ein Gespräch mit Marianne gehabt. Ich sagte ihr, dass ich glauben würde, dass ich weiß woran es liege, dass mir momentan so oft schlecht ist: Corona habe mich rausgebracht. Dann sagte ich, dass ich morgen einen Arzttermin wegen meiner Übelkeit habe. Dann sagte ich, dass ich oft empfindlich auf Lautstärke reagiere, und Petra und Tilman für mich oft zuviel seien. Dann bat ich sie, mich doch bitte nicht zusätzlich zu stressen mit "Tage nachholen" , wenn ich krank geweseb bin - dazu sagte ich, dass das ja nirgends in der Arbeitswelt so sei. Dazu sagte sie, sie müsse mit dem Treff sprechen. Mama meinte am Telefon aus Madeira gerade, dass ich schon viel erreicht habe. Vor allem das mit dem Tage nachholen. Da meinte sie, dass die vom Treff da etwas flexibler sein müssten. Donnerstag, 10.11.2022. Es ist 11.30 Uhr und ich komme von meinem Termin in der Klinik mit Dr. Marsch nach Hause. Zu den Zuständen meint er, dass ich mich dann ausruhen soll und dass sie ausreichend untersucht worden sind. Nur wenn sie über Tage gar nicht mehr weggehen und ich am Alltag nicht mehr teilnehmen kann, müssten sie weiter untersucht werden. Zu den Fehltagen meint er, dass ich die NICHT nachholen muss. Statt mir aber ein Attest auszustellen, schreibt er mich lieber ein paar Tage krank. Er hat mir Tavor mitgegeben. Mama war im Telefonat gerade eben sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Ich habe dann noch, wie von Mama vorgeschlagen, in der Caritec angerufen und Marianne gesagt, dass ich bis Dienstag krankgeschrieben sei. Und dass mein Arzt sagt, ich müsse die Tage nicht nacharbeiten, worauf sie meinte: "Das sehe ich anders. Das besprechen wir am Mittwoch." Danach rief ich Mama an, die mich beruhigte, dass das so ausgehen wird, dass Marianne das akzeptieren muss, was der Arzt sagt. Marianne sei halt eine "harte Nuss". Freitag, 11.11.2022. Bin zuhause, da ich ja krankgeschrieben bin. Heute habe ich mit Mama telefoniert und sie gefragt, ob ich in der Klinik eine Krankenschwester fragen könne, ob sie mal einen Kaffee trinken wolle. Mama meinte: "Natürlich." Sie sieht auch kein Problem darin, dass ich dort Patient bin. Jetzt ist es 17.15 Uhr und ich habe gerade ein zweites Mal mit Mama telefoniert. Vorhin war ich im Dehner (Knusperstangen für die Sittiche kaufen) und im Aldi (Mezzomix und Eier kaufen). Dann habe ich nochmal 1 ? Stunden Spanisch gemacht und 50 Seiten im "Gesagt der Flusskrebse" gelesen. Am Montag bin ich um 14 Uhr mit Anwar und Anita verabredet. Am Wochenende sind sie auf einem Dia-Festival unterwegs. Samstag, 12.11.2022. Heute morgen wog ich nur noch 86,0 kg. Papa meinte per Whatsapp: "Bist du unter die Fliegengewichte gegangen?" Gegen 8 Uhr fuhr ich zu einem Lotto Toto Laden hier um die Ecke und kaufte 10 ZigZag-Filter. Danach ging ich in den Aldi, wo ich Cola light, 2 Flaschen Weizen und ein paar Süßigkeiten kaufte. Als ich dann zuhause war musste ich über meine Situation nachdenken und kam zu einem Schluss, nachdem ich mit Mama telefoniert hatte. Dann legte ich das Handy in den Keller. Ich holte es gegen 14 Uhr nochmal, um Lotte zu fotografieren, als sie den Käfig verlassen hatte. Um 15 Uhr oder so ging ich nochmal in die Norma einkaufen. Ich wollte einen Adventskalender für Mamas Geburtstag kaufen, den ich in den Norma-Prospekten gesehen hatte. Dort angekommen, war die Auswahl aber nur noch sehr gering. Ich wollte einen mit Süßigkeiten kaufen, aber da gab es nur noch sehr wenig, weshalb ich einen Tee-Adventskalender kaufte. Montag, 14.11.2022. Gestern war ein ruhiger Tag. Ich aß wieder recht viel. Und trank das übrig gebliebene Bier. Hab mich mit parship beschäftigt, wo mir eine Kerstin geschrieben hat. Heute bin ich um 14 Uhr bei Anwar und Anita. Gerade hab ich mit Mama telefoniert und sie gefragt, wo man besser jemanden kennenlernen kann: Im E-Werk oder im Schlossgarten. Intuitiv meinte Mama: Im Schlossgarten. Dienstag, 15.11.2022. Gestern war ich ab 14 Uhr bis ca. 18 Uhr bei Anwar und Anita. Ich erzählte von meinem Spanisch, vom Röthelheimbad und Schlossgarten. Anwar macht zur Zeit kein Arabisch, weil es von der Uni nicht angeboten wird. Zum Mittagessen gab es Nudeln vom Thailänder. Anwar schlug vor, danach zum Dechsendorfer Weiher zu fahren und erst danach das Kaffeetrinken zu machen. Anita hatte die ganze Zeit trockenen Husten. Am Dechsendorfer Weiher meinte Anita zu mir, dass es wohl nicht so gut sei, meine Mutter so oft anzurufen. Ob ich meinen Vater auch so oft anrufe. Es stehe der Selbstständigkeit im Wege, ich sei schließlich 35. Das hat mir aber erst heute morgen die Augen geöffnet, weil das so ist. Die beiden meinten, dass ich gut abgenommen habe. Ich sagte gestern im Gespräch irgendwann: "Dann hol ich mir ne Freundin" worauf Anwar antwortete und den Begriff "holen" amüsant fand, wo man sich denn eine Freundin holen könne. Mittwoch, 16.11.2022. Heute morgen war ich schon früh, um 4 oder 5 Uhr wach und lag bis kurz vor 6 Uhr noch wach im Bett. Eine Stunde vor Arbeitsbeginn bekam ich mein Stimmchen. Ich rief an und sagte, mir ginge es nicht gut. Marianne war dran und sagte, unser Gespräch über die Nachholttage würde sie nicht am Telefon besprechen und außerdem solle Inge dabei sein. Ich entschied mich gegen 11 Uhr, am Nachmittag arbeiten zu gehen. Ich telefonierte mit Mama, die sagte, ja ich solle es probieren. Sie sagte, wenn mich die Caritec rauswerfen würde, wäre das ein Armutszeugnis. Außerdem sei die Nicht-Flexibiltät Mariannes auch ein Armutszeugnis. Auf der Arbeit dann Corona-Test. Meine Krankmeldung wollte Marianne gar nicht sehen, da man sie nicht brauche. Von 12 bis 12.45 Uhr war Pause. Um ca. 12.45 Uhr stieg Marianne, während ich an meinem Rauchplätzchen saß in ihr Auto und fuhr weg. Sie war dann nicht mehr da. Reden wollte sie mit mir nicht, erst müsse Inge da sein. Der Arbeitstag verlief dann sehr ruhig. Danach las ich zuhause 50 Seiten in den "Flusskrebsen". Und wartete auf Antwort von Julia, der ich per Whatsapp geschrieben hatte, die aber nicht geantwortet hatte. Morgen Spritze. Donnerstag, 17.11.2022. Heute morgen hatte ich um 10.30 Uhr einen Termin in der Uniklinik zur Spritze. Vorher machte ich meine Wohnung ordentlich sauber. Ich hatte mir vorgenommen, falls sie da ist, die eine Krankenschwester, die mir oft die Spritze gibt, zu fragen, ob sie mit mir einen Kaffee trinken würde. Nachdem ich die Spritze bekommen hatte, fragte ich sie: "Haben Sie vielleicht Lust, mit mir einen Kaffee zu trinken." Worauf sie erwiderte: "Ich habe leider einen Freund, aber danke für das Angebot." Dann fuhr ich heim und noch in die Norma Cola light und Bier fürs Wochenende kaufen. Zuhause holte ich mein Handy aus dem Keller - Nachricht von Julia aus Parship, die offensichtlich mein Facebook-Profil angeschaut hatte: "Du bist leider nicht mein Typ, konnte auf Parship deine Fotos nicht sehen." Mama meinte, dass die Krankenschwester - sie heißt übrigens Alina Fürsattel - lieb mit ihrer Absage gewesen sei. Ich brachte dann das Handy wieder in den Keller. Und machte mir Gedanken über Freundin, Telefonieren mit Mama usw.. Mama hatte gestern auf Madeira beim Einsteigen in den Bus einen Muskelfaserriss. Sie hatte mich extra angerufen deswegen. Sie hofft, dass sie zurückfliegen kann. Samstag, 19.11.2022. Ich bin zuhause bei meinen Eltern, die gestern aus Madeira zurückgekommen sind. Gestern bin ich zur Arbeit und mir ist um 10 Uhr so schlecht geworden. Ich sagte Robert Bescheid, der Andreas, der im Nebenraum saß, informierte. Der kam raus und wir hatten ein kurzes Gespräch, in dem er meinte, dass wir das jetzt "genau beobachten müssen". Auf dem Nachhauseweg sagte ich immer "um um um". Zuhause versuchte ich, Mama zu erreichen, ich sah, dass sie das letzte Mal um 5.28 Uhr online gewesen war und vermutete, dass sie nach ihrem Rückflug schlafen würde. Als ich sie dann erreichte, fragte sie mich lieb, ob sie mich holen solle. Ich verneinte zunächst, rief sie dann aber nochmal an und sie holte mich so um 13 Uhr ab. Mit Lotte und Willi. Als ich mit Lotte runtergehen wollte, fiel das Unterteil von ihrem Käfig ab. Ich hatte zu viel in den Händen gehabt. Auf dem Rückweg im Auto immer: "Um um um". Zuhause wollte ich dann am Abend bei einem Bier von meinen Papa die Bestätigung, dass ich nicht bald tot sei, die er mir gab. Er wollte zunächst nicht drüber reden, aber ich sagte, dass ich ja eine Psychose hätte und deshalb in Behandlung sei. Papa meinte, dass mich die Arbeit nicht rauswerfen würde. Mama hatte dasselbe am Telefon gemeint, dass mich niemand "rauswerfe". Am Nachmittag hatte sie gemeint, dass das "Beobachten" von Andreas heißen würde, dass sie vielleicht schauen müssten, wie sie mich besser unterstützen könnten. Gerade hatte ich ein relativ langes Gespräch mit meiner Mutter über die Arbeit. Sie sagte, ich solle in etwa sagen, wenn sie nicht checken, dass sie mir zu viel Stress machen, seien sie entweder "dumm" oder "böswillig". Ich solle "alles sagen" was ich denke. Auch, dass mich das Gespräch mit Andreas zusätzlich unter Druck gesetzt habe. Eine richtige Arbeit, das war unser Ergebnis, wäre noch stressiger und daher vielleicht nicht das Richtige. Als Papa kam redete ich mit Mama noch kurz über eine Freundin. Ob ich mit meiner Wohnung, die offen ein Sozialbau ist, eine Freundin haben könne, worauf Mama meinte: "Warum denn ned?" Eine Schickimicki braut vielleicht nicht, aber wenn ich eine Liebe haben würde, dann auf jeden Fall. Danach fragte ich sie, ob ich sowas wie die Chinesin haben könne, damals in Karlsruhe, worauf sie meinte, dass das ginge. Kurz auf dieses Gespräch kam Papa ins Wohnzimmer und sagte, dass Diethelm und Astrid Rohrdanz Großeltern geworden seien. Von Sven. Meine Mutter meinte gerade, dass ich wohl tatsächlich nochmal Sex haben werde. Und, dass man sowas nicht verlernt. Zur Freundin meinte sie gerade: "Natürlich findste eine, du musst nur dran glauben." Gerade habe ich mit Mama darüber geredet, ob man, wenn ich von einem Mädchen z.B. die Nummer habe, von außen intervenieren könnte, z.B. mit ner Million oder Zehntausend oder so. Mama meinte, dass das nicht ginge, wenn das Mädchen ernsthaft interessiert wäre. Jetzt ist es 18.45 Uhr und ich habe gerade mit Mama in der Küche ein Bier getrunken. Dabei habe ich sie gefragt, ob das, was sie in ihr Tagebuch geschrieben habe, nämlich dass sie Papa nach der Geburt von Hannah betrogen habe, stimme. Ich habe es viel vorsichtiger formuliert: "Ob das stimmt mit deiner Affäre aus dem Tagebuch". Worauf sie vorsichtig nickte. Ich fragte sie, ob das als Frau einfacher sei als als Mann, wobei sie sagte, dass sie das nicht glaube. Sie meinte, ich solle doch mal in die Mensa in der Uni gehen. Sonntag, 20.11.2022. Mama hat heute Geburtstag. Vorhin hat Papa mir die Haare geschnitten und ich drängelte etwas, weil er so lange rummachte. Daraufhin fragte er mich, ob ich heute noch etwas vorhabe. Ich sagte, wir gehen heute Essen. Kurze Zeit später meinte er zu mir, dass ich nicht mit zum Essen gehen müsse, wenn mir das zu viel sei. Das erzählte ich gerade Mama, Papa ist in der Kirche singen, und sie sagte: "Da gehst du doch mit." und ich sagte, dass ich das selber auch wollte. Montag, 21.11.2022. Gestern waren wir Essen in der Frankenstube. Ich habe ein Schnitzel gegessen, Mama Gänsebrust, Jochen ein Cordon Bleu, Hannah irgendwas Orientalisches und Papa Teigtaschen. Danach waren wir noch Kaffeetrinken bei uns. Mir hat's Spaß gemacht. Zuhause habe ich dann noch Fußball geguckt. Ecuador gegen Katar. Ich weiß nicht, ob ich es schon geschrieben habe, aber Mama meinte ja, dass ich in einem Jahr immer noch in der Caritec bin. Einen weiteren Gedanken hatte ich am Wochenende und zwar, dass ich die Zustände nicht mehr für so schlimm nehmen sollte. Es ist 8.25 Uhr und ich habe gerade wieder mein Stimmchen und das "Um um". Ich habe es aufgenommen. Mama meint, ich soll zur Arbeit. Hier das Sample: http://diedreifragezeichen.de/admincenter/File_Manager_m-u/Buecher/medien/umum.mp4 Montag, 21.11.2022. Heute morgen wachte ich früh auf. Um halb sechs. Ich trank drei Cola, obwohl ich eigentlich nur zwei trinken wollte und bekam meinen "Um-um"-Zustand. Ich rief Mama an, die meinte, ich solle doch zur Arbeit gehen, es zumindest probieren. Auf der Arbeit redete dann Marianne kurz mit mir, dass sie mir im November das Nacharbeiten erlassen würden, es aber im Dezember wieder so wäre wie gehabt. Ich setzte mich heute im kleinen Raum etwas abseits hin und konnte so durcharbeiten. Nach der Arbeit schien die Sonne und so machte ich mich auf zur Mensa. Dort war richtig viel los so um Viertel vor zwei. Ich brauchte etwa 15 Minuten hin. Dort konnte ich keine Gästekarte ziehen und wurde mehrmals weiterverwiesen, bevor es hieß, ich solle morgen nochmal kommen. Jetzt ist es 17.30 Uhr und ich habe mit Mama telefoniert. Sie meint, es sei ein absolut legitimer Grund, in die Mensa zu gehen, um eine Freundin kennenzulernen. Ich sähe auch noch jung aus. Sie meint, ich solle nach und nach versuchen, länger wach zu bleiben. Dienstag, 22.11.2022. Heute morgen hatte ich um 8:30 Uhr den Zahnarzttermin. Er schaute sich die Zähne an und stellte oben, wo die Füllung rausgebrochen ist etwas fest, das Wort Karies nahm er aber nicht in den Mund. Außerdem eine andere verfärbte Stelle an einem Zahn daneben. Er sagte, das machen zu lassen würde 75 Euro für die eine und 95 Euro für die andere Stelle kosten. Ich sagte, das müsse ich mir erst überlegen, da ich nicht so viel Geld habe. Er sagte, die 95 Euro würde er mir schenken. Wir könnten aber heute nicht beide Löcher bohren, sondern nur eines, woraufhin ich fragte, ob wir nicht beide Löcher an einem späteren Termin machen könnten, worauf er sagte, das können wir machen. Ich soll nochmal anrufen. Anschließend nach dem Zahnarzt war ich in der Apotheke, meine gestern bestellten Medikamente abholen und im Edeka. Mir fällt noch ein, was Mama letztens gemeint hat, weil ich heute noch nicht mit ihr telefoniert habe. Du MUSS NICHT heimfahren. Ich war dann noch um 11 Uhr in der Mensa, habe auf meine jetzt verfügbare Gästekarte 10 Euro aufgeladen und eine Viertelstunde dort gesessen. Ein paar Mädchen habe ich entdeckt, mich aber noch nicht getraut, sie anzusprechen. Auf dem Hinweg (15 min. ca.) habe ich unten noch meinen Nachbarn Lemberger getroffen und kurz mit ihm geredet. Im Laufe des Nachmittags machte ich dann noch eine Stunde Spanisch. Jetzt schaue ich Fußball - Polen gegen Mexiko. Donnerstag, 24.11.2022. Gestern war ich in der Arbeit. Ich hatte mich fürs Kochen gemeldet. Petra ging es nicht so gut, sie kochte nicht mit. Wir machten Nudelauflauf. Gegen halb elf wurde mir schlecht, aber ich hielt diesmal durch. Mit Pause allerdings, war u.a. kurz in der Norma. Um halb zwölf aßen wir dann den Nudelauflauf. Zuhause wartete das Deutschlandspiel auf mich. Eigentlich wollte ich in der Norma nach der Arbeit noch ein Bier kaufen, aber dazu war mir zu schlecht. Deutschland verlor 2:1 gegen Japan. Nach dem Spiel kaufte ich dann Bier ein im Rewe. Ich schaute das zweite Spiel Spanien gegen Costa Rica so halb, da es mit 7:0 klar ausging. Am Abend dann ein interessantes Spiel Belgien gegen Kanada. Ich wollte probieren länger wach zu bleiben und nahm u.a. meine Abendtablette erst um 18 Uhr statt 17.15 Uhr. Telefoniert habe ich seit Montag nicht mehr mit meiner Mutter. Das Handy liegt seitdem im Keller. Jetzt ist es 15.30 Uhr. Ich wollte heute morgen gegen 10 Uhr in die Uni-Bib fahren, um einen Ausweis zu erstellen. Da stellte ich fest, dass bei meinem Fahrrad die Bremse ausgehängt war. Das wusste ich da aber noch nicht so genau, weshalb ich mich kurzerhand entschied, mit dem Bus zum Fahrradgeschäft zu fahren. Der Verkäufer kümmerte sich gleich um mich und reparierte es sofort. Er sagte, ich müsse meine Bremsen generell neu machen. Zweite Dezemberwoche könnten sie es reparieren. Ich drückte ihm erfreut über das schnelle Reparieren 5 Euro in die Hand. Von da aus fuhr ich in die Uni. Kurz Mensa, die auch schon vor 11 Uhr offen hat. Dann Uni-Bib in die man ohne Ausweis reinkommt. Dann fuhr ich gegen 11 Uhr heim. Dort machte ich noch eine Stunde Spanisch und schaute Fußball. Freitag, 25.11.2022. Heute ist die Arbeit sehr gut gegangen. Danach war ich noch im Aldi einkaufen. Heute probiere ich etwas aus, nämlich, mich mal nicht nachmittags zu duschen, wenn mir kalt ist. Mal schauen, ob ich es durchhalte. Außerdem habe ich heute etwas für mich Interessantes herausgefunden: Ich habe heute den Topf, mit dem ich immer die Eier koche, mit Essig entkalkt. Im Internet habe ich herausgefunden, dass Essig ursprünglich aus Alkohol entsteht. Das wusste ich nicht. Jetzt ist es 17:50 Uhr und ich habe gerade so 20 Minuten mit Mama telefoniert. Sie hat mich angerufen, um zu fragen, ob ich morgen bei einem Sektempfang für die Nachbarn dabei sein will. Natürlich wollte sie auch wissen, wie's mir geht. Ich erzählte vom Zahnarzt und sie meint, ich soll das machen lassen. Dann erzählte ich von der Uni, von der Arbeit usw.. Sie meint, ich soll so dreimal die Woche in die Uni gehen. Dann fragte sie mich nach der Grundreinigung meiner Wohnung und wir hielten mal den Januar fest. Sie meinte noch, ich sei auf einem "guten Weg". Sonntag, 27.11.2022. Gestern früh war ich im Aldi Cola light kaufen. Dann habe ich Fußball geschaut, war am Nachmittag nochmal im Rewe Getränkemarkt Bier für das Deutschlandspiel kaufen. Dann war ich am Abend so um 19 Uhr nochmal im Aldi, noch was zu essen kaufen. Dann bin ich um 22 Uhr losgefahren mit dem Rad ins E-Werk, wo ich diesmal kostenlos reinkam. Dort setzte ich mich auf die Tribüne. Zwei Mädchen setzten sich vor mich. Ich sprach die Blonde an, indem ich ihr auf die Schulter tippte und sagte: "Bist du öfter hier?" worauf sie nur blöd guckte und sich abwandte. Ich blieb noch etwas, holte meine Jacke und ging dann heim. Gerade (10.20 Uhr) habe ich mit Mama telefoniert. Und ihr erzählt vom E-Werk, wo das Mädchen auf mein Ansprechen nicht reagiert hatte. Komisch fand Mama das. Sie meinte: "Vielleicht hat sie dich nicht richtig gehört." Sie erzählte von dem Sektempfang gestern. Sie wollten ursprünglich mit mir auf den Weihnachtsmarkt gehen, aber ich sagte erstmal Nein. Jetzt ist es 15.30 Uhr. Ich habe noch mehrmals mit Mama telefoniert und dann das Handy wieder zurück in den Keller gelegt - in Absprache mit Mama. Der Psychotherapeut hat mir auf meine SMS geantwortet. Wie vermutet sagt er den Termin am nächsten Dienstag ab. Auf meine Festnetznummer hat er nicht angerufen. Montag, 28.11.2022. Heute war die Arbeit OK. Marianne war nicht da, sie hatte heute Urlaub, weil sie einen Termin habe. Stattdessen war Andreas da. Nach der Arbeit war ich im Aldi einkaufen. Es läuft Fußball-WM, aber ich lese mal wieder im Balzac "Verlorene Illusionen". Nach der Arbeit schaute ich im Keller kurz auf mein Handy, so wie Mama es mir geraten hat. Mama meinte gestern noch, dass das Festnetz bei mir mal nicht funktionieren würde, also technischer Fehler, sei so gut wie ausgeschlossen. Gestern war ich noch in Tennenlohe und habe auf dem Rückweg ein hübsches Mädchen gesehen, die ich aber nicht angesprochen habe. Jetzt ist es 18 Uhr und ich habe beim Zahnarzt einen Termin für den 22.12. ausgemacht. Da ist ausgerechnet die Weihnachtsfeier der Caritec. Aber ich denke, Zahnarzt geht vor. Dienstag, 29.11.2022. Heute schlief ich länger, sogar bis 8.15 Uhr. Nach dem Aufstehen schaute ich kurz Morgenmagazin und danach machte ich mich, mit meinem Spanisch-Material bestückt, in die Uni-Bib auf. Dort schaute ich mich zunächst im zweiten Stock um, dort musste man sich aber einchecken per QR-Code, wohl wegen Corona. Dann war ich im Erdgeschoss und lernte eine Stunde Spanisch. Danach warf ich noch einen kurzen Blick in die Mensa und fuhr von dort dann zum Aldi, wo ich Cola light kaufte. Die ältere, eher unsympathische Frau vor mir kaufte Belgische Pralinen und Hustenbonbons, was mich an Karlsruhe und meinen Trip dorthin denken ließ. Zuhause angekommen schaute ich noch kurz aufs Handy. Dann wusch ich noch Wäsche für Sylt. Danach las ich 50 Seiten im Balzac und schaute Fußball Katar gegen Niederlande. Donnerstag, 1.12.2022. Gestern war ich auf Arbeit. Es ließ sich etwas härter an und ich bekam meinen Zustand. Zuhause musste ich auf mein Handy schauen und Mama hatte mir geschrieben, dass sie zum kleinen Weihnachtsmarkt (Altstädtermarkt) wolle. Ich rief sie an mit meinem Stimmchen und sagte, ich wisse es noch nicht. Mama sagte, ich habe noch Zeit mich auszukurieren. Papa wisse auch noch nicht, ob er mitfahre. Mama würde mich so gegen halb 4 nochmal anrufen. Mir wurde schnell besser und so entschloss ich, mitzugehen. Die beiden holten mich ab. Dort tranken Papa und ich drei Glühwein, während Mama sich umschaute. Ich bekam wieder meinen Zustand. Es ging aber eigentlich. Dann fuhren die beiden mich heim. Mittlerweile ist es 15.30 Uhr. Gegen 10 Uhr war ich in der Uni-Bib, wo ich eine Stunde Spanisch lernte. An den Tisch schräg vor mir setzte sich eine Student, der die ganze Zeit hustete. Nach der Stunde ging ich nochmal kurz durch die Bib durch, ging noch auf Toilette, wo ich ein hübsches Mädchen sah und fuhr dann zum C&A, um meine Boxershorts abzuholen. War an der Kasse im zweiten Stock, ein normales DHL-Paket. Dann fuhr ich heim und las bis jetzt 50 Seiten im Balzac. Heute Abend Deutschlandspiel. Jetzt ist es 17.15 Uhr und ich habe gerade mit Mama telefoniert und sie nach ihrem heutigen Termin mit Dr. Priller gefragt. Sie habe mit ihm, was mich betrifft, nur kurz über meine Arbeit geredet, wo sie meinte, dass das vielleicht nicht das Richtige für mich sei. Er hat gesagt, dass man an einen Siemens-Job nur über Beziehungen käme. Z.B. durch Prof. Kornhuber. Über meine Zustände hat sie mit Priller überhaupt nicht geredet, da sie meint, das sei ja alles medizinisch abgeklärt. Ich sagte im Telefonat noch, dass ich ja bald eine Freundin haben werde. Sonntag, 4.12.2022. Am Freitag war ich noch in der Arbeit gewesen, die ganz gut lief. Thomas Hübner redete mit mir. Er hat viel geerbt. Er entpuppte sich als Sänger, als in der Küche Weihnachtslieder liefen. Auf der Heimfahrt redete ich mit Mama über Dirk Pätz und erzählte ihr, dass er mit 50 Jahren noch Frauen anquatsche, und ob das wirklich stimme, was er mir erzähle, worauf ich mir selber antwortete und sagte: "Ja, natürlich." Mama meinte, dass er wahrscheinlich ziemlich viele Absagen ernten würde. Auf dem Aldi-Parkplatz hustete einer mehrmals ganz laut. Zuhause kam dann noch Tobias. Als er da war, zog ich mich nach ganz oben zurück. Dann am Abend noch Biertrinken mit Papa, während Mama in der Frauengruppe war. Wir redeten u.a. auch über Heinrich und, dass ich in fünf Jahren immer noch lebe, was Papa mir bestätigte. Gestern war die Fahrt nach Sylt. Zuerst waren Papa und ich bei Hannah mit den Wellensittichen. Sie öffnete aber nicht die Tür, sodass wir die Wellensittiche vor die Tür stellten. Dann Fahrt mit den Öffentlichen zum Hauptbahnhof. Die Fahrt nach Sylt verlief sehr gut, wir saßen an einem Vierertisch. Die Fahrt dauerte auch gar nicht so lang und wir vertrugen uns gut. Wir tranken öfter Kaffee und ich kam mit meiner einzigen Cola light von heute morgen gut hin und musste nur zweimal in 5 Stunden aufs Klo. Dann ab Altona Fahrt im Regionalexpress nach Westerland, die ebenfalls gut lief. Die Wohnung ist sehr schön. In Sylt waren schon alle Geschäfte geschlossen, da wir erst kurz nach 20 Uhr am Bahnhof ankamen. Ich blieb bis 22 Uhr wach und wir sahen noch das Achtelfinalspiel Australien gg. Argentinien. Noch im ICE hatte ich Mama gefragt, wo man ihrer Einschätzung nach besser Frauen kennenlerne: Im Schlossgarten oder in der Uni. Sie sagte im Moment sicher in der Uni, worauf ich entgegnete, was denn im Sommer besser sei, sie fragte, wo denn mehr Leute rumlaufen würden und was ich denke. Ich sagte intuitiv: "in der Uni". Heinrich Polke hat keine Eier. Jetzt ist es 10 Uhr. Gerade Frühstück bzw. ich habe nur Kaffee getrunken. Beim Frühstück eröffnete Mama mir, dass Hannah schwanger ist. Sie weiß es seit ca. 4 Wochen, als Hannah zuhause war und so sauer auf Jochen war mit Corona und so. Darauf reagierte ich etwas resigniert, da ich ja keine Kinder habe und gerne welche hätte. Aber eigentlich komme ich damit auch zurecht. Ich fragte Mama, wer für sie wichtiger sei: Ich oder dass Hannah ein Kind bekommt. Sie sagte ganz deutlich, dass ich natürlich wichtiger sei. Ich sagte zu Papa, dass es mir eigentlich "scheißegal" sei, dass Hannah schwanger sei. Heinrich Polke hat keine Eier. Gerade habe ich mit Mama geredet. "Ich hätte gerne mal wieder Sex, würdest du zu einer Nutte gehen". Mama sagte, dass ich sie schon mal gefragt habe und sagte: "Nein." Ich: "Das muss anders klappen." Mama: "Ja." Heinrich Polke hat keine Eier. Gestern habe ich im Zug festgestellt: Hannah ist wie Papa und ich bin wie Mama. Papa sagte, dass könne man so nicht sagen. Heinrich Polke hat keine Eier. Jetzt ist es knapp 16 Uhr. Um kurz nach 12 Uhr sind wir zum Adventsmarkt in einer Sylter Schule gelaufen. Der Weg dauerte knapp 20 Minuten. Kurz bevor mir ankamen, ist mir wieder komisch geworden. Wir wollten Glühwein trinken und Mama riet mir, vor dem Trinken etwas zu essen. Sie schob meine Übelkeit auf meinen vielen Kaffeekonsum heute morgen. Mama holte Kuchen und Papa holte auch Kuchen. Wir aßen den Kuchen und tranken jeder 2 Tassen Glühwein. Dann liefen wir noch durch die Schule und schauten uns den Markt an. Papa und ich gingen dann etwas früher als Mama. Auch auf dem Rückweg war mir schlecht, als ich mich hingelegt hatte, wurde es aber wieder besser. Mama will gleich noch zum Shanty-Chor. Jetzt ist es 17.45 Uhr und Papa und ich haben gerade Mama zum Shanty-Chor weggebracht und waren auf dem Rückweg noch Cola light kaufen und im McDonalds. Auf dem Rückweg habe ich beim Fahrradgeschäft meinen Handschuh verloren, den Papa aber wiedergefunden hat. Jetzt ist es 21 Uhr. Bin länger wachgeblieben, um das zu trainieren. Mama sagt, ich solle zumindest bis halb zehn wachbleiben. Jetzt ist es 1 Uhr. Mama meinte vorhin, dass Bettgeschichten sehr schnell gehen können. Und, dass ich natürlich jemanden mit in meine Wohnung nehmen könne: "Du hast doch ne schöne Wohnung." Gegessen habe ich nur ein paar Bissen Kuchen auf dem Adventsmarkt und Pommes von McDonalds. Montag, 5.12.2022. Heute Nacht habe ich nur von 5 Uhr bis 8 Uhr geschlafen und bin jetzt ziemlich müde. Ich war schon einkaufen im Edeka Gehrke (Cola light, Eier, Flens-Bier). Papa will das Fahrrad holen und Mama war gerade unten im Büro. Ob es schlimm sei, wenn ich nicht mitgehe, fragte ich. Mama sagte: Überhaupt nicht. Gerade mit Mama geredet. Ich fragte sie, ob sie mir alles erzähle. Sie sagte, dass manche Dinge die Kinder nichts angehen. Ich denke, dass sie damit auch ihre Männergeschichten meint. Daraus ergibt sich bei mir die Vermutung, dass meine Mutter eben auch nicht Alles etwas angeht. Jetzt ist es kurz vor eins. Ich hatte gerade ein Gespräch mit meinen Eltern darüber, ob man Geheimnisse haben sollte etc.. am Beispiel von Jan Warnecke. Da kam ich darauf, dass ich das weniger Telefoniere gut finde, weil es mir gut tut und dass ich am Wochenende in Erlangen bleiben sollte. Und das ist es, worauf es ankommt, sagte Mama. Selber rausfinden, was einem guttut. Jetzt ist es kurz vor sieben. Am Nachmittag, kurz nachdem ich den obigen Absatz geschrieben habe, bin ich etwas ausgerastet und habe mein Stimmchen bekommen. Mama sagte, ich könne auch heimfahren. Das Ganze beruhigte sich aber dann und ich lief mit Mama nach Westerland in die Friedrichstraße. Dann Mütze kaufen für Papa, Rossmann usw.. Die Lage hat sich wieder beruhigt. Gegessen habe ich nur ein Fischbrötchen, einen Lebkuchen und ein Ei. Dienstag, 6.12.2022. Heute Nacht habe ich bis 9 Uhr tief und fest geschlafen. Ich habe gestern festgestellt, dass die Erkenntnis, dass ich nicht umgebracht werde, nicht alle meine Probleme gelöst hat. Ich muss mir Gedanken darüber machen, wie es mit mir weitergeht. Ich werde evtl. nicht sehr alt werden mit den Würmern. Ich werde an das Erbe nicht so einfach drankommen. Und Mama und Papa werden nicht ewig leben. Dann bin ich ganz allein, wenn ich keine Freundin finde. Was ich auch noch mit berücksichtigen muss, ist, dass ich mich unfair behandelt fühle, da alle anderen um mich herum meiner Meinung nach ein sehr viel einfacheres Leben haben als ich und gekauft worden sind. Ein weiterer Malus ist, dass ich in ständiger Verwirrung lebe, die nicht gutartig ist. Jetzt ist es halb zwölf und ich war gerade im Aldi einkaufen. Cola light, Bier, Sachen für Mama und Papa. Auf dem Rückweg husteten mehrere Leute. Ich habe gestern zu Mama gemeint, dass man den Druck auf Menschen nicht unendlich erhöhen kann, sonst kollabiert er. Und die Frage ist nicht, was Psychose ist oder gesund ist, also nicht die Diagnose, sondern, wie es mir geht, was mir guttut. Wenn mein Leben normal verlaufe wäre, was es ja nicht ist, hätte ich mit dem Studium, das ich übrigens abgeschlossen habe, einen normalen und nicht unbezahlten und beschissenen Job, ich hätte eine Frau und ich hätte Familie. Im Übrigen würde ich mich auch ganz normal ernähren können, ohne Hintergedanken daran, dass mir zuviel Zucker schaden würde und ich hätte niemals so zugenommen. Ich hätte niemals 10 Tage nichts essen müssen. Ich hätte keine für mich sehr sehr belastenden Zustände, die niemand anders hat. Ich würde nicht sensibel auf Geräusche oder Husten reagieren. Ich würde in meinem Alter nicht mal mit meinen Eltern in Urlaub fahren, sondern selbst mit meiner Familie verreisen. Jetzt ist es 15.20 Uhr und wir waren ab 12 Uhr nach Wenningstedt und zurück unterwegs. Bei Gosch haben wir einen Kaffee getrunken und zwei Fischbrötchen gekauft. Mama ist noch zu Rossmann und Papa will noch etwas rumlaufen, sodass ich im Moment allein in der Wohnung bin. Jetzt ist es 17.20 Uhr und ich habe gerade gesagt: "Jetzt ist meine Schwester schwanger. Und ich kann nichts vorweisen." Worauf Papa mich knuffte und sagte "Du hast etwas vergessen: noch nicht." Später am Abend räusperte er sich in der Küche als ich gerade im Bad war: "ERRR". Und ich habe noch vergessen, am 20.11. zu schreiben, dass Hannah, als Papa redete einmal ihr Gesicht in ihrem Pulli vergrub und sich ebenfalls räusperte. Mittwoch, 7.12.2022. Gestern habe ich dann noch zwei Bier getrunken - ohne Papa, der nicht wollte, Fischbrötchen, Lebkuchen und noch ein Brötchen gegessen. Heute Nacht gut geschlafen. Gerade ist es halb zwölf und Papa hat vorhin, gerade als ich reinkam, zu Mama gesagt: "Schau hier eine Alternative zur Caritec." Worauf ich sagte: "Halts Maul", weil ich das nicht mag, wenn über meinen Kopf entschieden wird. Mama sagte, ich solle rausgehen und die Tür hinter mir schließen. Ich sagte: "Das ist mein Leben." Worauf Papa sagte: "Und das soll auch so bleiben". Später ging Papa weg und ich fragte Mama, was das gewesen sei, was sie sich angeschaut hat und sie sagte: Eine Vermittlungsstelle für Arbeit. Und über meinen Kopf würde sowieso nichts entschieden. Jetzt ist es 13.30 Uhr und ich war gerade mit dem Rad im Aldi einkaufen. Jetzt ist es 16.30 Uhr und wir haben gerade die Franzbrötchen zum Kaffeetrinken gegessen. Mama war Einkaufen und hat sich eine rote Jacke gekauft, die sie von 179 Euro auf 100 Euro runtergehandelt hat. Heinrich Polke hat keine Eier. Jetzt ist es 19.30 Uhr. Mama ist im Zoom-Meeting für irgendwelche Literatur. Vorhin, so gegen 17.30 Uhr ist mir schlecht geworden. Ich hatte gerade einen Pfannkuchen mit Nutella gegessen. Ich sagte immer Um Um Um und zog mich dann zurück ins Zimmer. Mittlerweile geht es schon wieder. Donnerstag, 8.12.2022. Heute Nacht gut geschlafen, aber schon um 5 Uhr aufgewacht. Gestern noch zwei Bier getrunken. Es hat hier auf Sylt geschneit. Alles weiß. Schaut schön aus. Mama sagt, heute ist Chillen auf dem Programm. Jetzt ist es kurz vor 11 Uhr und Mama ist ab zum Hausfrauenmarkt. Sie will gegen 13 Uhr nach Morsum fahren. Heute morgen habe ich nur eine Flasche Cola light getrunken, genauso wie gestern morgen. Als ich vor ein paar Tagen Mama erzählte, dass die Tochter von Illie aus der Arbeit in Nordirland sei, wie er gesagt hatte, wurde Mama stutzig. Jetzt ist es 16.15 Uhr. Ab 12.30 Uhr waren wir mit dem Bus unterwegs nach Morsum zum Kliff. Die Fahrt kostete ca. 3,90 Euro pro Nase hin und nochmal 3,90 Euro zurück. Dort liefen wir los und mir wurde wieder schlecht, als wir dort umherliefen. Meine Zehen am rechten Fuß waren sehr kalt. Das hielt eine ganze Weile an, auch auf dem Rückweg bis zur Bushaltestelle. Da hörte es dann auf. Im Bus war nichts. Wir trafen einen Mann mit einem süßen Hund. Als wir ausstiegen war mir nochmal kurz schlecht. Und dann in der Wohnung auch nochmal kurz, dann war es weg. Auf dem Weg zum Kliff sagte ich Mama, dass es mir heute sehr gut gehe. Was auch weiterhin stimmt. Später am Abend sagte ich zu Mama noch, dass der Urlaub Spaß mache, was sie sehr gefreut hat. Ich habe im Balzac wieder 50 Seiten gelesen. Heute habe ich - wie gestern schon - nur zwei Cola light getrunken. Ich überlege, nach Weihnachten nach Karlsruhe zu fahren. Ich habe das mit meinen Eltern besprochen. Mama meint, anders als ein paar Tage zuvor, dass sie eventuell doch fahren würde, da in der Uni in der Weihnachtszeit auch nichts los ist. Die Jugendherberge hat geschlossen, habe ich gerade durch Anruf erfahren. Also bleibt nur das Hotel in Durlach. Die Fahrt kostet so um die 20 Euro und der IC ist billiger als Nahverkehr. Das Hotel ca. 65 Euro die Nacht. Freitag, 9.12.2022. Gestern haben wir noch einen Glühwein getrunken. Gegessen habe ich nur ein paar Kekse, 2 Eier und ein paar Scheiben Salami. Heute war ich gegen halb fünf wach und konnte dann erst nicht mehr einschlafen. Dann habe ich heute von einer hübschen Frau geträumt, die so wie ich CNN schaut. Danach bin ich wach geworden und habe nochmal von einer blonden Frau geträumt, die mir aber eine Abfuhr erteilt hat. Daraufhin bin ich schnell wachgeworden, war nur kurz eingenickt. Danach über mir Husten von einer Frau. Dann ging ich - es war 7 Uhr - ins Wohnzimmer, wo Mama war, die sagte: "Du bist so dünn!" Mama hat heute auch Husten. Dann draußen kurz Krankenwagensirene. Ich habe mal ans Karlsruher Vierodtbad gedacht, wo ich mal in der Sauna mit Nico Wolf war. Das kostet 16 Euro Eintritt für 2 Stunden. Eventuell werde ich dort hingehen, wenn ich in Karlsruhe bin. Gerade fragte mich Papa, wie ich heute Nacht geschlafen habe und ich erzählte ihm, dass ich nur bis halb fünf geschlafen haben. Es ist halb elf und ich habe gerade mit Mama geredet. Was man erreichen wolle, wenn man jemanden immer in der Angst halten würde, dass er stirbt. Wir waren uns einig, dass man denjenigen behindern wolle. Ich fragte, ob man dann auch eine Freundin behindern wolle, was sie bejahte. Sie sagte allerdings, dass man nicht krampfhaft nach einer Freundin suchen solle, sonst würde das nichts. Sie führte ein Beispiel eines Ehepaares mit unbedingten Kinderwunsch an, die schon ein Kind adoptiert hätten und dann hätten sie plötzlich ein eigenes bekommen. Auf meine Frage hin, wann ich eine Freundin bekommen könne, sagte sie, woher sie das wissen solle. Es könne heute, morgen oder irgendwann sein. Ich fragte Mama, ob sie nochmal zu einer Nutte gehen würde, was sie verneinte: "Zu gefährlich." Ich redete gerade nochmal mit Mama und fragte sie, was sie sich denken würde, wenn Hannah jetzt schwanger ist. Darauf sagte sie: "Du wirst dein Leben doch nicht nach der Hannah richten." Gerade habe ich Papa darum gebeten nicht immer an Mamas Statt mir zu antworten, wenn die Frage klar an Mama gerichtet war. Er sagt, er wird's versuchen, aber "erlauben" müsse ich ihm das Sprechen nicht. Mama pflichtete mir gerade bei und sagte, dass sie das auch störe. Papa ist gerade raus und so fragte ich Mama, ob es von mir schlimm sei, dass ich das angesprochen habe. Mama sagte, das sei genau richtig gewesen, das störe sie auch. Mama sagte noch, dass man jemandem, dem man vorgaukelt, er sei bald tot, "klein halten" und "beschäftigen" will. Sie meint, in einem Jahr hätte ich eine Freundin. Sie meint auch, dass weniger zu trinken nicht das Wichtigste ist - Abnehmen sei wichtiger. Mittlerweile ist es 19.45 Uhr und der Nachmittag ist vergangen. Wir waren ab 15.15 Uhr im Café Wien und haben dort Torte bzw. Kuchen gegessen und Kaffee getrunken. Und Foto gemacht. Danach waren wir auf dem Weihnachtsmarkt und haben ein Bier bzw. Glühwein getrunken. Zuhause nochmal Glühwein. Dann habe ich noch Bratkartoffeln gemacht. Und wir haben den Live-Ticker zum Brasilien Kroatien Spiel geschaut. Samstag, 10.12.2022. Gestern habe ich auf der Strandpromenade mit Mama festgestellt: Das Spiel läuft überhaupt nicht gut. Mama ist heute krank. Sie ist erkältet. Papa hat vorhin an meine Zimmertür geklopft und gefragt: "Wie geht es dir?" und gesagt, dass Mama ja krank sei. Dann war er nicht mehr da und ist wohl irgendwo unterwegs. Ich war gerade im Aldi und er ist immer noch nicht da. Kurz bevor ich zu Aldi bin, habe ich über den Satz meines Gastvaters Paul in Irland nachgedacht: "Don't think too much. Just do it." Da ich immer auf schnell, schnell aus bin, machte mir das die ganze Zeit etwas Kopfzerbrechen, ob das Schnell schnell so gut ist. Mir ist vorhin aber die Erleuchtung gekommen. Vielleicht ist das einfach wurscht. Und auch die Nervosität beim Einkaufen ist auch nicht so schlimm. Kein Problem. Gekauft habe ich Cola light, Brot, Orangensaft, Glühwein. Jetzt ist es 15.30 Uhr. Ich habe Mama vorhin von meiner Erkenntnis erzählt. Sie stimmte mir zu. Sonntag, 11.12.2022. Gestern haben wir dann noch Fußball (Marokko-Portugal und später Frankreich-England) geschaut und Glühwein getrunken. Ich habe mich auf eine Siemens-Ausbildungsstelle beworben und davon erstmal nichts erzählt. Mama ist krank, erkältet. Sie hat Husten. Deswegen gehen wir heute nicht zur Kupferkanne. Ich liege gerade im Bett und denke über meine Erkenntnisse der letzten Tage nach. Jetzt habe ich aber ein leichtes Ziehen im 4er-Zahn, dort, wo der Zahnarzt letztes Jahr gebohrt hat, rechts oben. Als ich mir gerade einen Kaffee holen wollte, sagte Papa in sehr ernstem, seriösen Ton zu mir: "Wenn die Mama so nen Husten hat, ist es fraglich, ob sie am Dienstag überhaupt ins Uni-Klinikum kann." jetzt ist es ca. 14 Uhr. Am Vormittag bin ich mit dem Rad zu Aldi gefahren, obwohl heute Sonntag ist, einfach, um etwas rauszukommen. Dann sind Mama und ich noch am Strand spazieren gegangen, Papa war nur bis zum Toilettenhäuschen dabei. Mama ist dann noch zu Blum und ich bin zurück. Hannah hat geschrieben, dass die Vögel Durchfall haben und sie sie deshalb nach Hause bringt. Jetzt bringt Papa das Fahrrad weg. Jetzt ist es 16.45 Uhr. Ich habe Mama gefragt, was wichtiger sei: Freundin oder Selbstständigkeit. Mama meinte auf alle Fälle Selbstständigkeit. Dann käme auch eine Frau. Montag, 12.12.2022. Heute ist die Fahrt nach Hause. Ich habe nicht so gut geschlafen, konnte erst nicht einschlafen und war dann bis 5 Uhr wach. Dann habe ich aber, nachdem ich was gegessen habe, doch nochmal geschlafen. Ich glaube, das Spiel gegen mich läuft nicht gut. Auch das Spiel mit der schwangeren Hannah läuft nicht gut. Heinrich Polke hat keine Eier. Dienstag, 13.12.2022. Gestern war die Heimfahrt aus Sylt. IC war gut. Beim ICE in Hamburg Hauptbahnhof erstmal Verwirrung am Bahnsteig, da der vorherige Zug ausgefallen war. Dann im ICE, der sehr voll war, mit Papa im Boardbistro Biertrinken. Da bekam ich meinen Zustand, der diesmal ziemlich stark war. Dann hatte der Zug auch noch eine Stunde Verspätung, weil Motoren ausgefallen waren und man auf eine Erlaubnis, nur Tempo 200 zu fahren, per Fax bekommen musste. Heimfahrt dann mit den Öffentlichen. Mittwoch, 14.12.2022. Gestern brachte mich Mama in meine Wohnung zurück, mit Willi. Sie hatte dann noch einen Termin im Uniklinikum wegen Aneurysma-Kontrolle. Sie rief mich danach an: Alles in Ordnung. Am Abend schaute ich noch um 20 Uhr die erste Hälfte des Argentinien - Kroatien Spiels, das Argentinien gewann. Heute morgen bin ich nach einer richtig schlechten Nacht trotzdem zur Arbeit. Als ich ankam, war die Halle dunkel. Die Heizung war ausgefallen, und deshalb auch die Arbeit. Sie hatten mich und Ulla telefonisch nicht erreicht, sagte Robert. Ich ging dann noch in den Aldi einaufen. Als ich nach Hause kam, hatte um 8.22 Uhr Marianne auf meinen Handy-AB gequatscht, ich solle Bescheid sagen, ob ich in den Treff gehen wolle oder daheim bleiben will. Dann rief Moritz Renn bei mir an. Er braucht noch eine Unterschrift für ein Formular. Das machen wir am 20.12. um 8.15 Uhr vor meinem Termin in der Uniklinik. Vorhin, um halb eins war ich nochmal im Keller aufs Handy schauen. Marianne hatte draufgesprochen, dass morgen die Caritec wieder offen hat. Donnerstag, 15.12.2022. Gestern habe ich am Abend noch Bier getrunken und die erste Halbzeit des Halbfinals Frankreich-Marokko gesehen. Außerdem eine WÖ-Folge. Heute morgen schlief ich bis 8 Uhr. Gegen 12 Uhr fuhr ich los, trotz Schnees, in die Uni. Ich fuhr nicht durch den Wald sondern über Straßen. Auf dem Weg dorthin lachten mehrere Leute, die an mir vorbeigingen. Ich ging dann in die Bibliothek und lernte eine Stunde Spanisch. Danach entdeckte ich im Obergeschoss die richtige Mensa. Dann fuhr ich heim, brauchte fast eine halbe Stunde. Freitag, 16.12.2022. Gestern habe ich nichts gegessen, nachdem die Waage zeigte, dass ich plötzlich wieder 90 Kilo wog. Heute morgen war der Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad katastrophal aufgrund des vielen Schnees auf den Straßen. Deshalb brauchte ich fast 15 Minuten hinzus. Auf der Arbeit sollte ich heute von der defekten Heizung alle 10 Minuten das Wasser abpumpen. Thomas Hübner, der Sänger, war wieder da. Insgesamt ging die Arbeit gut vorbei. Sabine machte heute einen Witz mir gegenüber: "Was macht eine Bombe im Bordell? - Puff." Auf dem Nachhauseweg bahnte sich ein Zustand an, also ging ich zunächst nicht zu Aldi. Zuhause rief Mama mich auf Festnetz an, sie hatte mir vorher Whatsapp-Nachrichten geschrieben, dass sie auf den Weihnachtsmarkt ginge. Papa habe eine Erkältung. Der Zustand fing nach dem Telefonat an. Ich ging dann im Zustand zu Aldi, wo er nicht mehr so schlimm war, aber als ich nach Hause kam (2 Packen Cola light), war er erstmal wieder schlimmer, hörte dann aber ganz auf. Gegessen habe ich im Zustand, da ich Angst davor hatte, gar nichts gegessen zu haben, eine Packung Kekse. Samstag, 17.12.2022. Heute bin ich gegen 6.30 Uhr aufgestanden und habe ntv geschaut. Um 8 Uhr wollte ich in den Aldi, doch mein Fahrrad war eingefroren. Also holte ich heißes Wasser in Plastikflaschen und goss es über die beiden Räder. Dann funktionierte es einigermaßen. Im Aldi habe ich dann zwei Packen Cola light gekauft. Jetzt ist es 14.15 Uhr und ich war vorhin, bei recht unsicheren Straßenbedingungen (-9 Grad und Schnee) bei C&A. Da die Straßen aber geräumt waren, doch kein Problem. Dort habe ich mir zwei Hosen 34-30 gekauft, je 39,99 - eine schwarze und eine blaue. Slim. Sie liegen sehr eng an, was aber sinnvoll ist, da ich ja noch weiter abnehmen will. Sonntag, 18.12.2022. Papa hat mir geschrieben, dass er auf dem Router meine Nummern wieder freigegeben hat. Um ca. 10 Uhr habe ich mit Mama telefoniert. Ich habe ihr erzählt, dass ich gestern im C&A zwei Hosen gekauft habe. Sie will mir etwas dazugeben. Sie war froh, dass ich gestern nicht im E-Werk war. Sie fragte mich, was ich am zweiten Weihnachtsfeiertag lieber essen würde: Ente oder Raclette. Ich erzählte ihr, dass ich am Donnerstag wieder in der Uni war, und die richtige Mensa entdeckt habe. Dann erzählte Mama noch von Anitas Abenteuer-Zugfahrt nach Sylt. Und von Bernds Operation. Jetzt ist es kurz vor vier, das WM-Finale beginnt gleich. Jetzt ist es halb acht und Argentinien hat im Elfmeterschießen gegen Frankreich gewonnen. Vorher war es 3-3 gestanden. Montag, 19.12.2022. Heute morgen um 7.20 Uhr aufgestanden und mich auf die Arbeit vorbereitet. Jedoch, als ich vor die Tür trat, bemerkte ich sofort, dass ganz tückisches Glatteis vor der Tür war. Ich überlegte, was ich jetzt machen solle, lief noch etwas herum, um zu testen, wie es auf Weg und Straße sei. Dann entschied ich mich, auf Arbeit anzurufen und die dort zu fragen, was ich jetzt machen solle. Robert war dran und sagte auf meine Aussage, es sei so glatt: "Ja, bleib zuhause." Damit hatte sich alles erledigt. Ich rief mit Festnetz Mama an (Papas Handy hatte kurz angeklingelt) und erzählte ihr, dass ich nicht zur Arbeit bin. Sie wusste schon von Papa, dass es so glatt sei. Dann las ich "Jakob der Lügner", das ich gestern weitere 100 Seiten gelesen hatte. Ich überlegte währenddessen, ob ich Weihnachten nach Hause fahren solle. Ich entschied mich dafür und entschied mich auch dafür, das Mama zu erzählen. Sie war hocherfreut darüber, ich erwischte sie gegen 12 Uhr beim Plätzchenbacken. Jetzt ist es 18.15 Uhr und mir war vorhin etwas langweilig so ohne Arbeit. Hab nochmal zuhause angerufen. Papa ging ran. Er hat Husten und ist erkältet. Papa hat ja am Wochenende die Anrufsperre rausgenommen. Das gefällt mir überhaupt nicht. Ich habe nochmal angerufen, und Mama gebeten, Papa Bescheid zu geben, dass er das bitte wieder reintut. Sonst rufe ich ständig zuhause an. Dienstag, 20.12.2022. Heute morgen früh aufgewacht, so gegen 6 Uhr, dann noch etwas liegen geblieben. Dann um kurz vor 8 Uhr Aufbruch zum Psychotherapeuten, der erst um 8.15 Uhr nicht da war, dann aber kam. Dann Uniklinik, ging alles gut, mit Spritze. Danach Lidl und ich bekam auf dem Rad einen Zustand, der aber nicht lange anhielt, als ich zuhause war. Zuhause rief ich dann aufs Festnetz an, um auszutesten, ob ich wieder gesperrt bin. Ja, das war so. Also ging ich in den Keller, um per Handy Mama anzurufen, wie es bei mir gelaufen ist. Sie meinte, dass Papa das mit mir absprechen müsse, wenn er meine Nummern freischalte. Ich sah das ebenso, da ich meinte, dass das mein Verhalten beeinflusst. Gerade mit Mama telefoniert, und meine Vermutung geäußert, dass es vielleicht gar keinen Unterschied für meine Selbstständigkeit macht, ob das Handy im Keller liegt oder bei mir oben ist. Das bestätigte sie mir. Ich fragte sie, was mir fehle, damit ich eine Freundin bekomme, worauf sie meinte: "Selbstbewusstsein". Sie sei, ob ich eine Freundin brauche, zwiegespalten, fünfzig fünfzig. Mittwoch, 21.12.2022. Gestern habe ich dann noch eine Stunde Spanisch gemacht. Heute Nacht nur bis 3.30 Uhr geschlafen, dann aufgewacht und etwas wach gewesen und rumgelegen. Dann heute morgen Arbeit. Handy hatte ich bei mir oben. So um 8.40 Uhr kurzen Zustand gehabt, dann Handy in den Keller gelegt und zur Arbeit gegangen, wo alles gut lief. Bis nach dem Essen (Leberkässemmel) mir schlecht wurde. Zuhause hatte ich bis 12.15 Uhr meinen Zustand, dann war wieder alles gut, ich holte das Handy aus dem Keller und telefonierte mit Mama. Sie weiß nicht, wie ich das mit dem Handy machen soll. Ich muss das selber rausfinden. Meine Vermutung war, dass es vielleicht keine schwarz-weiß Lösung gibt. Um 16 Uhr ist sie beim Frisör und ich war noch bei Aldi, wo ich Sonja aus dem Bernhard-Rüther-Haus getroffen habe. Heute bei der morgendlichen Adventsrunde saß ich neben Sabine. Ich fragte sie, was sie an Weihnachten mache. Sie fährt nicht nach Hause sondern feiert mit ihren Mitbewohnerinnen. Gerade (17.45 Uhr) habe ich Mama gefragt, was sei, wenn die aus dem Bernhard-Rüther-Haus mich beim Bierkaufen sehen. Mama meint, dass das völlig egal sei, denn ich sei ein freier Mensch. Dann fragte ich sie nach meinem Nachbarn, der sich heute mein Fahrrad leihen wollte. Das hätte sie auch nicht gemacht. Ich sagte ihm in bedauerlichem Ton: "Das kann ich nicht machen." Wenn mein Fahrrad weg wäre, wäre das ziemlich blöd für mich. Freitag, 23.12.2022. Gestern war ich bei der Caritec-Weihnachtsfeier. Ich hatte in der Nacht gar nicht geschlafen. Die Feier war ganz schön. Illie saß mir gegenüber, außerdem saßen Mohammed und später Anna neben mir. Ich aß mehrere Plätzchen. Marianne fragte uns, was wir uns für das neue Jahr wünschten. Viele sagten: "Gesundheit". Ich sagte: "Dass es weiter aufwärts geht." Es gab um halb zwölf Schäufele mit Klos und Kraut. Wir wurden bedient, ich hatte ein großes Schäufele. Als Nachtisch gab es Panacota. Zuhause schlief ich etwa eine Stunde, dann holte mich um 15 Uhr Papa ab. Wir fuhren über die Apotheke in Tennenlohe, wo ich noch meine Spritze abholte. Dann fuhren wir heim. Ich ging dann am Abend noch in den Aldi. Heinrich Polke hat keine Eier. Sonntag, 25.12.2022. Am Freitag habe ich mich mit Wolfgang getroffen. Er erzählte von seinem Herzen und er hustete einmal kräftig. In der Nacht hustete Papa mehrmals. Ich hatte in der Nacht Fr/Sa schlecht geschlafen nur so bis halb 3. Als ich mit Papa am Küchentisch saß, fragte ich ihn nach Selbstmord. Wie das wäre, wenn ich aus dem Fenster springe. Papa meinte, dass ich das nicht machen würde und auch nicht wirklich wollen würde. Dann ging ich mit ihm in den Lidl. Papa erzählte das mit dem Selbstmord Mama, hatte er mir gesagt. Ich erzählte Mama, die nicht sehr begeistert reagierte davon, sie verstand es aber nicht. Irgendwann ging sie dann und ich verabschiedete mich nach kurzem Ausraster nach Erlangen, wo ich Heiligabend verbrachte. Ich erreichte sie dann nochmal und sagte ihr, ich hätte geschaut, aber aus dem Fenster springen könne ich nicht. Heute morgen bin ich dann mit dem 290er heimgefahren. Mama war überhaupt nicht begeistert, schimpfte über dieses Weihnachten und sagte, sie hätte geglaubt als ich gegangen war, ich bringe mich um. Sie sagte, sie hätte eigentlich die Polizei rufen müssen. Ich beredete im Weiteren dann meine Probleme, und sie ist nach wie vor der Meinung, dass das ganze kein Ernst ist, sondern nur ein Spiel. Heinrich würde sonst in den Fokus genommen. "Was wäre wenn" wird nicht eintreten, sagt sie. Ich werde das Ganze überleben. Ich war mir nicht sicher und fragte sie nochmal, und da sagte sie wieder, es ist nur ein Spiel. Was hätte Heinrich davon, wenn er mich umbringe. Es gehe letztendlich darum, mich klein zu halten, womit sie nicht unbedingt eine Freundin zu bekommen meint. Eine Freundin zu bekommen, könne schwierig werden, meint Mama, da ich schon recht alt bin und fast alle vergeben sind. Papa gerade im Keller auf meine Frage, ob ich bald tot sei: "Lass mich. Ich will nicht." Und gerade nochmal etwas bedrohlicher, mit erhobenem Zeigefinger: "Ich will nichts von Selbstmord hören. Du begehst keinen Selbstmord. Lass uns schöne zwei Tage haben an Weihnachten. Ich will nichts davon hören." Montag, 26.12.2022. Es ist alles nur ein Spiel. Sonst wäre schon längst was passiert, meinte Mama. Dienstag, 27.12.2022. Heute die Fahrt nach Karlsruhe. Es ist 7.20 Uhr, um ca. 9 Uhr muss ich los. Ich bin am Sonntagabend noch nach Erlangen gefahren. Gestern, am zweiten Weihnachtsfeiertag, waren Hannah und Jochen da. Am Nachmittag rief ich Manuel an, der sich erst nicht zurückmeldete, weil er überlegen wollte, was er mache. Nach einer Stunde rief ich ihn an, nachdem ich meine Wohnung geputzt hatte, und er kam mich besuchen in meine Wohnung. Er redete viel, ich nicht so viel. Er erzählte von seiner Arbeit, z.B. dass er bei Honda in Japan war. Er sei viel im Stress. Und er erzählte viel, dass er oft Essen gehe. Ich fragte ihn, ob mein Leben noch lebenswert sei als Sozialhilfe-Empfänger und so. Dann erzählte ich ihm, dass es mir ganz gut gehe, dass ich im Sommer viel draußen war und, dass es mir nach einem Gespräch mit Mama "wie Schuppen von den Augen gefallen sei", dass ich nicht umgebracht werde, nachdem sie gemeint hatte, dass dann ja Heinrichs Spielzeug weg sei. Manuel sagte, dass ich ja schon wisse, dass er das mit dem Geheimdienst und Heinrich ja nicht glauben würde. Nach dem Treffen nahm er mich mit seinem Honda-Firmenwagen, der ein Hybridauto ist, nach Hause zu meinen Eltern. Auf dem Rückweg fragte ich ihn, wie oft er mit seinen Eltern telefoniere. Alle ein bis zwei Wochen. "Dreimal am Tag", so wie ich, sei schon sehr viel, lachte er. Er erzählte, dass seine Kinder ganz verrückt nach Tobi seien und er erwähnte nochmal, dass ich so viel abgenommen habe. Ich fragte zuhause Mama, ob es schwach sei, wenn man bestechlich sei. Mama meinte: "ganz schwach" und dass man sich dann "erpressbar" mache. Es ist alles nur ein Spiel. Was soll schon passieren? Wie gesagt heute morgen dann Fahrt zum Hauptbahnhof. Zwei Bier dabei. Der Zug war recht voll. Direkt nach der Ankunft fuhr ich zum Vierordtbad, da das Zimmer erst um 15 Uhr verfügbar ist. Dann war ich ca. 1 Std. in der Sauna, für 16 Euro. Mir war das sehr heiß und ich hatte nichts zu trinken, also entschied ich mich nach zwei 10-Minuten-Gängen, zu gehen. Dann Fahrt mit der Linie zwei Richtung Wolfartsweier zum Hotel. Ich bekam einen kurzen Zustand. Noch kurzer Einkauf bei Aldi für Cola light. Dann am Abend Fahrt mit der 42 zur Schauburg. Es lief "Verlorene Illusionen". Der Film war besser als das Buch. Mittwoch, 28.12.2022. Heute morgen aufgestanden und um 8.30 Uhr das ZDF-Moma geschaut. Dann Aldi, während die Putzfrau mein Zimmer saubermachte. Anschließend nach Aldi traf ich die - dem Dialekt nach - niederbayrische Empfangschefin. Ich ging runter, um die zweite Nacht zu bezahlen und bekam einen neuen Code. Danach fuhr ich mit der 42 zum KIT, bin dort rumgelaufen, dann BVerfG dann C&A Tshirt und Boxershort kaufen. Eine orangene Jacke für 125 Euro habe ich nicht gekauft. Dann vom Kronenplatz zum ZKM gefahren und dann nach Durlach. Scheiß auf Selbstmord. Ich hol mir ne Freundin. Donnerstag, 29.12.2022. Gestern bin ich dann noch um ca. 17 Uhr zum Europaplatz gefahren. Auf dem Weg dorthin hat Hannah etwas mit "Grüßle" in die Familiengruppe geschrieben. Heute schlief ich bis ca. 7 Uhr. Nach dem Aufstehen Aldi, Franzbrötchen. Dort viel Gehuste. Papa hatte in der Familiengruppe gepostet, dass er sich aufs neue Jahr freut. Ich war dann ab 10 Uhr im Vierordtbad. Es war viel los gewesen, diesmal kostete es, da ich vor 13 Uhr da war, nur 10 Euro und 3 Euro für das Handtuch. Dreimal Sauna, 15 Minuten. Hat Spaß gemacht. Dann lief ich zum Hauptbahnhof. Dort wartete ich auf den Zug. Von KA bis S war der Zug recht leer, dann wurde es bei Aalen recht voll. Ich musste mich umsetzen, da mein Platz reserviert war. In Nürnberg entschied ich mich dann, direkt nach Erlangen zu fahren. Ich fuhr mit der U3 zum Friedrich-Ebert-Platz und anschließend mit der 4. Auf dem Weg im 20er und anschließend 290er wurde mir etwas schlecht. Ein Zustand bahnte sich an. Freitag, 30.12.2022. Gestern habe ich dann noch mit Mama telefoniert. Heute morgen war ich im Aldi einkaufen. Cola light, Essen, Bier. Ich sagte Mama, dass ich in das Effi-Briest-Musical mitgehe. Sie und Papa waren dann in der Stadt, Papa schickte mir einen Vorschlag für einen Laser-Drucker. Ich telefonierte nochmal mit Mama: Mir passiert nichts konnte sie mich beruhigen - und wenn doch, gäbe es mächtig Ärger. Das gab mir ein gutes Gefühl. Morgen ist Silvester und ich fahre wahrscheinlich nach Nürnberg. Samstag, 31.12.2022. Heute ist Silvester. Es ist draußen recht warm, so an die 20 Grad. Heute morgen hab ich zwei Bier getrunken und bin dann mit dem 290er heimgefahren. Dann noch kurz Aldi: Bier, Cola light, Nackensteaks und Ofenkäse. Zuhause wie ein Propeller - so sagte Mama - "um um"-Episode. Dann wurde ich nochmal von Mama zum Aldi geschickt, um eine Schweinelende zu kaufen. Dann war ich mit Mama auf den Feldern und zum Schnepfenreuther Weg 71 spazieren, da ein falsch adressierter Brief bei uns eingeworfen worden war. Jetzt ist es 20:15 Uhr. Mama und Papa sind vorhin um 18 Uhr mit den Nachbarn ins Thoner Gärtla gefahren. Ich habe mir Nackensteaks und Ofenkäse gemacht. Und um 18 Uhr und um 19 Uhr ein Bier getrunken. Jetzt trinke ich das dritte, was auch mein letztes sein soll. Ich habe mein Buch von Anfang dieses Jahres gelesen, was recht aufschlussreich war. Mama meint, dass das, was ich auf Facebook geschrieben habe, dass korrupte Menschen keine Eier hätten, vollkommen legitim sei. Daran würde auch keiner Anstoß nehmen, selbst ein korrupter Mensch könne dagegen nichts machen. |